SVEN PECKMANN IM INTERVIEW

Sven Peckmann ist Kaufmann im Gesundheitswesen und im Pflegedienst Mitra für die Verwaltung und Logistik zuständig

 

Herr Peckmann, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang, bevor Sie im Pflegedienst Mitra begonnen haben?
Nach der Realschule habe ich mit einer Ausbildung zum Altenpfleger begonnen.

Wann war das?
Von August 1988 bis Juli 1990, und zwar in Hannover. Genauer gesagt in der Altenpflegeschule vom Birkenhof in Hannover.

Und danach?
Anschließend habe ich im Altenpflegeheim – vom Birkenhof gearbeitet.

Wie ging es nach Ihrer Ausbildung weiter?
Zunächst war ich im Anna- Meyberg-Haus tätig. Aber im Januar 1991 wechselte ich dann nach Sarstedt, wieder in ein Altenpflegeheim. Dort war ich bis 2010 – als examinierter Altenpfleger. Die letzten 5 Jahre hatte ich dort als stellvertretender Wohnbereichsleiter gearbeitet.
Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich diese Tätigkeit aber nicht mehr ausüben.

Was haben Sie danach gemacht?
Ich war anfangs krankgeschrieben. Ich musste also erst einmal wieder gesund werden.
2012 fing ich dann eine Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen an. Das war eine duale Ausbildung – betrieblich und schulisch. Die theoretische Ausbildung habe ich in der Salomon-Schule, genauer: Alice – Salomon-Schule – berufsbildende Schulen für Gesundheit und Soziales in Hannover –
absolviert. Den betrieblichen Teil absolvierte ich beim Mitra – Pflegedienst.

Wie lange ging die Ausbildung genau?
Sie lief vom 01. 08.2012 bis zum 12.06.2014. Und am 13. Juni 2014 habe ich dann beim Pflegedienst Mitra fest angefangen.

Wofür sind Sie heute zuständig?
Ich kümmere mich in der Firma um die Patientendaten, die Karteiführung und den Fuhrpark.
die Pflegehilfsmittel für die Pflegebedürftigen.
Des Weiteren: Ich führe Beratungsgespräche nach § 37.3 durch und mache auch Hausbesuche, wenn Frau Parvari verhindert ist.

Worum geht es bei den Hausbesuchen?
Um die Erstaufnahmegespräche. Sowie: Beratungsgespräche für pflegende Angehörige.

Herr Peckmann, was war denn die Initialzündung für Sie, im Pflegedienst Mitra anzufangen?
Das war weniger eine einzige zündende Idee. Vielmehr war es das Ergebnis eines bestimmten Weges.

Wie meinen Sie das?
Nun, im Zuge der Umschulung musste ich mir ja Gedanken darüber machen, wie meine berufliche Zukunft aussehen soll. Ich hätte eigentlich in vielen Bereichen anfangen können und auch einen Beruf wählen können, der für mich komplettes Neuland gewesen wäre.
Aber ich hatte ja nun mal schon eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger durchlaufen und vor allem jahrelange Erfahrung darin.
Und da kam ein Berufsfindungsprogramm der Rentenkasse gerade richtig.

Nämlich?
Mit dem fachlichen Hintergrund des Altenpflegers war eine Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen eine gute Gelegenheit, altes und neues Wissen miteinander zu vereinen.
Innerhalb des Berufsfindungsprogrammes wurde ich auf ein Inserat des Pflegedienstes Mitra in Hannover aufmerksam. Frau Parvari suchte zu dem Zeitpunkt einen Mitarbeiter für das beschriebene Tätigkeitsfeld innerhalb ihres Büros – einen Kaufmann im Gesundheitswesen.
Also beschloss ich, mich dort zu bewerben, die Ausbildung zu beginnen und eben den entsprechenden betrieblichen Teil der Umschulung bei Frau Parvari im Pflegedienst zu leisten.

Herr Peckmann, wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die Kommunikation für die Arbeit in der Pflege?
Sehr wichtig. Jeder, der in der Pflege arbeitet, sollte sich darüber im Klaren sein.
Jede noch so kleine Information ist wichtig. Sie muss deshalb weitergegeben werden und sich in der Pflegedokumentation niederschlagen. Auch Fallbesprechungen sind wichtig, um die Probleme zu erläutern und zu lösen.
Je besser wir uns darüber austauschen, in welchem sozialen Umfeld sich ein Pflegebedürftiger befindet, was ihn umtreibt, wie sein Beziehungsgefüge aussieht, was er für Bedürfnisse hat, umso besser können wir seinen Ansprüchen gerecht werden.
Und desto zufriedener wird er mit der Pflege und Betreuung sein.
Er wird sich besser aufgehoben fühlen. Und Sie wissen ja: Manchmal ist ein Wort, eine Geste wichtiger als die Medikamentengabe.

Wie sieht es mit dem Stellenwert der Kommunikation im Team aus?
Wir tauschen uns im Team aus, wir machen alle Erfahrungen untereinander transparent. Das geht nur, wenn wir auch untereinander gut miteinander kommunizieren.
Voraussetzung dafür ist, dass wir alle miteinander sprechen, auch über Dinge, die eben mal nicht so angenehm sind. Für mich bedeutet das: Jeder sollte mit Kritik sachlich umgehen – unabhängig, ob er sie zunächst positiv oder negativ wahrnimmt.

Was meinen Sie?
Es kommt doch in jedem Team vor, dass sich der eine mit dem anderen gut versteht und wieder mit einem anderen nicht so gut.
Aber nur, weil mir die Nase der Kollegin möglicherweise nicht passt, kann ich nicht einfach nichts sagen. Es ist wichtig, dass jeder mit jedem kommuniziert.
Das ist eine sehr wichtige Voraussetzung für ein gutes Klima, für den fundierten Informationsaustausch. Das spüren die Pflegebedürftigen sowie deren Angehörige gleichermaßen und profitieren davon.

Haben Sie ein gutes Klima in der Firma?
Ich denke schon. Natürlich: Überall gibt es mal Missverständnisse und Konflikte. Wichtiger aber ist, wie man damit umgeht, wie kompromissfähig und konfliktfähig jede der beteiligten Seiten ist. Das macht ein konstruktives Klima in der Firma aus.

Was bedeutet für Sie Glück?
Glück beginnt im häuslichen Umfeld. Der persönliche Lebensstil, die Familie – all das sind für mich wichtige Teile meines Glücks.

Haben Sie Familie?
Ja. Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne.
Außerdem: Für mich ist wichtig, mit Freude zur Arbeit zu gehen. Die positive Einstellung zu dem, was ich täglich tue – das ist wichtig für das, was man unter Glück begreift.
Allein ein Lächeln bewirkt schon viel auf Arbeit, stiftet mit ein Stück der Zufriedenheit.

Herr Peckmann, vielen Dank für das Gespräch.

Kontakt:
Mitra Pflegedienst
Inhaberin: Maryam Parvari
PDL: Sevda Naghiyeva
Stellv. PDL Sven Peckmann
Lister Kirchweg 1
30163 Hannover
Telefon: 05 11-39491345
Telefax: 0511 – 39 49 13 46
E-Mail: info@mitra-pflegedienst.de
http://www.mitra-pflegedienst.de

INTERVIEW MIT SEVDA NAGHIEYEVA

Sevda Naghiyeva hat im Pflegedienst Mitra die Pflegedienstleitung inne

Frau Naghiyeva, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang bis zum Einstieg in den Pflegedienst Mitra bei Frau Parvari?

In der Zeit von 1987 bis 1990 habe ich in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidshan, eine Ausbildung zur examinierten Krankenschwester absolviert. Danach habe ich acht Jahre in einem Krankenhaus in Baku in der Chirurgischen Abteilung gearbeitet.
1998, im Oktober, sind wir nach Deutschland gekommen – mein Mann, meine Mutter und unsere Kinder.

Was passierte dann?
Ich habe einige Jahre gebraucht, um mich zurechtzufinden –
die Sprache lernen, mich mit der Familie in die Gesellschaft einfügen, und: meine Kinder erziehen.
Schließlich erhielt ich im Jahr 2008 ein Angebot vom Arbeitsamt, einen Lehrgang mitzumachen.

Worum ging es dabei?
Die Schulung hatte zum Inhalt, meinen Abschluß als examinierte Krankenschwester hier in Deutschland anerkennen zu lassen.
Dazu musste ich mich weiterbilden.

Und, hat es geklappt?
Ja. Nach 9 Monaten hatte ich die Ausbildung erfolgreich absolviert und bekam ein Zertifikat für die Anerkennung als examinierte Krankenschwester in Deutschland.
Anschließend habe ich in einem ambulanten Pflegedienst meine Arbeit begonnen.

Wo war das?
Das war in Hannover – beim KSD. Dort lernte ich auch Frau Parvari kennen. Sie arbeitete in der Zeit als Geschäftsführerin dieses Pflegedienstes. Der Inhaber des KSD war der Bruder von Frau Parvari.

War das eine wichtige Begegnung für Sie?
Auf jeden Fall. Ich denke, eine der wohl wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben, die ich traf, nachdem ich Frau Parvari kannte.

Warum?
Nun, ich verstand mich mit Frau Parvari so gut, dass ich mit in ihren Pflegedienst wechselte, als sie ihr eigenes Büro, ihren eigenen Pflegedienst gründete.

Wann war das?
Das war am 01. September 2011.

Und als was haben Sie begonnen?
Als Krankenschwester und stellvertretende Pflegedienstleitung.

Dann mussten Sie ja wieder eine Ausbildung absolvieren, nämlich zur PDL, oder?
Ja, ganz genau. Ich habe mit der Qualifizierung zur Pflegedienstleiterin im vergangenen Jahr begonnen und habe sie gerade in diesem Monat abgeschlossen.

Mit Erfolg?
Ja, die Facharbeit mit der Note „Sehr gut“.

Glückwunsch!
Danke sehr.
Aber ohne die Unterstützung von Frau Parvari hätte ich das nicht geschafft. Sie hat geholfen, wo sie nur konnte.

Frau Naghiyeva, höre ich raus, dass Sie sich offensichtlich sehr gut mit Frau Parvari, also Ihrer Chefin verstehen, und zwar über das normale Maß hinaus?
Das ist so. Wie soll ich es erklären?
Vielleicht so: Frau Parvari ist für mich wie eine Schwester, eine Freundin und natürlich auch eine Chefin.
Sie strahlt so viel positive Energie aus, motiviert das Team und eben auch mich.
Sie können sich dem nicht entziehen – das ist einfach Glück, dass ich sie kennengelernt habe.
Gibt es denn auch mal Kritik oder Streit?
Wo gibt es das nicht. Das wäre ja nicht normal. Der Unterschied ist nur: Wir sind auf Lösungen aus und wollen das Beste erreichen. Das eint uns. Und deshalb müssen wir auch um die optimale Lösung miteinander ringen, Wege diskutieren.
Aber das macht eben Spaß. Und zum Schluss weiß jeder: Es geht um das Team, jeden einzelnen Mitarbeiter und letztlich um die Pflegebedürftigen. Sie bleiben im Fokus unseres Denkens und Handelns.

Was sagen Sie aus heutiger Sicht zu Ihrem Weg? Sind Sie ein wenig stolz?
Ja, auf jeden Fall. Das war nicht immer leicht. Ich habe fünf Jahre lang eine Wochenendehe geführt, meinen Mann, meine Kinder, meine Mutter in der Woche allein gelassen, allein lassen müssen.

Wo hat Ihre Familie gewohnt?
In Wittingen im Landkreis Niedersachsen.
Also habe ich eine kleine 1-Raum-Wohnung in Hannover gemietet und bin fünf Jahre lang zwischen Arbeit und Familie am Wochenende hin – und hergependelt.
Meine Kinder brauchten ja auch ihre Mutter.
Und meine Mama musste ebenfalls betreut werden.
Zwischendurch hatte ich schon den Gedanken, nach Wittingen zurückzugehen.
Aber meine Mama, meine Familie – sie haben letztlich immer zu mir gehalten, selbst wenn es manchmal nicht leicht war.
Und Frau Parvari hat viel getan in dieser Zeit für mich.

Was meinen Sie genau?
Nun, ich kämpfte in der Zeit noch mit dem Aufenthaltsstatus. Ich musste viel mit den Behörden sprechen, schreiben, einen Anwalt nehmen. Bei all diesen schwierigen Gesprächen und dem nötigen Schriftverkehr hat Frau Parvari mir geholfen.
Und da habe ich gesehen, wie sehr sie sich für jemanden einsetzt – nicht nur mit Worten, vor allem mit Taten.
Schließlich sind wir im Jahr 2013 mit der ganzen Familie nach Hannover gezogen.

Würden Sie sich heute noch einmal für diesen Weg entscheiden?
Das würde ich! Ich bin glücklich und froh, dass ich es geschafft habe und jetzt in einem tollen Team arbeite.
Ich hatte ja auch am Anfang andere Angebote. Letztlich habe ich mich für diesen Pflegedienst entschieden, und ich bereue das nicht.

Welche Stärken kennzeichnen aus Ihrer ganz persönlichen Sicht Ihr Team?
Wir wollen, dass die Mitarbeiter motiviert und zufrieden sind. Nur dann kann man auch die Pflege- und Hilfsbedürftigen gut pflegen und betreuen. Deshalb ist eine der wesentlichen Stärken in unserem Team, dass wir Probleme schnell lösen und möglichst offen miteinander kommunizieren. Ich sage immer: Wir können nur dann ein Problem lösen, wenn darüber sprechen.
Und deshalb gehe ich auf Mitarbeiter zu, ermuntere sie, mit mir über das zu reden, was sie bedrückt, oder was sie verändert haben wollen.  Ich glaube, das ist eine wichtige Stärke in unserem Team. Dadurch ist der Zusammenhalt auch so groß.

Was ist für Sie persönlich Glück?
Ich bin glücklich, wenn die Patienten zufrieden sind. Dann kann ich glücklich nach Hause gehen. Das erfordert mitunter viel Fingerspitzengefühl. Es hilft aber, Herz zu zeigen, den Patienten mal über den Arm zu streichen. Natürlich ist es wichtig, Medikamente zu verteilen. Genauso wichtig aber ist, die psychologische Seite unserer Arbeit – sich einzufühlen in die Situation des Patienten.

Und was macht sie in der Familie glücklich?
Wissen Sie, meine Kinder sehen an meiner Entwicklung, was man erreichen kann, wenn man lernt und sich anstrengt. Das macht mich glücklich, dass sie mit mir hier leben und eine gute Zukunft haben.

Wie alt sind Ihre Kinder und was machen Sie?
Aydan ist 25 Jahre alt und arbeitet in einem Kinderwunschzentrum als medizinische Fachangestellte.
Fatima, meine zweite Tochter, ist 21 Jahre alt und studiert an der Göttinger Universität BWL.
Und schließlich Rauf, mein jüngstes Kind, ist 15 Jahre alt und besucht das Gymnasium.
Mein Mann arbeitet in einer VW- Tochtergesellschaft als Produktionshelfer.

Betreuen Sie auch Ihre Mutter?
Ja, meine Mutter heißt Sabira. Ich bin als ihre Betreuerin eingesetzt.
Also auch in der Familie in der Pflege und Betreuung unterwegs?
Ich mach` das sehr gern.  Und wir können ja nicht von der Wichtigkeit der Pflege reden und darüber unsere eigenen Familienmitglieder vergessen.
Ich hoffe, meine Kinder werden mal ebenso handeln.

So, wie Sie das schildern, wird das wohl genauso sein.
Frau Naghiyeva, herzlichen Dank für das Gespräch.

Kontakt:
Mitra Pflegedienst
Inhaberin: Maryam Parvari
PDL: Sevda Naghiyeva
Stellv. PDL Sven Peckmann
Lister Kirchweg 1
30163 Hannover
Telefon: 05 11-39491345
Telefax: 0511 – 39 49 13 46
E-Mail: info@mitra-pflegedienst.de
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Interview mit Maryam Parvari

Maryam Parvari ist die Geschäftsführerin des Mitra – Pflegedienstes in Hannover

Frau Parvari, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang, bevor Sie Ihren Pflegedienst gegründet haben?
Ich habe 10 Jahre als angestellte Geschäftsführerin im Pflegedienst meines Bruders gearbeitet – beim KSD in Hannover.

Wann war das genau?
Von September 2002 bis 2011.
Zuvor habe ich eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten durchlaufen. Nebenberuflich habe ich mich außerdem noch in einer Privatakademie zur Qualitätsmanagerin weitergebildet.

Wann sind Sie eigentlich nach Deutschland gekommen?
Das war am 28.11.1993. Zu der Zeit war meine Tochter noch klein – ein Jahr alt. Mit ihr bin ich zur Sprachausbildung gegangen – das war mir sehr wichtig.

Das heißt, Sie sind mit Ihrer einjährigen Tochter zur Schule gegangen?
Ja. Es ging nicht anders. Ich wollte unbedingt die Sprache lernen.
Und es hat auch viel Spaß gemacht – ich habe die Zeit schon sehr genossen.

Würden Sie Ihre Erfahrungen an Menschen weitergeben, die heute zu uns ins Land kommen?
Auf jeden Fall. Vor zwei Jahren war ich übrigens Gast in einer Veranstaltung des Sozialministeriums des Landes Niedersachsen.
Ich habe dort berichtet, wie ich allein als Frau und Mutter in Deutschland meinen Weg begann. Das war sehr schwer. Ich sprach kein Wort Deutsch. Die kulturellen Unterschiede waren groß.
Da habe ich beschlossen: Du kämpfst um dein neues Leben – du lernst die Sprache, kämpfst um Bildung und du willst deiner Tochter mal einen guten Weg ermöglichen.
Ich habe die Chance in Deutschland bekommen, wofür ich noch heute sehr dankbar bin. Ich bin meinen Weg gegangen. Manchmal war ich verzweifelt.
Aber dann waren auch wieder Familie und Freunde an meiner Seite, die mir Mut gemacht haben.
Meine Tochter sagt heute zu mir: Mama, du bist mein Vorbild. Du hast nie aufgegeben.

Also würden Sie sagen, Flüchtlinge sollten hier Ihre Chance ebenso nutzen?
Ja, sie müssen die Chance bekommen. Und sie sollten sie nutzen. Wenn der Wille da ist, sich zu integrieren, Deutsch zu lernen, dann wird es Menschen geben, die ihnen dabei helfen. Davon bin ich überzeugt, gerade wenn ich selbst auf die letzten zwanzig Jahre zurückblicke.
Meine Tochter studiert heute an der Freien Universität in Berlin Psychologie.
Sie hat ihren Bachelor mit der Note 1,2 bestanden. Ab August geht sie nach San Diego und studiert weiter. Ich bin froh, dass ich ihr das ermöglichen kann und: dass es diese Chancen in Deutschland gibt.

Was war die Initialzündung für Sie, als selbstständige Unternehmerin in die Pflege zu gehen?
Ich brauchte nach rund zehn Jahren einfach neue Herausforderungen.
Die Firma meines Bruders war wie mein eigener Pflegedienst. Ich habe mich damit stark identifiziert. Manchmal glaubten die Patienten aufgrund meines Engagements, dass ich nicht nur die Geschäftsführerin, sondern gleichzeitig die Inhaberin bin.
Und trotzdem: Ich wollte mich weiter ausprobieren, mein eigenes Unternehmen haben, meine Philosophie dort hineinbringen, meine eigenen Mitarbeiter begeistern. Natürlich: Ich hatte Angst, dass es nicht klappt. Mir fehlte ein finanzielles Polster. Und so musste ich mir in der Familie Geld für den Anfang borgen. Das alles machte mir schon Sorgen. Sie können sich vorstellen: Ich habe mehr als nur eine Nacht wachgelegen.
Aber der Mut war größer, der Wunsch, es zu schaffen auch.
Wir haben mit vier Mitarbeitern im September 2011 angefangen. Heute sind wir 35.

Eine großartige Entwicklung. Was sagt Ihr Bruder zu dieser Entwicklung?
Damals war er enttäuscht und traurig, dass ich aus seinem Unternehmen ausscheiden wollte. Heute ist er stolz auf das, was ich geschafft habe. Wir unterstützen uns gegenseitig in unserer Arbeit.
Aber mir ist das nur gelungen, weil ich von Anbeginn wirklich tolle Mitarbeiter hatte. Ich denke nur an Sevda Nagiyeva. Sie war damals stellvertretende Pflegedienstleiterin. Heute hat sie die Pflegedienstleitung inne.
Sie hätte längst woanders arbeiten können. Doch sie sagt, sie fühlt sich hier am wohlsten und will mich nicht verlassen.

Was ist Ihnen am Anfang leicht gefallen und wo hatten Sie Schwierigkeiten, hineinzuwachsen?
Der Kontakt mit Menschen fällt mir leicht – mit Patienten, mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern. Sicherlich fordert alles seinen Tribut – und am Abend bin ich ziemlich fertig. Doch am Ende jedes Tages steht ebenso fest: Es macht sehr viel Spaß. Und das ist es, was für mich zählt.
Ich denke nicht an Geld, ich denke daran, wie viel Freude mir die Arbeit bereitet.

Aber das Kaufmännische muss ebenfalls stimmen, oder?
Ja, selbstverständlich. Die Mitarbeiter wollen bezahlt werden, die Kosten müssen gedeckt sein.
Mein Gefühl sagt mir nur: Selbst wenn ich nicht mehr arbeiten müsste, weil ich es finanziell geschafft hätte – ich würde trotzdem weitermachen.
Meine Mitarbeiter sagen zu mir: Du kommst so oder so jeden Morgen durch die Tür.

Was zeichnet Ihr Team aus?
Das Ziel, das uns alle eint ist die bestmögliche Versorgung der Pflege- und Hilfsbedürftigen. Das gelingt dann am besten, wenn wir viel Spaß an der Arbeit haben. Und ich glaube: diese Freude im Umgang untereinander und mit den Patienten – das ist der größte Antriebsmotor für uns; dadurch sind wir so stark; das ist faktisch unser Alleinstellungsmerkmal.

Können Sie das mal anhand von Beispielen untersetzen?
Wissen Sie, ich gehe morgens gern ins Büro. Ich freue mich auf die Menschen, die ich dort treffe. Das geht den meisten Mitarbeitern so.
Sie wollen miteinander Zeit verbringen, sich austauschen, miteinander reden, die freudigen und die traurigen Momente zusammen teilen.
Die Mitarbeiter telefonieren oft mit den Patienten, fragen, wie es ihnen geht und ob sie etwas brauchen. Oder: Eine Mitarbeiterin bereitet ein schönes Frühstück für eine Patientin und verbringt zusätzliche Zeit mit ihr, und zwar ohne, dass sie es bezahlt bekommt und ohne, dass ich etwas gesagt hätte. Manche gehen mit den Pflegebedürftigen außerhalb der Arbeitszeit spazieren. Sie wollen das selbst so und haben Freude daran.
Das ist mein größtes Glück, wenn ich davon erfahre.
Ich habe auch schon erlebt, dass Mitarbeiter und Patienten über mich sprechen.

Ich hoffe, nur Gutes, oder?
Ja, zumindest berichten sie es so. Es entsteht dadurch eine gute Verbindung zwischen dem einzelnen Patienten und dem jeweiligen Mitarbeiter.
Manchmal fragen die Patienten direkt, wann ich mal wieder vorbeikomme.

Und gehen Sie hin?
Ja, sowie ich es einrichten kann. Ich nehme Kuchen mit und mache mich auf den Weg. Das ist das eigentliche Wertvolle an diesem Beruf – mit Kleinigkeiten den Menschen Mut zu machen, gemeinsam zu lachen oder zu trösten. Ich gehe aber auch hin, wenn es Probleme zu besprechen gibt. Dann ist es ja erst recht wichtig, direkt vor Ort zu sein.
Aber ich möchte zu meinem Team noch etwas sagen.

Bitte, gern!
Wissen Sie, die Zeit reicht hier nicht, um alle Mitarbeiter vorzustellen.
Ich will hier stellvertretend Sharon Ahlvers und Sven Peckmann anführen.
Sharon Ahlvers arbeitet seit März 2014 hier im Büro. Sie leistet als medizinische Fachangestellte in der Verwaltung eine großartige Arbeit.
Ich bin froh, dass sie sich gut eingearbeitet hat. Noch viel wichtiger aber ist, was sie sagt, nämlich, dass sie sich bei uns sehr wohl fühlt und hier gern arbeitet.
Ich denke, das macht die Stärke unseres Teams von innen heraus aus: Sich wohlfühlen in der Firma, mit Spaß arbeiten, gutes für die Pflegebedürftigen tun- jeder an seinem Platz. Sven Peckmann: In unserem Haus ist er für die Verwaltung und Logistik zuständig. Er hat hier vor vier Jahren angefangen – im August 2012.
Er ist ausgebildeter Altenpfleger. Jetzt ist er Kaufmann im Gesundheitswesen. Diese Umschulung hat er in der Zeit absolviert, als er schon in unserer Firma gearbeitet hat. Immerhin ist er inzwischen schon 20 Jahre in der Altenpflege tätig.
Es ist also toll zu sehen, wie sich Menschen entwickeln, ihre Stärken immer mehr zum Vorschein kommen. Sven Peckmann kommt gut mit Menschen klar – er mag sie und sie mögen ihn – Mitarbeiter und Pflegebedürftige gleichermaßen.
Ich könnte die Reihe solcher motivierten Mitstreiter fortsetzen. Vielleicht ergibt sich ja noch die Gelegenheit.

Das ist immer gut, wenn Mitarbeiter selbst zu Wort kommen und: Wenn die Chefin sie in ihrem eigenen Interview nicht vergisst!
Ich schließe daran meine nächste Frage an:
Was verstehen Sie unter individueller Pflege?
Das ist für uns sehr wichtig: Wir sind Gast im Haus des Patienten und seiner Angehörigen. Also achten wir die individuellen Besonderheiten und Gewohnheiten des Pflegebedürftigen. Wenn er zum Beispiel Angst vor dem Duschen hat, dann werden wir es ihm nicht aufzwingen, sondern andere Wege der Körperpflege finden. Oder: Mitunter wollen weibliche Patienten keine männliche Pflegekraft; das berücksichtigen wir ebenfalls.
Ich versuche so viel wie nur möglich zu ergründen – neben der Anamnese, die individuellen Wünsche und Bedürfnisse, die Biographie des Patienten – all das fließt mit in die Pflegeplanung mit ein.

Was ist für Sie persönlich Glück?
Ich bin sehr glücklich. Die Arbeit ist mein Glück.
Wenn ich morgens aufstehe und ins Büro gehe, ja dann freue ich mich auf den Tag, auf mein Team, die Patienten.
Ein Leben ohne meine Mitarbeiter, meine Familie, meine Patienten – das kann ich mir gar nicht vorstellen.
Jeder von uns muss Geld verdienen – für den Lebensunterhalt. Aber ich sage ganz ehrlich: Mein Glück besteht in dem, was ich tue. Manche nennen es Berufung. Ich sage, es ist mein persönliches Glück, dass ich das alles tun kann. Mir ist deshalb auch wichtig, dass wir uns für unsere Patienten schick machen – natürlich nicht wie für die Oper; aber schon, dass sie sehen: Ihr liebe Patienten bedeutet uns was.
Und wir achten darauf, dass sich die Patienten auch schick machen, das Leben genießen, sich gut anziehen, wenn sie es noch können.
Wir machen bald wieder einen internationalen Abend:
da bringen alle Mitarbeiter kulinarische Köstlichkeiten mit – gemacht aus Rezepten verschiedener Länder.
Wir haben Mitarbeiter aus dem Iran, aus Aserbaidshan, aus der Türkei, Russland, Griechenland, Philippinen, Spanien und: natürlich aus Deutschland.
Da ist die Freude immer groß, wenn wir diesen Abend veranstalten. Das ist Glück – mit diesen Menschen zu arbeiten und zu feiern.
Wir wollen dann nicht über die Arbeit reden; doch das gelingt nicht. Wir sind schnell wieder bei diesem Thema – weil es eben unser Leben, unsere Freude ist.
Was mir noch wichtig ist, wenn ich über persönliches Glück spreche:
Es ist meine Familie.
Ich habe Ihnen gesagt, dass ich vor 22 Jahren nach Deutschland kam, mit meiner Tochter im Arm. Sie ist hier aufgewachsen, Deutsch ist ihre Muttersprache, sie studiert – Psychologie. Das wollte ich auch mal studieren. Das war mein Traum. Heute kann ich es meiner Tochter ermöglichen. Das macht mich glücklich. Es ist, als würde ich es tun.
Verstehen Sie das? Ich jedenfalls weiß heute besser als vor zwanzig Jahren, was es heißt, glücklich zu sein, und: was es für andere Menschen, mit denen man es zu tun hat, bewirkt.

Das verstehe ich gut, sehr gut sogar. Und ich kann es außerordentlich gut nachvollziehen. Frau Parvari, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Kontakt:
Mitra Pflegedienst
Inhaberin: Maryam Parvari
PDL: Sevda Naghiyeva
Stellv. PDL Sven Peckmann
Lister Kirchweg 1
30163 Hannover
Telefon: 05 11-39491345
Telefax: 0511 – 39 49 13 46
E-Mail: info@mitra-pflegedienst.de
http://www.mitra-pflegedienst.de

 

 

MITRA PFLEGEDIENST STELLT SICH VOR

INHABERIN: MARYAM PARVARI

LEISTUNGSBESCHREIBUNG:
Der Mitra – Pflegedienst ist auf dem Gebiet der Kranken – Alten- und Intensivpflege tätig. Des Weiteren zählen dazu: die Verhinderungspflege, die hauswirtschaftliche Versorgung und die 24 – Stunden – Bereitschaft.
Der Pflegedienst führt ebenfalls Sterbebegleitung durch. Die Inhaberin ist M. Parvari. Betreuungs– und Entlastungsleistungen nach dem neuen Pflegestärkungsgesetz gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum.

Kontakt:
Mitra Pflegedienst
Inhaberin: Maryam Parvari
PDL: Sevda Naghiyeva
Stellv. PDL Sven Peckmann
Lister Kirchweg 1
30163 Hannover
Telefon: 05 11-39491345
Telefax: 0511 – 39 49 13 46
E-Mail: info@mitra-pflegedienst.de
http://www.mitra-pflegedienst.de

Interview mit Maryam Parvari

SVEN PECKMANN IM INTERVIEW

INTERVIEW MIT SEVDA NAGHIEYEVA

Pflegedienst Mitra stellt sich vor – Pressemitteilung

Sven Eichler-Jähnige im Interview

Sven Eichler-Jähnige ist der Inhaber von PROMEDICA PLUS Limbach-Oberfrohna Betreuung und Pflege Daheim.

Herr Jähnige, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang vor der Gründung des Pflegedienstes?
Ich habe die Polytechnische Oberschule besucht und nach 10 Jahren mit der Reifeprüfung beendet. Daran schloss sich eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann an.
Das ist in der Zeit von 1991 bis 1994 gewesen. Danach war ich in dem Betrieb, in dem ich ausgebildet wurde, tätig.

Was haben Sie dort gemacht?
Ich war für den Verkauf von Baustoffen, zum Beispiel Dachbaustoffen, Baustoffen, Maschinen und Werkzeugen zuständig. Dort habe ich ca. 5 Jahre gearbeitet. Dazwischen lag noch die Zeit bei der Bundeswehr. Anschließend habe ich noch eine Ausbildung zum Verkaufsleiter eines Einzelhandelsunternehmens absolviert. Und danach war ich dort auch tätig, bin bis zum Regionalleiter aufgestiegen. 2013 kam dann ein Neustart: Ich durchlief noch einmal eine Ausbildung – die zum examinierten Altenpfleger.

Warum dieser Bruch?
Nun, das ist kein Bruch. Vielmehr: Ich wollte etwas komplett Neues anfangen, da wo ich mehr Einfluss auf die eigene Entwicklung hatte. Und: Ich wollte unbedingt Menschen helfen, für sie da sein. Das war mein stärkstes Motiv.

Was war die Initialzündung dafür als selbstständiger Unternehmer zu agieren?
Ich bin da ja schon ein wenig drauf eingegangen. Mir ging es darum, etwas Gutes zu tun. Und ich wollte selbst gestalten können, meinen eigenen Weg dabei gehen, wenn ich schon sehr viel arbeiten muss.
Da kam mir der Zufall ein wenig zu Hilfe, denn ich bekam Kontakt mit Promedica Plus. Nachdem ich mich sehr intensiv mit dem Unternehmen und seiner Philosophie beschäftigt hatte, stand mein Entschluss fest: Ich wollte mit diesem Unternehmen partnerschaftlich zusammenarbeiten – in der 24 – Stunden – Betreuung von Pflege – und Hilfsbedürftigen.
Ich gründete also am 01.04.2014 mein eigenes Unternehmen: Promedica Plus Limbach- Oberfrohna Betreuung und Pflege Daheim“.

Was ist Ihnen am Anfang leicht gefallen und wo hatten Sie Schwierigkeiten?
Das war für mich eher ein kontinuierlicher Prozess des Hineinwachsens. Ich konnte aus dem Erfahrungsschatz von Kollegen schöpfen und erhielt viel Unterstützung. Natürlich ging es anfänglich darum, Buchhaltung, Verwaltung zu installieren.
Das Geschäftsmodell musste bekannt gemacht werden – das dauert ja auch seine Zeit. Mein Wille, die Ziele zu erreichen, Hindernisse zu überwinden waren ausschlaggebend dafür, dass ich das alles ganz gut gemeistert habe, so glaube ich. Ich wollte das unbedingt und dafür habe ich auch gekämpft. Allmählich bekomme ich einen gewissen „runden Lauf“ hinein.

Was macht für Sie individuelle Pflege und Beratung aus?
Die richtige Betreuungskraft zu finden, die für den Pflegebedürftigen passt – vom Krankheitsbild, der Kommunikation und den sich vor Ort konkret ergebenden Aufgaben.
Des Weiteren: die nötigen Hilfsmittel zu organisieren, bei weiteren Fragen in der Betreuung zu unterstützen. Im Ergebnis der Beratung muss ein konkreter Mehrwert für den Kunden feststehen. Er weiß dann genau, wo er steht, was er braucht, welche Hilfe und Unterstützung wir geben können.

Was würden Sie verändern in der Pflegepolitik?
Ich glaube, wir sind auf einem ganz guten Weg. Schauen Sie sich nur mal die Pflegestärkungsgesetze I und II an. Da hat sich extrem viel getan. Die Grundlagen sind gelegt. Jetzt geht es darum, mitzuhelfen, dass alles umgesetzt wird – zum Wohle unserer Kunden – der Pflege – und Hilfsbedürftigen.

Sind Sie glücklich mit dem, was Sie tun?
Die Arbeit macht mich glücklich. Sicher, es gibt auch mal schlechte Tage. Doch das, was ich tue, macht mich glücklich. Ein Lächeln, ein Dankeschön – das sind meine kleinen Glücksbringer.

Herr Jähnige, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Kontakt:
Promedica Plus Limbach-Oberfrohna Betreuung und Pflege daheim
Inhaber: Sven Eichler-Jähnige
Zum Lindenhof 6
09212 Limbach-Oberfrohna
Telefon: 03722 – 60 06 06
Mobil: 0151-644 27 98 3
E-Mail: limbach-oberfrohna@promedicaplus.de
www.promedicaplus.de/limbach-oberfrohna

 

 

Pflegedienst Lippert stellt sich vor

Pflegedienst Lippert GmbH

Pflege-und Hilfsbedürftige sagen dem Martina Lippert und ihrem Team danke

Individuell pflegen und betreuen geht nur mit Engagement

Leistungsbeschreibung:

Der Pflegedienst Lippert GmbH ist im Altkreis Lingen tätig. Martina Lippert ist die geschäftsführende Gesellschafterin und Pflegedienstleitung. Sie ist examinierte Krankenschwester und Palliativfachkraft. 
 Anne- Christine Lippert ist Mitgesellschafterin und stellvertretende Pflegedienstleiterin. Die Firma ist durch alle gesetzlichen und privaten Kranken- und Pflegekassen zugelassen.

Leistungen:

 – Grund- und medizinische Behandlungspflege,
– Verhinderungspflege,
– Betreuungsleistungen,
– Schulung von Angehörigen im häuslichen Umfeld und Wohnraumberatungen.

Kontakt:
Pflegedienst Lippert GmbH
Martina Lippert
Geschäftsführende Gesellschafterin
Lindenstraße 1a
49808 Lingen
Tel.: 0591 / 80740990
Fax: 0591 / 67674
E-Mail: info@pflegedienst-lingen.de

ZUR HOMEPAGE: http://www.pflegedienst-lingen.de

Pressemitteilung: Martina Lippert – bodenständig und kreativ zugleich

 

Interview mit Martina Lippert im August 2017

STELLENANZEIGE

Wir suchen Pflegefachkräfte – examinierte Krankenschwestern und Krankenpfleger, Altenpflegerinnen und Altenpfleger.
Des Weiteren suchen wir Pflegehelferinnen und Pflegehelfer,
Hauswirtschaftskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Betreuung.

 

Wir sind ein Unternehmen, das familienfreundlich ausgerichtet ist.
Wir setzen auf Menschen, die Spaß daran haben, anderen Menschen zu helfen, die sich weiterentwickeln wollen und gern in einem Team arbeiten, in dem sie sich selbst verwirklichen können und gleichzeitig Verantwortung übernehmen.
Die Vergütung ist an die Tarife des öffentlichen Dienstes angelehnt.
Wir zahlen leistungsabhängige Zulagen.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, sprechen Sie mit uns oder schreiben Sie uns – wir melden uns in jedem Fall bei Ihnen zurück.

 Kontakt:
Pflegedienst Lippert GmbH
Martina Lippert
Geschäftsführende Gesellschafterin
Lindenstraße 1a
49808 Lingen
Tel.: 0591 / 80740990
Fax: 0591 / 67674
E-Mail: info@pflegedienst-lingen.de
http://www.pflegedienst-lingen.de

INTERVIEW MIT MARTINA LIPPERT

 

 

Interview mit Martina Lippert im August 2017

Martina Lippert ist die Gründerin des Pflegedienstes Martina Lippert GmbH.  Sie ist heute die geschäftsführende Gesellschafterin und hat die Pflegedienstleitung inne.

Frau Lippert, Sie haben im Interview  – des vergangenen Jahres folgenden Satz gesagt, als es darum über die Hürden Ihrer beruflichen und privaten Entwicklung zu sprechen: Ich war wie ein Segelboot – immer mit den Wellen und gegen den Wind. Sehen Sie das heute noch genauso?

Ja, natürlich. Der Umkehrschluss dieses Gedanken ist doch folgender: Wer nicht den Wind spürt, die Anstrengungen des Ringens mit ihm, der fühlt auch nicht, wie schön es ist, wenn die Wellen gegen die Bordwand schlagen, wie toll Wasser riecht, wie schön es überhaupt ist, sich für einen Kurs zu entscheiden, die nötigen Anstrengungen dafür unternehmen, dass wir nicht von ihm abkommen und dann eben die Früchte zu ernten.
Das ist ein wenig literarisch angehaucht, doch gibt vielleicht ganz gut meine Sicht auf die Dinge wieder, die ich erlebt habe.

Worauf sind Sie besonders stolz, wenn Sie heute zurückdenken an Ihren Weg, den Sie zurückgelegt haben?

Ich habe mich viel mit meinen Ängsten auseinandersetzen müssen, weil ich ja einen sicheren Arbeitsplatz für meine Selbstständigkeit aufgeben musste. Damals haben mich die Gemeindeschwestern in der evangelischen Sozialstation für verrückt erklärt, als ich sagte, ich wolle mich selbstständig machen. Heute gibt es die Sozialstation nicht mehr – die damals sicher geglaubten Arbeitsplätze sind nicht mehr da. Ich bin vor allem stolz darauf, dass ich durchgehalten habe.

Ist das eine Stärke von Ihnen?

Ich glaube schon. Ich beiße mich quasi in Sachen rein, beiße mich fest, und zwar solange, bis ich es so habe, wie ich es mir vorstelle. Natürlich kommen auch mal die Phasen der Depression, Zeiten, in den Zweifel an mir nagen und ich nicht weiß, wie es weitergehen soll.

Was machen Sie dann?

Wissen Sie, dazu kann man unendlich viel sagen. Die Situationen sind ja verschieden. Und manchmal kommt eben alles zusammen – es gibt Schwierigkeiten im Beruf und im Privaten läuft es mitunter eben nicht glatt. Deshalb ist es in solchen Momenten für mich wichtig, dass ich meine Selbstzweifel überwinde, wieder zur alten Stärke zurückfinde.

Und in der Anfangszeit, als ich den Pflegedienst gerade gegründet hatte, da stürzte wirklich viel auf mich ein. Ich musste Kunden finden, Ärzte überzeugen, dass ich die richtige Ansprechpartnerin für sie in Sachen Pflege bin und vieles mehr.

Kurz um: Ich habe mir gesagt – du bist ins kalte Wasser gesprungen, unter Wasser gewesen, aufgetaucht, und also muss du Luft holen und schwimmen.

Wie wichtig ist es heute für Sie, einem Mitarbeiter die Balance zwischen eigenverantwortlichen Handeln und teamorientierten Denken vorzuleben?

Sehr wichtig! Ich denke, jeder sollte die Chance bekommen, seinen Weg zu erkennen und diesen dann zu gehen. Dabei gebe ich Hilfestellung, bin ich der Coach. Natürlich geschieht das ebenfalls im Teamwork.

Was glauben Sie ist der Kern dessen, was eine gute Pflegekraft ausmacht?

Darüber sind ja schon ganze Abhandlungen verfasst worden. Im Kern geht es mir darum, dass derjenige, der bei uns arbeitet, die Menschen wirklich mag, die er pflegt und betreut. Das soll keine erzwungene, von außen bestimmte Liebe sein. Vielmehr sollte es der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter Spaß machen, wenn sie sich den ganzen Tag mit Pflege und Betreuung befassen. Immerhin ist das ja gleichzeitig Lebenszeit. Übrigens für beide – die Pflegenden und die zu Pflegenden. Schon deshalb hilft die innere Einstellung, aus Lebenszeit parallel Lebensqualität zu generieren. Das ist mir wichtig. Ich gehe zum Beispiel heute noch ins Pflegeheim zu ehemaligen Kunden, spreche mit ihnen, schaue, dass es ihnen gut geht. Nur so bekommst du selbst ein gutes Gefühl, spürst den echten Reichtum, den dir diese vielleicht kleine Situation, das Gespräch mit dem Pflegebedürftigen, verschafft. Man kann darüber viel reden. Es ist besser, man tut was, fragt sich, warum gerade die Situation jetzt so gut ist, also in dem Moment, in dem ich mit dem Patienten spreche. Übrigens: Genauso ist es, wenn man über den Umgang mit den Flüchtlingen nachdenkt. Es sind stets die kleinen Gesten, die Hilfe ausmachen. Ich bin eine Zeit lang in einen Unterstützerkreis für Flüchtlinge gegangen und habe Deutschkurse für Flüchtlinge gegeben. Aber Deutsch im Alltag – das, was so schwer zu lernen ist. Das lernt man vor allem durch sprechen, immer und immer wieder.

Was haben Sie daraus gelernt?

Durch Kommunikation werden Distanzen durchbrochen, imaginäre Ängste abgebaut. Und: Du lernst die Menschen kennen, erfährst, was sie hierhergeführt hat, wovon sie träumen, wie sie gelebt haben, was sie aufgeben mussten, mit ihrer Flucht. Ich habe zum Beispiel zusätzlich mit Flüchtlingen darüber gesprochen, wie diese ihren Haushalt organisieren, also faktisch mitgeholfen, den Flüchtlingsalltag in Deutschland zu meistern.

Was hat Ihnen das für die Pflege gebracht?

Es geht stets um Menschen. Menschen, denen du hilfst und sie kennen lernst, durch sie genauso etwas lernst. Wir brauchen für die nächsten Jahrzehnte gut ausgebildete Fachkräfte. Warum sollte darunter nicht jemand sein, der heute noch dabei ist, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren?

 Da gebe ich Ihnen Recht. Was glauben Sie, warum sind Sie eine gute Unternehmerin?

Das werde ich so nicht sagen. Das können nur andere entscheiden. Ich denke, dass ich sehr genau die Fäden ziehe und gleichzeitig da bin für die Mitarbeiter, wenn es Fragen gibt. Wir führen ein offenes Büro. Meine Tür steht immer auf. Ich bin stets ansprechbar. Dieses Gefühl brauchen meines Erachtens nach die Mitarbeiter, nämlich das Vertrauen, dass in schwierigen Situationen jemand da ist, der hilft, einen Rat gibt, unterstützt.

Wenn Sie in einem Satz zusammenfassten müssten, was den Kern individueller Pflege ausmacht, was würden Sie sagen?

Menschen zugestehen, in ihrer Wohnung so zu leben, wie sie es selbst wollen.

Frau Lippert, Sie engagieren sich im gesellschaftlichen Leben, sind gewählte Vertreterin der Stadt Lingen. Was treibt Sie an?

Wenn ich ehrlich bin: Es gibt Tage, da treibt mich gar nichts an. Da will ich mich am liebsten nur um meine Firma kümmern. Doch es ist ja so: Wir können nicht nur den Tag rauf und runter sprechen, wie wichtig Pflege ist. Da stimmt jeder zu. Aber sich für bestimmte Probleme einsetzen, darum kämpfen, dass sich etwas verändert, das ist mir wichtig.

Was soll sich denn ändern?

Zuerst die Einstellung zur Frage der Pflege und Betreuung. Wir alle sind davon betroffen. Zudem hat in der Regel jeder in der Familie jemanden, um den man sich kümmern muss. Wenn wir es schaffen, hier das Denken zu verändern, dann bewirken wir  mehr Handeln, mehr Engagement.  

Sie sind aktives SPD-Mitglied. So kurz vor den Wahlen: Hat die SPD schon alles getan in Sachen Pflege und Betreuung?

Nein. Sicher nicht. Das ist aber nicht der Punkt.  

Sondern?

Dass wir die richtigen Probleme herausfiltern, analysieren, Konzepte entwerfen und abgleichen mit der Wirklichkeit, also auch den finanziellen Möglichkeiten. Dafür bin ich aktiv. Ich will genauso meiner Enkeltochter zeigen, dass es nicht reicht zu reden, sondern dass man was tun muss für die Verwirklichung seiner Ziele und der gesellschaftlichen Vorhaben.

 

Frau Lippert, das ist ein gutes Schlusswort.

Ich danke Ihnen für das Gespräch.

 

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