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Porträt – Sabrina Ochs

Sabrina Ochs ist in der Familien - und Seniorenbetreuung für die Geschäftsleitung zuständig. Die Familien- und Seniorenbetreuung Ochs GmbH ist ein Franchise- Partner von Home Instead Seniorenbetreuung.

Der Weg von Sabrina Ochs führte nicht gleich in die Pflege- und Betreuungsbranche. Sie machte 1998 ihr Fachabitur in Wirtschaft und anschließend eine zweijährige Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffrau. Danach studierte sie für vier Jahre das Fach Betriebswirtschaft.

Ihr erster Job war der einer Vorstandsassistentin bei einem großen Maschinenbauhersteller.
Ihren Entschluss, sich gemeinsam mit ihrem Mann in einer Wachstumsbranche zu etablieren fasste Sabrina Ochs zu dem Zeitpunkt, als sie gerade Mama geworden war. Eine Zeit also, in der es darum ging, mit der Doppelbelastung von Beruf und Familie fertig zu werden.

Motive, diesen Weg zu gehen, die gab es zu diesem Zeitpunkt viele.
Da war zunächst der Preisverfall in anderen Branchen, der eine Planung auf Dauer schwierig machte. „Wir wollten verlässliche Preisabsprachen, und die haben wir jetzt“, sagt Sabrina Ochs.
Sie hat zudem erlebt, wie wichtig es für sie und ihre Oma war, in häuslicher und familiärer Umgebung gepflegt und betreut zu werden. Für Sabrina Ochs ein großer Antrieb, die Alltagsbetreuung von Senioren zu ihrer Berufung zu machen. Günstig für Sabrina Ochs kam in der Zeit hinzu, dass die Dienstleistungen der Zivildienstleistenden wegfielen und diese durch andere Anbieter ersetzt werden mussten. Nicht alles verlief anfangs nach Plan. So starb kurz nach einer der ersten Vertragsunterzeichnungen eine Kundin. Ein bitterer Moment, nicht mehr helfen zu können und gleichzeitig den Auftrag zu verlieren.

Und trotzdem: Sie hat diesen Schritt nie bereut. Heute zählt die Familien- und Seniorenbetreuung mit ca. 70 Mitarbeitern im Hochtaunuskreis zu den mittelständischen Unternehmen.
MEHR:

http://uwemuellererzaehlt.de/2017/11/30/interview-mit-sabrina-ochs/

Kontakt:
Home Instead Seniorenbetreuung
Hochtaunuskreis
Louisenstrasse 101
61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 94465-10
Fax: 06172 94465-19
E-Mail: hochtaunuskreis@homeinstead.de

Pressemitteilung – Freiburger Pflegeservice – authentisch, engagiert

Teaser:

Es gibt viele kreative Möglichkeiten, um sich auf der Homepage seinen Lesern, seinen Kunden zu präsentieren. Die Web-Site des Freiburger Pflegeservice fällt hier ganz besonders aus dem Rahmen. Sie ist witzig, die Inhalte springen auf den Leser förmlich über – weil sie authentisch sind. Mit Bildern aus dem vergangenen Jahrhundert wird eine Atmosphäre kreiert, die Lust macht darauf zu erfahren, welche Menschen im Freiburger Pflegeservice agieren.

Zur Pressemitteilung:

http://www.news4press.com/Meldung_1007879.html

STELLENANZEIGE – PFLEGEDIENST ROSENBERGER

Bist du jemand, der Spaß am Leben hat?
Und bist du jemand, für den die Lebensqualität nicht erst nach Feierabend beginnt?
Sondern gehörst du zu denen, die mit viel Freude, Energie, Engagement ihren Beruf angehen, ihn lieben, ihn als etwas ganz Besonderes empfinden?
Deshalb bist du in die Pflege und Betreuung gegangen?
Wir auch!
Komm zu uns, denn wir brauchen dich.

Wo?

Im ambulanten Pflegedienst Rosenberger in Castrop Rauxel.

Du hast eine dreijährige Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft hinter dir.

Oder eine einjährige Ausbildung, dafür mit Behandlungsschein und Praktikumsnachweis.

Was können wir dir bieten?

Du kommst in ein Team, das von der Motivation untereinander lebt, das sich hilft und sich konstruktiv mit Problemen auseinandersetzt.

Du kannst dich bei uns entfalten, selbst mit gestalten, zum Beispiel den Dienst- und Urlaubsplan.

Wir legen sehr viel Wert darauf, dass du dich im weiterbilden kannst – zum Beispiel zur Palliativfachkraft, Diabetesfachkraft oder zum Wundexperten.

Was gibt es noch?

Ein faires Gehalt, angeglichen und ausgerichtet am Tarif, Zuschläge für Wochenend- und Feiertagszuschläge, betriebliche Altersvorsorge, keine Teildienste in der Woche.

Unsere Schwerpunkte sind die Alten- und Krankenpflege, die Tagespflege und die Palliativpflege.

Die meisten von uns sind schon lange in unserem Team zuhause. Du siehst also, dass wir wenig wechseln und auf kontinuierliches Wachstum setzen, darauf, dass du ebenso eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter wird, mit der gleichen Freude, dem gleichen Spaß und der nötigen Zielstrebigkeit, damit es unseren Pflege- und Hilfsbedürftigen gut geht.

Komm zu uns, melde dich, und wir reden über das, was du vorhast, wie wir gut zusammenarbeiten können.

Kontakt am besten unter: 0172- 749 55 06

Und noch eines:

Willst du wissen, wie unsere Geschäftsführerin tickt, was ihr wichtig ist?

Dann lies das Interview auf dem Portal mit ihr:

http://uwemuellererzaehlt.de/2017/02/28/interview-mit-susanne-rosenberger/

Kontakt:
Pflegedienst S. Rosenberger
Tagespflege am Nordbad
Sünderlingstr. 53
44581 Castrop – Rauxel
Tel. 02305/5310030
Fax: 02305/5310031
E-Mail: info@pflegedienst-rosenberger.de
www.pflegedienst-rosenberger.de

Bürozeiten:
Mo-Fr 08.30 bis 16 Uhr
Telefon: 02305 – 53 100 30
24 Rufbereitschaft: 0172 – 749 55 25
Tagespflege am Nordbad
Sünderlingstraße 23
44 581 Castrop-Rauxel

 

 

 

 

 

 

Peter kommt nicht zum Luft holen

„Anna ist dement – Teil 18“

Kaum hat er verdaut, was ihm sein Vater, Manfred Gerber, wieder an Vorhaltungen gemacht hat, da meldet sich Anna Sturm. Sie meldet sich nicht bei ihm, das muss er schon zugestehen. Peter verfolgt die Gespräche zwischen Anna und Klara im Hintergrund. Er wertet, analysiert und gibt Hinweise. Bis er immer zu dem gleichen Punkt kommt und zu Klara sagt: „Ich weiß auch nicht, wie wir mit einem Menschen, der Demenz hat, uns sehr nahesteht, umgehen sollen.“ Er will damit Klara zeigen, dass er sich nicht mit abgehobenen Ratschlägen einmischen will. Trotzdem sagte er zu Klara vor einigen Tagen folgenden Satz: „Ich mache mir Sorgen um Lukas. Der leidet unter all dem und hat keinen Menschen, dem er sich anvertrauen kann. Er frisst alles in sich hinein und das ist nicht gut.“ Lukas ist der Sohn von Anna. Er wohnt ebenfalls in Stralsund. Er hat ein Haus und arbeitet viel. Vor einigen Tagen rief ihn Anna an: „Du musst sofort zu mir kommen. Es ist alles so furchtbar. Ich habe wieder ein Paket bekommen und ich weiß nicht, was das soll.“ „Mutti, ich komme gleich“, sagte daraufhin Lukas. Als er Anna eintraf und er das Paket öffnete, traute er seinen Augen nicht. Es lagen Kataloge darin. Nicht mehr. Anna sollte natürlich wieder bestellen, so jedenfalls das Schreiben, das wie folgt begann: „Liebe Frau Sturm, lehnen Sie sich entspannt in Ihrem Stuhl zurück und genießen Sie den Ausblick auf eine wunderbare Kleidung, die Ihnen den Herbst versüßen wird.“ Eine harmlose Sache also. Doch Anna hatte daraus einen Staatsakt gemacht. Lukas wusste nicht, was er sagen sollte. „Schmeiß das doch einfach weg, Mutti“, meinte er schließlich. „Nein, wo denkst du hin, ich muss antworten, was sollen die von mir denken!“, entgegnete Anna entrüstet. Sie zog dabei einen Mund, als würde draußen gleich eine öffentliche Hinrichtung stattfinden, oder aber das Haus einstürzen. Nicht gering jedenfalls. Lukas war verzweifelt. Er nahm schließlich das Paket mit und entsorgte es in der Papiertonne. Zu Hause angekommen, hockte er sich auf einen Stuhl. Er spürte sein Herz schlagen. Erst vor kurzem waren ihm zwei Stents eingesetzt worden. Was sollte er nur tun. Er griff zum Hörer und wählte die Nummer von Klara.

Pressemitteilung zum Interview mit Timo Kleinsorge

Timo Kleinsorge ist sich treu geblieben. Vergleicht man sein Interview mit dem, was er heute sagt, so beflügelt er seine Mitarbeiter und seine Kunden durch seinen Humor, seine Überzeugung und seinen Willen, zu helfen, Pflege als eine Lebensaufgabe zu sehen. Dabei ist er ein wirklicher Teamplayer. Er weiß: Die Energie und das Engagement seiner Mitarbeiter sind es, die den guten Ruf des Pflegedienstes begründen. Das alles versteht man noch mehr, wenn man das Interview mit Timo Kleinsorge liest, seinen Lebensweg und seine Überzeugungen kennt, weiß, was ihn antreibt.

http://www.news4press.com/Meldung_988011.html

 

Pressemitteilung zum Interview mit Mechthild Bruchhäuser-Ebeling

Mechthild Bruchhäuser-Ebeling – moderne Unternehmerin mit Blick für die sozialen Belange ihrer Mitarbeiter

Mechthild Bruchhäuser-Ebeling wäre wohl vor zwanzig Jahren nicht auf den Gedanken gekommen, dass sie einmal ein Unternehmen in der Pflegebranche führen würde,  und zwar so, wie sie es, von ihren ethischen und sozialen Vorstellungen her, für richtig befand.

http://www.news4press.com/Meldung_987649.html

Pressemitteilung zum Interview mit Antje Gehrmann

Antje Gehrmann – denken, handeln und fühlen für die Pflege

Pressemitteilung

Teaser:

Antje Gehrmann ist Mitglied der Geschäftsleitung des Pflegedienstes Gehrmann GbR.

Der Pflegedienst ist weiter gewachsen, vor allem hinsichtlich seiner Qualität in der Pflege und Betreuung in und um Oranienburg. Für August 2017 ist geplant, in Hohen Neuendorf eine weitere Einrichtung zu eröffnen, die Tagespflege „Kolibri“.

Das alles sind Fakten, die auf viel Arbeit, Engagement und der fachlichen Expertise des Teams beruhen.

Die Menschen, die mit dem Pflegedienst zu tun oder die Dienstleistungen in irgendeiner Form beansprucht haben sagen, dass es kein Zufall ist, dass gerade dieses Team einen so guten Ruf genießt.

Es sind die Menschen mit ihrer persönlichen Entwicklung, ihren Ängsten und Erfolgen, ihren Stärken und natürlich: auch Schwächen, die den positiven Sog ausmachen. Warum das so ist, versteht man besser, wenn man das Interview mit Antje Gehrmann liest.

http://www.news4press.com/Meldung_987615.html

Sandra Naber im Interview

Sandra Naber ist die Inhaberin des Pflegedienstes „Schwester Andrea Berkner“ in Templin.

Schwester Sandra, wir führen heute das zweite Interview miteinander. Deshalb möchte ich sofort einsteigen, darf ich?
Ja, natürlich.

Würden Sie den Pflegedienst „Schwester Andrea Berkner“ noch einmal kaufen, vorausgesetzt, Sie bringen die Erfahrungen von heute mit?
Nein, ich würde den Schritt nicht noch einmal so gehen.

Was sind die Gründe?
Ich bin examinierte Krankenschwester und ich liebe meinen Beruf, vor allem den Umgang mit Menschen. Also will ich möglichst viel bei meinen Patienten sein und auf diese Weise ebenfalls meine Mitarbeiter unterstützen. Aber das kann ich immer weniger, weil ich im Büro so viel zu tun habe.  Die Bürokratie frisst mich auf. Und genau in solchen Momenten kommt der Gedanke, ob dieser Schritt vor über zehn Jahren richtig war.

Was sind das für Arbeiten im Büro?
Nun, die Pflegedokumentation führen, die kaufmännischen und steuerlichen Angelegenheiten im Blick haben. Hinzukommen die Personalverantwortung und die Tätigkeiten, die sich aus der Pflegedienstleitung heraus ergeben – zum Beispiel den Tourenplan erarbeiten, mit Angehörigen sprechen, auf die Einhaltung der Qualitätsstandards achten. Insgesamt ist das manchmal solch ein Berg an Arbeit, dass es Kraft kostet, dabei positiv zu bleiben.

Wo liegt aktuell der Schwerpunkt in der Pflege bei Ihnen?
Ganz eindeutig darauf, die Anforderungen aus der Grund – und Behandlungspflege zu bewältigen.

Welche Rolle spielt bei Ihnen der Umgang mit an Demenz erkrankten Patienten?
Das spielt eine sehr große Rolle. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Anteil derjenigen Pflegebedürftigen, die unter Demenz leiden, zugenommen hat. Für uns ist das natürlich eine zusätzliche Herausforderung – zeitlich und im täglichen Umgang.

Wie meinen Sie das?
Wenn wir jemanden haben, der bei uns zum Beispiel in der Grundpflege ist, dann müssen wir ihn sensibel ansprechen, besser mit ihm so kommunizieren, dass er versteht, was wir machen. Letztlich stellen wir uns darauf ein, indem wir für ihn bekannte Strukturen im Tagesablauf nutzen, also zur gleichen Zeit die nötigen Aktivitäten durchführen, möglichst die gleichen Mitarbeiterinnen vor Ort sind. Das klappt nicht immer, weil ja mal jemand ausfällt, weil er krank ist. Auf jeden Fall haben wir auch einen sehr engen Draht zu den Angehörigen, die uns sagen, was wir beachten sollen.

Schaffen Sie es noch, so individuell zu pflegen, wie Sie es sich vorstellen?
Die Messlatte legen wir hier selbst schon sehr hoch an. Wir ringen um eine kontinuierliche Verbesserung, weil wir das als einen Prozess sehen, bei dem die Qualität jeden Tag aufs Neue errungen werden muss. Im Klartext: Individuell pflegen ist anstrengend, und: Wir strengen uns an, Tag für Tag.

Können Sie mal ein Beispiel nennen, damit wir das besser verstehen?
Wir haben es ja überwiegend mit Menschen zu tun, die aus einer Generation kommen, in der die Vorstellungen von Hygiene mitunter noch ganz andere waren und mitunter auch noch sind. Wenn wir also heute mit jemandem sprechen, der vielleicht 85 Jahre alt ist, so kennt dieser Pflegebedürftige es schlicht nicht, dass man die Unterwäsche täglich wechselt; zumindest war das vor über 60 Jahren noch anders. Das hat er also über Jahrzehnte einmal in der Woche getan. Deshalb versuchen wir hier einzuwirken, einfühlsam natürlich, und erklären, warum es durchaus sinnvoll sein kann, die heutigen Anforderungen in der Hygiene zu beachten – im eigenen Interesse des Patienten natürlich.

Und, gelingt das?
Ja, sicher. Aber man muss dranbleiben, die Besonderheiten, die sich aus der Persönlichkeitsstruktur ergeben, beachten.
Der übergroße Teil der Pflegebedürftigen und der Angehörigen nimmt unsere Ratschläge dankbar an. Das ist einfach den gewachsenen Vertrauensverhältnis geschuldet und macht vieles leichter.

Wenn Sie mit wenigen Worten sagen sollten, warum Ihnen Ihr Team ans Herz gewachsen ist, was würde Ihnen spontan einfallen?
Die Mädels sind für mich die Besten. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis untereinander. Das ist nicht vordergründig geprägt durch ein Angestellten- und Chefverhältnis. Vielmehr gehen wir sehr familiär miteinander um, verbringen die Freizeit auch mal miteinander.

Also ist das eine Art natürlicher Autorität, die Sie genießen?
Ja, so kann man das sagen.

Was würden Ihre Mitarbeiter über Sie sagen, wenn es darum geht zu erklären, was Ihre positiven Seiten sind?
Also, das fällt mir schwer.

Was fällt Ihnen schwer?
Über mich zu sprechen.
Darauf kann mal eine Kollegin antworten, wenn sie mag.

Oh, das ist eine gute Idee!

Darf ich Ihren Namen wissen?
Ich bin Heike Adolph.

Frau Adolph, was schätzen Sie an Schwester Sandra?
Sie hat ein Herz für uns. Sie ist sehr verständnisvoll, wenn es um die Termine im privaten Bereich geht.
Da kommt sie uns stets entgegen, wenn wir auf sie zugehen und darum bitten, dass sie unsere Interessen berücksichtigt.

Gibt es bei ihr etwas, wo Sie sich wünschen, dass es anders würde?
Na ja, es gibt immer Dinge, die verbessert werden können.
Manchmal ist es schon eine Herausforderung, alle Zeiten einzuhalten, dass jeder Patient zu seinem Recht kommt und wir ihn auch so pflegen können, wie es die Patienten von uns gewöhnt sind.
Da diskutieren wir dann im Team drüber wie wir alle Anforderungen unter einen Hut bekommen. Und da hat Schwester Sandra stets ein offenes Ohr.

Frau Adolph, danke, dass sie hier mit eingesprungen sind.
Bitte, gern.
Frau Naber, an Sie vielen Dank für das Interview.

Kontakt:
Häuslicher Pflegedienst „Schwester Andrea Berkner“
Inhaberin: Schwester Sandra Naber
Otto – Lilienthal- Strasse 9
17268 Templin
Telefonnummer: (03987) 54830
Telefaxnummer: (03987) 54830
E-Mail: pflegedienst.templin@gmx.de

© Uwe Müller

 

 

Timo Kleinsorge im Interview

Timo Kleinsorge ist der Inhaber und Geschäftsführer des ambulanten Pflegedienstes Kleinsorge GmbH im Raum Frankfurt a. Main.

Herr Kleinsorge, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang vor der Gründung Ihres Pflegedienstes?
Ich habe nach dem Abschluss in der Realschule den Beruf des Kaufmanns gelernt und war danach sehr viel im Außendienst tätig.
Ich habe Produkte verkauft – später unter anderem für Bofrost.
Bei der Bundeswehr lernte ich, mich unterzuordnen und zu gehorchen.

Wo haben Sie gedient?
Bei den Fallschirmjägern.

Respekt! Das kann nicht jeder von sich sagen. Wann war das?
1995.

War Gehorsam für Sie wichtig?
Natürlich mag das keiner so gern hören, gehorsam zu sein.
Jedoch: Der Wert, sich Jemandem von den Weisungen her unterzuordnen, der auch die Verantwortung für Menschen und Prozesse trägt – das halte ich schon für wichtig. Im Übrigen: Das schließt das Mitdenken, das Einbringen von kreativen Ideen nicht aus, sondern auf jeden Fall mit ein. Vieles fällt mir heute aber auch leicht, weil ich eine sehr gute Erziehung durch meine Eltern genossen habe.

Wie ging es weiter?
Schließlich war ich Sekretär in einem Pflegedienst. Das war meine erste direkte Berührung mit einer Tätigkeit im Pflegebereich.

Was war für Sie die Initialzündung als selbstständiger Unternehmer in die Pflege zu gehen?
Da spielten mehrere Dinge mit rein. Zum einen konnte ich als Kind schon gut mit älteren Leuten umgehen.
Und dann kam eine Möglichkeit, über die sogenannte „Ich – AG“ sich selbstständig zu machen und einen Zuschuss auf Darlehensbasis vom Arbeitsamt zu erhalten.
Ich habe quasi mit Null Euro angefangen. Die Familie hat mir sogar noch Geld geliehen. Wofür ich heute noch überaus dankbar bin.
Ohne diese Unterstützung hätte ich es vermutlich nie geschafft.
Wir mussten ja gleich vier Mitarbeiter einstellen, damit wir die Zulassung bekamen, und zwar in Vollzeit. Hinzu kam die Anmietung eines Büros mit Telefon – und Faxanschluss.
Das alles war finanziell nicht so leicht zu stemmen.

Was ist Ihnen anfangs leicht gefallen und wo hatten Sie Schwierigkeiten, hineinzuwachsen?
Leicht gefallen ist mir der Kundenkontakt – die Gespräche bei der Neukundenaufnahme zum Beispiel.
Auch die kaufmännische Komponente und alles, was damit im Zusammenhang stand, habe ich von Anfang an gut hinbekommen.
Viel schwieriger war es für mich, die Mitarbeiter zu führen und alles in Einklang mit dem geltenden Arbeitsrecht zu bringen.
Wir wollten ja auch alles richtig machen – die rechtlichen Rahmenbedingungen einhalten und gleichzeitig möglichst nachhaltig für unsere Pflegebedürftigen da sein.

Im Jahr 2005 hieß es in der in Frankfurt/Main erscheinenden Bild: „Das ist der etwas andere Ambulante Pflegedienst in Frankfurt…‘verrückt‘ und das im allerbesten Sinne des Wortes.“
Können Sie das etwas näher erläutern?
Wir haben damals, so wie heute, alles gemacht. Zum Beispiel: haben wir Wohnungen von Messis geräumt, uns um sie und die Familienangehörigen gekümmert.
Also das, was vielleicht nicht jeder Pflegedienst tun würde.
‚Verrückt‘ bezog sich aber auch auf unseren Fuhrpark: Wir hatten Oldtimer – Fahrräder, coole Motoräder und: Wir machten auch schon mal mit unserem „Chevi“ Ausflüge.
‚Verrückt ist für uns, sich mit kreativen Ideen um Pflege- und Hilfsbedürftige kümmern, und zwar da, wo andere von vornherein sagen, dass sie es nicht machen würden.
Wir wollen Lebensfreude im Arbeitsprozess entwickeln. Das gehört einfach dazu, wenn wir das alles schaffen wollen.

Wie sieht für Sie individuelle Pflege und Betreuung aus?
Wir arbeiten fast ausschließlich mit Vollzeitkräften. Das ist ganz wichtig, denn uns liegt die Bezugspflege sehr am Herzen. Die Kunden wissen, wer zu ihnen kommt.
Und die Mitarbeiter kennen die Wünsche ihrer Pflegebedürftigen.
Wenn morgens jemand länger schlafen will, dann fahren wir eben später dorthin. Oder wir kennen zum Beispiel ganz genau die Frühstücksgewohnheiten und beachten das natürlich. Nur so kann Pflege und Betreuung wirklich individuell sein.
Es sind oft die kleinen täglichen kleinen Dinge, die dem Kunden wichtig sind und uns deshalb auch.

Was macht Ihr Team stark?
Wir haben flache Hierarchien.
In unserem Team soll sich jeder wohlfühlen und sagen können, was er denkt. Wir unternehmen viel gemeinsam – gehen zusammen etwas essen, trinken, verbringen einfach außerhalb der Arbeitszeit ein paar schöne Stunden miteinander. Und das nicht nur zur Weihnachtsfeier oder zu einem Frühlingsfest.

Gibt es auch mal Kritik von Ihnen?
Ja, selbstverständlich. Es kommt nur darauf an, wie man kritisiert. Wenn es wertschätzend erfolgt und für den Mitarbeiter hilfreich ist, dann ist jedem geholfen. Noch wichtiger ist mir aber das eigenverantwortliche Handeln jedes Einzelnen.
Das sind die wahren Motivationsfaktoren – selbstständig agieren und die Hilfe und Unterstützung erfahren, wenn es nötig ist.

Warum entscheiden sich Pflegekräfte für Ihre Einrichtung – was macht Ihr Unternehmen attraktiv?
Wie gesagt: Wir gehen freundschaftlich miteinander um. Unsere Mitarbeiter beziehen Gehälter, die über dem sonst üblichen Schnitt liegen. Und wir geben regelmäßig Gutscheine aus, die als zusätzliche Anerkennung für gute Arbeit gedacht sind.
Das Entscheidende aber will ich gern noch einmal untermauern:
Unsere Mitarbeiter fühlen sich wohl im Team, kommen gern zur Arbeit, gehen mit Freude mit den Pflege – und Hilfsbedürftigen um. Das ist die stärkste Motivation bei uns zu arbeiten, neben einer fairen Bezahlung und weiteren materiellen Vergünstigungen.

Was ist für Sie persönlich Glück?
Das ist nicht leicht zu beantworten. Auf jeden Fall gehört die Familie dazu, die zu einem steht.  Die Freude an den Kindern, wie sie sich entwickeln. Ich denke, die Lust am Leben ist ganz wichtig.
Das strahlt auf die Arbeit aus: Wenn wir unser persönliches Glück ein Stückchen in positive Energie ummünzen – ja dann kommt dieses Glück auch wieder vermehrt zu einem persönlich zurück.

Herr Kleinsorge, ich danke Ihnen für das Gespräch.

© Uwe Müller