MEIN FREUND, DER ALLTAG (60)

RECHERCHE VOR ORT

Ich habe mich entschlossen, am Sonntagvormittag in die Schorfheide zu fahren, bis zum Wildpark. Also dorthin, wo ich die ‚Schatzsuche‘ in der Erzählung von ‚JEEPY‘ enden lassen will.

Natürlich hätte ich das auch so hinbekommen. Aber vor Ort ist alles ein bisschen anschaulicher, authentischer – wie man so schön sagt.
Zum Beispiel ist mir klar geworden, dass ich die Suche nach der Schatzkiste nicht direkt vor dem Eingang zum Wildpark beende, weil dort der Parkplatz ist, und sich zu viele Menschen und Autos hin- und her bewegen.

Ich habe ein Stück entfernt davon einen viel besseren Platz gefunden: In unmittelbarer Nähe steht ein Haus, das gut für die Situationsbeschreibung passt. Es ist verfallen, die Fensterscheiben sind eingeschmissen, die Türen vernagelt. Ein Relikt aus DDR-Zeiten, um das sich offensichtlich niemand mehr kümmert.

Davor findest du dichtes Gestrüpp, wild wachsendes Gras und eine Reihe von Bäumen, Kiefern, dazwischen Birken.
Mittendrin steht ein Holztisch und auf jeder Seite davon jeweils eine Holzbank. Da sind dicke Bohlen zurechtgeschnitten worden. Das alles passt hervorragend dafür, daneben die ‚Schatzkiste zu vergraben‘.

Ich bin noch ein wenig umhergelaufen, habe mir den Wald angesehen, und schließlich bin ich zufrieden in mein Auto gestiegen und zurückgefahren. ‚Jetzt muss ich bloß noch den Text schreiben‘, das dachte ich als ich ins Auto stieg.

Aber ich weiß, das alles braucht noch viel Arbeit. Doch es macht ja auch Spaß. Den Text werde ich am Freitag in dieser Woche veröffentlichen. In diesem Sinne, lieber Alltag, packen wir‘s an.