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SICH SELBST MOTIVIEREN – GRUNDPFEILER DES ERFOLGS

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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ERSTE GEDANKEN NACH DEM FASTEN

 

 

Die vierzehn Tage des Wasserfastens sind vorbei und ich will es noch nicht recht wahrhaben, dass ich tatsächlich durchgehalten habe – jeden einzelnen Tag.

Es gab Tage, an denen es mir nicht so schwerfiel und wieder Stunden, in denen ich mich verzweifelt gefragt habe, ob ich je wieder etwas zu essen bekäme.

Dabei war der Kühlschrank so nahe.

In diesen Situationen stellte ich mir vor, wie es mir gehen würde, wenn ich abbrechen würde.

Ich sah mich dann etwas Leckeres essen und trinken.

Aber was war danach?

Ich würde in den Spiegel schauen und fragen: „Warum nur hast du nicht durchgehalten?“

Und dann ging es einfach weiter, immer weiter, Tag für Tag, Nacht für Nacht – nur Wasser und Fenchel-Tee trinken, mit den Stimmungsschwankungen klarkommen.

Prof. Dr. med. Peter E.H. Schwarz war in dieser Zeit für mich in Vorbereitung auf das Wasserfasten und zum Ende ein sehr wichtiger Ideengeber.

Warum?

Zum einen habe ich sein Buch „Wasserfasten“ gelesen. (1)

Es war für mich der entscheidende Auslöser, dass ich nicht mehr gezögert habe, diesen harten Weg zu beschreiten.

Ich habe übrigens immer mal wieder während des Fastens ins Buch reingeschaut und gelesen, mir Tipps geholt und mir meine innere Bestätigung gegeben, dass ich das Richtige tue.

Des Weiteren habe ich Prof. Schwarz vor Beginn und danach eine E-Mail geschrieben, die er jedes Mal sehr genau gelesen hat, im Detail, und dann darauf reagiert hat – sehr menschlich, motivierend, einfach kompetent aus medizinischer und sozialer Sicht.

In seiner Antwort auf mein Schreiben, das ich ihm nach dem Fasten geschickt hatte, schrieb er unter anderem: „…Sie beschreiben sehr plastisch, wie fordernd diese Zeit war…..wie sensibel der Kreislauf im Fasten reagiert und wie viel Sie mit scheinbar kleinen Maßnahmen bewirken können.“

Oder: „…Dass Ihre Frau, die anfangs gegen den langen Fastenzeitraum war, nun Ihr ‚Fan‘ ist, zeigt, wie sehr Sie mit Ihrem Durchhaltevermögen auch Ihr Umfeld inspiriert haben.“ (2)

Ich gebe zu, diese Worte haben mich schon berührt, und ja, sie machen mich auch ein klein wenig stolz auf das Erreichte.

In der größten Krise, vor dem zweiten Wochenende, da traf ich meinen besten Freund.

Er ist Kammertänzer am Staatsballett in Berlin und seine Frau tanzt dort als Primaballerina, national und international sehr bekannt.

Sie beide trainieren hart, und sie achten extrem auf ihre Ernährung.

Marian und ich, wir sind schon lange befreundet.

Die Freundschaft entwickelte sich, als ich vor über anderthalb Jahrzehnten ein E-Book über seine Frau geschrieben habe.

„Du bist schlanker geworden und das steht dir sehr gut“, sagte er, nachdem wir uns im Café begrüßt hatten.

Man muss dazu wissen, dass altersmäßig 32 Jahre zwischen uns liegen.

Und trotzdem verstehen wir uns so gut, dass wir von einer echten Freundschaft sprechen können – einfach Freunde, von denen du im Leben oft nur auf einen einzigen Menschen triffst.

Wir schonen uns nicht, halten uns nicht mit Floskeln auf, sondern motivieren uns lieber gegenseitig, indem wir sagen, ‚was ist‘, und vor allem, was wir tun können.

Beim nächsten Treffen will ich ihn auch interviewen, wie er es schafft, sich so fit zu halten, auf die Ernährung zu achten.

Marian gehörte übrigens zu den ersten Gratulanten – nicht mal für das, was ich erreicht hatte, sondern mehr für meinen schon eisernen Durchhaltewillen.

Mir bedeutet so etwas sehr viel.

Also, wenn ich ein kurzes Resümee ziehen müsste, dann würde ich folgendes sagen:

Ich habe meine inneren ‚Schweinehunde‘ selbst besiegt, indem ich durchgehalten habe.

Neben den gesundheitlichen Aspekten hat mich diese schwierige Wegstrecke dazu gebracht, mehr über das eigene Leben nachzudenken, darüber was wichtig ist- nämlich die Gesundheit im Blick zu behalten, und: etwas dafür zu tun.

Als ich ein paar Wochen vor dem Fasten in Berlin in einem Krankenhaus war, um mich untersuchen zu lassen, da kam ich mit der Ärztin ins Gespräch.

„Warum tun Sie sich das eigentlich noch an?“, fragte sie mich.

Sie bezog sich darauf, dass ich ihr erklärte, was ich so an sportlichen Aktivitäten in der Woche unternahm.

Unausgesprochen stand wohl die Frage im Raum, warum ich das noch in meinem Alter alles tat.

Sollte ich ihr sagen, dass du nur dann wirklich am Leben weiter teilnimmst, wenn du dir auch weiter Ziele stellst, daran arbeitest und du dich nur so weiterentwickeln kannst?

Das Leben vom Ende her zu denken – das heißt nicht, dich in die Komfortzone fallen zu lassen, sondern aktiv zu bleiben, am Leben dranzubleiben.

Oder: Dass es die beste Möglichkeit wäre, mental und körperlich Energie zu schöpfen?

Nein, das sagte ich ihr alles nicht.

„Frau Doktor, ich will gesund sterben!“, sagte ich ihr stattdessen trocken.

Sie schaute mich verblüfft an und dann haben wir beide über meine nicht ganz ernst gemeinte Antwort gelacht.

Sie hat mich sehr überschwänglich verabschiedet und mir kam es vor, dass ich sie ein wenig von meiner Energie im Alltag begeistern konnte.

Letztlich ist es so, dass du nichts geschenkt bekommst, was deinen wahren Reichtum ausmacht – die Liebe, und ja, die Gesundheit.

Du musst darum kämpfen, dich mühen, dich selbst überwinden und schließlich den Lohn einfahren.

Dich motivieren bedeutet, dass das, was du willst, und was du kannst, dann eben auch in die Tat umsetzt – du einfach anfängst.

Es gibt keinen anderen Weg – das ist mir noch einmal klargeworden.

Ich werde dranbleiben, weiter Rückschläge einstecken, Erfolge erringen, neue Lebensqualität gewinnen.

 

(1)

Prof. Dr. Peter Schwarz mit Dr. Stefanie Reinberger ‚WASSERFASTEN Diabetes und andere Krankheiten in nur 14 Tagen besiegen' Neueste Erkenntnisse aus der Medizin 2026, DuMont Buchverlag GmbH &Co. KG, ISBN-E-Book 978-3-7558-1197-8

(2)
Auszug aus einer E-Mail von Prof. Dr. med. E.H. Schwarz, 13.06.2026, 16:36 - zitiert mit freundlicher Genehmigung von Prof. Schwarz

 

14 TAGE WASSERFASTEN – ZUSAMMENFASSUNG

 

DAS LEBEN RUHIG MAL VOM ENDE HER DENKEN

 

7 PUNKTE – MARKIERUNGEN AUF DEM WEG, EINE TRAUERREDE ZU ERARBEITEN – WÜRDIGEND UND WERTSCHÄTZEND

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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Das Vorgespräch mit den Angehörigen ist das Fundament dafür, um eine solide, eine authentische und auch emotional wirkungsvolle Rede zu erarbeiten und sie schließlich zu halten. 

In sieben Punkten habe ich zusammengefasst, worauf es dabei ankommt.

 

 

 

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AUS DEM TAGEBUCH EINES ÜBERGEWICHTIGEN (11)

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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14 TAGE WASSERFASTEN-TAG 10

Das Wochenende ist vorbei.

Ich bin erleichtert, denn du sehnst dich ja doch an diesen freien Tagen nach einem Kaffee, vielleicht einem Stückchen Kuchen und einem schönen Frühstück und Mittagessen.

Das alles ist ausgefallen.

Stattdessen gab es Wasser und Tee.

Heute morgen hatte ich mich bereits angekleidet und wollte im Park Nordic Walking betreiben.

Aber mir wurde schwindlig.

Und so habe ich mich erst einmal wieder eine Weile auf das Bett gelegt.

Dann bin ich 30 Minuten auf unserem Flur gelaufen.

Der ist sehr lang und so habe ich 3124 Schritte absolviert.

Der Gedanke ans Essen lässt mich nicht mehr los.

Aber ich halte durch, ich werde den nötigen Willen noch aufbringen.

Noch 4 Tage.

 

AUS DEM TAGEBUCH EINES ÜBERGEWICHTIGEN (10)

DAS LEBEN RUHIG MAL VOM ENDE HER DENKEN

AUS DEM TAGEBUCH EINES ÜBERGEWICHTIGEN (10)

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14 TAGE WASSERFASTEN – TAG 9

 

 

Ich bin heute motiviert.

Ich fühle mich gut, und ich spüre Energie in mir etwas anzupacken, neue Pläne zu schmieden.

Dabei ist es andererseits immer noch hart, so gar nichts, aber auch wirklich nichts zu sich zu nehmen, ausser Wasser und Fencheltee.

Ich habe jetzt 7, 7 kg abgenommen.

Klara freut sich, dass es mir so gut geht.

Sie ist inzwischen begeistert, dass mir meine Jeans wieder passt.

Ich höre stets zwei Stimmen in meinem Ohr.

Die eine sagt: „Hör‘ auf, es reicht, du hast genug getan. Andere fasten nicht einmal 9 Tage.‘

Und die andere Stimme flüstert: ‚Mach‘ weiter, schau dir, an was du bisher geschafft hast. Mach‘ weiter!

Ich höre auf die Stimme, die mich motiviert weiterzumachen.

Ich hoffe, morgen wird es leichter.

Dann ist das Wochenende vorbei und ich kann anfangen wirklich die Tage runterzuzählen.

Ich male mir schon aus, wie es sein wird, wenn ich es geschafft habe.

Mir ist, als würde ich dann mit einem Schlitten den Nordpol erreicht haben.

Ich will durchhalten. Ich glaube an meine Energie, an meinen Willen, es durchzuziehen.

Noch 5 Tage.

AUS DEM TAGEBUCH EINES ÜBERGEWICHTIGEN (9)

DAS LEBEN RUHIG MAL VOM ENDE HER DENKEN

DREI KOLLEGINNEN, DIE VIEL MEHR VERBINDET ALS NUR DIE ERINNERUNGEN AN IHRE ARBEIT

 

EINLEITUNG

GELINGENDES LEBEN IST, WENN DU DIE GLÜCKLICHEN MOMENTE ERKENNST UND SIE ANNIMMST

 Zu oft denken wir darüber nach, ob wir in der Vergangenheit ein gelungenes Leben geführt haben.

Wir vergessen dabei, dass es aber darum geht, alles dafür zu tun, immer wieder ein gelingendes Leben für uns zu gestalten.

Gerade als Trauerredner merke ich in den Gesprächen mit den Hinterbliebenen, dass sie sagen: „Schade, dass er nicht mehr glückliche Momente in seinem Leben hatte.“

Wenn du also dein Leben einmal vom Ende her denken willst, um von da aus auf deine jetzige Lebenssituation zu schauen, ja dann stellst du schnell fest, was eigentlich wichtig im Leben ist.

Es sind die kleinen Momente, die dein Glück ausmachen.

Deshalb musst du sie festhalten, und ja, möglichst auch genießen.

In meinem Text schreibe ich über so einen kleinen Moment: 

Ehemalige Kolleginnen treffen sich zu einem Plausch in einem kleinen Café, in einem kleinen Ort am Rande von Berlin.

Klara, Sonja und Christiane – sie waren Arbeitskolleginnen und wurden Freundinnen.

Sie sind Menschen, die inzwischen ihre eigenen Wege gehen: 

Sonja arbeitet noch, Klara und Christiane toben sich in der Rente aus.

Sie alle eint, dass sie nicht groß auffallen wollen, eher glücklich sind, mit dem, was sie haben, was sie erleben.

Und sie alle lieben ihre Familien.

Aber manchmal, da treffen sie sich noch, weil sie sich immer noch etwas zu sagen haben und den kleinen Moment ihres Zusammenseins genießen.

Es ist eine alltägliche Begebenheit, die auch im wahren Leben so hätte stattfinden können.

Fiktion und Realität?

Das steht hier nicht im Vordergrund.

Es ist vielmehr das Glück, die richtigen Freunde zu haben und gemeinsam kleine und schöne Momente zu erleben und dabei glücklich zu sein. 

 

 

Klaras Handy klingelte.

„Ich bin schon auf dem Bahnhof angekommen.“

„Ja, gut, ich freu‘ mich und bin gleich bei dir“, sagte Klara und legte auf.

„Ich muss los“, rief Klara zu Peter herüber, der am Schreibtisch saß und über einer Rede grübelte.

„Ist gut“, brummte der nur.

„Ach, und viel Spaß mit deinen Freundinnen“, fügte er noch hinzu, als Klara die Klinke an der Haustür bereits heruntergedrückt hatte.

„Das wird bestimmt schön“, antwortete Klara.

Sie freute sich auf das Treffen.

Sonja hatte zugesagt und drei weitere ehemalige Mitarbeiterinnen von Klara, die allesamt mit dem Vornamen Heike gerufen wurden, ebenfalls.

Als Klara Peter abends von dem geplanten Treffen berichtete, da konnte er sie nur dadurch auseinanderhalten, dass er wusste, wer welchen Eisbecher bestellt hatte.

Peter war froh, dass er selbst nicht zu diesem Treffen musste.

Er war der Mensch, der eher zögerlich bei derartigen Terminen zusagte.

Als seine Freunde ihn einmal anriefen und ihn und Klara zu einer Geburtstagsfeier einer Freundin einluden, da lehnte er erst einmal ab.

„Das ist nichts für mich“, sagte er und bügelte damit die Einladung ab.

Aber seine Freunde kannten ihn.

Sie überließen es Klara, ihn zu überzeugen.

„Wir gehen dahin und fertig“, sagte Klara kurzerhand.

„Schließlich sind es deine Freunde, und die haben ein Recht darauf, dass du auch an so einem Tag da bist.“

Auf Klara war eben Verlass.

Aber irgendwie beneidete er sie auch, dass sie sich nun schon über Jahre mit ihren ehemaligen Kolleginnen traf, die inzwischen auch gute Freundinnen waren.

„Nicht jeder hat das Glück, über so viele Jahre mit so guten Kolleginnen zusammenzuarbeiten“, hatte Peter schon oft zu Klara gesagt.

Dabei kannte er ihre Kolleginnen gar nicht so gut.

Er hörte nur, wenn Klara etwas von ihnen erzählte.

In ihrer Stimme klang dann immer etwas Schwärmerisches mit,

so als würde sie über ganz außergewöhnliche Menschen reden.

Wie kam es also, dass Klara so viel von ihren Freundinnen hielt?

Da war Christiane, die Kümmerin, das Organisationsgenie.

„Wenn ich je eine Firma gegründet hätte, dann hätte ich solch eine Managerin an meiner Seite haben wollen“, hatte Peter schon oft gesagt.

Er wusste von Klara, dass Christiane alles für ihre Familie tat, ihren Mann liebte und sich sehr für ihre Söhne engagierte, damit aus ihnen etwas Ordentliches wurde.

Aus ihnen ist nicht nur etwas Ordentliches geworden, nein, sie haben beide einen tollen beruflichen Weg eingeschlagen und sie haben auch ihr familiäres Glück gefunden.

Christiane war nicht zu bremsen, wenn es galt, Reisen mit Freunden zu organisieren, Menschen für die Nachbarschaftshilfe aufzumuntern, Konzerte der Band vorzubereiten und zu begleiten, deren Mitglied auch ihr Mann war und zudem noch ihre Schwiegertochter als Songsängerin auf der Bühne war.

Eine Bilderbuchfamilie eben.

Wird dort alles immer glatt laufen?

Eher nicht. Aber das war nicht das Thema.

„Unter jedem Dach gibt es ein ‚Ach‘“, hatte Klaras Oma gesagt, und sie hatte Recht damit.

Peter musste oft daran denken, wenn er als Trauerredner zu Vorgesprächen in die Familien kam und dachte: ‚Naja, die werden ihren Dachboden ausgebaut haben, soviel ‚Achs‘, wie da zum Vorschein kamen.

Und trotzdem: All das war nicht entscheidend.

Was zählte, das war der Wille, immer wieder in der Familie zusammenzukommen, zu reden, Konflikte aus dem Weg zu räumen.

„Christiane ist ein glücklicher Mensch, so wie sie durchs Leben geht“, sagte Peter zu Klara.

„Weiß sie das?“, schob Peter die Frage hinterher.

„Ich denke schon“, antwortete Klara, nachdem sie nachgedacht hatte.

Sonja war die zweite im Bunde der ehemaligen Kolleginnen.

Sie war die fürsorgliche, eher stille und auch sehr bescheidene Kollegin.

Was sie von Klara und Christiane unterschied, das war die Tatsache, dass sie noch arbeiten musste.

Peter kannte Sonja nicht ganz so gut, wie eben Christiane.

Doch das, was Klara ihm erzählt hatte, und was er selbst bei den wenigen Treffen erlebt hatte, das reichte für Peter, um sich festzulegen.

„Sonja ist ein unglaublich bescheidener Mensch, und jemand, der im Team alles für die andere Kollegin tun würde, wenn es in ihrer Macht stünde.

Es war schon Jahre her.

Klara und Peter waren zu einem Weihnachtskonzert von Christiane eingeladen worden, auf der auch Christianes Schwiegertochter sang.

Sonja hatte ebenfalls zugesagt und so hatten sie die Sitzplätze genau nebeneinander bekommen, den Karten nach jedenfalls.

Als Klara und Peter im Saal eintrafen, da waren dort schon so viele Menschen, dass es ihnen schwerfiel, sich zurechtzufinden.

Sie schauten hilflos umher, wo denn ihre Plätze seien.

Sonja eilte auf sie, begrüßte beide und sagte: „Wir sitzen dort drüben.“

Diese kleine Geste hatte Peter sehr beeindruckt.

Wer machte das schon, gleich aufzuspringen und zu ihnen zu eilen, um ihnen bei der Orientierung im Saal zu helfen?

Peter hätte auch geholfen. Aber auf welche Weise?

Er wäre wahrscheinlich aufgestanden, hätte mit den Händen gefuchtelt und gerufen:

„Hier entlang“, und zwar so laut, dass er bestimmt missbilligende Blicke von den Stuhlnachbarn bekommen hätte.

Es waren nie die großen Gesten, die das Wesen eines Menschen verdeutlichten.

Die zeigten, ob er hilfsbereit war, sich nicht zu schade war, für andere etwas zu tun, ohne gleich etwas zurückzubekommen.

Nein, es waren eher die leisen Momente, die unscheinbaren Taten, die Peter so an Sonja und Christiane beeindruckten.

So wie Christiane vielleicht schon die Zugverbindungen gecheckt hatte, bevor Klara überhaupt daran dachte, wenn sie irgendwo hin verreisen wollte.

Vieles aus dem Arbeitsleben wird verschwinden, die kleinen Ärgernisse, die Richtlinien für irgendein neues Vorgehen, die Schwierigkeiten mit dem Computer, wenn es nun gar nicht passte.

Was bleiben wird, das sind drei Menschen, die in einem Team über viele Jahre zusammengearbeitet haben.

Die sich gegenseitig geholfen und getröstet haben.

Die zusammen gelacht und manchmal auch miteinander geweint haben.

Es wird viel über Glück geschrieben, einem Phänomen, dem Menschen oft ein Leben lang hinterhersausen, ohne zu begreifen, dass es vor ihnen liegt und sie nur zugreifen müssten.

„Und wie war es mit deinen Kolleginnen?“, fragte Peter.

„Es war wunderbar.“

„Hat es den anderen gefallen?“, fragte Peter.

„Ich denke schon.“

„Was habt ihr gegessen.“

„Heike hat einen Eisbecher bestellt.“

„Welche Heike?“

Und während Klara ihn aufklärte, da dachte Peter: „Was für kleine glückliche Momente, die sie alle heute gemeinsam erlebt haben.“

Wie viele konnten das von sich sagen.

Peter beugte sich wieder über seine Rede.

Er musste unbedingt etwas hineinbringen von einem gelingenden Leben, davon, dass man die Augenblicke dann genießen sollte, wenn sie da waren.

Und darüber, was den wirklichen Reichtum im Leben ausmachte.

Die ‚Drei‘ vom Kaffeehaus, die waren an diesem Tag reich und glücklich gewesen.

BUCHEMPFEHLUNGEN FÜR ‚LEBENSSINN IM ALLTAG‘

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‚VATER UNSER IM HIMMEL‘ – FÜR MICH ALS REDNER EIN GANZ BESONDERER SPRUCH

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#WERBUNG – PRODUKTEMPFEHLUNGEN FÜR MEHR LEBENSFREUDE IM ALLTAG

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SCHRITTE ZÄHLEN – DAMIT FÄNGT MEIN FITNESS-TRAINING AN UND ES HÖRT AM TAG NICHT AUF

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‚7395 Steps‘ stehen bei mir auf der Uhr.

Vor Wochen wäre es wohl noch unmöglich gewesen, diese hohe Schrittzahl am Tag zu erreichen.

Dann habe ich irgendwann meine Tochter gebeten, mir eine Uhr zu bestellen.

„Ich will keinen ‚Schnick-Schnack‘“, habe ich ihr gesagt.

„Nur die Anzahl der Schritte muss ich messen können.

Inzwischen laufe ich sogar unseren langen Flur entlang, um Schritte zu machen und mich vom Schreibtisch wegzubewegen.

Gestern hatte ich das erste Mal 11152 Schritte erreicht.

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Ich wollte es zunächst nicht glauben.

Aber ich wusste ja, woher hohe Zahl an Steps kam: Ich war morgens auf dem Laufband im Fitness-Center gelaufen, eine halbe Stunde;

anschließend 30 Minuten im Park und tagsüber bin ich noch 3 mal 15 Minuten auf dem Flur gelaufen.

Ich bin stolz auf, ein wenig jedenfalls.

Aber ohne die Uhr hätte ich nie gewusst, wo ich stehe und wie viel ich vor allem tun muss, um die Schrittzahl kontinuierlich zu erhöhen.

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#JUNI 2025 – BEITRÄGE

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DAS LEBEN MAL VOM ENDE HER DENKEN UND SCHON SIEHST DU DEINEN ALLTAG MIT ANDEREN AUGEN

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THOMAS UND RENÉ – ZWEI MENSCHEN, DIE ETWAS VON IHRER BERUFUNG VERSTEHEN

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ALICE MUNRO – FASZINIEREND, WIE SIE ÜBER DEN ALLTAG SCHREIBT

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DIE MONIKAS VOM SPIELPLATZ SIND WIEDER DA

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ELKE HEIDENREICH – AB MORGEN WIRD ALLES ANDERS

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 MIT DER DEMENZKRANKEN SCHWIEGERMUTTER RICHTIG UMGEHEN – EIN DRAHTSEILAKT

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SONNTAGS AM WERBELLINSEE – DAS HAT WAS

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AUSGEWÄHLTE BEITRÄGE AUS 8 JAHREN ‚uwemuellererzaehlt‘ (1)

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DAS WICHTIGE SAGEN – OFFEN UND GERADEHERAUS

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NORDIC WALKING IM PARK – DIE WOCHE BEGANN DOCH NOCH SCHWUNGVOLL

 

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27. KALENDERWOCHE – AKTUELLE BEITRÄGE

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TRAININGSKARTEN FÜR DIE HOSENTASCHE – ÜBUNGEN GEGEN NACKENSCHMERZEN

LIEBER LANGSAMER REDEN, BESSER NACHDENKEN, ENTSCHLOSSENER HANDELN

MEHR HOCHRÜSTUNG ANSTELLE VON MEHR DIPLOMATIE?

NORDIC WALKING IM PARK – DIE WOCHE BEGANN DOCH NOCH SCHWUNGVOLL

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TRAININGSKARTEN FÜR DIE HOSENTASCHE – ÜBUNGEN GEGEN NACKENSCHMERZEN

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Ich sitze viel am Schreibtisch, zu viel und zu lang.

Wie sonst auch soll ich die Reden aufs Papier bringen?

Der Lohn für diese Mühen ist die Wertschätzung, die mir die Trauergäste danach entgegenbringen.

Aber die Nebenwirkungen kann ich auch nicht leugnen- Schmerzen im Nacken und im Rücken.

Ich gehe inzwischen regelmäßig ins Fitness-Center.

Das hilft.

Doch nun habe ich Trainingskarten entdeckt, 55 an der Zahl.

Was gefällt mir daran?

Sie sind einfache und praktikable Trainingsanleitungen für meine Übungen im Nacken-, Schulter- Rückenbereich.

Sie sind gut strukturiert, und die Erläuterungen sind in kurze Sätze gepackt.

Ich habe angefangen, sie zu nutzen- im Alltag und ohne großen Aufwand.

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LIEBER LANGSAMER REDEN, BESSER NACHDENKEN, ENTSCHLOSSENER HANDELN

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Franz von Schönthan hat es so auf den Punkt gebracht:

„Leute, die wie der Donner reden, handeln selten wie der Blitz.“

(Schauspieler, Schriftsteller)

 

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MEHR HOCHRÜSTUNG ANSTELLE VON MEHR DIPLOMATIE?

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MEHR HOCHRÜSTUNG ANSTELLE VON MEHR DIPLOMATIE?

Günter Verheugen und Petra Erler haben ein Buch geschrieben, das wie gemacht scheint für die gegenwärtige Diskussion in der SPD.

Wer Antworten und Anregungen will, der sollte das Buch  lesen.

Hier zum Beitrag aus dem vergangenen Jahr:

VERHEUGEN UND ERLER – DER LANGE WEG ZUM KRIEG

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NORDIC WALKING IM PARK – DIE WOCHE BEGANN DOCH NOCH SCHWUNGVOLL

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WAS VOM TAG HÄNGENBLEIBT (43)

FITNESS-TRAINING KOSTET ÜBERWINDUNG – DIE ENERGIE DANACH IST ABER EIN SCHÖNER LOHN

Ich hatte heute verschlafen. Fünf Uhr war längst vorbei und ich wollte doch nicht so spät im Fitness-Center ankommen.

Was sollte ich tun?

Das Training ganz sausen lassen oder gleich zum Park fahren und dort ein paar Runden mit den Stöcken ablaufen?

Ich entschloss mich für diese Variante und erhob mich ziemlich lustlos, ja sogar schlechtgelaunt.

Ich hasste es, wenn ich mich nicht an meine eigenen Vorgaben hielt.

Ich hätte längst bereits auf dem Laufband stehen müssen, um dort dreißig Minuten mit der Erwärmung anzufangen.

Aber nun wollte ich noch das Beste aus dem Morgen machen.

Ich zog mich an, schnappte mir die Stöcke und ging zum Auto.

Am Eingang des Parks standen bereits wieder Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die offensichtlich für die Pflege des Rasens, der Blumen und sicher noch vieles mehr verantwortlich waren.

Ich staunte jedes Mal aufs Neue, wie viel ‚man-power‘ in die Pflege der Anlagen gesteckt wurde.

Ich schnallte meine Stöcke um und fing an meine Runden zu drehen.

‚Eigentlich könntest du zehn Runden‘, sagte ich mir.

Nach der ersten Runde verwarf ich den Gedanken wieder:

‚Zwei Runden machen es auch, zum Anfang‘, redete ich mir ein.

Nach zwei Runden hatte ich den Eindruck, dass drei auch ausreichen würden.

Ich fand, ich hatte mir eine Pause verdient.

Ich schnallte den Rucksack ab, nahm die Wasserflasche raus und lehnte die Stöcke gegen die Sitzbank.

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Die Sonne schien bereits kräftig und ich lehnte mich zurück, um den Duft der Wiese und der Blumen einzuatmen.

Plötzlich erblickte ich ein kleines Eichhörnchen.

Es sauste flink auf der Wiese umher, stoppte, nahm dann die beiden Vorderpfoten nach oben und frass etwas.

Früher hätte ich mich wohl kaum darum gekümmert.

Aber jetzt, wo ich stets auf der Suche nach kleinen Begebenheiten für Krümel war, da beobachtete ich das Eichhörnchen weiter.

Es war schon wieder an eine andere Stelle im Gras gehüpft und fraß erneut etwas, was es gefunden hatte.

Schliesslich kam das Eichhörnchen in meine Richtung, verharrte einen Augenblick und sah mich an.

So als wollte es sagen: „Du schon wieder, na dann kann der Tag ja beginnen.“

 Schließlich stürmte es zum Baum neben mir und war flugs verschwunden.

Das Eichhörnchen hatte bei mir etwas bewirkt – ich spürte neue Energie und die gute Laune war auch zurück.

Ich lief noch eine Runde und begab mich danach zum Auto, um gutgelaunt nach Hause zu fahren.

Ich freute mich auf das Frühstück.

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BEITRÄGE IN DER 26. KALENDERWOCHE 2025

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AUSGEWÄHLTE BEITRÄGE AUS 8 JAHREN ‚uwemuellererzaehlt‘ (1)

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AUSGEWÄHLTE BEITRÄGE AUS 8 JAHREN ‚uwemuellererzaehlt‘ (1)

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WAS KUNDEN NACH DER REDE SAGEN – DER SCHÖNSTE LOHN

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DIE WIRKLICH WICHTIGEN DINGE IM LEBEN NICHT AUS DEM AUGE VERLIEREN

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 MIT DER DEMENZKRANKEN SCHWIEGERMUTTER RICHTIG UMGEHEN – EIN DRAHTSEILAKT

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KRÜMEL – DIE VERSTEHERIN UND VERMITTLERIN

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WAS VOM TAG HÄNGENBLEIBT (42)

Sonne, klares Wasser, Kinder schreien, Hunde bellen,

Schlauchboote werden aufgepumpt und fernab von uns, Nahen Osten fallen Bomben.

Es ist schon skurril und ich habe ein schlechtes Gewissen.

Wir sind am Werbellinsee, direkt unten am Ufer.

Klara ist schon im Wasser gewesen, besser, sie ist hineingeplumpst.

Ich sollte sie an einer Hand aus dem Wasser ziehen, weil die Böschung am Ufer steil nach oben ging.

Sie rutschte förmlich aus meinen Fingern und sackte ins Wasser zurück.

„Du musst mehr Gymnastik machen“, habe ich zu ihr gesagt.

Ich sah für einen kurzen Augenblick Mordgedanken in ihren Augen aufblitzen.

Ich habe ihr dann beide Hände gereicht und gemeinsam haben wir es geschafft.

Ich sitze nun im Stuhl, schaue auf den See und beobachte zwei Kinder, die auf der Luftmatratze vorbeiplanschen.

Wellen schlagen leicht ans Ufer, wahrscheinlich ist auf der anderen Seite ein Ausflugsdampfer vorbeigeschippert.

Klara sitzt ebenfalls im Campingstuhl und liest ein Buch auf ihrem ‚Reader‘.

Kurz bevor wir losgefahren sind, da habe ich noch gepostet,

dass wir ein bisschen an den See fahren wollen und ich das Buch von Alice Munro mitnehmen will.

Sie beschreibt dort so schön die Strandatmosphäre, das Meer und du verfällst automatisch in einen glückseligen Zustand.

Da wusste ich noch nicht, dass die Eskalation im Nahen Osten eine neue Stufe eingenommen haben.

Ich bekomme ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, wie die Menschen an vielen Orten in der Welt leiden und ich hier in meinem Campingstuhl sitze und mich wie im Paradies fühle.

Umso wichtiger ist es für mich, demütig zu bleiben, nicht ständig herumzunörgeln, unzufrieden zu sein.

Morgen früh, kurz nach sechs Uhr, werde ich wieder auf dem Laufband stehen mich quälen für die Fitness.

Anschließend werde ich noch im Park laufen, eine Runde wenigstens und dann geht es an die Rede für Freitag.

Bin ich reich? Gemessen an meinem monetären Stadium sicherlich nicht, mental schon.

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 MIT DER DEMENZKRANKEN SCHWIEGERMUTTER RICHTIG UMGEHEN – EIN DRAHTSEILAKT

RÜCKBLICKE – 2025 – MEHR LESEN

Ich mochte meine Schwiegermutter, sehr sogar.

Manchmal war es nervig, aufreibend und oft auch sehr  lustig.

Mein Fazit – die Situation so annehmen wie sie ist – und die kleinen Freuden, die lustigen Seiten entdecken.

Hier eine Episode aus solch‘ einer speziellen Alltagssituation.

…. auf 8 Jahre Blogbeiträge….

MATSCHI, DIE NERVENSÄGE

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ELKE HEIDENREICH – AB MORGEN WIRD ALLES ANDERS

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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Keiner schreibt so humorvoll, so detailreich über den Alltag, wie es Elke Heidenreich in ihrem Buch „Ab morgen wird alles anders“ getan hat.

…. auf 8 Jahre Blogbeiträge….

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DIE MONIKAS VOM SPIELPLATZ SIND WIEDER DA

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WAS VOM TAG HÄNGENBLEIBT (41)

EIN NACHMITTAG MIT KRÜMEL, ABER NICHT ALLES WAR EITEL SONNENSCHEIN; 

DIE 'MONIKAS' HABEN WIEDER ALLES EIN BISSCHEN HELLER ERSCHEINEN LASSEN.

Wir haben gestern Krümel aus der Schule abgeholt.

Bereits vor der Schule gab es Stress.

Ein Vater mit einem riesigen blauen SUV wollte mich nicht in die Parklücke lassen, aus der er selbst bereits herausgefahren war, fast jedenfalls.

Er schüttelte arrogant mit dem Kopf, als ich mich bei ihm per Handzeichen bedanken wollte.

Langsam verstand ich, warum Comedians so gern diese Klientel auf die Schippe nahm, die nämlich, die dachten, sie seien der Nabel der Welt, wenn sie mit zwei Rädern fast auf den Schulhof fuhren, um ihre ‚Hochbegabten‘ abzuholen.

Als ich in das Klassenzimmer kam, da saß dort Krümel mit einem traurigen Gesicht.

„Hallo Krümel, willst du deinen Opa nicht mal richtig begrüßen?“, fragte ich sie.

Sie fing an zu weinen und das Herz drehte sich mir um.

Die Erzieherin klärte mich auf.

Sie übergab mir einen Brief, in dem stand, dass Krümel ein Mädchen geschlagen und ein weiteres gebissen hatte.

Es stellte sich schnell heraus, dass die anderen beiden Mädchen nicht ganz so unschuldig an dem ‚Tathergang‘ waren.

„Ihre EnkelIN sollte in solchen Fällen lieber sagen: ‚Stopp, es reicht!“

Ich muss die Erzieherin ungläubig angeschaut haben, denn sie begann selbst zu schmunzeln.

Wir hatten uns so auf den Tag gefreut, wollten noch mit Krümel ein Eis kaufen und uns in Park setzen.

Klara sah schon von Weitem, dass etwas nicht stimmte.

„Sollen wir denn kein Eis kaufen? Denn eigentlich hast du es ja nicht verdient“, sagte Klara zu ihr.

„Doch Oma, kannst du ruhig machen, ich habe ja schon Opa erklärt, dass ich es nicht noch einmal mache.“

Damit war die Sache erst einmal für uns ‚aus dem Auge und damit aus dem Sinn‘.

Ich steckte den Zettel der Klassenlehrerin in Krümels Schultasche und die Sache war für uns erledigt.

Den Rest musste ihre Mama mit ihr klären.

Wir gingen in den Park, setzten uns auf die Bank und Klara packte das Eis aus.

Krümel blätterte nebenher noch in einer Zeitschrift, in der Sticker mit zum Aufkleben mitangebracht waren.

Ich schaute in die Runde und sah auf den anderen Bänken Mütter mit ihren Kindern.

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Sie hatten sich alle zusammengefunden, nur wir saßen etwas abseits.

Ich musste gleich an den Roman von Alice Munro denken, in der sie so schön beschreibt, wie die Mütter am Strand zusammenhockten und den Ton angaben.

Alice Munro hatte sie die ‚Monikas‘, wahrscheinlich ‚Monnnikas‘ gesprochen, genannt.

„Du, die ‚Monnnikas‘ sind wieder da“, sagte ich zu Klara.

Sie kannte von mir den Begriff und musste ebenfalls schmunzeln.

Irgendwie war das ein kleines Glück, dass wir hier saßen, Krümel in der Zeitschrift blätterte, an ihrem Eis leckte und wir in die Gegend schauten.

Ich streckte die Beine aus, machte mich ebenfalls über ein Eis her und würde mich am nächsten Tag wieder ärgern, wenn ich morgens auf die Waage ging.

Aber vorher würde ich mir noch eine Geschichte aus Munros‘ Roman

‚Ferne Verabredungen‘ raussuchen.

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ALICE MUNRO – FASZINIEREND, WIE SIE ÜBER DEN ALLTAG SCHREIBT

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WAS VOM TAG HÄNGENBLEIBT (40)

Wenige Schriftsteller haben mich  so in den Bann gezogen, wie Alice Munro.

Warum?

Weil sie unaufgeregt über Banalitäten im Alltag schreibt – sehr leise, sehr präzise, sehr humorvoll.

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THOMAS UND RENÉ – ZWEI MENSCHEN, DIE ETWAS VON IHRER BERUFUNG VERSTEHEN

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Es ist Freitag, die Trauerfeier ist in der Halle beendet, die Trauergäste stehen draußen im Spalier zur linken und rechten Seite und Thomas Gadenne geht gemessenen Schrittes zur Urne, verbeugt sich und sagt die Worte: „Zur letzten Ruhe.“

Es ist ein kleiner Ausschnitt aus der gesamten Feier.

Aber es ist der wichtigste Moment.

Ich erlebe viele Trauerfeiern aus verschiedenen Bestattungshäusern, doch keiner erzeugt solch eine würdige Atmosphäre, wie es eben Thomas hinbekommt, mit seiner tiefen Stimme.

Renè Preissler, der Mitstreiter an Thomas‘ Seite steht indes bereits unten, an der Spitze des Trauerzuges.

Er macht Fotos auf dem Weg zur letzten Ruhe des Verstorbenen.

Warum kann ich das erzählen?

Nun, ich war dabei, durfte die Rede halten und alles beobachten.

Immer wieder sehe ich, wie wichtig gerade die Kleinigkeiten, die Details sind, die solch einen Moment, der unwiederbringlich ist, würdig erscheinen lassen.

Vor der Trauerfeier: Bevor ich in der Halle ankomme, haben die beiden schon alles aufgestellt, das Bild, die Blumen, die Kerzen brennen.

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'5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden' (Bronnie Ware)

Warum ich das Buch empfehle:

Weil die Autorin beschreibt, worauf es im Leben wirklich ankommt - gut erzählt, anschaulich, einfühlsam


 

Und wenn ich dann zur Tür hereinkomme, ja dann bin ich jedes Mal wieder fasziniert, mit wie viel Akribie und Blick für die kleinsten Dinge sie alles arrangiert haben.

Das Wort ist wichtig in einer Situation, in der die Trauernden Trost suchen.

Aber das alles bleibt eine Hülse, wenn nicht alle ihre ganze Kraft in die würdige Ausgestaltung dieses traurigen und zugleich feierlichen Moments legen.

Renè sorgt für die Musik und ich erkläre manchmal innerhalb der Rede, warum wir gerade jetzt diesen Titel für den Verstorbenen spielen.

Jeder kennt seine Rolle und ist irgendwie ein Experte auf seinem Gebiet.

Das Entscheidende aber an diesem Tag ist, dass die Trauergäste spüren, dass Thomas und René fest an ihrer Seite sind.

Du merkst, wie sie ihre ganze Energie ihre Leidenschaft und ihren unbedingten Willen hineingeben, damit die Trauerfeier auf den Punkt gelingt.

Thomas und René vom Bestattungshaus Phönix – sie sind inzwischen zu einer Institution in Schönwalde, im Barnimer Umkreis und im Norden von Berlin geworden.

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich für einen Moment ein Teamplayer sein darf, so wie am vergangenen Freitag.

 

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Benjamin Franklin sagte:

„Wenn die Hälfte unserer Wünsche erfüllt wäre, würden unsere Sorgen verdoppelt sein.“

 

Es lohnt sich also, bescheiden zu bleiben.

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WAS VOM TAG HÄNGENBLEIBT (16)

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‚OPA, DU DARFST NICHT SO LAUT SPRECHEN, WENN DU AUFGEREGT BIST!‘

Krümel, meine kleine Enkelin, sieben Jahre alt, hat mir eine Lektion erteilt, in Sachen Kommunikation.

Was war passiert?

Wir waren kurz davor, Krümel wieder zu ihrer Mama zu bringen.

Während Klara und ich bereits am Auto standen, war Krümel noch einmal auf den Spielplatz gestürmt und auf die Rutsche geklettert.

Eine Frau trat an sie heran und fragte sie, ob sie daran beteiligt gewesen wäre, ihre Kürbisse zu zerstören, die auf der Terrasse aufgestellt waren.

Klara hatte noch Tage zuvor zu mir gesagt: „Schau mal, wie schön!“

Wir konnten uns dazu freuen, wenn Menschen sich mit Hingabe, Leidenschaft und Kreativität daran machten, die Umgebung zu verschönern.

Nie im Leben kämen wir darauf, dass jemand so etwas mutwillig zerstören würde.

„Nein, das war ich nicht“, hatte Krümel also leise auf die Frage geantwortet, leise zwar, aber deutlich genug.

Ich sprach die Frau an und wollte wissen, warum sie sich an unsere Enkelin gewandt hatte.

„Ihre Enkelin wurde gesehen, dass sie die Kürbisse kaputtgemacht hat, die wir aufgestellt haben“, antwortete die Frau dem Sinn nach.

Ich war entsetzt.

Krümel sollte mutwillig Kürbisse zerstört haben?

Es konnte gar nicht so sein.

Warum nicht?

Nun, weil wir an dem benannten Donnerstag vormittags zum Pilze sammeln im Wald waren.

Nachmittags dann war ich am Schreibtisch, Krümel hat neben mir Blätter Papier aus dem Drucker genommen, sie bemalt und dabei vor sich hingesungen.

Später ist sie zu Klara gegangen, hat beim Kuchen backen mitgeholfen und versucht, für Klara Rezepte auf kleine Zettel zu kritzeln. Danach hat sie sich einen Trickfilm angeschaut.

Sie war also gar nicht mehr unten, zumal wir sie ohnehin nicht allein auf den Spielplatz lassen würden.

Dafür kannte sie hier niemanden und unsere Angst war viel zu groß, dass etwas passierte.

Nun mischte sich der Partner der Frau ein.

Er nickte und bestätigte, dass Krümel beobachtet worden sei.

Nachbarn hätten sie gesehen. Von einem gut sichtbaren Platz aus.

Auf meine Frage hin, wer das sei, und ob diese Nachbarn sich nicht bei uns melden könnten, bekam ich keine Antwort.

Es blieb im Verborgenen, anonym.

Ich war darüber noch mehr empört, mein Herz schlug bis zum Hals.

Meine Stimme wurde lauter, und dass, obwohl ich ohnehin schon laut sprach.

„Seien Sie doch nicht so aggressiv“, entgegnete mir der Partner der Frau.

Er hatte recht mit seinem Vorwurf, dass ich zu laut wäre.

Ich meinte es sein zu dürfen, weil ich mich ungerecht behandelt fühlte.

Zum Schluss aber, habe ich mich noch für meine Lautstärke entschuldigt, und er hat das akzeptiert.

Was blieb im Raum?

Uns wurde vorgeworfen, dass unsere Enkelin an einer Tat beteiligt gewesen wäre, die wir selbst verurteilen würden, ja es einfach widerwärtig fanden, dass so etwas überhaupt geschehen war.

Auch wenn es vielleicht als kleiner ‚Dummen-Jungen-Streich‘ oder in diesem Fall ‚Mädchen-Streich‘ abgetan worden wäre – das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen.

Ich hätte das schon alles gern aufgeklärt.

Unsere Enkelin konnte es nicht gewesen sein, einfach, weil sie nicht unten war.

Doch – wer war es dann?

Und wieso konnte jemand behaupten, dass es unser Krümel war, die siebenjährige, die lieber im Hintergrund blieb?

Ich war traurig und es fiel mir schwer, mich in den Griff zu bekommen.

Das war meine Achillesferse in dem Moment.

Denn auf den ersten Blick, da hat derjenige, der lauter wird, nicht Recht, im Gegenteil.

 Aber wie sah nun der zweite Blick aus?

War es redlich und fair, dass Nachbarn einfach behaupten konnten, dass Krümel mit beteiligt war, ohne dass sie einen Beleg vorlegten?

War es nicht vielmehr so, dass sie sich geirrt und Krümel ganz sicher mit jemand anderem verwechselt hatten?

In dem hitzigen Disput, als die Frau schließlich sagte: „Das bringt doch hier alles nichts“, da entstand bei mir der latente Eindruck von dem, was sie dachten.

Und zwar: „Wir wissen schon, dass Ihre Enkelin mitbeteiligt war, wir können es nur nicht nachweisen!“.

Da zeigte ich als Erwiderung nicht wirklich Größe.

Nein, es war Krümel, die das an meiner Stelle tat.

Sie hob ihr Ärmchen, meldete sich, so, als sei sie in der Schule.

Die Frau erteilte ihr durch ein kurzes Nicken das Wort.

Mein Gefühl war, sie dachte, Krümel würde es nun nicht mehr aushalten und zugeben, dass sie mitbeteiligt war.

Doch Krümel sagte mit leiser Stimme und etwas stockend:

„Aber wenn ich es nicht war, und ein anderer sagt, dass ich es war, dann hat der ja gelogen, oder?“

Die Frau nickte kaum merklich, so jedenfalls meine Wahrnehmung.

Wir sind danach gegangen, ins Auto gestiegen und sind losgefahren.

Auf der Fahrt hat Krümel mich zur Rechenschaft gezogen:

„Opa, du warst viel zu laut! Die Frau hat mich nur gefragt, ob ich daran beteiligt war.

Und als ich ‚nein‘ gesagt habe, da hat sie nichts mehr gesagt.“

Ich schwieg und klammerte mich verbissen ans Lenkrad.

Ich war noch zu aufgewühlt – einmal, weil jemand behauptete, Krümel hätte etwas getan, was sie doch zweifelsfrei nicht getan hatte.

Ich kam mir vor, als hätte mich jemand mental aus dem Hinterhalt angegriffen, ohne selbst aus der Deckung kommen zu müssen.

Aber Krümel sagte: „Opa, du kannst nicht so laut sein, du bist nicht der Anführer der Welt!“

Ich war verblüfft, zunächst.

Doch dann musste ich schmunzeln.

Sie hatte wirkliche Größe bewiesen.

Krümel war nämlich ruhig geblieben, hatte klar gesagt, was sie dachte.

 Sie hatte mehr Mut, mehr Gelassenheit bewiesen, mit einer schwierigen Situation umzugehen, als ich, ihr  65 Jahre älterer Opa. .

Über fünf Jahrzehnte hatte ich an Hochschulen studiert und gelehrt, war Manager und Coach in mittelständischen Unternehmen gewesen.

Meine siebenjährige Enkelin jedoch, die hatte mir gezeigt, wie wirklich gute und respektvolle Kommunikation aussehen kann, obwohl gegen sie solch ein Vorwurf erhoben wurde, den ich nur schwer ertragen konnte.

Krümel – bitte entschuldige, dass ich in der Situation kein Vorbild für dich war.

Aber du warst es für mich.

Ich werde künftig von dir lernen, ruhig zu bleiben, das Für und Wider  sachlich auszutauschen und so der Wahrheit ein Stückchen näher zu kommen.

Krümel, ich bin unendlich stolz auf dich, Opa.

BERND, DER KÜMMERER

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WAS VOM TAG HÄNGENBLEIBT (15)

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‚OPA, JEEPY HAT KEINE SCHUHE AN, ER HAT REIFEN AN DEN FÜSSEN‘

Die neue Woche hat begonnen und es ist wieder Ruhe eingezogen.

Am Samstag hatten wir Krümel bei uns und es ging turbulent zu – wie immer eben.

Bevor ich Laura und die Kleine abholen konnte, musste ich noch in die Werkstatt, um die Räder von ‚Sommer auf Winter‘ umstellen zu lassen.

Wir sind Samstagmorgen ungewöhnlich früh aufgestanden und ich bin gegen 07.00 Uhr in Richtung Autohaus gefahren.

Es war ein Reinfall: Die Winterräder waren nicht aus dem Lager geholt worden und so musste ich wieder unverrichteter Dinge abfahren.

Von da aus ging es direkt zu Krümel.

„Opa, du bist so ruhig“, sagte die Kleine, als sie bei mir hinten im Auto saß.

„Ja, ich bin traurig“, antwortete ich.

„Warum Opa?“.

Krümel gab nicht nach.

„Ach weißt du, ‚Jeepy‘ sollte neue Schuhe bekommen und die waren nicht fertig“, sagte ich und hatte nicht daran gedacht, dass Krümel ja schon ein Schulkind war, immerhin.

„Opa, ‚Jeepy‘ hat keine Schuhe. Wir haben Schuhe an.“

Und um es zu demonstrieren, hob sie ein Bein an, damit ich sah, was sie unter Schuhen verstand.

Ich nickte und sagte: „Du hast recht, Opa, der Dussel hat die Winterreifen mit den Schuhen von Menschen verwechselt.“

„Hm, das hast du“.

„Aber Opa, du musst nicht traurig sein, ich weiß das und du kannst mich immer fragen, ja Opa?“

„Ach, Krümel, du glaubst nicht, wie froh ich bin, dass du da bist und jeden Tag etwas mehr von der Welt weißt.“

Krümel war zufrieden, nickte und fragte: „Können wir Musik anmachen?“

Wenig später ertönte der Titel: ‚Dein Casanova liebt dich nicht‘.

Es war der Lieblingstitel von Krümel und sie sang nun mit ihrer leisen Stimme mit.

Ich sah in den Rückspiegel und erkannte, dass Krümel in dem Moment glücklich war.

Sie musste sich nicht überwinden, wegen etwas glücklich zu sein.

Sie war es einfach, wenn sich die Gelegenheit in ihren Augen dazu ergab.

‚Unsere Kleinen sind die besten Alltagsphilosophen‘, und ich war auch wieder mit meiner Welt im Einklang, selbst, wenn ich in der nächsten Woche erneut in die Werkstatt muss, um die Reifen wechseln zu lassen.

WAS VOM TAG HÄNGENBLEIBT (14)

 

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WAS VOM TAG SO HÄNGENBLEIBT (13)

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AUDIO

mittwochs…

So langsam finde ich mich wieder in meine ‚Alltagsrolle‘ rein.

Die Bilder vom Wochenende, der Trauerfeier für Anna, sie verblassen ein wenig.

Mir ist das recht, denn du kannst nicht arbeiten, wenn du ständig daran denken musst.

Gestern war ich bei einer Familie, die sehr liebevoll über ihre Mutter, Schwiegermutter, Oma, Uroma erzählt hat.

Es ist dann schön, wenn es nicht bei Worthülsen bleibt, sondern aus den Details kleine Geschichten geformt werden können.

Das ist meine Erfahrung – wenn du etwas erzählen kannst, was die Zuhörer fesselt, sie vielleicht selbst in die Zeit, über die gesprochen wird, zurückversetzt, ja dann hast du dein Ziel erreicht.

Erinnerung läuft nicht über Worthülsen, sondern nur darüber, dass du Situationen beschreibst, Verhaltensweisen, nicht vergisst, humorvoll zu erzählen.

Morgen hat Krümel Geburtstag. Sie wird sieben Jahre alt.

Ich kann es nicht fassen, wie die Zeit an uns vorbeigerauscht ist.

Am Samstag kommt sie zu uns, mischt die Wohnung auf, bringt vieles durcheinander, sodass wir danach erschöpft in unsere Sessel fallen.

Fertig mit der Welt, körperlich und mental, aber glücklich.

Auf geht’s, es gibt viel zu tun.

Der Mittwoch wird schön….

 

WAS VOM TAG HÄNGENBLEIBT (12)

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