LEISTUNGSBESCHREIBUNG – TAGESPFLEGE HAUS MATTHAEUS

 

INHABERIN: CLAUDIA LECHNER
Lebensqualität erhalten und da - wo möglich auch noch ausbauen – das ist das Ziel der Tagespflege Haus Matthäus für seine Gäste, nämlich pflege- und hilfsbedürftige Menschen.
Sie sollen in ihrem häuslichen Umfeld verbleiben können. Ein Aufenthalt in einer stationären Einrichtung soll möglichst vermieden werden oder aber so lange wie möglich hinausgeschoben werden.
Die Tagespflegegäste werden verwöhnt – mit einer gemütlichen Wohnzimmeratmosphäre, mit gepflegten Innen – und Außenanlagen sowie von freundlichen Mitarbeitern. Das Personal ist professionell ausgebildet und ist fachlich versiert sowie sozial kompetent im Umgang mit den Tagespflegegästen. 
Die Persönlichkeit des Gastes wird respektiert – in seiner ganz individuellen körperlichen und geistigen Verfassung. 
Es gibt eine behindertengerechte Dusche und WC.
Die Pflege und Betreuung in der Tagespflegestätte erfolgt montags bis freitags von 09.00 bis 17.00 Uhr.
Die Einrichtung ist durch die Pflegekassen zugelassen.

Die Leistungen:
Das Angebot ist individuell zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Tagespflegegäste:
– Grundpflege,
– medizinische Behandlungspflege,
– Therapieangebote – Ergotherapie, Logopädie, Krankengymnastik, Bewegungstraining, Übungen zur Erhaltung der Selbstständigkeit.
– Betreuung und Beschäftigung der Gäste je nach den Wünschen und Erfordernissen individuell abgestimmt. Das können zum Beispiel sein: Spazieren gehen, basteln, singen oder Fotoalben anschauen.

Hauseigener Fahrdienst, eingeschlossen Rollstuhlfahrer. Die Inhaberin, Claudia Lechner lässt es sich nicht nehmen, morgens oder abends, manchmal auch morgens und abends, die Gäste abzuholen und wieder nach Hause zu bringen. Sie hat dadurch einen sehr engen Kontakt zu den Gästen und auch den Angehörigen. Die Gespräche sind ihr sehr wichtig, weil sie dann flexibel und schnell auf Veränderungen reagieren kann.
– Anträge ausfüllen mit Unterstützung der Einrichtung,
– Kurz- und Langzeitpflegeplätze vermitteln,
– über individuelle Pflegeleistungen beraten,
– Hilfsmittel beschaffen.

Leistungen im Umgang mit an Demenz erkrankten Tagespflegegästen:
Die Gäste werden in kleinen Gruppen betreut.
Besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge erhalten Gäste, die eine Tendenz zum Weglaufen haben.
Für Gäste, die nicht mehr an den Gruppenaktivitäten teilnehmen können werden Einzelbetreuungen und Einzelbeschäftigungen organisiert.
Das Team der Mitarbeiter geht mit den Tagespflegegästen besonders sensibel um und schafft eine Atmosphäre, in der sie sich angstfrei bewegen können, sich einfach wohlfühlen.

MEHR: http://www.haus-matthaeus.de

Kontakt:
TAGESPFLEGE HAUS MATTHÄUS
INHABERIN: CLAUDIA LECHNER
Frankenstr. 17
96135 Stegaurach
Kontakt:
Telefon: 0951 992 1004
Telefax: 0951 992 1008
E-Mail: Haus – Mattheus@web.de
Homepage: www.haus-matthaeus.de

 

INTERVIEW MIT VERA DAHLMANN

Vera Dahlmann ist die Inhaberin der Häuslichen Alten- und Krankenpflege in Homberg Efze 
Das Intverview führte: Dr. Uwe Müller

Frau Dahlmann, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe gleich nach dem Abschluss der Realschule im Jahr 1984 ein dreizehnmonatiges Praktikum in einem Altenheim begonnen, in Schwalm-Eder- Kreis. Das war wichtig, damit ich überhaupt eine Ausbildung zur Altenpflegerin beginnen konnte. Nachdem ich die Zusage erhielt, war ich für zwei Jahre in Frankfurt/Main und habe dort die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin absolviert – von 1985 bis 1987. 1988 habe ich dann in dem Beruf auf einer Sozialstation beim Deutschen Roten Kreuz begonnen zu arbeiten. 1990 kam mein Sohn zur Welt. Danach war ich gezwungen, mehr zu Hause zu bleiben und konnte nur aushilfsweise arbeiten. Das habe ich in der mobilen Pflege getan. Im September 1991 habe ich mich selbstständig gemacht.

Schon mit dem Pflegedienst, deren Inhaberin Sie heute sind?
Nein. Ich habe damals mit einem anderen Pflegedienst zusammengearbeitet. Da, wo ich gebraucht wurde. Zwei Jahre später, 1993, habe ich die Zulassung für den heutigen Pflegedienst beantragt.

Was war die Initialzündung dafür, in die Selbstständigkeit zu gehen?
Nun, die Arbeit in der Pflege, mit den Menschen, das war es schon, was mir Spaß machte. Ich hatte ja auch den Vergleich zur Sozialstation und fand, dass man sich in der ambulanten Pflege besser um die Pflegebedürftigen kümmern konnte. Das war individueller möglich und noch dazu in der eigenen häuslichen Umgebung, was sich natürlich die Mehrzahl der zu Pflegenden wünschte.

Würden Sie sich heute noch einmal entschließen, einen ambulanten Pflegedienst zu gründen, sich selbstständig zu machen?
Na ja, die Arbeit an sich bereitet mir nach wie vor viel Freude. Das ist schon der Beruf, den ich ausüben wollte. Allerdings würde ich heute nicht mehr in die Selbstständigkeit gehen.

Warum nicht?
Weil wir rund um die Uhr am Rudern sind. Nicht weil wir 24 Stunden für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige da sind. Nein, das ist unsere Aufgabe, ja unsere Berufung. Was uns kaputt macht, das ist die übergroße Bürokratie, der Mangel an Pflegekräften.

Worauf führen Sie das zurück?
Ich glaube, die Politik muss sich hier noch stärker kümmern, schauen, wie sie die kleinen ambulanten Pflegedienste besser entlastet, was zum Beispiel die Dokumentation der Pflegeprozesse anbetrifft und die nötigen Rahmenbedingungen schafft – finanziell, organisatorisch, und: dass damit Pflegefachkräfte wieder gern zu uns kommen. Die Wertschätzung, in der Pflege und Betreuung zu arbeiten, für andere Menschen da zu sein, muss in der Gesellschaft wachsen. Und das können wir natürlich nur gemeinsam schaffen. Ich mache das, indem ich mich auch noch nach zwei Jahrzehnten intensiv um eine gute Qualität in der Pflege und Betreuung bemühe.

Was ist Ihnen am Anfang schwergefallen und was weniger?
Alles, was mit der Büroarbeit in Verbindung stand, das war nicht so mein Fall – die Abrechnung, die gesamte kaufmännische Seite oder die steuerliche Komponente. Pflegetechnisch, da war ich von Anfang mit Freude und Motivation dabei. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Was verstehen Sie persönlich unter individueller Pflege?
Das ist für mich das, was es ermöglicht, die Wünsche der Pflegebedürftigen zu erfüllen.

Können Sie mal ein Beispiel nennen?
Ja, zum Beispiel, wenn jemand mal eine Tasse Kaffee mit mir trinken will und eine Frage hat. Dann kann es sein, dass ich es nicht gleich in dem Moment hinbekomme. Aber ich finde die Zeit dafür und das finden die Menschen gut, ja, das ist es, was das Vertrauen zu ihnen ausmacht. Oder jemand möchte mal eine Runde „Mensch ärgere dich nicht“ spielen. Dann sehen wir zu, wie und wann wir das organisiert bekommen. Das sind oft kleine Dinge. Doch genau die sind, die den Unterschied ausmachen.

Was ist für Sie persönlich Glück?
Ich bin glücklich, dass ich diesen Weg gegangen bin. Damals gab es noch keine Vergütung in der Ausbildung. Deswegen haben mich meine Eltern unterstützt.
Aber dennoch: Es macht mich schon glücklich, dass ich diesen Weg gewählt habe. Übrigens: Vom 13.01.2006 bis zum 07.07.2007 habe ich noch eine Weiterbildung zur leitenden Pflegefachkraft absolviert. Das war ja wichtig, damit ich die Anforderungen an die Führung eines Pflegedienstes erfüllte.

Wieviel Mitarbeiter haben Sie heute eigentlich?
Wir sind ein kleines Team. Wir wollen den Anspruch jederzeit verwirklichen können, den wir an uns haben und den die Pflegebedürftigen ebenfalls uns gegenüber äußern – nämlich der unmittelbare Ansprechpartner zu sein, die Qualität und Individualität in der Pflege und Betreuung zu wahren. Wir haben zurzeit drei examinierte Pflegefachkräfte, eine Krankenpflegehelferin, eine Altenpflegehelferin, je nach Situation mehrere Aushilfen und einen kaufmännischen Angestellten.

Suchen Sie denn Pflegekräfte?
Ja, wir suchen examinierte Pflegefachkräfte für den ambulanten Bereich und Hauswirtschaftskräfte, zum Beispiel auch für Betreuungsaufgaben. Wichtig ist, dass derjenige, der mit uns zusammen arbeiten möchte, gern pflegt und betreut, nicht nur fachliche Kompetenz aufweist, sondern auch mit dem Herzen dabei ist. Das ist wichtig für die Atmosphäre, die wir untereinander pflegen und natürlich für die zu Pflegenden.

Frau Dahlmann, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

Kontakt:
Häusliche Alten- und Krankenpflege Vera Dahlmann
Inhaberin: Vera Dahlmann – Weißing
Ziegenhainer Str. 19
34576 Homberg Efze
Telefon: 05681 – 93 92 35
Telefax: 05681 – 93 92 37
E-Mail: info@pflegedienst-dahlmann.de
Homepage: http://www.pflegedienst-dahlmann.de

DAHLMANN PFLEGEDIENST STELLT SICH VOR

LEISTUNGSBESCHREIBUNG
Der ambulante Pflegedienst Vera Dahlmann bietet Leistungen der häuslichen Krankenpflege an und versorgt pflegebedürftige Menschen in ihrem häuslichen Umfeld. Das Büro befindet sich im Herzen von Homberg Efze, in der Ziegenhainer Straße. Von dort aus erfolgen die Einsätze, dort sitzt die Geschäftsführung und dort finden Pflegebedürftige und Angehörige die für sie richtigen Ansprechpartner. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über alle Ortsteile von Homberg sowie in die Randgebiete der Kreise Borken, Frielendorf, Knüllwald, Wabern, Schwalmstadt und Neuental. Der Pflegedienst ist sieben Tage die Woche, an Sonn – und Feiertagen, rund um die Uhr für seine Pflegebedürftigen da. Das Pflegeteam ist klein und setzt sich aus examinierten und erfahrenen Pflegekräften zusammen. Der Kontakt zu den Pflegebedürftigen und Angehörigen soll persönlich bleiben und deshalb ist das Team nach wie vor klein – ältere Menschen schätzen die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, die so besser gewährleistet werden kann. Außerdem: Sie schätzen auch, dass eine Mitarbeiterin schnell zur Stelle ist und sie so einen persönlichen Ansprechpartner für ihre persönlichen Probleme haben.

Die Leistungen:
I.
Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI
– Grundpflege,
– hauswirtschaftliche Versorgung.

II.
Medizinische Behandlungspflege nach § 37 SGB V
– medizinische Leistungen, die vom Arzt verordnet werden.

III.
– Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI zur Unterstützung pflegender Angehöriger,
– zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45 b SGBXI für Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz,
– Pflegeberatungseinsätze nach § 37.3 SGB XI.

IV.
Service Plus – Paket
Ergänzende Service- und Dienstleistungen, die kein Bestandteil der gesetzlichen Pflegeversicherung sind und die Gesamtversorgung der Pflegebedürftigen individuell ergänzen.

V.
Sonstige Leistungen
– Unterstützung bei der Vermittlung von Hausnotrufsystemen und Essen auf Rädern.

MEHR: http://www.pflegedienst-dahlmann.de/

 

Kontakt:
Häusliche Alten- und Krankenpflege Vera Dahlmann
Inhaberin: Vera Dahlmann – Weißing
Ziegenhainer Str. 19
34576 Homberg Efze
Telefon: 05681 – 93 92 35
Telefax: 05681 – 93 92 37
E-Mail: info@pflegedienst-dahlmann.de

Interview mit Vera Dahlmann

Stellenanzeige
Wir suchen Sie. Nicht, damit wir bis ins Unendliche wachsen. Nein.
Vielmehr wollen wir unser Team stärken, ergänzen mit Menschen, die sich bei uns wohlfühlen, fachlich fit sind und mit Freude ihre Arbeit leisten wollen. Unser Team ist klein. Aber darin liegt genau seine Stärke. Wir sehen Sie als selbstbewusste Persönlichkeit darin, geben Ihnen die Entfaltungsmöglichkeiten, die Sie brauchen, um sich wohlzufühlen, sich weiterzuentwickeln.

Wen suchen wir?
Examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger, examinierte Altenpfleger, Altenpflegehelfer, Krankenpflegehelfer, Hauswirtschaftskraft.

Was sind Ihre Aufgaben?
- die Grund- und medizinische Behandlungspflege
- Betreuungsleistungen durchführen, 
- die hauswirtschaftliche Versorgung übernehmen.
Sie besitzen den Führerschein der Klasse B.

Was wir bieten: 
 - eine faire Bezahlung, 
- die Möglichkeit, an Fort – und Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, 
 - eine gründliche Einarbeitung, 
- eine Planung, die auch Ihre familiären Verpflichtungen berücksichtigt, 
- eine Geschäftsführung, die Ihnen zuhört, wenn Sie Fragen haben und die auf Sie hört, wenn Sie Vorschläge einbringen wollen.

Am besten, Sie nehmen Kontakt mit uns auf und wir reden miteinander.

Kontakt:
Häusliche Alten- und Krankenpflege Vera Dahlmann
Inhaberin: Vera Dahlmann – Weißing
Ziegenhainer Str. 19
34576 Homberg Efze
Telefon: 05681 – 93 92 35
Telefax: 05681 – 93 92 37
E-Mail: info@pflegedienst-dahlmann.de
Homepage: http://www.pflegedienst-dahlmann.de

PRESSEMITTEILUNG ZUM INTERVIEW MIT VERA DAHLMANN-WEISSING

AMISTAD – STELLT SICH VOR

LEISTUNGSBESCHREIBUNG
Der ambulante Pflegedienst AMISTAD hat seinen Wirkungskreis im Raum Stutensee und Bruchsal.
Inhaberin ist Roselinde Hartmann.

Zum Leitungsteam gehören:
Carmen Hammer, stellvertretende Pflegedienstleitung und Wundexpertin ICW,
Sandra Wutschka, zweite stellvertretende Pflegedienstleitung.

Die Leistungen:
Grund- und medizinische Behandlungspflege, hauswirtschaftliche Versorgung, Verhinderungspflege.
Außerdem: Betreuungsleistungen für Senioren und Demenzkranke, vorgenommen von geschultem Personal,
Beratungen für Pflege- und Hilfsbedürftige sowie deren Angehörige, im Haus und vor Ort.
MEHR: http://www.pflegedienst-amistad.de

Kontakt:
„AMISTAD“ Pflegedienst
Kronenstraße 8
76297 Stutensee-Spöck
Telefon/Fax: 07249 – 95 21 00
E- Mail: amistad-stutensee@gmx.de
Homepage: www.pflegedienst-amistad.de

Interview mit Roselinde Hartmann

STELLENANZEIGE

Wir suchen nicht jeden, Sie schon!
Warum?

Weil wir glauben, dass Sie in unser Team passen. Weil es für Sie wichtig ist, individuelle Pflege und Betreuung ernst zu nehmen, mit Engagement und Fachwissen auszufüllen.
Für Sie ist eine gerechte Entlohnung wichtig. Doch Sie setzen nicht ausschließlich darauf. Die Möglichkeit, sich frei im Team zu entfalten, gehört zu werden, Verantwortung zu übernehmen, nicht durch die Pflege zu hetzen, wie am Fließband – das gehört für Sie ebenso dazu. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!

Was sollten Sie mitbringen?
Sie sind examinierte Altenpflegerin oder Altenpfleger, Krankenschwester oder Krankenpfleger und sehen den Wechsel zu uns als eine Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln, von einer familiären Atmosphäre im Team zu profitieren und selbst aktiv am Leben und an der Arbeit unseres Hauses teilzunehmen, und zwar zum Wohle derer, für die wir da sein wollen – die Pflege- und Hilfsbedürftigen und deren Angehörige.
Kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns auf Sie!

Kontakt:
„AMISTAD“ Pflegedienst
Kronenstraße 8
76297 Stutensee-Spöck
Telefon/Fax: 07249 – 95 21 00
E- Mail: amistad-stutensee@gmx.de
Homepage: www.pflegedienst-amistad.de

ANNA IST DEMENT – VORERST LETZTER TEIl

Du kannst über Demenz reden, aber du kannst sie nicht weg reden
„Das mag ja alles so sein. Aber ich denke, dass sie schon noch mitbekommt, dass sie stets dasselbe fragt. Nur, dass sie eben die Antwort darauf nicht mehr kennt.“
Karla mochte nicht mehr weiter darüber reden. Annas Krankheit, die Sorge darum, was noch alles passieren kann, das belastete alle. Irgendwie zog sich das durch sämtliche Gedankengänge. Manchmal sprachen sie schon morgens, 05.00 Uhr beim Frühstück, was Anna am Tag zuvor von sich gegeben hatte. „Wenn wir in Stralsund wohnen würden und wir hätten ein Haus, wo deine Mutter eine Wohnung mit hätte, im Haus oder dicht dabei, ich glaube, dann wäre alles einfacher“, sagte Peter und biss in sein Brötchen. „Entweder du erzählst morgens schon von Merkel und ihrer Flüchtlingspolitik oder über meine Mutter und ihre Krankheit.“ Klara war noch nicht bereit überhaupt zu sprechen.

Peter sagte nichts mehr. Er schlug die Zeitung auf und las einen Artikel darüber, warum die AFD in Ostdeutschland so stark geworden war. Die Ossis lebten vierzig Jahre in einer Diktatur, waren intolerant gegenüber Flüchtlingen, die es bei ihnen gar nicht gab und gingen zudem noch rechtsextremen Positionen auf den Leim. „Und warum haben in München in einem Stadtteil die AFD – Leute so einen großen Zuspruch erhalten? Die machen es sich mal wieder einfach.“ Peter knüllte die Zeitung zusammen und nahm den Sportteil zur Hand. „Wovon redest du?“ Klara schaute ihn an. „Ach nichts. Ich möchte bloß mal wissen, wieviel Mühe sich manche Journalisten machen, um Ursachen von bestimmten Stimmungen tatsächlich auf den Grund zu gehen. Die haben doch ihre Vorurteile im Kopf, wissen, was der Chefredakteur lesen will und bedienen diese Pauschalannahmen mit Fakten, die keine sind.“ Peter konnte sich darüber aufregen. Aber er würde nichts ändern. Er müsste sich selbst bewegen, einmischen. Vielleicht sollte er das auch tun. Seine Geschichte erzählen, die er kennt, wo er der Kapitän ist, und wo ihm keiner sagen kann: „Das war ganz anders.“ Er hat ein Bild im Kopf von Ost und West, das gar nicht so grau ist. Bunt. Das ist es schon eher, wenn er an die vielen Diskussionen denkt, die er in Bochum geführt hat, in Bad Hersfeld oder in Bayern, so ziemlich gleich nach der Wende. Würde man sich mehr diese Geschichten erzählen, dem Anderen zuhören, dann wäre vieles einfacher, glaubt Peter. Er sollte schreiben – über sich und andere. Und wenn das keiner liest? Darüber konnte er nicht nachdenken. Es half ihm dabei, den Tag schöner zu finden, das Gefühl zu haben, dass nicht alles im Leben falsch oder ein Irrtum war. Und dann kann man auch über Fehler schreiben. Anna würde das nicht mehr begreifen. Aber es ist gut, dass sie sich kümmerten, um Anna. Dafür war Peter vor allem Karla sehr dankbar.