Sven Eichler-Jähnige im Interview

Sven Eichler-Jähnige ist der Inhaber von PROMEDICA PLUS Limbach-Oberfrohna Betreuung und Pflege Daheim.

Herr Jähnige, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang vor der Gründung des Pflegedienstes?
Ich habe die Polytechnische Oberschule besucht und nach 10 Jahren mit der Reifeprüfung beendet. Daran schloss sich eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann an.
Das ist in der Zeit von 1991 bis 1994 gewesen. Danach war ich in dem Betrieb, in dem ich ausgebildet wurde, tätig.

Was haben Sie dort gemacht?
Ich war für den Verkauf von Baustoffen, zum Beispiel Dachbaustoffen, Baustoffen, Maschinen und Werkzeugen zuständig. Dort habe ich ca. 5 Jahre gearbeitet. Dazwischen lag noch die Zeit bei der Bundeswehr. Anschließend habe ich noch eine Ausbildung zum Verkaufsleiter eines Einzelhandelsunternehmens absolviert. Und danach war ich dort auch tätig, bin bis zum Regionalleiter aufgestiegen. 2013 kam dann ein Neustart: Ich durchlief noch einmal eine Ausbildung – die zum examinierten Altenpfleger.

Warum dieser Bruch?
Nun, das ist kein Bruch. Vielmehr: Ich wollte etwas komplett Neues anfangen, da wo ich mehr Einfluss auf die eigene Entwicklung hatte. Und: Ich wollte unbedingt Menschen helfen, für sie da sein. Das war mein stärkstes Motiv.

Was war die Initialzündung dafür als selbstständiger Unternehmer zu agieren?
Ich bin da ja schon ein wenig drauf eingegangen. Mir ging es darum, etwas Gutes zu tun. Und ich wollte selbst gestalten können, meinen eigenen Weg dabei gehen, wenn ich schon sehr viel arbeiten muss.
Da kam mir der Zufall ein wenig zu Hilfe, denn ich bekam Kontakt mit Promedica Plus. Nachdem ich mich sehr intensiv mit dem Unternehmen und seiner Philosophie beschäftigt hatte, stand mein Entschluss fest: Ich wollte mit diesem Unternehmen partnerschaftlich zusammenarbeiten – in der 24 – Stunden – Betreuung von Pflege – und Hilfsbedürftigen.
Ich gründete also am 01.04.2014 mein eigenes Unternehmen: Promedica Plus Limbach- Oberfrohna Betreuung und Pflege Daheim“.

Was ist Ihnen am Anfang leicht gefallen und wo hatten Sie Schwierigkeiten?
Das war für mich eher ein kontinuierlicher Prozess des Hineinwachsens. Ich konnte aus dem Erfahrungsschatz von Kollegen schöpfen und erhielt viel Unterstützung. Natürlich ging es anfänglich darum, Buchhaltung, Verwaltung zu installieren.
Das Geschäftsmodell musste bekannt gemacht werden – das dauert ja auch seine Zeit. Mein Wille, die Ziele zu erreichen, Hindernisse zu überwinden waren ausschlaggebend dafür, dass ich das alles ganz gut gemeistert habe, so glaube ich. Ich wollte das unbedingt und dafür habe ich auch gekämpft. Allmählich bekomme ich einen gewissen „runden Lauf“ hinein.

Was macht für Sie individuelle Pflege und Beratung aus?
Die richtige Betreuungskraft zu finden, die für den Pflegebedürftigen passt – vom Krankheitsbild, der Kommunikation und den sich vor Ort konkret ergebenden Aufgaben.
Des Weiteren: die nötigen Hilfsmittel zu organisieren, bei weiteren Fragen in der Betreuung zu unterstützen. Im Ergebnis der Beratung muss ein konkreter Mehrwert für den Kunden feststehen. Er weiß dann genau, wo er steht, was er braucht, welche Hilfe und Unterstützung wir geben können.

Was würden Sie verändern in der Pflegepolitik?
Ich glaube, wir sind auf einem ganz guten Weg. Schauen Sie sich nur mal die Pflegestärkungsgesetze I und II an. Da hat sich extrem viel getan. Die Grundlagen sind gelegt. Jetzt geht es darum, mitzuhelfen, dass alles umgesetzt wird – zum Wohle unserer Kunden – der Pflege – und Hilfsbedürftigen.

Sind Sie glücklich mit dem, was Sie tun?
Die Arbeit macht mich glücklich. Sicher, es gibt auch mal schlechte Tage. Doch das, was ich tue, macht mich glücklich. Ein Lächeln, ein Dankeschön – das sind meine kleinen Glücksbringer.

Herr Jähnige, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Kontakt:
Promedica Plus Limbach-Oberfrohna Betreuung und Pflege daheim
Inhaber: Sven Eichler-Jähnige
Zum Lindenhof 6
09212 Limbach-Oberfrohna
Telefon: 03722 – 60 06 06
Mobil: 0151-644 27 98 3
E-Mail: limbach-oberfrohna@promedicaplus.de
www.promedicaplus.de/limbach-oberfrohna

 

 

Pflegedienst Lippert stellt sich vor

Pflegedienst Lippert GmbH

Pflege-und Hilfsbedürftige sagen Martina Lippert und ihrem Team danke

Individuell pflegen und betreuen geht nur mit Engagement

Leistungsbeschreibung:

Der Pflegedienst Lippert GmbH ist im Altkreis Lingen tätig. Martina Lippert ist die geschäftsführende Gesellschafterin und Pflegedienstleitung. Sie ist examinierte Krankenschwester und Palliativfachkraft. 
 Anne- Christine Lippert ist Mitgesellschafterin und stellvertretende Pflegedienstleiterin. Die Firma ist durch alle gesetzlichen und privaten Kranken- und Pflegekassen zugelassen.

Leistungen:

 – Grund- und medizinische Behandlungspflege,
– Verhinderungspflege,
– Betreuungsleistungen,
– Schulung von Angehörigen im häuslichen Umfeld und Wohnraumberatungen.

Kontakt:
Pflegedienst Lippert GmbH
Martina Lippert
Geschäftsführende Gesellschafterin
Lindenstraße 1a
49808 Lingen
Tel.: 0591 / 80740990
Fax: 0591 / 67674
E-Mail: info@pflegedienst-lingen.de

ZUR HOMEPAGE: http://www.pflegedienst-lingen.de

 

Interview mit Martina Lippert im August 2017

STELLENANZEIGE

Wir suchen Pflegefachkräfte – examinierte Krankenschwestern und Krankenpfleger, Altenpflegerinnen und Altenpfleger.
Des Weiteren suchen wir Pflegehelferinnen und Pflegehelfer,
Hauswirtschaftskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Betreuung.

 

Wir sind ein Unternehmen, das familienfreundlich ausgerichtet ist.
Wir setzen auf Menschen, die Spaß daran haben, anderen Menschen zu helfen, die sich weiterentwickeln wollen und gern in einem Team arbeiten, in dem sie sich selbst verwirklichen können und gleichzeitig Verantwortung übernehmen.
Die Vergütung ist an die Tarife des öffentlichen Dienstes angelehnt.
Wir zahlen leistungsabhängige Zulagen.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, sprechen Sie mit uns oder schreiben Sie uns – wir melden uns in jedem Fall bei Ihnen zurück.

 Kontakt:
Pflegedienst Lippert GmbH
Martina Lippert
Geschäftsführende Gesellschafterin
Lindenstraße 1a
49808 Lingen
Tel.: 0591 / 80740990
Fax: 0591 / 67674
E-Mail: info@pflegedienst-lingen.de
http://www.pflegedienst-lingen.de

INTERVIEW MIT MARTINA LIPPERT

 

 

Interview mit Martina Lippert im August 2017

Martina Lippert ist die Gründerin des Pflegedienstes Martina Lippert GmbH.  Sie ist heute die geschäftsführende Gesellschafterin und hat die Pflegedienstleitung inne.

Frau Lippert, Sie haben im Interview  – des vergangenen Jahres folgenden Satz gesagt, als es darum über die Hürden Ihrer beruflichen und privaten Entwicklung zu sprechen: Ich war wie ein Segelboot – immer mit den Wellen und gegen den Wind. Sehen Sie das heute noch genauso?

Ja, natürlich. Der Umkehrschluss dieses Gedanken ist doch folgender: Wer nicht den Wind spürt, die Anstrengungen des Ringens mit ihm, der fühlt auch nicht, wie schön es ist, wenn die Wellen gegen die Bordwand schlagen, wie toll Wasser riecht, wie schön es überhaupt ist, sich für einen Kurs zu entscheiden, die nötigen Anstrengungen dafür unternehmen, dass wir nicht von ihm abkommen und dann eben die Früchte zu ernten.
Das ist ein wenig literarisch angehaucht, doch gibt vielleicht ganz gut meine Sicht auf die Dinge wieder, die ich erlebt habe.

Worauf sind Sie besonders stolz, wenn Sie heute zurückdenken an Ihren Weg, den Sie zurückgelegt haben?

Ich habe mich viel mit meinen Ängsten auseinandersetzen müssen, weil ich ja einen sicheren Arbeitsplatz für meine Selbstständigkeit aufgeben musste. Damals haben mich die Gemeindeschwestern in der evangelischen Sozialstation für verrückt erklärt, als ich sagte, ich wolle mich selbstständig machen. Heute gibt es die Sozialstation nicht mehr – die damals sicher geglaubten Arbeitsplätze sind nicht mehr da. Ich bin vor allem stolz darauf, dass ich durchgehalten habe.

Ist das eine Stärke von Ihnen?

Ich glaube schon. Ich beiße mich quasi in Sachen rein, beiße mich fest, und zwar solange, bis ich es so habe, wie ich es mir vorstelle. Natürlich kommen auch mal die Phasen der Depression, Zeiten, in den Zweifel an mir nagen und ich nicht weiß, wie es weitergehen soll.

Was machen Sie dann?

Wissen Sie, dazu kann man unendlich viel sagen. Die Situationen sind ja verschieden. Und manchmal kommt eben alles zusammen – es gibt Schwierigkeiten im Beruf und im Privaten läuft es mitunter eben nicht glatt. Deshalb ist es in solchen Momenten für mich wichtig, dass ich meine Selbstzweifel überwinde, wieder zur alten Stärke zurückfinde.

Und in der Anfangszeit, als ich den Pflegedienst gerade gegründet hatte, da stürzte wirklich viel auf mich ein. Ich musste Kunden finden, Ärzte überzeugen, dass ich die richtige Ansprechpartnerin für sie in Sachen Pflege bin und vieles mehr.

Kurz um: Ich habe mir gesagt – du bist ins kalte Wasser gesprungen, unter Wasser gewesen, aufgetaucht, und also muss du Luft holen und schwimmen.

Wie wichtig ist es heute für Sie, einem Mitarbeiter die Balance zwischen eigenverantwortlichen Handeln und teamorientierten Denken vorzuleben?

Sehr wichtig! Ich denke, jeder sollte die Chance bekommen, seinen Weg zu erkennen und diesen dann zu gehen. Dabei gebe ich Hilfestellung, bin ich der Coach. Natürlich geschieht das ebenfalls im Teamwork.

Was glauben Sie ist der Kern dessen, was eine gute Pflegekraft ausmacht?

Darüber sind ja schon ganze Abhandlungen verfasst worden. Im Kern geht es mir darum, dass derjenige, der bei uns arbeitet, die Menschen wirklich mag, die er pflegt und betreut. Das soll keine erzwungene, von außen bestimmte Liebe sein. Vielmehr sollte es der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter Spaß machen, wenn sie sich den ganzen Tag mit Pflege und Betreuung befassen. Immerhin ist das ja gleichzeitig Lebenszeit. Übrigens für beide – die Pflegenden und die zu Pflegenden. Schon deshalb hilft die innere Einstellung, aus Lebenszeit parallel Lebensqualität zu generieren. Das ist mir wichtig. Ich gehe zum Beispiel heute noch ins Pflegeheim zu ehemaligen Kunden, spreche mit ihnen, schaue, dass es ihnen gut geht. Nur so bekommst du selbst ein gutes Gefühl, spürst den echten Reichtum, den dir diese vielleicht kleine Situation, das Gespräch mit dem Pflegebedürftigen, verschafft. Man kann darüber viel reden. Es ist besser, man tut was, fragt sich, warum gerade die Situation jetzt so gut ist, also in dem Moment, in dem ich mit dem Patienten spreche. Übrigens: Genauso ist es, wenn man über den Umgang mit den Flüchtlingen nachdenkt. Es sind stets die kleinen Gesten, die Hilfe ausmachen. Ich bin eine Zeit lang in einen Unterstützerkreis für Flüchtlinge gegangen und habe Deutschkurse für Flüchtlinge gegeben. Aber Deutsch im Alltag – das, was so schwer zu lernen ist. Das lernt man vor allem durch sprechen, immer und immer wieder.

Was haben Sie daraus gelernt?

Durch Kommunikation werden Distanzen durchbrochen, imaginäre Ängste abgebaut. Und: Du lernst die Menschen kennen, erfährst, was sie hierhergeführt hat, wovon sie träumen, wie sie gelebt haben, was sie aufgeben mussten, mit ihrer Flucht. Ich habe zum Beispiel zusätzlich mit Flüchtlingen darüber gesprochen, wie diese ihren Haushalt organisieren, also faktisch mitgeholfen, den Flüchtlingsalltag in Deutschland zu meistern.

Was hat Ihnen das für die Pflege gebracht?

Es geht stets um Menschen. Menschen, denen du hilfst und sie kennen lernst, durch sie genauso etwas lernst. Wir brauchen für die nächsten Jahrzehnte gut ausgebildete Fachkräfte. Warum sollte darunter nicht jemand sein, der heute noch dabei ist, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren?

 Da gebe ich Ihnen Recht. Was glauben Sie, warum sind Sie eine gute Unternehmerin?

Das werde ich so nicht sagen. Das können nur andere entscheiden. Ich denke, dass ich sehr genau die Fäden ziehe und gleichzeitig da bin für die Mitarbeiter, wenn es Fragen gibt. Wir führen ein offenes Büro. Meine Tür steht immer auf. Ich bin stets ansprechbar. Dieses Gefühl brauchen meines Erachtens nach die Mitarbeiter, nämlich das Vertrauen, dass in schwierigen Situationen jemand da ist, der hilft, einen Rat gibt, unterstützt.

Wenn Sie in einem Satz zusammenfassten müssten, was den Kern individueller Pflege ausmacht, was würden Sie sagen?

Menschen zugestehen, in ihrer Wohnung so zu leben, wie sie es selbst wollen.

Frau Lippert, Sie engagieren sich im gesellschaftlichen Leben, sind gewählte Vertreterin der Stadt Lingen. Was treibt Sie an?

Wenn ich ehrlich bin: Es gibt Tage, da treibt mich gar nichts an. Da will ich mich am liebsten nur um meine Firma kümmern. Doch es ist ja so: Wir können nicht nur den Tag rauf und runter sprechen, wie wichtig Pflege ist. Da stimmt jeder zu. Aber sich für bestimmte Probleme einsetzen, darum kämpfen, dass sich etwas verändert, das ist mir wichtig.

Was soll sich denn ändern?

Zuerst die Einstellung zur Frage der Pflege und Betreuung. Wir alle sind davon betroffen. Zudem hat in der Regel jeder in der Familie jemanden, um den man sich kümmern muss. Wenn wir es schaffen, hier das Denken zu verändern, dann bewirken wir  mehr Handeln, mehr Engagement.  

Sie sind aktives SPD-Mitglied. So kurz vor den Wahlen: Hat die SPD schon alles getan in Sachen Pflege und Betreuung?

Nein. Sicher nicht. Das ist aber nicht der Punkt.  

Sondern?

Dass wir die richtigen Probleme herausfiltern, analysieren, Konzepte entwerfen und abgleichen mit der Wirklichkeit, also auch den finanziellen Möglichkeiten. Dafür bin ich aktiv. Ich will genauso meiner Enkeltochter zeigen, dass es nicht reicht zu reden, sondern dass man was tun muss für die Verwirklichung seiner Ziele und der gesellschaftlichen Vorhaben.

 

Frau Lippert, das ist ein gutes Schlusswort.

Ich danke Ihnen für das Gespräch.

 

Kontakt:
Pflegedienst Lippert GmbH
Martina Lippert
Geschäftsführende Gesellschafterin
Lindenstraße 1a
49808 Lingen
Tel.: 0591 / 80740990
Fax: 0591 / 67674
E-Mail: info@pflegedienst-lingen.de
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