SCHREIB – ALLTAG (1)

WARUM AUSGERECHNET GESCHICHTEN ÜBER DEN ALLTAG?

Ich habe in meiner beruflichen Vergangenheit vor allem Texte mit einem wissenschaftlichen oder journalistischen Anspruch verfasst.

Das tue ich heute noch. Aber mehr und mehr erzähle ich Geschichten, mal der Wirklichkeit entnommen und mitunter auch in die literarische Welt gepackt.

Bin ich deshalb ein Schriftsteller?
Nein, ich denke nicht.
Aber ich muss mich natürlich an die Regeln des literarischen Schaffens halten. Ich versuche es jedenfalls.
Das ist für mich wie ein Abenteuer, eine Reise in ein unbekanntes Land.

Ich schreibe darüber, was mir dabei begegnet, was ich lerne, wie ich das Handwerk trainiere und was es mir bringt.

Das Motiv dahinter: Dem Leser Menschen näherzubringen, ihre Konflikte, ihre Hoffnungen, Sehnsüchte und die Schwierigkeiten, die der Alltag immer wieder auftut, jeden Tag aufs Neue.
Mich reizt das Banale, das wir am Tag erleben, eben das, was wir kaum bewusst zur Kenntnis nehmen.

Dabei gibt es viel mehr schöne Dinge als hässliche Erlebnisse im Alltag, humorvolle Episoden, die es lohnt, festzuhalten.
Natürlich sind es die erzählten Geschichten selbst, die den Leser am meisten interessieren.

Doch vielleicht ist es ja auch interessant, quasi den Weg des Schreibens zu dokumentieren – mein handwerkliches Verständnis davon, die Erfolge und Niederlagen, die Fehler und vor allem die Motive, warum ich weitermache.

Schreiben und verwerfen, wieder schreiben, lesen und dann wieder schreiben. Eintönig?
Ja, irgendwie schon. Anstrengend? Und wie.
Aber faszinierend.