SENIORENBETREUUNG LEHMANN STELLT SICH VOR

Die Seniorenbetreuung Lehmann betreut in Wohngemeinschaften in Potsdam an Demenz erkrankte Senioren.
6 bis 8 Bewohner leben in je einer Wohngemeinschaft.
 Die Inhaberin, Viola Lehmann, setzt konzeptionell auf die individuelle Betreuung der einzelnen Bewohner im Alltag: die Pflege und Hilfe im Alltag sowie die Unterstützung bei hauswirtschaftlichen Verrichtungen, Betreuungs– und Entlastungsleistungen.
Die Betreuung erfolgt 24 Stunden. Die Pflegekosten werden über die Pflegekasse - je nach Pflegegrad - abgerechnet.

Kontakt:
 Seniorenbetreuung Lehmann, Viola Lehmann
 Inhaberin: Viola Lehmann
 Berliner Straße 32
 14467 Potsdam
 Telefon: 0331 – 2702019
 Mobil: 0175 – 1530138
 Telefax: 0331 – 2005883
 E-Mail: info@seniorenbetreuung-lehmann.de www.seniorenbetreuung-lehmann.de

Interview mit Viola Lehmann

STELLENANZEIGE

 

 

ANNA IST DEMENT – TEIL 16

„Nichst ist prima“ – schnaubte Peters Vater am Telefon

© Uwe Müller

Bei Anna in Stralsund schien alles in Ordnung zu sein. Peter freute sich auf einen ruhigen Abend.
Und vor allem keine langatmigen Telefonate mit Anna, warum zum Beispiel der Werbebrief, den Anna vor einigen Tagen erhalten hatte, nichts als heiße Luft war. „Sie haben sich die Belohnung von 5000,00 Euro redlich verdient, liebe Frau Sturm!“, stand dort drin.
Klara konnte ihre Mutter überzeugen, dass sie alles zerreißt und direkt in die Papiertonne schmiss. „Mutti, dir schenkt keiner was. Glaub‘ es mir doch einfach“, beschwor Klara am Telefon Anna.
Naja, Anna wollte ihrer Tochter schon glauben. Doch auf der anderen Seite war die Verlockung: Da schrieb jemand an sie persönlich und sprach sie mit „Liebe Frau Sturm“ an. Wer kümmerte sich schon noch so liebevoll um sie. „Ach weißt du, Klara, ich bin so allein“, jammerte Anna am Telefon.
„Mutti, ich weiß. Aber schmeiß jetzt den Brief weg“, Klara konnte kaum noch an sich halten. Dabei war sie die Gutmütigkeit in Person.
„Ja, ja, ich mach‘ das jetzt. Alles kommt weg. Ich will nicht, dass die mir schreiben!“, sagte Anna entschlossen. „Mutti, die werden dir wieder schreiben.“ „Ach ist das nicht scheußlich!“, seufzte Anna. Klara war am Ende ihrer Kraft und verabschiedete sich von Anna.
Jetzt waren ein paar Tage ins Land gegangen. Anna hatte keine weitere Post bekommen. Es war ruhig und Anna erzählte am Telefon lediglich von ihren Spaziergängen – zum Friedhof oder zu ihrem Sohn Lukas.
Der wohnte Gott sei Dank im Ort.
Also alles im grünen Bereich. Peter legte die Füße hoch. Wahrscheinlich musste er aber gleich hochschnellen und Teller für das Abendbrot in das Wohnzimmer tragen. Aktivität und Engagement waren angesagt. Aber solange Klara noch mit Anna telefonierte und ihm nichts sagte, konnte er sich ja mal nach hinten lehnen, mit der Fernbedienung in Windeseile die Programme durchsurfen und sich den nötigen Überblick für den Abend verschaffen.

„Ich ruf‘ heute Abend mal deinen Vater an!“, ruft Klara Peter zu, bevor sie das Wohnzimmer in Richtung Küche verlässt.
„Mach‘ das bloß nicht.“ Peter war sofort aufgescheucht. Er kannte seinen Vater, der gleich wieder losschimpfen würde über das Heim, über Getrud, die Mutter von Peter.
„Warum jetzt schon wieder eine weitere Baustelle aufmachen?“, fragte Peter Klara.
„Ach, das ist doch nicht schlimm“, versuchte Klara ihn zu beschwichtigen.
Peter seufzte. Er hatte es aufgegeben, dagegen zu reden. Er bewunderte Klara dafür, dass sie sich so rührend kümmerte. Dabei waren ihre Schwiegereltern nicht wirklich nett zu ihr in den vergangenen Jahrzehnten gewesen.
Aber das stand auf einem anderen Blatt.
Manfred und Gertrud Gerber waren jetzt beide im Pflegeheim in Dresden.
Das Heim gehörte Peters Schwester, Helga Geiger. Helga hat das Heim aber verkauft. Nur ihr Name stand noch am Schild.
„Du, das Telefon ist abgeschaltet. Ob dein Vater im Krankenhaus ist?“
Klara schaute Peter besorgt an. Jetzt ging es schon wieder los.
Peter wurde unruhig. Er wollte sich nicht damit befassen. Die Familienbande waren zu zerrüttet, als dass Peter überhaupt noch Interesse an einer engen Verbindung hatte.
Doch konnte er einfach darüber hinwegsehen, dass vielleicht etwas passiert war? Lag Vati im Krankenhaus? Peter schwang sich aus dem Sessel hoch und ging in sein Arbeitszimmer. Er versuchte Helga zu erreichen. Sie ging nicht an das Telefon. Also musste er die Telefonnummer vom Heim heraussuchen. Peter wählte schließlich die Nummer. „Ja bitte?“, fragte eine Stimme mit russischem Akzent.
„Bitte entschuldigen Sie die Störung“, aber ich kann meinen Vater nicht telefonisch erreichen. Ist etwas passiert?“
„Nein, nein. Ich war vor einer halben Stunde im Zimmer Ihres Vaters. Es ist alles in Ordnung“, antwortete die Schwester.
„Oh, vielen Dank! Auf Wiederhören.“ Peter war erleichtert, dass alles in Ordnung zu sein schien. Für ihn war die Sache erst einmal erledigt.
Peter ging nach unten und ließ sich wieder in seinen Sessel fallen.
Plötzlich klingelte das Telefon. Peter ging ran: „Gerber.“ „Ja hier auch“, erklang es in der gewohnt strengen Weise. Manfred Gerber war 87. Immer wenn sein Vater ihn ansprach, fühlte er sich wieder zum kleinen Kind degradiert. Das würde wohl nie aufhören. Obwohl er jetzt selbst bald Großvater sein würde.
„Was gibt’s?“ Manfred Gerber schien nicht gut drauf zu sein.
„Was soll es geben? Wir haben uns Sorgen gemacht, ob alles mit dir in Ordnung ist“, entgegnete Peter. Ihm schmeckte der barsche Ton seines Vaters nicht.
Er merkte, wie seine Schilddrüse anschwoll. Es kochte schon wieder in ihm.
„Aber wenn es nichts gibt, dann ist es ja prima“, schob Peter deshalb hinterher. „Nichts ist prima!“, schnaubte sein Vater zurück.
Manfred Gerber wollte von seinem Sohn bedauert werden.
Er wollte ihm ein schlechtes Gewissen einreden, so wie er es immer getan hatte. Schon als er noch klein war.
Peter schwieg einfach. Am Telefon entstand eine Stille, die zum Zerreißen war. Wer jetzt als erster sprach, der war vor dem anderen eingeknickt.
„Mit Mama ist es furchtbar!“, begann sein Vater das Gespräch fortzusetzen.
Peter schwieg. Es versetzte ihm einen Stich, wenn sein Vater so über Mama redete. Sie war 88 Jahre und litt inzwischen an schwerer Demenz.
Trotzdem, sie blieb seine Mutter und doch auch die Frau seines Vaters.
„Ich kann deinen Vater schon ein wenig verstehen“, sagte Klara, nachdem Peter das Telefonat beendet hatte.

Interview mit Daniel De Paola

Daniel De Paola ist Inhaber der Firma PROMEDICA PLUS Erkrath
Das Interview mit ihm wurde am 26. Juli 2016 geführt.

Herr De Paola, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang vor der Gründung Ihres Pflegeunternehmens?
Ich habe nach meiner Schulzeit eine Ausbildung im Einzelhandel absolviert. Anschließend war ich in verschiedenen Positionen tätig – als Marktleiter eines Discounters oder stellvertretender Abteilungsleiter in einem großen Warenhaus.

Wie lange waren Sie in diesen Bereichen tätig?
Insgesamt ca.15 Jahre. Für mich war das eine tolle Phase. Ich habe an den Entwicklungsprozessen teilhaben können. Vor allem habe ich erlebt, wie präzise Ablaufprozesse in einem Discounter organisiert werden.

Warum hat es Sie dann rausgetrieben?
Ich wollte tatsächlich raus. Einfach mehr mit Menschen direkt zu tun haben, das war mein Wunsch. Über einige Umwege bin ich dann auf die Pflege gestoßen.

Welche Umwege waren das?
Nun, ich habe mich von einem Franchise- Berater in der Suche unterstützen lassen.

Warum Franchise?
Da waren zwei Aspekte. Zum einen hatte ich ja die Erfahrung aus dem Einzelhandel, dass vorkonfigurierte Prozesse und Abläufe ihre Vorteile haben – du kannst all die Erfahrungen mitnehmen, die dort enthalten sind.
Des Weiteren: Ich musste zwar investieren, aber ich wusste genau, worauf ich mich einlasse. Das war für mich finanziell ja auch nicht ganz unwichtig. Schließlich wollte ich davon leben und meine Familie ernähren.

Und wie sind Sie auf die Pflege gekommen?
Auch das hatte wieder mehrere Gründe. Mein Großvater hat zu mir gesagt:“ Junge arbeite in einem Bereich, in dem du immer gebraucht wirst.“ Der Pflegemarkt wird sich weiter entwickeln. Die Nachfrage nach guter Pflege und Betreuung ist in den letzten Jahren weiter gestiegen. Und damit das Problem der Nachfrage nach guten Pflegekräften. Aber den Ausschlag hat etwas Anderes gegeben.

Nämlich?
Ich komme aus einer Familie, in der der christliche Glaube eine große Rolle spielt. Der Gedanke, anderen Menschen zu helfen, geboren aus der Überzeugung der christlichen Nächstenliebe, das war es, was mich letztlich dazu gebracht hat, etwas in diesem Bereich zu tun. Bei Promedica Plus kam begünstigend hinzu, dass alle Prozesse zertifiziert sind – zum Beispiel die vertraglichen Inhalte geklärt sind und ich nicht bei null in diesem Zusammenhang beginnen musste.
Außerdem: Ich wollte etwas mitentwickeln. Und das konnte ich in der Pflege sehr gut.

Haben Sie Ihren Weg bereut?
Nein. Ich mache heute das, was ich mir immer gewünscht habe. Ich kann wirklich Gutes tun für Menschen, die es allein nicht schaffen in der Versorgung und Betreuung von Pflege- und Hilfsbedürftigen, und das zu einem fairen Preis -Leistungsverhältnis.
Ich wohne heute in Nord-Rhein-Westfalen, einem Bundesland, in dem ich mich sehr wohl fühle, mit den Menschen gut klar komme.
Meine Frau selbst stammt ebenfalls aus dieser Gegend – aus Düsseldorf.

Was macht denn das Besondere aus bei diesem Menschenschlag?
Ich will Ihnen ein Beispiel nennen. Sollten Sie mal nach Köln kommen und gehen abends in die Kneipe um die Ecke, könnten Sie erleben, dass diese brechend voll ist. Und dann kommt das, was den Unterschied macht: Woanders machen sich die Menschen breiter, damit sich bloß keiner an ihren Tisch setzen kann.
In Köln rücken die Gäste zusammen, winken Sie an den Tisch und Sie dürfen sicher sein: Sie erleben einen fröhlichen Abend.

Was ist Ihnen am Anfang leicht gefallen und wo mussten Sie sich richtig reinknien, als es um Ihr Unternehmen ging?
Leicht fiel mir der Kontakt mit Menschen, ihnen das Leistungsportfolio zu erklären und die Vorteile der 24 Stunden Betreuung aufzuzeigen.

Und was ging nicht so von der Hand?
Ich musste mich daran gewöhnen, Personalverantwortung zu tragen, und zwar bis zur letzten Konsequenz. Das ist ja doch noch etwas Anderes, als das bei einer Führungskraft in Anstellung der Fall ist.

Würden Sie sich heute wieder für Ihren Weg entscheiden?
Ich denke schon. Natürlich: Manches würde ich im Detail vielleicht anders angehen. Aber grundsätzlich kann ich auf Ihre Frage nur mit einem klaren „Ja“ antworten. Es wird stets neue Herausforderungen geben, Weggabelungen sozusagen, an denen sich die Frage stellt:
„Ist es richtig, weiterzugehen?“

Und, ist es richtig?
Ja. Ich habe investiert, ich glaube an das Konzept, mein Herzblut steckt in dem Projekt. Zum Schluss zählt für mich, dass der Kunde sagt: „Danke für Ihre Hilfe, Ihre Fürsorge, einfach Ihre Zeit.“
Dann habe ich alles richtig gemacht und ich bin selbst auch zufrieden.

Worauf richten Sie heute besonders Ihre Aufmerksamkeit?
Ich bin viel ruhiger geworden. Dafür konzentrierter und fokussierter, einfach zielführender. Meine Erfahrung ist, dass ich heute mit der nötigen Ruhe und manchmal auch Gelassenheit viel mehr erreiche. Und darauf kommt es an.
Also auf den Punkt gebracht: Mit möglichst überschaubarem Einsatz, viel erreichen; einfach alles für die Kunden zu tun, da zu sein, wenn sie Hilfe brauchen.
Und ich richte meine Aufmerksamkeit auch auf meine Familie. Sie ist mir wichtig. Für sie arbeite ich und strenge mich täglich an.
Im September dieses Jahres feiern wir unser fünfjähriges Bestehen. Und: Wir wachsen weiter. Ich bin ja für die Bereiche Erkrath Hilden, Haan und Umgebung tätig. Neben einem Büro in Erkrath, dem zweiten Büro in Haan – übrigens auch gleichzeitig mein Wohnsitz – kommt im September das dritte Büro in Hilden hinzu.

Also genau passend zu Ihrem ersten runden Jubiläum?
Ja, genau. Das ist etwas, was mich sehr stolz macht.

Herr De Paola, was ist für Sie persönlich Glück?
Mein Alltag ist so, dass ich keinen Urlaub brauche.

Also müssen Sie gar nicht in den Urlaub fahren?
Doch, natürlich schon. Irgendwann muss ich mich auch zurückziehen, erholen und frische Kräfte sammeln. Keinen Urlaub zu brauchen – das habe ich gesagt, weil es mein inneres Lebensziel wiedergibt, weil ich einfach meinen Job unheimlich gern tue.
Aber ich bin schon glücklich – im Beruf und privat.
Ich werde noch einmal Vater – ein wunderbares Gefühl.

Herr De Paola, ein sehr schöner Abschluss.
Vielen Dank für das Gespräch.

Kontakt:
PROMEDICA PLUS Erkrath
Kirchstraße 26
40699 Erkrath
Tel. +49 (0) 211 – 43 63 63 06
Fax +49 (0) 211 – 43 63 63 07
E-Mail: erkrath@promedicaplus.de
Web-Site: http://www.promedicaplus.de/erkrath
Inhaber: Daniel De Paola

 

PROMEDICA PLUS Erkrath stellt sich vor

Inhaber: Daniel De Paola

LEISTUNGSBESCHREIBUNG
PROMEDICA PLUS Erkrath vermittelt osteuropäische Pflegefachkräfte in deutsche Privathaushalte. Der Inhaber ist Daniel De Paola. Das Unternehmen kann auf jahrelange Erfahrungen zurückgreifen. Es hat seine Dienstleistungen stetig weiter auf- und ausgebaut, immer weiter verbessert. Es gibt inzwischen drei Niederlassungen im Wirkungsbereich von PROMEDICA PLUS Erkrath.
Die Leistungsangebote sind: Grundpflege, hauswirtschaftliche Versorgung, Betreuungsleistungen.
PROMEDICA PLUS Erkrath ermittelt den individuellen Bedarf der Kunden im direkten Gespräch vor Ort. Darauf aufbauend wird für den Kunden das Angebot erarbeitet: individuell und maßgeschneidert. PROMEDICA PLUS arbeitet eng mit dem europäischen Marktführer PROMEDICA 24 für die Vermittlung der Pflegefachkräfte zusammen. Die Mitarbeiter sind auf der Grundlage der hohen PROMEDICA 24 – Standards qualifiziert. Die Sprachkenntnisse sind bei den Mitarbeitern unterschiedlich ausgeprägt – von einem nicht zu unterschreitenden Mindeststand bis hin zu fließend Deutsch sprechenden Aktivitäten.

Kontakt:
PROMEDICA PLUS Erkrath
Inhaber: Daniel De Paola
Kirchstraße 26
40699 Erkrath
Tel. +49 (0) 211 – 43 63 63 06
Fax +49 (0) 211 – 43 63 63 07
E-Mail: erkrath@promedicaplus.de

Zur Homepage:  http://www.promedicaplus.de/erkrath

Interview mit Daniel De Paola

 

WARUM SIE MIT UNS SPRECHEN SOLLTEN

SIE MÜSSEN NICHT INS HEIM – DENN WIR VERSORGEN UND BETREUEN SIE, UND ZWAR DORT, WO SIE ZUHAUSE SIND
PROMEDICA PLUS ERKRATH vermittelt osteuropäische Pflegefachkräfte in deutsche Privathaushalte.
Wir verfügen insgesamt über drei Büros in unserem Wirkungskreis.
Wir sprechen über Ihren konkreten Bedarf und erstellen ein Angebot für Sie – individuell und für Ihre Bedürfnisse maßgefertigt.
Unsere Pflegekräfte kümmern sich hingebungsvoll – sind für Sie in Ihrem häuslichen Umfeld da.
Die Sprachkenntnisse unserer Mitarbeiter sind unterschiedlich ausgeprägt – angefangen bei einem Mindeststandard bis hin zur fließenden Beherrschung der Sprache.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
Ihr Ansprechpartner: Daniel De Paola
Kontakt:
PROMEDICA PLUS Erkrath
Kirchstraße 26
40699 Erkrath
Tel. +49 (0) 211 – 43 63 63 06
Fax +49 (0) 211 – 43 63 63 07
E-Mail: erkrath@promedicaplus.de
Web-Site: www.promedicaplus.de/erkrath

PROMEDICA PLUS Limbach-Oberfrohna Betreuung und Pflege daheim stellt sich vor

Die Alternative zum Pflegeheim – Zuhause wohnen bleiben und trotzdem auf nichts in der Betreuung und Pflege verzichten müssen.

 

LEISTUNGSBESCHREIBUNG

Sven Eichler-Jähnige ist der Inhaber von PROMEDICA PLUS Limbach-Oberfrohna Betreuung und Pflege daheim.

Das Unternehmen vermittelt für die Betreuung und Pflege osteuropäische Pflegekräfte in deutsche Privathaushalte – im Raum Chemnitz, Chemnitzer Land, Zwickau, Erzgebirge, Vogtland bis hin nach Leipzig.
PROMEDICA PLUS arbeitet dazu mit PROMEDICA 24 zusammen – dem Marktführer in Europa bei der Vermittlung von Pflegekräften in der 24 – Stunden – Betreuung.
Die Beratung erfolgt auch über die Dienstleistung hinaus.
Das soll den Mehrwehrt für den Kunden und seine Angehörigen erhöhen. Das Arbeitsverhältnis der osteuropäischen Pflegekräfte ist legal.
Sie sind im Partnerunternehmen PROMEDICA 24 angestellt.
Und: Es werden entsprechende Sozialleistungen gezahlt.
Es gibt einen 40- Stunden Arbeitsvertrag für die Woche. Die Arbeitszeiten sind gleitend und können so flexibel auf den Bedarf der Kunden ausgerichtet werden.
Die osteuropäischen Mitarbeiter werden entsprechend ihrer deutschen Sprachkenntnisse klassifiziert.
Die dafür festgelegten Kriterien sind in den Qualitätsmanagementstandards nach DIN ISO 9001 DEKRA Certifikation Polen festgehalten. PROMEDICA CARE in Warschau ist der Inhaber dieses Zertifikats.
Das Angebot umfasst die Basisbetreuung – Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung und Betreuungsleistungen.
Ausgebildete Betreuungskräfte besitzen das Zertifikat „Pflegehelferin“ in der Altenpflege – TÜV- Akademie Polen.

Kontakt:
Promedica Plus Limbach-Oberfrohna Betreuung und Pflege daheim
Inhaber: Sven Eichler-Jähnige
Zum Lindenhof 6
09212 Limbach-Oberfrohna
Telefon: 03722 – 60 06 06
Mobil: 0151-644 27 98 3
E-Mail: limbach-oberfrohna@promedicaplus.de
www.promedicaplus.de/limbach-oberfrohna

Sven Eichler-Jähnige im Interview

SVEN PECKMANN IM INTERVIEW

Sven Peckmann ist Kaufmann im Gesundheitswesen und im Pflegedienst Mitra für die Verwaltung und Logistik zuständig

 

Herr Peckmann, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang, bevor Sie im Pflegedienst Mitra begonnen haben?
Nach der Realschule habe ich mit einer Ausbildung zum Altenpfleger begonnen.

Wann war das?
Von August 1988 bis Juli 1990, und zwar in Hannover. Genauer gesagt in der Altenpflegeschule vom Birkenhof in Hannover.

Und danach?
Anschließend habe ich im Altenpflegeheim – vom Birkenhof gearbeitet.

Wie ging es nach Ihrer Ausbildung weiter?
Zunächst war ich im Anna- Meyberg-Haus tätig. Aber im Januar 1991 wechselte ich dann nach Sarstedt, wieder in ein Altenpflegeheim. Dort war ich bis 2010 – als examinierter Altenpfleger. Die letzten 5 Jahre hatte ich dort als stellvertretender Wohnbereichsleiter gearbeitet.
Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich diese Tätigkeit aber nicht mehr ausüben.

Was haben Sie danach gemacht?
Ich war anfangs krankgeschrieben. Ich musste also erst einmal wieder gesund werden.
2012 fing ich dann eine Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen an. Das war eine duale Ausbildung – betrieblich und schulisch. Die theoretische Ausbildung habe ich in der Salomon-Schule, genauer: Alice – Salomon-Schule – berufsbildende Schulen für Gesundheit und Soziales in Hannover –
absolviert. Den betrieblichen Teil absolvierte ich beim Mitra – Pflegedienst.

Wie lange ging die Ausbildung genau?
Sie lief vom 01. 08.2012 bis zum 12.06.2014. Und am 13. Juni 2014 habe ich dann beim Pflegedienst Mitra fest angefangen.

Wofür sind Sie heute zuständig?
Ich kümmere mich in der Firma um die Patientendaten, die Karteiführung und den Fuhrpark.
die Pflegehilfsmittel für die Pflegebedürftigen.
Des Weiteren: Ich führe Beratungsgespräche nach § 37.3 durch und mache auch Hausbesuche, wenn Frau Parvari verhindert ist.

Worum geht es bei den Hausbesuchen?
Um die Erstaufnahmegespräche. Sowie: Beratungsgespräche für pflegende Angehörige.

Herr Peckmann, was war denn die Initialzündung für Sie, im Pflegedienst Mitra anzufangen?
Das war weniger eine einzige zündende Idee. Vielmehr war es das Ergebnis eines bestimmten Weges.

Wie meinen Sie das?
Nun, im Zuge der Umschulung musste ich mir ja Gedanken darüber machen, wie meine berufliche Zukunft aussehen soll. Ich hätte eigentlich in vielen Bereichen anfangen können und auch einen Beruf wählen können, der für mich komplettes Neuland gewesen wäre.
Aber ich hatte ja nun mal schon eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger durchlaufen und vor allem jahrelange Erfahrung darin.
Und da kam ein Berufsfindungsprogramm der Rentenkasse gerade richtig.

Nämlich?
Mit dem fachlichen Hintergrund des Altenpflegers war eine Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen eine gute Gelegenheit, altes und neues Wissen miteinander zu vereinen.
Innerhalb des Berufsfindungsprogrammes wurde ich auf ein Inserat des Pflegedienstes Mitra in Hannover aufmerksam. Frau Parvari suchte zu dem Zeitpunkt einen Mitarbeiter für das beschriebene Tätigkeitsfeld innerhalb ihres Büros – einen Kaufmann im Gesundheitswesen.
Also beschloss ich, mich dort zu bewerben, die Ausbildung zu beginnen und eben den entsprechenden betrieblichen Teil der Umschulung bei Frau Parvari im Pflegedienst zu leisten.

Herr Peckmann, wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die Kommunikation für die Arbeit in der Pflege?
Sehr wichtig. Jeder, der in der Pflege arbeitet, sollte sich darüber im Klaren sein.
Jede noch so kleine Information ist wichtig. Sie muss deshalb weitergegeben werden und sich in der Pflegedokumentation niederschlagen. Auch Fallbesprechungen sind wichtig, um die Probleme zu erläutern und zu lösen.
Je besser wir uns darüber austauschen, in welchem sozialen Umfeld sich ein Pflegebedürftiger befindet, was ihn umtreibt, wie sein Beziehungsgefüge aussieht, was er für Bedürfnisse hat, umso besser können wir seinen Ansprüchen gerecht werden.
Und desto zufriedener wird er mit der Pflege und Betreuung sein.
Er wird sich besser aufgehoben fühlen. Und Sie wissen ja: Manchmal ist ein Wort, eine Geste wichtiger als die Medikamentengabe.

Wie sieht es mit dem Stellenwert der Kommunikation im Team aus?
Wir tauschen uns im Team aus, wir machen alle Erfahrungen untereinander transparent. Das geht nur, wenn wir auch untereinander gut miteinander kommunizieren.
Voraussetzung dafür ist, dass wir alle miteinander sprechen, auch über Dinge, die eben mal nicht so angenehm sind. Für mich bedeutet das: Jeder sollte mit Kritik sachlich umgehen – unabhängig, ob er sie zunächst positiv oder negativ wahrnimmt.

Was meinen Sie?
Es kommt doch in jedem Team vor, dass sich der eine mit dem anderen gut versteht und wieder mit einem anderen nicht so gut.
Aber nur, weil mir die Nase der Kollegin möglicherweise nicht passt, kann ich nicht einfach nichts sagen. Es ist wichtig, dass jeder mit jedem kommuniziert.
Das ist eine sehr wichtige Voraussetzung für ein gutes Klima, für den fundierten Informationsaustausch. Das spüren die Pflegebedürftigen sowie deren Angehörige gleichermaßen und profitieren davon.

Haben Sie ein gutes Klima in der Firma?
Ich denke schon. Natürlich: Überall gibt es mal Missverständnisse und Konflikte. Wichtiger aber ist, wie man damit umgeht, wie kompromissfähig und konfliktfähig jede der beteiligten Seiten ist. Das macht ein konstruktives Klima in der Firma aus.

Was bedeutet für Sie Glück?
Glück beginnt im häuslichen Umfeld. Der persönliche Lebensstil, die Familie – all das sind für mich wichtige Teile meines Glücks.

Haben Sie Familie?
Ja. Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne.
Außerdem: Für mich ist wichtig, mit Freude zur Arbeit zu gehen. Die positive Einstellung zu dem, was ich täglich tue – das ist wichtig für das, was man unter Glück begreift.
Allein ein Lächeln bewirkt schon viel auf Arbeit, stiftet mit ein Stück der Zufriedenheit.

Herr Peckmann, vielen Dank für das Gespräch.

Kontakt:
Mitra Pflegedienst
Inhaberin: Maryam Parvari
PDL: Sevda Naghiyeva
Stellv. PDL Sven Peckmann
Lister Kirchweg 1
30163 Hannover
Telefon: 05 11-39491345
Telefax: 0511 – 39 49 13 46
E-Mail: info@mitra-pflegedienst.de
http://www.mitra-pflegedienst.de

INTERVIEW MIT SEVDA NAGHIEYEVA

Sevda Naghiyeva hat im Pflegedienst Mitra die Pflegedienstleitung inne

Frau Naghiyeva, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang bis zum Einstieg in den Pflegedienst Mitra bei Frau Parvari?

In der Zeit von 1987 bis 1990 habe ich in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidshan, eine Ausbildung zur examinierten Krankenschwester absolviert. Danach habe ich acht Jahre in einem Krankenhaus in Baku in der Chirurgischen Abteilung gearbeitet.
1998, im Oktober, sind wir nach Deutschland gekommen – mein Mann, meine Mutter und unsere Kinder.

Was passierte dann?
Ich habe einige Jahre gebraucht, um mich zurechtzufinden –
die Sprache lernen, mich mit der Familie in die Gesellschaft einfügen, und: meine Kinder erziehen.
Schließlich erhielt ich im Jahr 2008 ein Angebot vom Arbeitsamt, einen Lehrgang mitzumachen.

Worum ging es dabei?
Die Schulung hatte zum Inhalt, meinen Abschluß als examinierte Krankenschwester hier in Deutschland anerkennen zu lassen.
Dazu musste ich mich weiterbilden.

Und, hat es geklappt?
Ja. Nach 9 Monaten hatte ich die Ausbildung erfolgreich absolviert und bekam ein Zertifikat für die Anerkennung als examinierte Krankenschwester in Deutschland.
Anschließend habe ich in einem ambulanten Pflegedienst meine Arbeit begonnen.

Wo war das?
Das war in Hannover – beim KSD. Dort lernte ich auch Frau Parvari kennen. Sie arbeitete in der Zeit als Geschäftsführerin dieses Pflegedienstes. Der Inhaber des KSD war der Bruder von Frau Parvari.

War das eine wichtige Begegnung für Sie?
Auf jeden Fall. Ich denke, eine der wohl wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben, die ich traf, nachdem ich Frau Parvari kannte.

Warum?
Nun, ich verstand mich mit Frau Parvari so gut, dass ich mit in ihren Pflegedienst wechselte, als sie ihr eigenes Büro, ihren eigenen Pflegedienst gründete.

Wann war das?
Das war am 01. September 2011.

Und als was haben Sie begonnen?
Als Krankenschwester und stellvertretende Pflegedienstleitung.

Dann mussten Sie ja wieder eine Ausbildung absolvieren, nämlich zur PDL, oder?
Ja, ganz genau. Ich habe mit der Qualifizierung zur Pflegedienstleiterin im vergangenen Jahr begonnen und habe sie gerade in diesem Monat abgeschlossen.

Mit Erfolg?
Ja, die Facharbeit mit der Note „Sehr gut“.

Glückwunsch!
Danke sehr.
Aber ohne die Unterstützung von Frau Parvari hätte ich das nicht geschafft. Sie hat geholfen, wo sie nur konnte.

Frau Naghiyeva, höre ich raus, dass Sie sich offensichtlich sehr gut mit Frau Parvari, also Ihrer Chefin verstehen, und zwar über das normale Maß hinaus?
Das ist so. Wie soll ich es erklären?
Vielleicht so: Frau Parvari ist für mich wie eine Schwester, eine Freundin und natürlich auch eine Chefin.
Sie strahlt so viel positive Energie aus, motiviert das Team und eben auch mich.
Sie können sich dem nicht entziehen – das ist einfach Glück, dass ich sie kennengelernt habe.
Gibt es denn auch mal Kritik oder Streit?
Wo gibt es das nicht. Das wäre ja nicht normal. Der Unterschied ist nur: Wir sind auf Lösungen aus und wollen das Beste erreichen. Das eint uns. Und deshalb müssen wir auch um die optimale Lösung miteinander ringen, Wege diskutieren.
Aber das macht eben Spaß. Und zum Schluss weiß jeder: Es geht um das Team, jeden einzelnen Mitarbeiter und letztlich um die Pflegebedürftigen. Sie bleiben im Fokus unseres Denkens und Handelns.

Was sagen Sie aus heutiger Sicht zu Ihrem Weg? Sind Sie ein wenig stolz?
Ja, auf jeden Fall. Das war nicht immer leicht. Ich habe fünf Jahre lang eine Wochenendehe geführt, meinen Mann, meine Kinder, meine Mutter in der Woche allein gelassen, allein lassen müssen.

Wo hat Ihre Familie gewohnt?
In Wittingen im Landkreis Niedersachsen.
Also habe ich eine kleine 1-Raum-Wohnung in Hannover gemietet und bin fünf Jahre lang zwischen Arbeit und Familie am Wochenende hin – und hergependelt.
Meine Kinder brauchten ja auch ihre Mutter.
Und meine Mama musste ebenfalls betreut werden.
Zwischendurch hatte ich schon den Gedanken, nach Wittingen zurückzugehen.
Aber meine Mama, meine Familie – sie haben letztlich immer zu mir gehalten, selbst wenn es manchmal nicht leicht war.
Und Frau Parvari hat viel getan in dieser Zeit für mich.

Was meinen Sie genau?
Nun, ich kämpfte in der Zeit noch mit dem Aufenthaltsstatus. Ich musste viel mit den Behörden sprechen, schreiben, einen Anwalt nehmen. Bei all diesen schwierigen Gesprächen und dem nötigen Schriftverkehr hat Frau Parvari mir geholfen.
Und da habe ich gesehen, wie sehr sie sich für jemanden einsetzt – nicht nur mit Worten, vor allem mit Taten.
Schließlich sind wir im Jahr 2013 mit der ganzen Familie nach Hannover gezogen.

Würden Sie sich heute noch einmal für diesen Weg entscheiden?
Das würde ich! Ich bin glücklich und froh, dass ich es geschafft habe und jetzt in einem tollen Team arbeite.
Ich hatte ja auch am Anfang andere Angebote. Letztlich habe ich mich für diesen Pflegedienst entschieden, und ich bereue das nicht.

Welche Stärken kennzeichnen aus Ihrer ganz persönlichen Sicht Ihr Team?
Wir wollen, dass die Mitarbeiter motiviert und zufrieden sind. Nur dann kann man auch die Pflege- und Hilfsbedürftigen gut pflegen und betreuen. Deshalb ist eine der wesentlichen Stärken in unserem Team, dass wir Probleme schnell lösen und möglichst offen miteinander kommunizieren. Ich sage immer: Wir können nur dann ein Problem lösen, wenn darüber sprechen.
Und deshalb gehe ich auf Mitarbeiter zu, ermuntere sie, mit mir über das zu reden, was sie bedrückt, oder was sie verändert haben wollen.  Ich glaube, das ist eine wichtige Stärke in unserem Team. Dadurch ist der Zusammenhalt auch so groß.

Was ist für Sie persönlich Glück?
Ich bin glücklich, wenn die Patienten zufrieden sind. Dann kann ich glücklich nach Hause gehen. Das erfordert mitunter viel Fingerspitzengefühl. Es hilft aber, Herz zu zeigen, den Patienten mal über den Arm zu streichen. Natürlich ist es wichtig, Medikamente zu verteilen. Genauso wichtig aber ist, die psychologische Seite unserer Arbeit – sich einzufühlen in die Situation des Patienten.

Und was macht sie in der Familie glücklich?
Wissen Sie, meine Kinder sehen an meiner Entwicklung, was man erreichen kann, wenn man lernt und sich anstrengt. Das macht mich glücklich, dass sie mit mir hier leben und eine gute Zukunft haben.

Wie alt sind Ihre Kinder und was machen Sie?
Aydan ist 25 Jahre alt und arbeitet in einem Kinderwunschzentrum als medizinische Fachangestellte.
Fatima, meine zweite Tochter, ist 21 Jahre alt und studiert an der Göttinger Universität BWL.
Und schließlich Rauf, mein jüngstes Kind, ist 15 Jahre alt und besucht das Gymnasium.
Mein Mann arbeitet in einer VW- Tochtergesellschaft als Produktionshelfer.

Betreuen Sie auch Ihre Mutter?
Ja, meine Mutter heißt Sabira. Ich bin als ihre Betreuerin eingesetzt.
Also auch in der Familie in der Pflege und Betreuung unterwegs?
Ich mach` das sehr gern.  Und wir können ja nicht von der Wichtigkeit der Pflege reden und darüber unsere eigenen Familienmitglieder vergessen.
Ich hoffe, meine Kinder werden mal ebenso handeln.

So, wie Sie das schildern, wird das wohl genauso sein.
Frau Naghiyeva, herzlichen Dank für das Gespräch.

Kontakt:
Mitra Pflegedienst
Inhaberin: Maryam Parvari
PDL: Sevda Naghiyeva
Stellv. PDL Sven Peckmann
Lister Kirchweg 1
30163 Hannover
Telefon: 05 11-39491345
Telefax: 0511 – 39 49 13 46
E-Mail: info@mitra-pflegedienst.de
http://www.mitra-pflegedienst.de

Interview mit Maryam Parvari

Maryam Parvari ist die Geschäftsführerin des Mitra – Pflegedienstes in Hannover

Frau Parvari, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang, bevor Sie Ihren Pflegedienst gegründet haben?
Ich habe 10 Jahre als angestellte Geschäftsführerin im Pflegedienst meines Bruders gearbeitet – beim KSD in Hannover.

Wann war das genau?
Von September 2002 bis 2011.
Zuvor habe ich eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten durchlaufen. Nebenberuflich habe ich mich außerdem noch in einer Privatakademie zur Qualitätsmanagerin weitergebildet.

Wann sind Sie eigentlich nach Deutschland gekommen?
Das war am 28.11.1993. Zu der Zeit war meine Tochter noch klein – ein Jahr alt. Mit ihr bin ich zur Sprachausbildung gegangen – das war mir sehr wichtig.

Das heißt, Sie sind mit Ihrer einjährigen Tochter zur Schule gegangen?
Ja. Es ging nicht anders. Ich wollte unbedingt die Sprache lernen.
Und es hat auch viel Spaß gemacht – ich habe die Zeit schon sehr genossen.

Würden Sie Ihre Erfahrungen an Menschen weitergeben, die heute zu uns ins Land kommen?
Auf jeden Fall. Vor zwei Jahren war ich übrigens Gast in einer Veranstaltung des Sozialministeriums des Landes Niedersachsen.
Ich habe dort berichtet, wie ich allein als Frau und Mutter in Deutschland meinen Weg begann. Das war sehr schwer. Ich sprach kein Wort Deutsch. Die kulturellen Unterschiede waren groß.
Da habe ich beschlossen: Du kämpfst um dein neues Leben – du lernst die Sprache, kämpfst um Bildung und du willst deiner Tochter mal einen guten Weg ermöglichen.
Ich habe die Chance in Deutschland bekommen, wofür ich noch heute sehr dankbar bin. Ich bin meinen Weg gegangen. Manchmal war ich verzweifelt.
Aber dann waren auch wieder Familie und Freunde an meiner Seite, die mir Mut gemacht haben.
Meine Tochter sagt heute zu mir: Mama, du bist mein Vorbild. Du hast nie aufgegeben.

Also würden Sie sagen, Flüchtlinge sollten hier Ihre Chance ebenso nutzen?
Ja, sie müssen die Chance bekommen. Und sie sollten sie nutzen. Wenn der Wille da ist, sich zu integrieren, Deutsch zu lernen, dann wird es Menschen geben, die ihnen dabei helfen. Davon bin ich überzeugt, gerade wenn ich selbst auf die letzten zwanzig Jahre zurückblicke.
Meine Tochter studiert heute an der Freien Universität in Berlin Psychologie.
Sie hat ihren Bachelor mit der Note 1,2 bestanden. Ab August geht sie nach San Diego und studiert weiter. Ich bin froh, dass ich ihr das ermöglichen kann und: dass es diese Chancen in Deutschland gibt.

Was war die Initialzündung für Sie, als selbstständige Unternehmerin in die Pflege zu gehen?
Ich brauchte nach rund zehn Jahren einfach neue Herausforderungen.
Die Firma meines Bruders war wie mein eigener Pflegedienst. Ich habe mich damit stark identifiziert. Manchmal glaubten die Patienten aufgrund meines Engagements, dass ich nicht nur die Geschäftsführerin, sondern gleichzeitig die Inhaberin bin.
Und trotzdem: Ich wollte mich weiter ausprobieren, mein eigenes Unternehmen haben, meine Philosophie dort hineinbringen, meine eigenen Mitarbeiter begeistern. Natürlich: Ich hatte Angst, dass es nicht klappt. Mir fehlte ein finanzielles Polster. Und so musste ich mir in der Familie Geld für den Anfang borgen. Das alles machte mir schon Sorgen. Sie können sich vorstellen: Ich habe mehr als nur eine Nacht wachgelegen.
Aber der Mut war größer, der Wunsch, es zu schaffen auch.
Wir haben mit vier Mitarbeitern im September 2011 angefangen. Heute sind wir 35.

Eine großartige Entwicklung. Was sagt Ihr Bruder zu dieser Entwicklung?
Damals war er enttäuscht und traurig, dass ich aus seinem Unternehmen ausscheiden wollte. Heute ist er stolz auf das, was ich geschafft habe. Wir unterstützen uns gegenseitig in unserer Arbeit.
Aber mir ist das nur gelungen, weil ich von Anbeginn wirklich tolle Mitarbeiter hatte. Ich denke nur an Sevda Nagiyeva. Sie war damals stellvertretende Pflegedienstleiterin. Heute hat sie die Pflegedienstleitung inne.
Sie hätte längst woanders arbeiten können. Doch sie sagt, sie fühlt sich hier am wohlsten und will mich nicht verlassen.

Was ist Ihnen am Anfang leicht gefallen und wo hatten Sie Schwierigkeiten, hineinzuwachsen?
Der Kontakt mit Menschen fällt mir leicht – mit Patienten, mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern. Sicherlich fordert alles seinen Tribut – und am Abend bin ich ziemlich fertig. Doch am Ende jedes Tages steht ebenso fest: Es macht sehr viel Spaß. Und das ist es, was für mich zählt.
Ich denke nicht an Geld, ich denke daran, wie viel Freude mir die Arbeit bereitet.

Aber das Kaufmännische muss ebenfalls stimmen, oder?
Ja, selbstverständlich. Die Mitarbeiter wollen bezahlt werden, die Kosten müssen gedeckt sein.
Mein Gefühl sagt mir nur: Selbst wenn ich nicht mehr arbeiten müsste, weil ich es finanziell geschafft hätte – ich würde trotzdem weitermachen.
Meine Mitarbeiter sagen zu mir: Du kommst so oder so jeden Morgen durch die Tür.

Was zeichnet Ihr Team aus?
Das Ziel, das uns alle eint ist die bestmögliche Versorgung der Pflege- und Hilfsbedürftigen. Das gelingt dann am besten, wenn wir viel Spaß an der Arbeit haben. Und ich glaube: diese Freude im Umgang untereinander und mit den Patienten – das ist der größte Antriebsmotor für uns; dadurch sind wir so stark; das ist faktisch unser Alleinstellungsmerkmal.

Können Sie das mal anhand von Beispielen untersetzen?
Wissen Sie, ich gehe morgens gern ins Büro. Ich freue mich auf die Menschen, die ich dort treffe. Das geht den meisten Mitarbeitern so.
Sie wollen miteinander Zeit verbringen, sich austauschen, miteinander reden, die freudigen und die traurigen Momente zusammen teilen.
Die Mitarbeiter telefonieren oft mit den Patienten, fragen, wie es ihnen geht und ob sie etwas brauchen. Oder: Eine Mitarbeiterin bereitet ein schönes Frühstück für eine Patientin und verbringt zusätzliche Zeit mit ihr, und zwar ohne, dass sie es bezahlt bekommt und ohne, dass ich etwas gesagt hätte. Manche gehen mit den Pflegebedürftigen außerhalb der Arbeitszeit spazieren. Sie wollen das selbst so und haben Freude daran.
Das ist mein größtes Glück, wenn ich davon erfahre.
Ich habe auch schon erlebt, dass Mitarbeiter und Patienten über mich sprechen.

Ich hoffe, nur Gutes, oder?
Ja, zumindest berichten sie es so. Es entsteht dadurch eine gute Verbindung zwischen dem einzelnen Patienten und dem jeweiligen Mitarbeiter.
Manchmal fragen die Patienten direkt, wann ich mal wieder vorbeikomme.

Und gehen Sie hin?
Ja, sowie ich es einrichten kann. Ich nehme Kuchen mit und mache mich auf den Weg. Das ist das eigentliche Wertvolle an diesem Beruf – mit Kleinigkeiten den Menschen Mut zu machen, gemeinsam zu lachen oder zu trösten. Ich gehe aber auch hin, wenn es Probleme zu besprechen gibt. Dann ist es ja erst recht wichtig, direkt vor Ort zu sein.
Aber ich möchte zu meinem Team noch etwas sagen.

Bitte, gern!
Wissen Sie, die Zeit reicht hier nicht, um alle Mitarbeiter vorzustellen.
Ich will hier stellvertretend Sharon Ahlvers und Sven Peckmann anführen.
Sharon Ahlvers arbeitet seit März 2014 hier im Büro. Sie leistet als medizinische Fachangestellte in der Verwaltung eine großartige Arbeit.
Ich bin froh, dass sie sich gut eingearbeitet hat. Noch viel wichtiger aber ist, was sie sagt, nämlich, dass sie sich bei uns sehr wohl fühlt und hier gern arbeitet.
Ich denke, das macht die Stärke unseres Teams von innen heraus aus: Sich wohlfühlen in der Firma, mit Spaß arbeiten, gutes für die Pflegebedürftigen tun- jeder an seinem Platz. Sven Peckmann: In unserem Haus ist er für die Verwaltung und Logistik zuständig. Er hat hier vor vier Jahren angefangen – im August 2012.
Er ist ausgebildeter Altenpfleger. Jetzt ist er Kaufmann im Gesundheitswesen. Diese Umschulung hat er in der Zeit absolviert, als er schon in unserer Firma gearbeitet hat. Immerhin ist er inzwischen schon 20 Jahre in der Altenpflege tätig.
Es ist also toll zu sehen, wie sich Menschen entwickeln, ihre Stärken immer mehr zum Vorschein kommen. Sven Peckmann kommt gut mit Menschen klar – er mag sie und sie mögen ihn – Mitarbeiter und Pflegebedürftige gleichermaßen.
Ich könnte die Reihe solcher motivierten Mitstreiter fortsetzen. Vielleicht ergibt sich ja noch die Gelegenheit.

Das ist immer gut, wenn Mitarbeiter selbst zu Wort kommen und: Wenn die Chefin sie in ihrem eigenen Interview nicht vergisst!
Ich schließe daran meine nächste Frage an:
Was verstehen Sie unter individueller Pflege?
Das ist für uns sehr wichtig: Wir sind Gast im Haus des Patienten und seiner Angehörigen. Also achten wir die individuellen Besonderheiten und Gewohnheiten des Pflegebedürftigen. Wenn er zum Beispiel Angst vor dem Duschen hat, dann werden wir es ihm nicht aufzwingen, sondern andere Wege der Körperpflege finden. Oder: Mitunter wollen weibliche Patienten keine männliche Pflegekraft; das berücksichtigen wir ebenfalls.
Ich versuche so viel wie nur möglich zu ergründen – neben der Anamnese, die individuellen Wünsche und Bedürfnisse, die Biographie des Patienten – all das fließt mit in die Pflegeplanung mit ein.

Was ist für Sie persönlich Glück?
Ich bin sehr glücklich. Die Arbeit ist mein Glück.
Wenn ich morgens aufstehe und ins Büro gehe, ja dann freue ich mich auf den Tag, auf mein Team, die Patienten.
Ein Leben ohne meine Mitarbeiter, meine Familie, meine Patienten – das kann ich mir gar nicht vorstellen.
Jeder von uns muss Geld verdienen – für den Lebensunterhalt. Aber ich sage ganz ehrlich: Mein Glück besteht in dem, was ich tue. Manche nennen es Berufung. Ich sage, es ist mein persönliches Glück, dass ich das alles tun kann. Mir ist deshalb auch wichtig, dass wir uns für unsere Patienten schick machen – natürlich nicht wie für die Oper; aber schon, dass sie sehen: Ihr liebe Patienten bedeutet uns was.
Und wir achten darauf, dass sich die Patienten auch schick machen, das Leben genießen, sich gut anziehen, wenn sie es noch können.
Wir machen bald wieder einen internationalen Abend:
da bringen alle Mitarbeiter kulinarische Köstlichkeiten mit – gemacht aus Rezepten verschiedener Länder.
Wir haben Mitarbeiter aus dem Iran, aus Aserbaidshan, aus der Türkei, Russland, Griechenland, Philippinen, Spanien und: natürlich aus Deutschland.
Da ist die Freude immer groß, wenn wir diesen Abend veranstalten. Das ist Glück – mit diesen Menschen zu arbeiten und zu feiern.
Wir wollen dann nicht über die Arbeit reden; doch das gelingt nicht. Wir sind schnell wieder bei diesem Thema – weil es eben unser Leben, unsere Freude ist.
Was mir noch wichtig ist, wenn ich über persönliches Glück spreche:
Es ist meine Familie.
Ich habe Ihnen gesagt, dass ich vor 22 Jahren nach Deutschland kam, mit meiner Tochter im Arm. Sie ist hier aufgewachsen, Deutsch ist ihre Muttersprache, sie studiert – Psychologie. Das wollte ich auch mal studieren. Das war mein Traum. Heute kann ich es meiner Tochter ermöglichen. Das macht mich glücklich. Es ist, als würde ich es tun.
Verstehen Sie das? Ich jedenfalls weiß heute besser als vor zwanzig Jahren, was es heißt, glücklich zu sein, und: was es für andere Menschen, mit denen man es zu tun hat, bewirkt.

Das verstehe ich gut, sehr gut sogar. Und ich kann es außerordentlich gut nachvollziehen. Frau Parvari, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Kontakt:
Mitra Pflegedienst
Inhaberin: Maryam Parvari
PDL: Sevda Naghiyeva
Stellv. PDL Sven Peckmann
Lister Kirchweg 1
30163 Hannover
Telefon: 05 11-39491345
Telefax: 0511 – 39 49 13 46
E-Mail: info@mitra-pflegedienst.de
http://www.mitra-pflegedienst.de

 

 

MITRA PFLEGEDIENST STELLT SICH VOR

INHABERIN: MARYAM PARVARI

LEISTUNGSBESCHREIBUNG:
Der Mitra – Pflegedienst ist auf dem Gebiet der Kranken – Alten- und Intensivpflege tätig. Des Weiteren zählen dazu: die Verhinderungspflege, die hauswirtschaftliche Versorgung und die 24 – Stunden – Bereitschaft.
Der Pflegedienst führt ebenfalls Sterbebegleitung durch. Die Inhaberin ist M. Parvari. Betreuungs– und Entlastungsleistungen nach dem neuen Pflegestärkungsgesetz gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum.

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Inhaberin: Maryam Parvari
PDL: Sevda Naghiyeva
Stellv. PDL Sven Peckmann
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Interview mit Maryam Parvari

SVEN PECKMANN IM INTERVIEW

INTERVIEW MIT SEVDA NAGHIEYEVA