ALLTÄGLICHES (16)

DER ALLTAG BEGINNT MIT FITNESS

Eine alte Woche liegt hinter mir und eine neue ist gerade angebrochen. Das morgendliche Training im Fitness-Studio gibt mir viel Energie.

Nie hätte ich gedacht, dass ich einmal jeden Morgen auf dem Laufband stehe, danach beginne zu rudern, anschließend die Beine hebe und senke und erst dann noch an 14 Geräten Übungen absolviere.

Unvorstellbar, wenn mir das jemand noch vor ein paar Jahren gesagt hätte. Doch nun stehe ich schon den fünften Monat morgens auf, bringe Klara nach Berlin-Kreuzberg zur Arbeit, drehe um und fahre im Prenzlauer Berg in die Tiefgarage.

Das ist schon zu einem Ritual geworden. Klara beschwert sich, dass ich bereits um 05.00 Uhr mit zu viel Power auf der Piste bin und versuche, in angeregte Gespräche zu verwickeln. Aber Klara kann um diese Zeit eisenhart schweigen.

Und trotzdem genießt sie es, dass ich sie fahre und sie nicht in den Vorortzug steigen muss, später in die S- und U-Bahn. Ist das alles so toll, und springe ich mit freudiger Erwartung aus dem Bett, wenn das iPhone klingelt, besser die Grillen zirpen?

Ja, vergiss es.
Und wenn ich in die Tiefgarage am Fitness-Center einbiege, aussteige und über mir das Stampfen und Rollen der Gewichte bereits zu hören ist, ja dann habe ich gar keine Lust. Aber nun gibt es kein Zurück mehr.

Ich setze ein Bein vor das andere, steige die Treppen hoch, ziehe die Karte für den Einlass ins Studio durch, kleide mich um und los geht’s. Dann stelle ich mich auf das Laufband, fange langsam an und stelle jede Minute die Geschwindigkeit etwas höher, bis ich in meinem Modus angelangt bin.

Ich schaue auf den Fernsehmonitor vor mir, höre die Musik und komme allmählich in den Rhythmus hinein. Auf der Straße hasten Leute umher, Autos brettern vorüber.

Ich spüre die Energie in mir hochsteigen und gute Laune aufkeimen. Den Tag habe ich auf diese Art jedenfalls geknackt. So war es die gesamte vergangene Woche. Und diese Woche wird es wieder so.