Sozialstation Grüner GmbH – Ambulante Pflege, Tagespflege und Betreutes Wohnen aus einer Hand

 

Die Sozialstation Grüner GmbH vereint einen ambulanten Pflegedienst, eine Tagespflege und eine Einrichtung des betreuten Wohnens miteinander. Das ermöglicht ein breites und vielfältiges Leistungsangebot. Es ergänzt sich bei Bedarf und ist abgestimmt auf die individuellen Wünsche der Pflege- und Hilfsbedürftigen.

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http://www.news4press.com/Meldung_991535.html

 

 

Sozialstation Grüner stellt sich vor

Stellenanzeige

Die Sozialstation Grüner GmbH Pflegedienst -Tagespflege-Betreutes Wohnen

Sind Sie eine examinierte Altenpflegerin oder examinierter Altenpfleger, Krankenschwester oder Krankenpfleger, Pflegehelferin oder Pflegehelfer und suchen Sie eine neue Herausforderung, einen neuen Arbeitgeber?

Dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.
Wir sind in drei Bereichen im Saale-Orla-Kreis für unsere Patienten tätig:

  • in der ambulanten Pflege,
  • in der Tagesbetreuung
  • und im Bereich des ambulant betreuten Wohnens.

Was wir bieten können:
– faire, angemessene Bezahlung,

  • gutes Teamklima,
  • flexible Arbeitszeiten,
  • Spaß an der Arbeit und im Umgang mit unseren Patienten, wenn Sie es auch wollen.

Schreiben Sie uns oder nehmen Sie gern telefonischen Kontakt mit uns auf:
Wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.

 Kontakt:
Sozialstation Grüner GmbH
Pflegedienst-Tagespflege-Betreutes Wohnen
Ansprechpartner: Ute Grüner
Lobensteiner Str. 9
07924 Ziegenrück
Telefon: 036483 – 20545
E-Mail: info@pflegedienst-gruener.de
Internet: www.pflegedienst-gruener.de

Leistungsbeschreibung
Die Sozialstation Grüner GmbH ruht auf drei Säulen: dem Pflegedienst, der Tagespflege und dem Betreuten Wohnen.
Der Geschäftsführer ist Jens Grüner. 

Durch den ambulanten Pflegedienst werden ca. 80 Patienten betreut – im Saale-Orla-Kreis. Christine Körner hat die Pflegedienstleitung inne. Sie befindet sich zurzeit im Erziehungsurlaub und wird von Annett Bockner vertreten.

Zum Team gehören 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 14 examinierte Pflegekräfte. Die Leistungen sind: die Grund- und medizinische Behandlungspflege, die hauswirtschaftliche Versorgung, die Verhinderungspflege und die Betreuungsleistungen.

In der Tagespflege stehen 15 Tagesplätze für Gäste von montags bis freitags von 08.00 bis 16.00 Uhr bereit. Es gibt einen Hol- und Bringe – Dienst. Die Fahrzeuge sind behindertengerecht ausgestattet. Die angebotenen Betreuungsleistungen richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Tagesgäste und dem Konzept, das sie mobilisiert und aktiviert. Dazu zählen unter anderen Gymnastik, das Singen, Bastelarbeiten, Gedächtnistraining oder Biografiearbeit. Leistungen der Grund- und medizinischen Behandlungspflege werden ebenfalls angeboten.

Die Ambulant Betreute Wohngruppe wird von Jens Grüner geleitet. Sie ist im Gebäude der alten Molkerei untergebracht. Möglich sind der Abschluss von normalen Mietverträgen, eine ambulante Betreuung, rund um die Uhr oder auch Pflegeverträge.

Kontakt:
Sozialstation Grüner GmbH
Pflegedienst-Tagespflege-Betreutes Wohnen
Lobensteiner Str. 9
07924 Ziegenrück
Telefon: 036483 – 20545
E-Mail: info@pflegedienst-gruener.de
Internet: www.pflegedienst-gruener.de

Interview mit Ute Grüner

Pressemitteilungen:

Sozialstation Grüner GmbH – Ambulante Pflege, Tagespflege und Betreutes Wohnen aus einer Hand

Ute Grüner – helfen ist unsere Berufung

Das Bewertungssystem des Pflege-TÜV hat versagt

Das System der Benotung hat sich nicht bewährt.

Das 2009 eingeführte Verfahren sollte transparent machen, wer von den Pflegediensten oder Pflegeheimen einen guten Job macht, sich um die Pflege- und Hilfsbedürftigen und deren Angehörige nachhaltig kümmert und wer weniger.

Dieser Pflege – TÜV hat aber nicht die Transparenz gebracht, die sich vor allem die wünschen, die davon unmittelbar betroffen sind, nämlich die zu Pflegenden.

Das soll nun im Mittelpunkt stehen, wenn der Pflege – TÜV reformiert wird.

Die Bertelsmann – Stiftung macht eigene Vorschläge. So soll die Zufriedenheit der Betroffenen künftig eine größere Rolle spielen. Die Reform schleppt sich dahin, vielleicht wird sie auch verschleppt. Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen sollten eigene Vorschläge miteinbringen, und: Sie sollten vor allem weiter engagiert in der Praxis arbeiten.

Das ist die Ethik, die keine Note umfassend widerspiegeln kann, wohl aber entscheidend ist für das, was man als gute Pflege bezeichnet.
(Vgl. dazu auch: Berliner Zeitung, Nummer 168, S. 7; Timot Szent-Ivanyi)

 

© Dr. Uwe Müller

 

Der Mindestlohn für Pflegekräfte steigt

Wann?

Ab 01. Januar 2018.

Wie viel?

Auf 10,55 Euro pro Stunde im Westen; auf 10,05 Euro pro Stunden im Osten.

Wie geht es weiter?
Bis 2020 soll der Mindestlohn weiter steigen.
Im Westen auf 11,35 Euro pro Stunde und im Osten auf 10,85 Euro pro Stunde im Osten.

Wo liegt der aktuelle Mindestlohn?
Bei 10,20 Euro pro Stunde im Westen, 9,50 Euro pro Stunde im Osten.
(Vgl. dazu: Berliner Zeitung, Nummer 167, Donnerstag, 20. Juli 2017, S.7)

Was ist das Gute an der Nachricht?
Der Mindestlohn für Pflegekräfte wächst weiter.

Reicht das aus?

Nein, ganz bestimmt nicht.

Was sollte weiter passieren?
Zum einen: das Niveau der Mindestlöhne in Ost und West weiter angleichen; Pflege ist unteilbar.

Zum anderen:

Attraktivität des Berufes weiter steigern. Da kann Politik was tun, die in der Pflege Verantwortlichen aber auch.

© Dr. Uwe Müller

Roselinde Hartmann im Interview

Roselinde Hartmann mag keine großen Worte und Gesten, wenn es um ihre Person geht. Für sie ist der eigentliche Star das Team des Pflegedienstes AMISTAD. Spricht sie über ihren Weg, ihre Erfolge, dann vergisst sie nie, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erwähnen, die sie täglich unterstützen, ihre Ideen einbringen, mitanpacken und viel dafür tun, damit das Menschliche in der Pflege nicht im allgemeinen Stress der Alltagsbewältigung untergeht. Dabei gehört sie mit zu den Pionieren, zu denen, die mit der Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 ihr Schicksal in die eigene Hand nahmen und sich in der Pflege selbstständig machten, einen ambulanten Pflegedienst gründeten.

 

Kontakt:
„AMISTAD“ Pflegedienst
Inhaberin: Roselinde Hartmann
Kronenstraße 8
76297 Stutensee-Spöck
Telefon/Fax: 07249 – 95 21 00
E- Mail: amistad-stutensee@gmx.de
http://www.pflegedienst-amistad.de

 

 

 

Interview mit Roselinde Hartmann

Roselinde Hartmann ist die Inhaberin des Pflegedienstes AMISTAD  im Raum Stutensee und Bruchsal

Frau Hartmann, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang?

Nach dem Schulabschluss in der mittleren Reife habe ich mich 1978 um eine Ausbildung zur Krankenschwester beworben.
Ich wollte schon immer Krankenschwester werden. Damals war das gar nicht so einfach. 1978/1979 herrschte ein großer Andrang in diesem Berufszweig. Auf ca.300  Bewerbungen kamen ca. 25 Ausbildungsplätze. Schließlich hatte ich Erfolg. Ich bewarb mich im Städtischen Klinikum  Karlsruhe und bekam eine Zusage. Im Oktober 1979 habe ich die Ausbildung begonnen und sie 1983 beendet. Das war ein halbes Jahr später, als sonst üblich.

Warum?
Weil ich zwischendurch mein erstes Kind bekommen hatte und im Mutterschutz war.  Nach dem Abschluss habe ich weiter im Städtischen Krankenhaus gearbeitet, auf der Dialysestation. Aber für mich war schon immer klar, dass ich in die ambulante Pflege will.

Was waren das für Gründe?

Nun, ich wollte ganzheitlich pflegen. Das ist im privaten Umfeld am besten mit der ambulanten Pflege umzusetzen, also dort, wo sich der Pflege- und Hilfsbedürftige am wohlsten fühlt.

 Dann müssten Sie ja für den generalistischen Ansatz in der Pflegeausbildung sein, oder?

Ja, ganz genau. Ich bin dafür, erst einmal in der Ausbildung einen generalisierenden Ansatz zu haben. Danach kann man sich dann immer noch spezialisieren, zum Beispiel in Richtung Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege.

 Warum?

Sie bleiben so stets auf dem neuesten Stand, und zwar in vielen Bereichen. Das ist zum großen Teil im Krankenhaus anders. Dort arbeiten Sie mitunter jahrelang oder jahrzehntelang auf einer Station, in einer speziellen fachlichen Richtung. Das haben Sie in der ambulanten Pflege nicht so.

Da müssen Sie sich in allen Bereichen der Medizin ständig auf dem Laufenden halten. Und wenn es nötig ist, dann eignen Sie sich spezielles Wissen an oder frischen es wieder auf. Und das ist es, was die ambulante Pflege so spannend macht.  Eine solide und breit gefächerte generalistische Ausbildung zunächst, und später eine Spezialisierung, je nachdem, in welche Richtung es gehen soll – in die Altenpflege oder eben in ein Krankenhaus, auf eine spezielle Station. Ich glaube, da kommt die Reform der Pflegeausbildung gerade richtig.

 Wie lange haben Sie im Städtischen Krankenhaus gearbeitet?

Zwei Jahre.

Und dann?

Danach war ich auf zwei Sozialstation der Evangelischen Kirche, insgesamt 10 Jahre. Ich habe auch lange in Teilzeit gearbeitet, weil ich ja für meine Kinder da sein wollte.

Bis 1995?

Richtig. Dann kam die Zeit, wo der Gesetzgeber wollte, dass mehr Angebote für die zu Pflegenden auf den Markt kamen. Der Markt wurde also geöffnet für private Anbieter. Da habe ich die Chance genutzt und mich selbstständig gemacht. In die Zeit fiel ebenfalls meine Ausbildung zur Pflegedienstleitung. Das war ja eine Auflage vom Gesetzgeber zur Selbstständigkeit, nämlich in einem bestimmten Zeitraum diese Weiterbildung und Qualifikation zu durchlaufen.

Also war die Einführung der Pflegeversicherung 1995 quasi das Initialzeichen für Sie, Ihren eigenen Weg zu gehen?

Ja, so kann man das sagen. Ich wollte einfach raus aus der Fließbandarbeit, sowohl im Krankenhaus als auch in der Pflege. Ich liebte meinen Beruf und ich wollte mehr herausholen – für die Menschen, denen meine Fürsorge galt. Also den Patienten eben nicht unter Zeitdruck abfertigen, sondern ihn wirklich als ganzen Menschen zu sehen, in seinen physischen, psychischen, sozialen Aspekten – ihn wahrnehmen nicht nur als jemanden, der Hilfe braucht, sondern als einen Menschen, den ich verstehe und dem ich so viel besser helfen kann. Man sieht eben auch das private Umfeld, weiß, was dem Pflegebedürftigen wichtig ist.

Und wie ließ sich das vereinbaren mit den Vorgaben der Kranken- und Pflegekassen hinsichtlich der Minutenpflege?

Ich war von Anfang gegen die Minutenpflege.  Der Mensch ist ja schließlich keine Ware. Keiner von meinen Mitarbeitern sollte gegen die Stoppuhr arbeiten.

 Aber wie haben Sie das in der Praxis durchhalten können?

Das lief bei mir auf eine Mischkalkulation hinaus. Für manche Tätigkeiten brauchten wir eben weniger Zeit und für andere Dinge haben wir uns dann mehr Zeit genommen, zum Teil in der Pflege oder auch für ein Gespräch mit dem Patienten.  Das macht das Menschliche in der Pflege aus. Das habe ich einfach auf meine Kappe genommen und bin gut damit gefahren.

Dann muss es ja eine innere Bestätigung für Sie gewesen sein, als mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz die individuelle Pflegebedürftigkeit noch stärker in den Fokus gerückt worden ist, oder?

Ja, natürlich. Aber wissen Sie, man braucht auch die Mitarbeiter dazu, die sich vorstellen können, so zu pflegen. Ich gebe noch heute jedem die Chance, so zu arbeiten, dass er sich die nötige Zeit für gute Pflege nehmen kann. Daraus ergibt sich auch, dass trotz guter Bezahlung keine zusätzlichen Vergütungen wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld gezahlt werden können. Dafür hat der Mitarbeiter einfach mehr Zeit zur Verfügung.

Schätzen Ihre Mitarbeiter das?

Ja, sie sehen, dass es nicht mit dem monetären Aspekt allein getan ist.

Sondern?

Die Möglichkeit, sich zu entfalten, nicht in Stress zu verfallen, eigene Vorstellungen im Pflegealltag umzusetzen, kreativ zu sein – all das wird inzwischen als ein hohes Gut geschätzt, als eine geldwerte Leistung angesehen. Das war nicht gleich der Fall. Gerade in den letzten zwei, drei Jahren hat sich das Team so gut entwickelt, dass es die Bezeichnung „Top-Team“ zurecht verdient. Ich bin auf meine Mitarbeiter sehr stolz. Ohne sie hätte ich meine Vorstellungen nicht verwirklichen können und könnte das auch heute nicht.

Wenn Sie ein oder zwei Beispiele herausgreifen müssten, die die Kernkompetenzen Ihres Pflegedienstes aufzeigen, welche wären das?

Zum einen haben wir uns auf das Wundmanagement spezialisiert. Unsere Wundexpertin ist Carmen Hammer, die auch die stellvertretende Leitung inne hat. Das ist schon einmalig, was wir hier in unserem Team leisten können. Frau Hammer ist vor Ort beim Patient in der Wundversorgung tätig und zuständig für alle Fragen bezüglich Wunden, die in der Pflege auftreten. Das finden Sie nicht so oft, dass in einem kleinen Pflegedienst wie unserer einer ist, gleichzeitig eine Wundexpertin mit dem fachlichen Hintergrundwissen zu finden ist. Und ein zweiter Bereich, in dem wir sehr gut sind, ist der Umgang mit an Demenz erkrankten Patienten. Wir haben hier einen Mitarbeiter, der sich darauf ganz besonders spezialisiert hat und der auch viele Erfahrungen aus diesem Bereich mitbringt.

 Wer ist das?

Das ist Dieter Gericke. Er ist Altenpfleger, fachlich sehr qualifiziert. Herr Gericke hat 15 Jahre lang Pionierarbeit geleistet, beim Aufbau von Demenz-und Betreuungsgruppen.

Was macht Ihr Team besonders?

Das ist die gegenseitige Wertschätzung, die wir füreinander haben. Diese Einstellung, dieses Gefühl tragen wir ebenso nach draußen. Die Pflegebedürftigen merken, dass wir gut miteinander umgehen, die Arbeit des anderen schätzen.  Wir haben hier sehr flache Hierarchien. Natürlich trage ich als Inhaberin die Gesamtverantwortung. Doch für mich ist Leitung eine Sache des Teamworks. Dafür tragen neben mir Carmen Hammer und Sandra Wutschka mit die Verantwortung. Sie beide sind examinierte Krankenschwestern. Ich lasse jedem Mitarbeiter gerne Freiräume, gebe ihm das Gefühl, dass er wichtig für mich ist, wichtig ist für uns alle. Nur so können wir überhaupt unsere Philosophie umsetzen. Wir leben einfach davon, dass sich jeder einbringt, sich jeder wohlfühlt.

Suchen Sie neue Mitarbeiter?

Inzwischen suchen uns bereits Mitarbeiter. Das ist schon eine komfortable Situation, die wir uns aber hart erarbeitet haben.

Und wenn jemand kommt, der in ihr Team passt?

Dann ist er willkommen.

Was gibt den Ausschlag dafür?

Die fachliche Eignung vorausgesetzt, ist der Wille des Bewerbers maßgebend dafür, wirklich menschenwürdig und mit Hingabe pflegen zu wollen. Das sollte einfach passen. Denn Sie müssen ja bedenken: Die Leute gehen raus, die Pflegebedürftigen spüren sofort, wenn sich jemand wohlfühlt in einem Team oder eben nicht. Und jetzt gibt es schon einen gewissen Stolz, dass ein Mitarbeiter sagt: „Ich arbeite bei AMISTAD.“

Kurzum: Ohne meine Mitarbeiter wäre ich nichts. Mir ist einfach wichtig, dass sie sich wohlfühlen und meine Wertschätzung für ihre Arbeit spüren. Dann bringt sich auch jeder ein. Das ist einfach ein „Geben und Nehmen“.

Frau Hartmann, sind Sie ein glücklicher Mensch?

Ja, das bin ich. Ich bin sogar sehr glücklich, weil ich das gefunden habe, was mich glücklich macht: meine Familie und meine Arbeit, die ebenso zu meinem persönlichen Glück beigetragen hat. Ich bin das geworden, was ich immer sein wollte.

Wie viel Kinder haben Sie?

Vier Kinder und bereits vier Enkelkinder.  Ich bin schon sehr dankbar für alles.

Übrigens: Ich bin sehr christlich eingestellt. Der Segen Gottes ist mir wichtig. Ein Leitspruch ist für mich: So wie du willst, das dir die Leute tun, so tue ihnen auch. Und so hat AMISTAD eben feste christliche Wurzeln, trägt diesen Glauben in sich.

Frau Hartmann, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Kontakt:
„AMISTAD“ Pflegedienst
Roselinde Hartmann
Inhaberin
Kronenstraße 8
76297 Stutensee-Spöck
Telefon/Fax: 07249 – 95 21 00
E- Mail: amistad-stutensee@gmx.de
Homepage: www.pflegedienst-amistad.de

© Dr. Uwe Müller

 

 

 

 

Pflegekräfte zwischen selber zweifeln und sich entwickeln können

Wer heute in der Pflege tätig ist, den packen mitunter Zweifel, ob er das Richtige tut, ob er selbst richtig ist in der Branche. Besonders jüngeren Pflegekräften kommen diese Selbstzweifel: Mach ich das alles so, wie es vorgeschrieben ist? Nehme ich genügend Rücksicht auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse des Pflegebedürftigen, bei dem ich gerade bin? Wo will ich eigentlich in zehn Jahren sein?

Das ist nur ein Ausschnitt dessen, was mir Mitarbeiter erzählen, wenn sie von ihren Selbstzweifeln sprechen.
Jeder von uns kennt diese Gedanken und sie werden auch solange in uns sein, wie wir arbeiten.  Es gibt keine generellen Rezepte, wie man die sogenannte Balance für sich findet.
Geschrieben wird darüber viel.  Aber: Es gibt genügend Literatur, in der mal mehr und mal weniger gute Ratschläge erteilt werden.

Mir kommen in diesem Zusammenhang drei Gedanken:
Ein erster ist, sich nicht permanent unter Druck zu setzen, sich selbst zu überfordern.
Letztlich wird man dadurch nie frei und auch nicht glücklich sein.
Es gibt niemanden auf diesem Erdball, der alles kann, alles weiß und nichts mehr in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung tun muss. Insofern: Ein Stück Distanz zu den Dingen, die am Tag passieren und vielleicht auch mal nicht gelingen, das hilft.

Zweitens:
Unsere Vorhaben sollten dergestalt sein, dass wir sie auch erreichen können.  Nichts demotiviert mehr, als Ziele, die von vornherein zu hochgesteckt sind.

Und drittens:
Trau‘ dir ruhig etwas zu, denke also nicht zu klein. Nimm deine Pflegedienstleitung oder den Inhaber des Pflegedienstes mit ins Boot – in dein Boot, denn in seinem hältst du dich ja den ganzen Tag auf. Was heißt das? Sprich über das, was du erreichen willst, wann du wo sein willst und welche Hilfe du dafür brauchst.
Wenn du nicht fragst, dann hast du auch nicht die Chance, deine Ziele zu erreichen oder wirst vielleicht sogar scheitern.
Teamwork ist wichtig. Das heißt aber auch: Du hast deinen Platz im Team und einen moralischen und faktischen Anspruch auf Hilfe – jeder im Pflegedienst hat letzlich was davon.
Friedrich Nietzsche schreibt: „Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens.“
(Quelle: 2012 Anaconda Verlag GmbH, Köln, S. 339)
Also stärke dein Rückgrat.

© Dr. Uwe Müller

Wer entscheidet eigentlich über mein Glück?

Können wir jemand Anderen für unser Glück verantwortlich machen? Wir können es versuchen. Und manchmal tun wir es auch. „Meine Chefin laugt mich aus“, sagt mir im Vertrauen eine Mitarbeiterin im Gespräch.
„Sie gibt mir immer mehr Patienten und ich komme kaum zum Luft holen.“
Das ist natürlich ein Problem. Und wahrscheinlich auch nicht mal ein Einzelfall.
Doch die Ausgangsfrage war: „Sind Sie im Leben ein glücklicher Mensch?“
Die Mitarbeiterin hat gar nicht überlegt:“ Solange wir so viel Überstunden machen müssen, wir so wenig Lohn erhalten, solange kann ich nicht über Glück reden!“, erwidert sie bestimmt.
Die junge Frau arbeitet in einem großen Pflegedienst.
Ich kann ihre Argumente nachvollziehen.
Trotzdem, es bleibt ein Gefühl, dass meine Gesprächspartnerin gar nicht daran interessiert ist, über ihre Wege zum eigenen Glück nachzudenken.
Es ist ganz klar: Manches können wir nicht selber ändern, denn dazu bedarf es mitunter der Veränderung von äußeren Rahmenbedingungen – flexible Arbeitszeiten, bessere Planung durch die Pflegedienstleitung, faire Entlohnung, individuelle und offene Kommunikation zu Problemen, die das Klima im Pflegedienst beeinflussen.
Es bleibt eines offen: Unser eigener Wille zu bestimmen, was unser Glück ausmacht. Natürlich: Das ist auch immer ein Stück Arbeit an uns selbst. Wir müssen überlegen, was wir wirklich wollen, wer wir wirklich sein wollen.
Entscheidend ist die Frage: Sind wir der, der wir sein wollen, und zwar in allen Lebenssituationen?
Sich dafür zu entscheiden, glücklich zu sein bedeutet, mit offenen Augen zu sehen, was Glück bringt.
Ich beobachte gern Menschen. Wenn sie morgens zur Bahn eilen. Sie hetzen mit einem Gesichtsausdruck, der sagt: “ Komm mir auf keinen Fall zu nahe, es ist Montagmorgen und ich kann gar keine gute Laune haben.“
Und die gleichen Leute abends. Sie hetzen wieder. Diesmal nach Hause.
Dort geht es weiter – die Kinder warten, das Abendessen. Und schließlich will man ja pünktlich vor dem Fernsehapparat sitzen und die Lieblingsserie schauen.
Die Umstände bleiben gleich, die Zeit vergeht genauso schnell oder langsam.
Der Spruch, „ich habe keine Zeit“, ist ein Synonym dafür zu sagen: “ Ich will nicht darüber nachdenken.“
Denkst du aber nie über das nach, was du selbst verändern kannst, dann wird sich auch nichts verändern. Es bleibt alles so, wie es ist.
Wie wird wohl die Antwort auf die Frage ausfallen:“ Sind Sie ein glücklicher Mensch?“ Du hast es selbst in der Hand.

© Dr. Uwe Müller

Fachkräftemangel nimmt Dimension an, die beängstigt

Die Zahlen der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Juni 2017 alarmieren: Die sogenannte durchschnittliche Vakanzzeit für examinierte Altenpflegekräfte beträgt 167 Tage.

Nahezu ein halbes Jahr dauert es, bis eine freie Stelle neu besetzt werden kann. Das liegt mit 67 Prozent über der durchschnittlichen Vakanzzeit, bezogen auf alle Berufe.
32 Arbeitssuchenden stehen im Pflegebereich 100 gemeldete Stellen gegenüber.
Oder in absoluten Zahlen:
Auf 10.100 freie Stellen kommen 3200 Arbeitssuchende.
Nicht gerechnet sind hier die Stellen für Zeitarbeit.
Die Zahlen schrecken auf – angesichts der Tatsache, dass bis 2030 sogar noch über 500.000 Pflegekräfte zusätzlich für den wachsenden Bedarf benötigt werden.

Quelle: 
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Fachkraeftebedarf-Stellen/Fachkraefte/BA-FK-Engpassanalyse-2017-06.pdf, abgerufen: 14.07.2017, 05.15 Uhr