‚JEEPI‘ – WAS BISHER WAR

Kurze Zusammenfassung der bisherigen Erzählungen über Jeepi (noch mit einem 'i'. )

Hallo Krümel, hier ist wieder Jeepi, dein Freund. Du erinnerst dich vielleicht: Ich schreibe schon jetzt mal ein paar Geschichten für dich auf, die du später lesen kannst, oder deine Mama liest sie dir vor.

Sie macht das wohl jetzt schon und du lachst sie manchmal dazu an. Das ist doch schon was. Die Zeit rennt und ehe wir uns umgesehen haben, da sitzt du bei mir auf der Schreibtischplatte im Arbeitszimmer und ich lese dir eine Geschichte vor.

Ich habe früher deiner Mama immer Geschichten von den Autos erzählt, die wir hatten. Plötzlich nahmen sie menschliche Gestalt an und ich konnte mit ihnen gemeinsam herrliche Abenteuer erleben. Ich war viel unterwegs, sehr viel sogar.

Und so habe ich deiner Mama, als sie noch klein war, diese Geschichten erzählt. Das setze ich nun fort, mit Jeepi, dem kleinen Geländewagen. Du hast dort auch schon drin gesessen.

Damit wir nicht durcheinander kommen, erzähle ich dir kurz, was ich in den drei vorangegangen Geschichten erzählt habe. Es ging los damit, dass ich dir unsere bisherigen Autos vorgestellt habe.

Da waren der kleine Trabbi, den ich mit Latexfarbe innen gestrichen habe, dann kam Flippi, der weiße Lada, mit dem wir sehr gern gefahren sind.

Nach der Wende dann kam Orli, ein großer BMW. Den hatte ich, weil ich sehr viele Kilometer fahren musste.

Schließlich trat Bobby, der dicke Geländewagen in unser Leben. Ich erzähle dir von Orli weiter und wie er in Bad Hersfeld in einer Tiefgarage Berlinga, den kleinen Renault sah und Orli unbedingt ihr Freund werden wollte.

Berlinga aber war anfangs hochnäsig, bis zu dem Tag, an dem Berlinga der hintere rechte Reifen auf der Autobahn platzte und Orli vorbeikam.

Von weitem näherte sich der gelbe Abschleppwagen und alle atmeten auf.
„Das kriegen wir schnell hin“, sagte der Monteur und hatte in Windeseile die Muttern von Berlingas hinterem Reifen gelockert. Nach ein paar Minuten konnte Berlinga wieder richtig stehen und hatte keine Schmerzen mehr.

„Weißt du eigentlich, dass du es dem langen BMW zu verdanken hast, dass dir so schnell geholfen wurde?“, fragte der Fahrer von Berlinga sie.

„Ja, weiß ich. Ich kenn den.“
„Woher kennst du ihn?“
„Wir standen manchmal beieinander, in der Tiefgarage. Da ist er mir auf die Nerven gegangen, weil er so viel erzählt hat.“

„Ach, das ist ja interessant“, staunte Berlingas Fahrer nicht schlecht.
„Und, willst du nicht wenigstens bei ihm bedanken?“, hakte Berlingas Fahrer weiter nach.

„Ja, mach‘ ich“, brummte Berlinga.
„Du, danke, dass du angehalten hast und du deinen Fahrer dazu gebracht hast, dass der den Abschleppdienst holt.“
„Schon gut“, antwortete Orli verlegen.

„Kommst du mit mir am Samstag mit zur Autoschau in Bad Hersfeld?“, fragte Berlinga.
„Würde ich ja gern. Aber mein Fahrer will am Wochenende nach Hause. Der fährt nachts auf der A2 immer wie eine besengte Sau und ich komme ganz außer Puste.“

„Schade, dass du nicht mitkommen kannst. Na dann bis nächsten Montag in der Tiefgarage an der gleichen Stelle“, sagte Berlinga noch.

„Ja, an der gleichen Stelle“, erwiderte Orli, bevor sein Fahrer sich ins Auto wuchtete, den Motor anließ und Orli davonbrauste.