INTERVIEW MIT UWE RABE

Interview mit Uwe Rabe, Geschäftsführer der Unternehmensberatung – UR Unabhängiges Rechenzentrum GmbH

Herr Rabe, können Sie kurz etwas zu Ihrem beruflichen Werdegang sagen?
Ich habe zunächst den Beruf des Fahrzeugschlossers erlernt.
Mein Vater hat immer darauf gedrungen, dass ich einen sogenannten anständigen Beruf erlerne.
Ich erinnere mich noch gut an mein Gesellenstück.

Was war das?
Nun, ich musste ein Motorrad von der Marke Norton, Baujahr 1936 auseinanderbauen und wieder zusammensetzen. Das war Mitte der 80-iger Jahre.

Dieses Gen, mich für technische Details zu interessieren, das habe ich schon sozusagen in die Wiege gelegt bekommen.
Mein Interesse galt jedoch schon früh den Zusammenhängen von praktischer Arbeit, den dahintersteckenden organisatorischen sowie betriebswirtschaftlichen Abläufen.

Durch Studium und Weiterbildung bin ich schließlich zur beratenden Tätigkeit im Bankenumfeld gekommen und habe mir Schritt für Schritt die betriebswirtschaftlichen Hintergründe erarbeitet.

Dieser solide soliden Hintergrund, sowohl was die betriebswirtschaftliche Ausbildung, als auch die Bankenausbildung anbetrifft, hilft mir nicht zuletzt den Mandanten die Ängste bei solchen Terminen zu nehmen.

Das Wissen und die Erfahrung gaben mir mehr und mehr die Möglichkeit, mich auf das zu konzentrieren, was mir heute noch wichtig ist – nämlich meinen Mandanten die Ängste vor Beratungsterminen mit Banken und Finanzierungsinstituten zu nehmen.

Können Sie mal ein oder zwei Beispiele dafür nennen?
Ja.
Mitte der 90-iger Jahre bin ich in Berlin sesshaft geworden und war hier in verschiedenen Unternehmensberatungen als Niederlassungsleiter tätig. Dort ging es vordergründig um Fragen der Gewerbefinanzierung, der betrieblichen Beratung und der Liquiditätsberatung.

Mein Netzwerk zu Banken, öffentlichen Förderinstituten ist durch meine Arbeit in diesem Bereich stetig gewachsen, sodass ich mich dann entschloss, auf eigenen Füssen zu stehen, meine eigenen Wege zu gehen.

Was meinen Sie mit eigenen Wegen?
Wie gesagt, nachdem ich eine Reihe von Erfahrungen in der Beratungstätigkeit gesammelt habe, entschloss ich mich, meine eigene Beratungsfirma aufzubauen – das UR Unabhängige Rechenzentrum, später dann die dazugehörige Unternehmensberatung.

Macht Ihnen Ihre Arbeit noch heute Spaß?
Ja, natürlich, großen Spaß sogar.
Sicher, es gibt auch mal Reibungspunkte, die entstehen, wenn man große Herausforderungen mit dem Kunden gemeinsam bewältigen will und ihn darin begleitet.
Deshalb ist die Kommunikation so wichtig und die Tatsache, dass man sich aufeinander verlassen kann.
Die gegenseitige Wertschätzung, der Aufbau von Vertrauen – das alles ist von großer Wichtigkeit, wenn man gemeinsam Erfolg haben will.

Worin besteht Ihre Kernkompetenz als Unternehmensberater?
Wir kümmern uns mit unserem Unternehmen um die Finanzierung von kleineren und mittleren Unternehmen im Gewerbebereich- und das ist wichtig: unter Einbeziehung von öffentlichen Fördermitteln.

Warum ist das so wichtig?
Die Erfahrungen zeigen, dass ein Kunde, der Fördermittel nutzt, wettbewerbsfähiger ist.

Gerade darum ist ein wichtiger Baustein in unserer Beratungstätigkeit maßgeschneiderte Konzepte zu liefern, insbesondere wenn es um kleinere und mittlere Unternehmen geht.

Ein Geschäftsinhaber eines kleineren Unternehmens kann es sich nicht leisten, hier Geld zu verschwenden, wenn die Förderung nicht haargenau mit den Investitionszielen der Firma passgenau abgestimmt ist. Das würde ihn an den Rand seiner Existenz bringen.

Und umgekehrt gewinnt aber das Unternehmen sehr an Stärke, wenn die richtigen Förderinstrumente genutzt werden.

Aber warum braucht das Unternehmen Sie, zumal in einer Bank ja auch sehr gut geschulte Berater sitzen?
Das ist richtig. Aber schauen Sie, wenn Sie nur aus dem Blickwinkel eines einzigen Finanzierungsinstitutes beraten, dann besteht immer das Risiko, dass sie den ganzheitlichen Blick auf den Markt und seine Möglichkeiten verlieren.

Aber genau dafür sind wir da.
Wir analysieren sehr detailliert die aktuelle Situation in einem kleinen oder mittleren Unternehmen.

Anschließend erarbeiten wir eine sogenannte Soll-Konzeption, in der herausgestellt wird, wie die Investitionsziele des Unternehmens erreicht werden und welche Fördermittel dazu am besten passen.

Danach erarbeiten wir auf Wunsch einen Business-Plan und begleiten das Unternehmen bei der Umsetzung der Vorhaben.

Ist das zwingend, dass sich ein Unternehmen von Anfang bis zum Ende seines Vorhabens von Ihnen begleiten lässt?

Nein, wir haben sogenannte Bausteine, die alle für sich allein gebucht werden können.
Am Anfang steht unter anderem neben einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit dem verantwortlichen Unternehmer oder Geschäftsführer eine zielgerichtete Fördermittelrecherche.

Hier haben die Unternehmen in der Regel einen hohen Beratungsbedarf, weil ihnen meist die Kenntnisse und die Kapazitäten fehlen, um dies selbstständig durchzuführen.

Im Anschluss daran kann es in der Beratung weitergehen, muss es aber nicht zwingend.

Wie sieht es in der Praxis aus?
In den überwiegenden Fällen unserer Beratungstätigkeit wollen die Kunden, dass wir sie nicht nur am Anfang begleiten, sondern auch bei der Realisierung der konzipierten und finanzierten Vorhaben.

Herr Rabe, haben Sie Glück gehabt in ihrer beruflichen Laufbahn?

Glück ist ja nicht eine Sache, die einem in den Schoß fällt.
Davor steht stets harte Arbeit, und es muss viel Energie zur Erreichung der Kundenziele aufgebracht werden.

Dazu gehört ebenso, dass wir nicht die Straßenseite wechseln müssen, wenn uns ein Mandant begegnet.

Herr Rabe, ich danke Ihnen für das Gespräch.