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ERSTE GEDANKEN NACH DEM FASTEN
Die vierzehn Tage des Wasserfastens sind vorbei und ich will es noch nicht recht wahrhaben, dass ich tatsächlich durchgehalten habe – jeden einzelnen Tag.
Es gab Tage, an denen es mir nicht so schwerfiel und wieder Stunden, in denen ich mich verzweifelt gefragt habe, ob ich je wieder etwas zu essen bekäme.
Dabei war der Kühlschrank so nahe.
In diesen Situationen stellte ich mir vor, wie es mir gehen würde, wenn ich abbrechen würde.
Ich sah mich dann etwas Leckeres essen und trinken.
Aber was war danach?
Ich würde in den Spiegel schauen und fragen: „Warum nur hast du nicht durchgehalten?“
Und dann ging es einfach weiter, immer weiter, Tag für Tag, Nacht für Nacht – nur Wasser und Fenchel-Tee trinken, mit den Stimmungsschwankungen klarkommen.
Prof. Dr. med. Peter E.H. Schwarz war in dieser Zeit für mich in Vorbereitung auf das Wasserfasten und zum Ende ein sehr wichtiger Ideengeber.
Warum?
Zum einen habe ich sein Buch „Wasserfasten“ gelesen. (1)
Es war für mich der entscheidende Auslöser, dass ich nicht mehr gezögert habe, diesen harten Weg zu beschreiten.
Ich habe übrigens immer mal wieder während des Fastens ins Buch reingeschaut und gelesen, mir Tipps geholt und mir meine innere Bestätigung gegeben, dass ich das Richtige tue.
Des Weiteren habe ich Prof. Schwarz vor Beginn und danach eine E-Mail geschrieben, die er jedes Mal sehr genau gelesen hat, im Detail, und dann darauf reagiert hat – sehr menschlich, motivierend, einfach kompetent aus medizinischer und sozialer Sicht.
In seiner Antwort auf mein Schreiben, das ich ihm nach dem Fasten geschickt hatte, schrieb er unter anderem: „…Sie beschreiben sehr plastisch, wie fordernd diese Zeit war…..wie sensibel der Kreislauf im Fasten reagiert und wie viel Sie mit scheinbar kleinen Maßnahmen bewirken können.“
Oder: „…Dass Ihre Frau, die anfangs gegen den langen Fastenzeitraum war, nun Ihr ‚Fan‘ ist, zeigt, wie sehr Sie mit Ihrem Durchhaltevermögen auch Ihr Umfeld inspiriert haben.“ (2)
Ich gebe zu, diese Worte haben mich schon berührt, und ja, sie machen mich auch ein klein wenig stolz auf das Erreichte.
In der größten Krise, vor dem zweiten Wochenende, da traf ich meinen besten Freund.
Er ist Kammertänzer am Staatsballett in Berlin und seine Frau tanzt dort als Primaballerina, national und international sehr bekannt.
Sie beide trainieren hart, und sie achten extrem auf ihre Ernährung.
Marian und ich, wir sind schon lange befreundet.
Die Freundschaft entwickelte sich, als ich vor über anderthalb Jahrzehnten ein E-Book über seine Frau geschrieben habe.
„Du bist schlanker geworden und das steht dir sehr gut“, sagte er, nachdem wir uns im Café begrüßt hatten.
Man muss dazu wissen, dass altersmäßig 32 Jahre zwischen uns liegen.
Und trotzdem verstehen wir uns so gut, dass wir von einer echten Freundschaft sprechen können – einfach Freunde, von denen du im Leben oft nur auf einen einzigen Menschen triffst.
Wir schonen uns nicht, halten uns nicht mit Floskeln auf, sondern motivieren uns lieber gegenseitig, indem wir sagen, ‚was ist‘, und vor allem, was wir tun können.
Beim nächsten Treffen will ich ihn auch interviewen, wie er es schafft, sich so fit zu halten, auf die Ernährung zu achten.
Marian gehörte übrigens zu den ersten Gratulanten – nicht mal für das, was ich erreicht hatte, sondern mehr für meinen schon eisernen Durchhaltewillen.
Mir bedeutet so etwas sehr viel.
Also, wenn ich ein kurzes Resümee ziehen müsste, dann würde ich folgendes sagen:
Ich habe meine inneren ‚Schweinehunde‘ selbst besiegt, indem ich durchgehalten habe.
Neben den gesundheitlichen Aspekten hat mich diese schwierige Wegstrecke dazu gebracht, mehr über das eigene Leben nachzudenken, darüber was wichtig ist- nämlich die Gesundheit im Blick zu behalten, und: etwas dafür zu tun.
Als ich ein paar Wochen vor dem Fasten in Berlin in einem Krankenhaus war, um mich untersuchen zu lassen, da kam ich mit der Ärztin ins Gespräch.
„Warum tun Sie sich das eigentlich noch an?“, fragte sie mich.
Sie bezog sich darauf, dass ich ihr erklärte, was ich so an sportlichen Aktivitäten in der Woche unternahm.
Unausgesprochen stand wohl die Frage im Raum, warum ich das noch in meinem Alter alles tat.
Sollte ich ihr sagen, dass du nur dann wirklich am Leben weiter teilnimmst, wenn du dir auch weiter Ziele stellst, daran arbeitest und du dich nur so weiterentwickeln kannst?
Das Leben vom Ende her zu denken – das heißt nicht, dich in die Komfortzone fallen zu lassen, sondern aktiv zu bleiben, am Leben dranzubleiben.
Oder: Dass es die beste Möglichkeit wäre, mental und körperlich Energie zu schöpfen?
Nein, das sagte ich ihr alles nicht.
„Frau Doktor, ich will gesund sterben!“, sagte ich ihr stattdessen trocken.
Sie schaute mich verblüfft an und dann haben wir beide über meine nicht ganz ernst gemeinte Antwort gelacht.
Sie hat mich sehr überschwänglich verabschiedet und mir kam es vor, dass ich sie ein wenig von meiner Energie im Alltag begeistern konnte.
Letztlich ist es so, dass du nichts geschenkt bekommst, was deinen wahren Reichtum ausmacht – die Liebe, und ja, die Gesundheit.
Du musst darum kämpfen, dich mühen, dich selbst überwinden und schließlich den Lohn einfahren.
Dich motivieren bedeutet, dass das, was du willst, und was du kannst, dann eben auch in die Tat umsetzt – du einfach anfängst.
Es gibt keinen anderen Weg – das ist mir noch einmal klargeworden.
Ich werde dranbleiben, weiter Rückschläge einstecken, Erfolge erringen, neue Lebensqualität gewinnen.
(1) Prof. Dr. Peter Schwarz mit Dr. Stefanie Reinberger ‚WASSERFASTEN Diabetes und andere Krankheiten in nur 14 Tagen besiegen' Neueste Erkenntnisse aus der Medizin 2026, DuMont Buchverlag GmbH &Co. KG, ISBN-E-Book 978-3-7558-1197-8 (2) Auszug aus einer E-Mail von Prof. Dr. med. E.H. Schwarz, 13.06.2026, 16:36 - zitiert mit freundlicher Genehmigung von Prof. Schwarz

