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Sina Boje im Interview

Sina Boje ist examinierte Altenpflegerin und gehört seit dem 01. April 2017 ebenfalls zum Team der „Kaiserpflege“

Sina, seit wann arbeiten Sie bei der Kaiserpflege?
Seit dem 01. April 2017.

Das ist ja gerade mal einen Monat her.
Stimmt.
Wie kamen Sie denn zur Kaiserpflege?
Ich wollte mich verändern. Durch Gespräche mit Kolleginnen,  die ich bereits kannte, habe ich von der Arbeit der „Kaiserpflege“ erfahren und das hat mich neugierig gemacht.

Darf ich fragen, wie alt Sie sind?
Ich bin 26 Jahre alt.

Wie verlief Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe 2009 die Realschule abgeschlossen. Darin enthalten war ein sogenanntes Pflegejahr. Deshalb war das ein erweiterter Realschulabschluss.

Dann sind Sie ja früh mit der Pflege in Berührung gekommen, oder?
Ja, das stimmt. Es ging in diesem Jahr darum, einen ersten Einblick in Themen der Pflege zu erhalten und verschiedene Praktika zu absolvieren.

Wie ging es weiter?
Ich habe anschließend eine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin absolviert und 2012 den Abschluss erhalten.

Wo haben Sie mit der Arbeit als examinierte Altenpflegerin begonnen?
Ich war in den Jahren 2012 bis 2015 in verschiedenen Altenpflegeheimen tätig. Danach habe ich begonnen, in einer Tagespflege zu arbeiten und war in Teilzeit zusätzlich in einem ambulanten Pflegedienst tätig.

Wann war das?
Von 2015 bis 2017.

Was hat Ihnen in der Arbeit im Altenpflegeheim Spaß gemacht und was weniger?
Gut war, dass wir den Bewohnern sehr nahe gekommen sind, ein recht enges Vertrauensverhältnis zu ihnen aufbauen konnten.
In der stationären Pflege wächst man zusammen, wie wohl kaum woanders.

Und was war weniger gut?
Die festgelegten Zeiten im Heim ließen oft keinen Spielraum mehr, dass sich die Bewohner frei entfalten konnten. Uns fehlte oft die Zeit, uns intensiv mit einem Heimbewohner zu beschäftigen.

Woran lag das hauptsächlich?
Am Personalmangel. Die Aufgaben zu erfüllen, allen Anforderungen gerecht werden, in einem im enger werdenden Zeitrahmen, das war sehr schwierig.

Wenn ich das richtig sehe, sind Sie dann 2017 bei der „Kaiserpflege“ mit dem Thema der Palliativversorgung in Berührung gekommen?
Ja, das ist richtig. Aktuell aber bin ich noch stark in die allgemeine ambulante Pflege eingebunden. Ich habe selbst einen kleinen Tourenplan und befasse mich dort unter anderem mit der Behandlungspflege.

Wie arbeiten Sie sich in das Thema der Palliativversorgung ein?
Ich habe an einem online- Kurs teilgenommen, musste viel in der Fachliteratur nachschauen und lernen.

Was ist das für eine online – Ausbildung?
Das kann man mit einer Dual-Ausbildung vergleichen. Das Ausbildungsziel ist die Qualifizierung zur Palliativ Care Fachkraft.
Außerdem habe ich mich viel mit Fallbeispielen beschäftigt.
Zum Abschluss musste ich noch einen Pflegeplan für Patienten erarbeiten und einreichen. Jetzt warte ich auf das Zertifikat.

Was fällt Ihnen noch schwer in der Einarbeitung?
Es gibt noch viel zu lernen – zum Beispiel in der Behandlungspflege.
Und: Ich sammle jeden Tag neue Erfahrungen.

Können Sie mal ein kleines Beispiel dafür nennen, was Sie täglich neu lernen?
Ja, gern.  Wenn ich  einen Patienten anschaue und frage, ob er Schmerzen hat und er antwortet mit „nein“, dann sagt mir bereits heute meine Erfahrung, dass ich genau hinschauen muss und erst dadurch weiß, dass ihn vielleicht doch etwas bedrückt. Ich sehe dann schon, dass er mitunter unter Schmerzen leidet, obwohl er mir das Gegenteil gesagt hat. Ich meine also den Blick für das Ganze, dafür, dass ich alles tun kann, damit es dem Patienten wirklich gut geht.

Und was macht Ihnen besonders Spaß?
Ich fühle mich in dem Team hier pudelwohl. Das Miteinander ist großartig, denn das ist ja nichts Selbstverständliches.
Wenn ich Hilfe brauche, dann bekomme ich sie. Und wenn es mir mal nicht gut geht – die Kolleginnen sehen das, kümmern und sorgen sich. Das finde ich klasse.

Sina, sind Sie ein glücklicher Mensch?
Ja, das bin ich. Ich weiß jetzt, wo ich hingehöre, wo der Weg hingeht.
Ich kann mich hier entfalten und das macht mich glücklich.

Sina, vielen Dank für das Gespräch.

Kontakt:
Sina Boje
Goethestr. 66a
22880 Wedel
Telefon: 04103 1877090
Telefax: 04103 1877085
E-Mail: boje@kaiserpflege.de
www.kaiserpflege.de

© Dr. Uwe Müller

Samariter, bamherzige Krankenpfleger – gibt es sie tatsächlich und vor allem: bewirken sie etwas?

Ich kann mir keinen spannenderen Beruf vorstellen, als Menschen zu treffen, mit ihnen zu reden oder zu telefonieren
und von ihnen zu erfahren, was sie antreibt oder was sie gerade bremst im Leben. Am Donnerstag in dieser Woche war ich bei einer Frau, die sich selbst als Samariter bezeichnet.  Sie hilft Menschen, macht das kostenlos und nur, wenn sie um Hilfe gebeten wird.
Du denkst jetzt vielleicht: „Alles klar,  das kennen wir,  diese selbsternannten Heiler sind doch nur Scharlatane.“ Ich gebe es zu: Ich habe das ebenfalls oft genug gedacht. Aber ich musste mich hier eines Besseren belehren lassen. Sabine Rohloff arbeitet mit Ärzten zusammen, die ihr vertrauen und auch mit Pflegediensten.
Sie hat nachweislich einem Mann geholfen, der unter Gicht litt oder einem Patienten, der Neurodermitis hatte. Ich finde das Thema spannend und werde nächste Woche ein Interview auf dem Blog veröffentlichen.  Vorab schon einmal ein kleiner Auszug:

„Frau Rohloff, wie würden Sie sich selbst nennen, wenn wir darüber reden, was Sie für Menschen tun?
Ich bin ein Samariter. Das trifft es wohl im Kern, wenn ich darüber spreche, wie ich heile, wie ich Menschen von ihren Leiden befreie.

Wie muss ich mir das vorstellen, wenn Sie über das Heilen sprechen?
Ich kann keine Wunder vollbringen. Das sage ich auch ganz klar.

Sondern?
Ich heile umfassend, bin offen für das, was mir die Menschen sagen und darauf richte ich dann meine Energie aus.
Es geht also um das Wohlbefinden des Menschen, der sich an mich wendet, um seine Gesundheit.

Können Sie mal ein Beispiel nennen?
Nun, ich hatte bereits Patienten hier, die von Ärzten zu mir geschickt wurden, die an Hautkrankheiten litten, unter anderem an Neurodermitis. Ich habe es geschafft, sie davon zu befreien.
Aber ich verspreche vorher nie, dass ich es schaffe…

Wie sind Sie überhaupt dazu gekommen, Menschen in dieser Form zu helfen?
Das geht bis in meine Kindheit zurück.
Mich hat schon immer die Kräuterhexe fasziniert.
Und so habe ich bereits als Kind viele Kräuter gesammelt.
Und wenn ich bei jemandem die Hand aufgelegt habe, dann tat das demjenigen gut…“

© Dr. Uwe Müller

 

 

 

Kurz gesagt

Die Anzahl der Menschen, die an Demenz erkranken, von eingeschränkter Alltagskompetenz betroffen sind, wächst weiter rasant

Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung insgesamt nimmt zu. Er wächst schneller, als das wir es nur auf die gestiegene Lebenserwartung zurückführen können.
Der rasante Geburtenrückgang in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ist der zweite und nicht weniger wichtige Grund für diese Entwicklung.
Beide Entwicklungen stellen die Gesellschaft und vor allem die Pflegenden vor enorme neue Herausforderungen.
Der bislang kontinuierlich gewachsene Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung und die damit verbundene Zunahme der Älteren und Hochbetagten geht einher mit der ebenfalls größer werdenden Zahl derjenigen unter ihnen, die an Demenz erkranken.

Erkrankungsrisiko plus steigende Lebenserwartung – zwei Faktoren für mögliche Demenz oder eingeschränkte Alltagskompetenz

Menschen mit einer höheren Lebenserwartung sind ohnehin bereits stärker der Gefahr ausgesetzt, die sogenannte Alltagskompetenz einzubüßen – ein weiterer, nicht unerheblicher Faktor, der noch zum allgemeinen Erkrankungsrisiko noch hinzukommt.
Berechnungen, empirische Studien gehen von rund drei Millionen Menschen aus, die in 2050 in einer bestimmten Form davon betroffen sein werden.
(Vgl. dazu: http://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2016/sechster-pflegebericht.html – abgerufen – Donnerstag, 12. Januar 2017, 10.33 Uhr; Download PDF, S. 20-22)

Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Tagespflege und Senioren-Wohngemeinschaften gewinnen in diesem Zusammenhang an Bedeutung.