ALLTÄGLICHES – (7)

SCHAFF DIR FÜR DEINEN ALLTAG EIGENE BILDER –

IM KOPF

Warum immer wieder über den Alltag nachdenken?
Weil wir die meiste Zeit im Alltag verbringen – und mit ihm.

Es ist doch komisch: Wenn du im alltäglichen Gewühl bist, dann möchtest du dich am liebsten in irgendeine stille Ecke zurückziehen, nichts sehen, nichts hören, und vor allem nichts tun.

Dabei ist es genau das, was falsch ist, was uns nicht am Leben erhält.
Was ist es dann?

Ich denke die Tatsache, dass wir uns im Alltag anstrengen müssen, unsere Vorhaben nur erreichen wenn wir Energie aufbringen, und wenn du aus dem Bett aufstehen musst.

„Der hat gut reden“, wird manch einer sagen, der das jetzt liest.
Ja, das stimmt. Gesagt ist das alles schnell und leicht. Aber Veränderungen im Alltag beginnen ja nicht damit, dass du gleich alles umkrempeln sollst.

Ich behaupte, das meiste wirst du nicht verändern wollen, ja gar nicht verändern können.

Womit also anfangen, wenn das Alltagsgrau etwas freundlicher erscheinen soll?

Mit deinen Bildern im Kopf!

Jeder kann dir von außen reinreden: dein Chef, der gute Freund, der Ehepartner.

Aber wer trifft denn die Entscheidung darüber, was du davon wirklich annimmst?

Na klar, wenn du eine Weisung von deiner Chefin erhältst, dann mußt sie befolgen. Aber auch hier helfen dir deine eigenen Bilder, an die auch deine Chefin nicht herankommt.

Wenn ich in Situationen bin, die mir Unbehagen bereiten, dann rufe ich meine Bilder auf, die ich abgespeichert habe.
Ich muss zum Beispiel demnächst zum Zahnarzt.

Und obwohl ich meinen Zahnarzt für sehr kompetent halte, ihn menschlich sehr mag, gehe ich ganz ungern zu ihm in die Praxis.

Was tun?

Wenn der Doktor die ‚Folterinstrumente‘ herausholt, dann schließe ich die Augen und sehe die Ostsee vor mir.

Woher habe ich dieses Bild?

Wir waren im August in Sassnitz – bei einem Spaziergang entlang der Kreidefelsen, stets mit dem Blick auf’s Meer.

Wenn du oben stehst und du schaust von da aus auf das Wasser, dann geht dir das Herz auf. Es war ein sonniger Tag, die See lag ruhig da und die Sonnenstrahlen glitzerten auf den kleinen Wellen der Ostsee.

Diese Ruhe und diese Weite, sie haben etwas Majestätisches an sich. Das Wasser war schon Millionen Jahre vor uns da und es wird auch noch viele Jahre nach uns da sein.

Das macht die eigenen Probleme klein, und es macht die Möglichkeit, das eigene Glück zu genießen, vor allem im Alltag ganz groß.

Also, probier‘ es mal aus, mit deinen Lieblingsbildern, und du wirst sehen, selbst in der vollen S-Bahn macht die Fahrt zur Arbeit mehr Spaß.