ICH HABE 300,00 EURO AN DAS HOSPIZ WANDLITZ GESPENDET. IST MIR DAS LEICHT GEFALLEN? NEIN. ABER ES TUT GUT – NICHT NUR DEN MENSCHEN, DIE ES BRAUCHEN, NEIN, AUCH MIR, VOR ALLEM MEINER SEELE. HIER DIE BESTÄTIGUNG AUS LOBETAL:


Dem Alltag als Freund begegnen, das heißt für mich:
die eigene Lebensphilosophie im Alltag begreifen und sich mit ihr auseinandersetzen;
mehr Erfüllung finden, indem man die guten und schönen Seiten des alltäglichen Lebens sieht – beruflich und privat – und: sie auch bewusst annimmt;
die Faszination des Bibellesens entdecken; die Worte der Bibel als persönlichen Kraftquell nutzen, daraus eigene Lebensenergie und Lebensfreude für den Alltag schöpfen;
Erlebnisse und Beobachtungen im Alltag für sich nutzbar machen; erkennen, dass in den alltäglichen Dingen oft die großen Momente einer anhaltenden Lebensqualität zu finden sind;
die kleinen Geschichten aus dem Alltag erzählen, sie wertschätzen als etwas, das sehr kostbar und oftmals unwiederbringlich ist.
ICH HABE 300,00 EURO AN DAS HOSPIZ WANDLITZ GESPENDET. IST MIR DAS LEICHT GEFALLEN? NEIN. ABER ES TUT GUT – NICHT NUR DEN MENSCHEN, DIE ES BRAUCHEN, NEIN, AUCH MIR, VOR ALLEM MEINER SEELE. HIER DIE BESTÄTIGUNG AUS LOBETAL:


Das war ein emotionaler Tag. Es war heiß, die Kapelle in Klosterfelde war bis auf den letzten Platz besetzt. Einige Trauergäste standen draußen und haben mitgehört. Ich habe in meiner Rede Burkhard Stegemann gewürdigt– emotional und wertschätzend. Umso mehr freue ich mich, dass die Familie meine Worte dankbar aufgenommen hat. Uwe Müller Trauerredner



Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Reden schreiben und halten, das ist kein leichter Job. Du musst viel Herzblut hineintun, und auch handwerkliches Können. Wenn aber die Kunden danach all das würdigen, ja dann ist die Freude umso größer.
WORTE DES DANKES – KNAPP, EHRLICH UND VOR ALLEM SEHR HERZLICH
(LUTZ GRASSOW AM 29. APRIL 2026)




Ines Sarasa
Herr Dr. Müller wurde uns vom Bestattungshaus Phoenix in Schönwalde/Wandlitz empfohlen.
Schon beim ersten Treffen waren wir von seiner einfühlsamen, offenen und ehrlichen Art angetan. Er hat zur Trauerfeier so eine wundervolle und meinem Vati würdige Rede gehalten. Diese hat nicht nur an die wichtigste Momente erinnert, sondern auch Wärme in diese schweren Tage gebracht. Wir danken ihm von Herzen. Absolut empfehlenswert.



Vielen Dank für die Rede und die behutsame Vorbereitung.
In den Stunden der Trauer auch noch aus Erinnerungen wichtige Details hervorzuheben – das geschah mit der nötigen Empathie.
Und so hat die Rede das Leben meiner Frau angemessen gewürdigt.
Sie spiegelte das wider, was wir im Vorfeld gemeinsam erarbeitet haben.
Danke.
Jens Otto









A. Ernst
In einer für uns sehr schweren Zeit hat uns Herr Uwe Müller mit viel Herz, Ruhe und Feingefühl begleitet. Die Trauerrede war persönlich, warm und treffend formuliert und hat das Leben unseres geliebten Menschen würdevoll in den Mittelpunkt gestellt. Besonders berührt hat uns, wie aufmerksam zugehört und aus unseren Erinnerungen eine stimmige, tröstliche Rede gestaltet wurde. Wir sind sehr dankbar für diese einfühlsame Begleitung und können Herrn Uwe Müller als Trauerredner von Herzen weiterempfehlen.


Marisa Voigtsberger
Marisa Voigtsberger

Ich möchte mich nochmal auf diesem Wege beim Bestattungshaus Phoenix bedanken und kann es nur weiter empfehlen.
R. Müller und Familie

QUELLE DER O.G. REZENSIONEN: SIEHE GOOGLE MAPS
ZUM LINK

DAS FEEDBACK VON MARINA LANDMANN – EINEN TAG NACH DER TRAUERREDE AM 23.02.2024
Samstag, 24.02.2024

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Marina Landmann, Tochter von Ingeborg Kumprath
DIE TRAUERANZEIGE MIT DER BEKANNTGABE DER TRAUERFEIERveröffentlicht am 03.02.2024 in: Märkische Oderzeitung
![]()
![]()
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Die vierzehn Tage des Wasserfastens sind vorbei und ich will es noch nicht recht wahrhaben, dass ich tatsächlich durchgehalten habe – jeden einzelnen Tag.
Es gab Tage, an denen es mir nicht so schwerfiel und wieder Stunden, in denen ich mich verzweifelt gefragt habe, ob ich je wieder etwas zu essen bekäme.
Dabei war der Kühlschrank so nahe.
In diesen Situationen stellte ich mir vor, wie es mir gehen würde, wenn ich abbrechen würde.
Ich sah mich dann etwas Leckeres essen und trinken.
Aber was war danach?
Ich würde in den Spiegel schauen und fragen: „Warum nur hast du nicht durchgehalten?“
Und dann ging es einfach weiter, immer weiter, Tag für Tag, Nacht für Nacht – nur Wasser und Fenchel-Tee trinken, mit den Stimmungsschwankungen klarkommen.
Prof. Dr. med. Peter E.H. Schwarz war in dieser Zeit für mich in Vorbereitung auf das Wasserfasten und zum Ende ein sehr wichtiger Ideengeber.
Warum?
Zum einen habe ich sein Buch „Wasserfasten“ gelesen. (1)
Es war für mich der entscheidende Auslöser, dass ich nicht mehr gezögert habe, diesen harten Weg zu beschreiten.
Ich habe übrigens immer mal wieder während des Fastens ins Buch reingeschaut und gelesen, mir Tipps geholt und mir meine innere Bestätigung gegeben, dass ich das Richtige tue.
Des Weiteren habe ich Prof. Schwarz vor Beginn und danach eine E-Mail geschrieben, die er jedes Mal sehr genau gelesen hat, im Detail, und dann darauf reagiert hat – sehr menschlich, motivierend, einfach kompetent aus medizinischer und sozialer Sicht.
In seiner Antwort auf mein Schreiben, das ich ihm nach dem Fasten geschickt hatte, schrieb er unter anderem: „…Sie beschreiben sehr plastisch, wie fordernd diese Zeit war…..wie sensibel der Kreislauf im Fasten reagiert und wie viel Sie mit scheinbar kleinen Maßnahmen bewirken können.“
Oder: „…Dass Ihre Frau, die anfangs gegen den langen Fastenzeitraum war, nun Ihr ‚Fan‘ ist, zeigt, wie sehr Sie mit Ihrem Durchhaltevermögen auch Ihr Umfeld inspiriert haben.“ (2)
Ich gebe zu, diese Worte haben mich schon berührt, und ja, sie machen mich auch ein klein wenig stolz auf das Erreichte.
In der größten Krise, vor dem zweiten Wochenende, da traf ich meinen besten Freund.
Er ist Kammertänzer am Staatsballett in Berlin und seine Frau tanzt dort als Primaballerina, national und international sehr bekannt.
Sie beide trainieren hart, und sie achten extrem auf ihre Ernährung.
Marian und ich, wir sind schon lange befreundet.
Die Freundschaft entwickelte sich, als ich vor über anderthalb Jahrzehnten ein E-Book über seine Frau geschrieben habe.
„Du bist schlanker geworden und das steht dir sehr gut“, sagte er, nachdem wir uns im Café begrüßt hatten.
Man muss dazu wissen, dass altersmäßig 32 Jahre zwischen uns liegen.
Und trotzdem verstehen wir uns so gut, dass wir von einer echten Freundschaft sprechen können – einfach Freunde, von denen du im Leben oft nur auf einen einzigen Menschen triffst.
Wir schonen uns nicht, halten uns nicht mit Floskeln auf, sondern motivieren uns lieber gegenseitig, indem wir sagen, ‚was ist‘, und vor allem, was wir tun können.
Beim nächsten Treffen will ich ihn auch interviewen, wie er es schafft, sich so fit zu halten, auf die Ernährung zu achten.
Marian gehörte übrigens zu den ersten Gratulanten – nicht mal für das, was ich erreicht hatte, sondern mehr für meinen schon eisernen Durchhaltewillen.
Mir bedeutet so etwas sehr viel.
Also, wenn ich ein kurzes Resümee ziehen müsste, dann würde ich folgendes sagen:
Ich habe meine inneren ‚Schweinehunde‘ selbst besiegt, indem ich durchgehalten habe.
Neben den gesundheitlichen Aspekten hat mich diese schwierige Wegstrecke dazu gebracht, mehr über das eigene Leben nachzudenken, darüber was wichtig ist- nämlich die Gesundheit im Blick zu behalten, und: etwas dafür zu tun.
Als ich ein paar Wochen vor dem Fasten in Berlin in einem Krankenhaus war, um mich untersuchen zu lassen, da kam ich mit der Ärztin ins Gespräch.
„Warum tun Sie sich das eigentlich noch an?“, fragte sie mich.
Sie bezog sich darauf, dass ich ihr erklärte, was ich so an sportlichen Aktivitäten in der Woche unternahm.
Unausgesprochen stand wohl die Frage im Raum, warum ich das noch in meinem Alter alles tat.
Sollte ich ihr sagen, dass du nur dann wirklich am Leben weiter teilnimmst, wenn du dir auch weiter Ziele stellst, daran arbeitest und du dich nur so weiterentwickeln kannst?
Oder: Dass es die beste Möglichkeit wäre, mental und körperlich Energie zu schöpfen?
Nein, das sagte ich ihr alles nicht.
„Frau Doktor, ich will gesund sterben!“, sagte ich ihr stattdessen trocken.
Sie schaute mich verblüfft an und dann haben wir beide über meine nicht ganz ernst gemeinte Antwort gelacht.
Sie hat mich sehr überschwänglich verabschiedet und mir kam es vor, dass ich sie ein wenig von meiner Energie im Alltag begeistern konnte.
Letztlich ist es so, dass du nichts geschenkt bekommst, was deinen wahren Reichtum ausmacht – die Liebe, und ja, die Gesundheit.
Du musst darum kämpfen, dich mühen, dich selbst überwinden und schließlich den Lohn einfahren.
Dich motivieren bedeutet, dass das, was du willst, und was du kannst, dann eben auch in die Tat umsetzt – du einfach anfängst.
Es gibt keinen anderen Weg – das ist mir noch einmal klargeworden.
Ich werde dranbleiben, weiter Rückschläge einstecken, Erfolge erringen, neue Lebensqualität gewinnen.
(1) Prof. Dr. Peter Schwarz mit Dr. Stefanie Reinberger ‚WASSERFASTEN Diabetes und andere Krankheiten in nur 14 Tagen besiegen' Neueste Erkenntnisse aus der Medizin 2026, DuMont Buchverlag GmbH &Co. KG, ISBN-E-Book 978-3-7558-1197-8 (2) Auszug aus einer E-Mail von Prof. Dr. med. E.H. Schwarz, 13.06.2026, 16:36 - zitiert mit freundlicher Genehmigung von Prof. Schwarz

Es war eine brutale Zeit – brutal auf eine ganz subtile Art und Weise.
Du schaffst es nur, wenn es dir gelingt, dich immer wieder selbst zu motivieren, nicht aufzugeben, sondern durchzuhalten.
War das eine Heldentat?
Nein, ganz sicher nicht.
Und trotzdem: Ich bin unendlich stolz auf mich selbst.
Ich habe sicherlich das Fett in der Leber und in der Bauchspeicheldrüse drastisch zu reduzieren erreicht, und nebenbei habe ich noch 10,2 kg verloren.
Ich bin glücklich, dass ich es geschafft und nicht aufgegeben habe.


Es ist nicht so oft, dass sich Kunden auf diese herzliche Art bedanken.
Alexander Voigt hat das getan.
Wir waren uns schon am Telefon sympathisch und so verlief das Gespräch zwischen uns sehr harmonisch.
Alexander ist ein sehr kluger und ein sehr einfühlsamer Mensch.
Er schaffte es, mich in seine Familiengeschichte regelgerecht mithineinzuziehen.
Ich sah seine Mutter vor mir – sie lachte ansteckend, wenn Alexander ihr etwas von anderen Menschen erzählte.
Sie konnte gut backen, und ich sah den Kuchen förmlich vor mir, ich schmeckte ihn und ich spürte, wie er duftete – Pflaumenkuchen mit Quark, Pflaumen und obendrauf Streusel.
Er erzählte mir von den grandiosen Weihnachtsfesten – von einem riesigen Tannenbaum im Wohnzimmer, geschmückt mit Holzfiguren aus dem Erzgebirge, Engelchen und Weihnachtskugeln.
Oder wie er erzählte, dass er bis heute seinen Vater vermisst, der sein persönlicher Held war.
Und: Wie liebevoll es im Haus zuging und wie er und sein Bruder sehr behütet aufgewachsen sind.
Ich habe gespürt, wie Alexander seine Eltern vermisst und wie er sie geliebt hat.
Konnte ich da eine oberflächliche Rede schreiben, die vielleicht nur aus ein paar gutgemeinten Worthülsen bestand?
Nein, auf keinen Fall.
Ich wollte der Familie ein Denkmal in Worten hinterlassen, das allen Angehörigen hilft, den Schmerz über den Verlust der Mutter zu lindern,
Trost und Kraft in dieser sehr schweren Zeit zu spenden.
Lieber Alexander, das alles habe ich nur hinbekommen, weil Sie so schön erzählt haben!
Ich werde auch Sie nicht vergessen, lieber Alexander, weil Sie ein ganz besonderer Mensch sind – einer, der seiner ‚Mutt‘ einen überaus würdigen Abschied bereitet hat.
Danke!

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
UND ICH BIN ÜBERGLÜCKLICH.
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Ich bin kurz vor dem Ziel – noch ein Tag!
Heute geht es mir gut, sehr gut sogar.
Ich ziehe meine Motivation daraus, dass ich nur noch die Stunden zählen muss, bis ich es geschafft habe.
Ich fühle mich, als sei ich auf dem Rückweg von einer großen Expedition.
Noch 1 Tag!

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Ich habe es fast geschafft, aber ‚die letzten Meter‘ sind beschwerlich.
Ich fühle, wie ich langsamer bei meinen Tätigkeiten werde, mich oft hinsetzen muss.
Deshalb ist dieser Text auch sehr kurz.
In jedem Fall: Es braucht einen unbändigen Willen durchzuhalten, große mentale Stärke.
Und das nehme ich schon jetzt einmal an Erfahrung mit.
Noch 2 Tage.


Gut reden können, das wollen viele.
Gut reden können, das wollen viele. So manch einer aber scheut die Mühen, die damit verbunden sind. Das Fundament einer soliden Rede, das hängt davon ab, wie gut jemand das Handwerk des Schreibens beherrscht. Bevor die Rede fertig ist, da fließt eine Menge Schweiß, oft auf das Papier, auf das du die treffenden Worte bringen willst.
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Das Vorgespräch mit den Angehörigen ist das Fundament dafür, um eine solide, eine authentische und auch emotional wirkungsvolle Rede zu erarbeiten und sie schließlich zu halten. In sieben Punkten habe ich zusammengefasst, worauf es dabei ankommt.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Ich habe diesen Tag nun auch bald geschafft.
Ich merke, wenn ich schreibe, dass mir die Energie ein wenig fehlt.
Mir gehen laufend Rezepte und Gerichte durch den Kopf.
Und trotzdem: Ich noch durchhalten, auch wenn es schwerfällt, sehr schwer.
Morgen kann ich sagen: Nur noch zwei Tage.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Das Wochenende ist vorbei.
Ich bin erleichtert, denn du sehnst dich ja doch an diesen freien Tagen nach einem Kaffee, vielleicht einem Stückchen Kuchen und einem schönen Frühstück und Mittagessen.
Das alles ist ausgefallen.
Stattdessen gab es Wasser und Tee.
Heute morgen hatte ich mich bereits angekleidet und wollte im Park Nordic Walking betreiben.
Aber mir wurde schwindlig.
Und so habe ich mich erst einmal wieder eine Weile auf das Bett gelegt.
Dann bin ich 30 Minuten auf unserem Flur gelaufen.
Der ist sehr lang und so habe ich 3124 Schritte absolviert.
Der Gedanke ans Essen lässt mich nicht mehr los.
Aber ich halte durch, ich werde den nötigen Willen noch aufbringen.
Noch 4 Tage.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Ich bin heute motiviert.
Ich fühle mich gut, und ich spüre Energie in mir etwas anzupacken, neue Pläne zu schmieden.
Dabei ist es andererseits immer noch hart, so gar nichts, aber auch wirklich nichts zu sich zu nehmen, ausser Wasser und Fencheltee.
Ich habe jetzt 7, 7 kg abgenommen.
Klara freut sich, dass es mir so gut geht.
Sie ist inzwischen begeistert, dass mir meine Jeans wieder passt.
Ich höre stets zwei Stimmen in meinem Ohr.
Die eine sagt: „Hör‘ auf, es reicht, du hast genug getan. Andere fasten nicht einmal 9 Tage.‘
Und die andere Stimme flüstert: ‚Mach‘ weiter, schau dir, an was du bisher geschafft hast. Mach‘ weiter!
Ich höre auf die Stimme, die mich motiviert weiterzumachen.
Ich hoffe, morgen wird es leichter.
Dann ist das Wochenende vorbei und ich kann anfangen wirklich die Tage runterzuzählen.
Ich male mir schon aus, wie es sein wird, wenn ich es geschafft habe.
Mir ist, als würde ich dann mit einem Schlitten den Nordpol erreicht haben.
Ich will durchhalten. Ich glaube an meine Energie, an meinen Willen, es durchzuziehen.
Noch 5 Tage.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Ich fühle mich gut.
Ich habe seit Beginn des Fastens insgesamt 7,25 kg abgenommen.
Der Kreislauf ist stabil und die Blutdruckwerte sind genauso, als würde ich die Tabletten einnehmen.
Ich habe sie während des Wasserfastens abgesetzt.
Gestern hatte ich ein Treffen mit meinem Freund Marian.
Er ist Kammertänzer am Staatsballett Berlin.
Seine Frau ist ebenfalls Tänzerin, Primaballerina.
Beide trainieren sehr hart, jeden Tag mehrere Stunden.
Und deshalb ist das Kompliment von Marian, dass ich schon so lange durchgehalten habe mit dem Fasten, für mich nicht mit Gold aufzuwiegen.
Ich hätte nicht gedacht, dass es so brutal wird.
Dabei kann ich gar nicht sagen, dass ich unbedingt ein Hungergefühl hätte.
Heute Mittag habe ich beobachtet, wie Klara und Krümel Stampfkartoffeln und Fischstäbchen gegessen haben.
„Opa, setzt dich doch zu uns“, sagte Krümel.
Sie wollte nicht, dass ich allein im Arbeitszimmer saß.
Ich habe mich auf einen Stuhl gesetzt, ein Glas Wasser vor mich hingestellt und den beiden zugeschaut.
„Prost, Opa“, sagte Krümel.
Sie hob ihr Glas mit Saft und wir stießen gemeinsam an.
Ich glaube, es ist für mich besonders am Wochenende mental sehr hart, durchzuhalten.
Den Sonntag muss ich auch noch überstehen.
Am Montag, ja da werde ich die Tage runterzählen, es sind dann ja nur noch vier.
Ich habe Klara schon mal meine Essenswünsche für das kommende Wochenende kundgetan.
Am Samstag Senfeier, Sonntag Rouladen.
Ich weiß, wahrscheinlich ist das ein zu großer ‚Hammer‘ für meinen Körper.
Aber es fühlt sich gut an, wenn ich mir das vorstelle.
Am Samstag, nach den 14 Tagen Wasserfasten, da schalte ich sofort wieder in den Modus ‚acht Stunden essen und 16 Stunden Fasten‘ um.
Das kommt mir jetzt wie eine leichte Übung vor.
In jedem Fall: Ich muss durchhalten. Ich will durchhalten.
Ich werde durchhalten.
Noch 6 Tage.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Ich halte durch, trinke viel Tee und Wasser.
Trotzdem schaue ich sehnsüchtig auf den Kalender, zähle immer wieder die Tage bis zum Ende, wenngleich ich sie ja im Kopf habe.
Ich treffe mich heute mit einem guten Freund, Marian Walter.
Obwohl wir einen Altersunterschied von 32 Jahren haben, verstehen wir uns gut, vielleicht sogar gerade deshalb.
Er war viele Jahre Solo-Tänzer am Staatsballett Berlin.
Seine Frau ist es immer noch, und sie tanzt auf allen bekannten Bühnen in dieser Welt – die Prima Ballerina Iana Salenko.
Marian ist ebenfalls noch aktiv, hat noch viele Auftritte.
Er treibt nach wie vor sehr viel Sport, hält sich fit, ernährt sich gesund.
Da ist er ein riesiges Vorbild für mich.
Gerade, dass er täglich große Strecken läuft, sich selbst motiviert, das finde ich schon stark.
Wir wollen heute unsere Erfahrungen austauschen.
Das ist immer lustig, locker und ohne irgendwelche Spitzfindigkeiten.
Wir haben den gleichen Humor und deshalb sind die Treffen zwar selten, aber stets inspirierend – für beide Seiten.
Das wird mir Kraft geben, weiter durchzuhalten.
Noch 7 Tage.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Gestern war ich so weit, abzubrechen.
Ich hatte nach meiner Rede einen Schwächeanfall.
Gott sei Dank war alles zu Ende, und so ist es kaum aufgefallen.
Meinen beiden Kollegen schon.
Sie haben mich bis zum Parkplatz untergehakt und einer hat meine Tasche getragen.
Was war passiert?
Ich fühlte mich gut, hatte noch einen Schluck Wasser getrunken und die Flasche im Auto gelassen.
Das war mein Fehler.
Es war schwül, die Mücken stachen und der Mund war trocken.
Ich hätte vor der Rede noch etwas trinken müssen.
Meine Kollegen rieten mir sofort davon ab, mit dem Fasten weiterzumachen.
Verständlich, von ihrer Position aus.
Als ich im Auto saß, da habe ich überlegt, wie es weitergehen sollte.
Aufhören oder durchhalten?
„Du hast lange genug durchgehalten“, sagte meine Frau.
Hatte ich das?
Nein, es waren ja erst 5 Tage vergangen.
9 Tage lagen noch vor mir.
Und was war mit der Ketose, die ja erst jetzt so richtig einsetzen sollte?
Einen kleinen Erfolg konnte ich schon registrieren, als ich meine Anzughose wieder auszog.
Ich streifte die Hosenträger ab und wollte vorn die Knöpfe aufmachen.
Das musste ich nicht, denn die Hose rutschte sofort im Ganzen nach unten.
Sonst war sie immer ein bisschen zu eng.
Ich habe den ganzen Tag überlegt, was ich tue.
Meine Kollegen hatten mir abgeraten, meine Frau machte sich Sorgen.
Was also sollte ich tun?
„Ich mach‘ weiter, und ich verspreche dir, wenn es mir schlecht geht, dann breche ich ab“, sagte ich zu Klara.
„Du musst wissen, was du tust“, entgegnete sie und meinte eigentlich, „du handelst unverantwortlich.“
Aber ich stellte mir vor, wenn ich gleich aufhören würde.
Ich könnte vielleicht eine Brühe zu mir nehmen, eine Scheibe Schwarzbrot dazu essen.
Am nächsten Tag käme dann ein schönes Frühstück hinzu.
Aber wie würde es mir gehen, wenn ich das tun würde?
Körperlich sicherlich besser.
Aber mental?
Ich würde mir Vorwürfe machen, dass ich nicht gekämpft hatte.
Heute morgen bin ich früh aufgestanden und im Park gelaufen.
Ich fühlte mich gut, und ich habe sogar noch Liegestütze gemacht.
Mein Entschluss stand fest: Ich würde weitermachen.
Heute war ich bei einem Kunden, um die Inhalte für eine Rede zu besprechen.
Es lief super, und ich war hochkonzentriert.
Er hatte mir Kekse hingestellt.
Ich habe dankend abgelehnt und nur um ein Glas Wasser gebeten.
Ich wollte den Fehler nicht wiederholen und zu lange auf das Wassertrinken hinauszögern.
Ich habe gestern Abend noch zur Ablenkung die Sendung ‚Mein Lokal, dein Lokal‘ gesehen.
Sonst lese ich meistens nebenher.
Aber dieses Mal, da habe ich genau verfolgt, wie das Essen zubereitet wurde.
„Der Kloss ist mir viel zu hart“, sagte eine Teilnehmerin.
„Das wäre mir egal, ich würde ihn auf jeden Fall essen“, sagte ich zu Klara.
Die entgegnete nichts. Ihr Gesichtsausdruck war eindeutig.
So als wollte sie sagen: „Selber schuld, dass du weitermachst.“
Ich werde weitermachen.
Noch 8 Tage.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Es fällt mir schwer durchzuhalten, sehr schwer.
Und da kam die Audio-Nachricht von meiner Enkelin heute morgen genau richtig.
Ich erzähle ihr jeden Tag eine kleine Geschichte von einer Scheune, die wir besitzen, nur virtuell natürlich.
Darin leben verschiedene Tiere – Bobby, der Hund, Penny, die Katze,
Pipeva, der freche Spatz, Az und Teki, zwei Lamas.
Und nun ist ein Huhn dazugekommen.
Es stammt aus Orpington, in der englischen Grafschaft Kent.
Ich habe die Idee von unserem Hausmeister, der mehrere Hühner gekauft hat.
Wenn ich ihn treffe, dann frage ich ihn immer danach, wie es seinen Hühnern geht.
Manchmal erzählt er, dass er mit den Waschbären Ärger hat.
Oder am Anfang hatten die Hühner mächtige Angst vor seinem Schäferhund.
Sie haben sich gleich hingeschmissen, wer der in den Stall kam.
„Wenn ihr euch hinlegt, dann werdet ihr gleich gefressen, hat der Hausmeister mit ihnen geschimpft.
Nun habe ich ein Huhn in meine kleinen Geschichten eingebaut und Krümel gefragt, wie es heißen soll.
Heute morgen hatte ich die Antwort: ‚Mia‘, soll das Huhn heißen.
Krümel sagte dann noch: „Opa, ich unterstütze dich!“
Das hat sofort mein Herz erwärmt.
Es gibt mir Kraft, weiterzumachen.
Sie hat es mitgekriegt, weil wir am Kindertag auf dem Schulhof mit ihr, gemeinsam und anderen Kindern, ein kleines Fest gefeiert haben.
„Willst du eine Bratwurst essen, Opa?“, fragte sie mich.
„Ich will schon, aber ich darf nicht“, habe ich ihr geantwortet.
„Ich esse 14 Tage nichts und trinke nur Wasser.“
„Opa, ich find‘ das gut, dass du das machst, dann lebst du noch lange.“
„Ja, das hoffe ich auch“, habe ich geantwortet.
Und nun hat sie mir eben noch einmal über die Audio-Aufnahme gesagt, dass sie mich unterstützt.
Vielleicht klingt es ein wenig naiv für einen Außenstehenden.
Aber mir bedeutet es viel, sehr viel.
Es gibt mir die Kraft, weiterzumachen, einfach dranzubleiben.
Heute halte ich eine Rede im Friedwald, 15.00 Uhr.
Ich werde es schaffen und gut vorbereitet sein.
Jetzt bin ich raus aus den zweistelligen Ziffern – nur noch 9 Tage.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Ich fühle mich wieder wohl, nachdem ich gestern im Fitnesscenter einen Schwächeanfall hatte.
Ich werde heute nur im Park laufen und einige Übungen machen.
Ein kleiner Härtetest war gestern das Schulfest meiner Enkelin.
Dort gab es Bratwurst, einen Kuchenbasar und einen Eisstand.
Ich verspürte keinen Hunger, nur die Sehnsucht, auch einfach in eine Bratwurst zu beissen.
Anschliessend waren wir noch im Lindencenter und haben ein Eis gegessen.
Wir, das ist ist nicht präzise genug.
Klara und Krümel natürlich nur.
Abends war ich müde und bin ziemlich schnell eingeschlafen.
Ein Vorteil jetzt, denn dann ist der Tag für mich nicht so lang.
Ich bin froh, dass ich aktuell nicht so viele Reden auszuarbeiten habe.
Morgen habe ich einen Termin und muss auf einer Trauerfeier sprechen.
Ich bin aber optimistisch, dass ich das auf jeden Fall schaffen werde.
Ich bin gut vorbereitet und nehme eine große Flasche Wasser mit.
Ich fange an darüber nachzudenken, wie ich nach dem Wasserfasten weiter agieren werde.
Wahrscheinlich werde ich zu meinem schon erprobtem Programm übergehen: 8 Stunden essen, 16 Stunden fasten.
Ich haben von Januar bis heute 13, 7 kg abgenommen.
In der Zeit des Wasserfastens sind es allein
4, 75 kg.
Ich freue mich, dass Klara jetzt voll hinter mir steht.
Nachdem sie anfangs sehr besorgt war und sich vehement gegen meinen Entschluss, zwei Wochen nichts zu essen und nur Wasser zu trinken, ausgesprochen hatte, da hilft sie mir jetzt.
Sie kocht Tee, fragt, was sie für mich tun kann, und sie ist vor allem mental auf meiner Seite.
Das gibt mir viel Kraft.
Ich hätte selbst nicht gedacht, wie hart es für mich werden würde.
Manchmal, da denke ich: ‚Willst du wirklich 14 Tage durchhalten?‘
Ja, ich will.
Das wird noch hart, ich weiss es.
Aber irgendwie bin ich jetzt in dem Rhythmus drin und absolviere meine Tage in Ruhe.
Ich setze mir Ziele, die nicht so weit weg sind.
Morgen habe ich die Rede zu halten.
Da muss ich mich noch vom Sprechtraining vorbereiten.
Donnerstag habe ich ein Vorgespräch zur Ausarbeitung einer Rede.
Freitag holen wir Krümel von der Schule und fahren sie zum Aikido- Training.
Anschließend kommt sie mit zu uns und wird am Wochenende bei uns bleiben.
Das lenkt mich auch wieder ab.
Gestern war ich im Fitness-Center nach meinem Zusammenbruch kurz davor, das Wasserfasten abzubrechen.
Aber heute, da bin ich wieder guter Dinge.
Ich werde es schaffen.
Daran glaube ich fest.
Noch 10 Tage.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Ich musste heute Morgen mein Training im Fitness-Center abbrechen, weil mir schwarz vor Augen wurde.
Ich habe es unterschätzt, was passiert, wenn die Energiezufuhr drastisch reduziert, faktisch auf Null gesetzt ist.
Als ich wieder aus dem Raum heraus war, und ich frische Luft einatmen konnte, da ging es mir wieder besser.
Ich bin dann durch den Parkt zurückgelaufen und mir ging es dabei gut.
Also werde ich ab morgen meine Schritte im Park machen.
Vielleicht nicht 10.000 aber 6000 schon.
Außerdem gibt es dort eine Treppe, an deren Geländer ich sehr gut einige Übungen absolvieren kann – Fersen heben und senken zum Beispiel.
Das muss jetzt solange gehen, bis ich Tag 14 erreicht habe.
Ansonsten geht es mir gut.
Ich staune, denn ich verspüre kein Hungergefühl.
Nur, als ich heute morgen auf dem Weg zum Park war, da hielt an der Kreuzung ein LKW mit einer Werbung von Harry-Brot.
Mein Blick ging sehnsuchtsvoll hinüber zu dem Bild, auf dem verschiedene Brotsorten abgebildet waren.
Ich weiß nicht, wann ich mir jemals so intensiv verschiedene Brotsorten auf einem Foto angesehen habe.
Ich habe den Eindruck, dass ich die schwerste Zeit hinter mir liegt.
Der Sonntag gestern, der war schon schwer für mich.
Vielleicht rede ich es mir auch nur ein.
Als Klara heute das Frühstück zubereitet hat, da hat es mich nicht gestört, die Gerüche aus der Küche wahrzunehmen, gut den Duft des Kaffees schon.
Aber dann denke ich: nach den 14 Tagen kannst wieder alles genießen, im Rahmen natürlich.
Nur noch 11 Tage.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Die Euphorie des Anfangs, die ist weg.
Ich fühle mich gut, ein wenig schwindlig vielleicht.
Ich versuche nicht daran zu denken, wie viel Tage noch vor mir liegen.
Gestern Abend bin ich ziemlich erschöpft ins Bett gegangen und auch gleich eingeschlafen.
Es ist schon komisch, wenn du gar nichts isst.
Keinen Kanten Brot, kein Brötchen, nichts.
Nur Wasser, aber darauf habe ich mich nun konzentriert.
Klara hat mir eine schöne Karaffe herausgestellt, und ich trinke nicht mehr aus der Flasche, sondern gieße mir das Wasser in ein Glas ein, das wir noch von unserem Auslandsstudium in den 80er-Jahren aufbewahrt haben.
Es trinkt sich ganz anders, irgendwie schöner.
Klara hat mir eine Zitronenscheibe ins Glas gegeben.
Ich denke, das wird nicht gegen die Regeln verstoßen.
Ansonsten habe ich heute morgen am Schreibtisch gesessen und an einem Redetext gearbeitet.
Zugegeben, es fiel mir schwerer. Nicht, weil ich Hunger verspürte, sondern weil ich mehr Energie aufbringen musste, um mich zu konzentrieren.
Während ich schrieb, da kreiste eine kleine Mücke vor meinem Bildschirm und vor meiner Nase.
Sie störte mich mit der Zeit und ich schlug mit der Hand nach ihr, vergebens.
Doch plötzlich war sie vor meinem Mund und ich musste schrecklich Husten.
Ich glaube, ich habe sie verschluckt.
Also doch Fleisch gegessen, aber nicht mit Absicht.
Ich komme insgesamt gut klar.
Ein bisschen dröhnt mir der Kopf.
Aber das wird schon wieder vergehen.
Ich halte mich ein bisschen an die Devise, die mir mein Vater mal früher gesagt hat.
Nämlich: „Es sind nicht die Höhen, die dir Angst machen sollten, sondern die Täler, die du Tag für Tag durchschreiten musst.“
Aber ich habe keine Angst, nur unheimlich Respekt vor dem, was mich noch in den nächsten Tagen erwartet.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Samstag, 30.05.2026, kurz nach fünf Uhr.
Mich hielt es nicht mehr im Bett.
Ich war aufgeregt, so als würde ich mich auf eine Klassenfahrt vorbereiten.
Dabei ging es ja heute nirgendwo hin, höchstens zum Klo.
Ich musste ja heute abführen, mit Bittersalz.
Mir graute davor, aber ich würde es tun, ohne mit der Wimper zu zucken.
Ich bereitete alles vor – eine Flasche stilles Wasser, 1 Liter.
Dann füllte ich die Wasserflasche mit Leitungswasser auf, 1, 5 Liter.
Nun kam der Fencheltee dran: Ich nahm den Behälter, in dem ich genau einen halben Liter abmessen konnte.
Ich schüttete das Wasser in den Kocher und tat den Teebeutel in die Tasse, auf der im Innenrand ‚Für kluge Köpfe‘ eingraviert war.
Naja, noch war ich überzeugt, dass es klug war, all dies zu tun.
Ich nahm den Tee und die beiden Wasserbehältnisse mit hinter in mein Arbeitszimmer und stellte sie auf dem kleinen Tisch neben dem Schreibtisch ab.
Es war wie ein Ritual für mich.
Jetzt aktualisierte ich noch schnell die Excel-Liste, in die ich die Werte eintragen wollte – Blutdruck, Herzschlag und Gewicht.
Der Blutdruck lag bei 138/88, Puls bei 67.
Ich hatte mich heute morgen auch auf die Waage gestellt – 124,05 kg.
Gestern waren es noch 123,2 kg.
Wie konnte das passieren?
Ich hatte gestern noch einmal zugeschlagen, dass getan, was zu meinem Übergewicht über Jahre geführt hatte:
Morgens, bevor ich zum Training ging, zwei Bananen gegessen.
Mittags Bratkartoffeln mit einem kleinen Stück Fleisch.
Und nachmittags Erdbeeren mit ein bisschen Schlagsahne und einer Eiskugel.
Klar, das waren sie, die eigentlichen Gründe, warum ich jetzt mit meinem Gewicht kämpfte.
Aber es war wie ein Sog, es zu tun, denn ich hatte das Gefühl, dass es quasi eine ‚Henkersmahlzeit‘ war, die ich einnahm.
Also, das Ziel, mich achtsam auf das 14-tägige Fasten vorzubereiten, das hatte ich schon mal verpasst.
Obwohl: Ich hatte ja nach 16.00 Uhr am gestrigen Tag nichts mehr gegessen.
Ein schwacher Trost vielleicht.
Aber während ich gedanklich noch einmal durchgehe, was ich gestern gegessen hatte, lief mir das Wasser im Mund zusammen.
Keine Angst, ich bleibe standhaft.
Außerdem wusste ich ohnehin, dass diese Art der Ernährung vorbei war, wenn ich nachhaltige Ergebnisse erzielen wollte.
Aber es war gestern wie ein Sog, noch einmal richtig zu sündigen.
Heute war ich nun wieder ‚unschuldig‘, und es konnte losgehen.
Links von mir, da liegt ein kleines Buch, in das ich die Tabelle hineingeklebt habe, und in die ich nun alle Werte eintragen werde.
Krümel hatte mir gesagt: ‚Opa, das Buch ist doch gut für deine ‚Tu-Tu-Listen‘.
Das Wort hatte sie mal aufgeschnappt, weil ich nach einer richtigen Vorlage für meine To-do-Listen suchte.
Jetzt stand dort Tag 1 – 30.05., und die Werte waren bereits eingetragen.
Die größte Herausforderung, nämlich das Bittersalz einzunehmen, das hatte ich noch ein bisschen herausgeschoben.
Ich fühlte mich gut, auch wenn ich nichts gegessen hatte, setzte mich sofort an den Schreibtisch und begann damit, meine Rede für die nächste Woche zu erarbeiten.
Danach aber, da habe ich das kleine Fass mit dem Bittersalz aufgedreht und genau 15 g abgemessen.
Klara hatte dafür die ideale Waage.
Ich rührte das Salz und das Wasser um und trank es in einem Zug aus.
Es schmeckte scheußlich.
Nachdem ich ein bisschen gewartet hatte, trank ich einen Liter Stilles Wasser aus der bereitgestellten Flasche hinterher.
„Koch dir doch noch einen Fenchel-Tee hinterher“, rief Klara vom Balkon.
Keine so schlechte Idee, dachte ich.
Die Tasse war bereits abgekühlt und ich begann den Tee ebenfalls noch austrinken.
Und jetzt?
Ja, ich warte mal ab, was passieren wird.
In jedem Fall – ich habe angefangen, und ich bin hochmotiviert.
Tag 1 werde ich wohl ohne größere Probleme überstehen, hoffentlich.
Der Zug rollte bereits und die Reise zu einem gesünderen Leben hatte begonnen.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Noch ein Tag, dann beginne ich mit dem Fasten.
Nicht irgendein Fasten. Nein. Es ist das Wasserfasten.
Ich kannte diese Art des Fastens gar nicht, und ich bin nur per Zufall darauf gestoßen.
Ich habe schon viel unternommen, um mein Gewicht zu reduzieren, mal halbherzig, dann wieder mit viel Energie.
Was ich bis jetzt konsequent durchhalte, und zwar seit nunmehr über anderthalb Jahren, das ist das Fitness-Training, das ich viermal in der Woche betreibe.
Ich stehe konsequent 04.30 Uhr auf, laufe mit Nordic Walking Stöcken durch den Park und bin gegen 06.00 Uhr für eine Stunde an verschiedenen Geräten im Trainingsraum.
Zurück geht es wieder per Nordic Walking und im Park mache ich ebenfalls noch ein paar Übungen.
Es ist anstrengend, und es kostet wahnsinnige Überwindung.
Doch ich schaffe es immer wieder, mich aufzuraffen.
Danach bin ich hochmotiviert.
Klara würde mich am liebsten noch am Wochenende dorthin schicken.
„Du hast stets gute Laune, wenn du zurückkommst“, begründet sie diesen Wunsch.
Anfang des Jahres wog ich 133 kg.
Adipositas pur!
Ich habe in fünf Monaten das Gewicht auf 123 kg reduzieren können.
Der Grund für diese sehr gute Entwicklung liegt vor allem darin, dass ich zwar immer noch nicht gesund genug esse, aber dafür nicht mehr über den ganzen Tag.
Ich frühstücke, esse gegen 13.00 Uhr Mittag und dann ist Schluss.
Gut, einen Kaffee schwarz noch gegen 15.00 Uhr.
Jetzt stagnierte es irgendwie.
Also haben ich mich vor drei Wochen entschlossen, zum 36-Stunden-Fasten überzugehen, einmal wöchentlich.
Ich habe es dienstags gegen 16.00 Uhr begonnen und dann bis Donnerstagfrüh durchgezogen.
Die Resultate von drei Durchgängen: Ich verlor jedes Mal ca. 2 Kg an Gewicht, aber letztlich waren es im Wochendurchschnitt dann doch nur 1 Kg.
Ich habe selber über mich gestaunt, dass ich dreimal durchgehalten habe, nicht aufgeben wollte.
Doch das Ergebnis hat mich nicht zufriedengestellt.
Und nun kam der Zufall hinzu.
Ich scrollte vor Pfingsten auf Instagram umher und fand einen Beitrag von Prof. Schwarz aus Dresden.
Wasserfasten, 14 Tage, das sollte es sein.
Was mich besonders neugierig machte:
Prof. Schwarz sprach davon, dass es gar nicht in erster Linie um die ausschließliche Gewichtsreduktion ginge, sondern vielmehr darum, das Fett aus der Leber und der Bauchspeicheldrüse herauszubekommen.
Das ist ja offensichtlich der eigentliche Killer, wenn man an Krankheiten wie eben Diabetes oder Bluthochdruck denkt.
Mir wurde bei dem Gedanken gerade zu mulmig.
Hatte ich doch über Jahre und Jahrzehnte das alles zugelassen.
‚Wie konntest du es nur so weit kommen lassen?‘, fragte ich mich.
Aber mein Wille ist ungebrochen, etwas für die Gesundheit zu tun, möglichst nachhaltig.
Es lohnt sich deshalb nicht zurückzublicken.
Nein, ich will noch etwas nach vorn bewegen.
Also kaufte ich mir vor dem Pfingstfest das E-Book ‚Wasserfasten.
Diabetes und andere Krankheiten in nur 14 Tagen besiegen‘ (1)
Ich begann sofort darin zu lesen.
Der Autor beschreibt in der Einleitung, wie er selbst anfangs als Schulmediziner das Fasten kritisch beäugt hat.
Es ist interessant zu lesen, wie er als Präsident des Internationalen Diabetes Verbandes‘ zum Fasten gekommen ist und welche Zufälle
dabei eine Rolle spielten. (2)
Warum ist das nicht unwichtig für mich?
Nun, weil ich kein Mediziner bin, selber Mühe habe, manche wissenschaftliche Fakten, oder wie es jetzt immer so schön heißt,
evidenzbasierte Informationen nachzuvollziehen.
Die Art, wie der Autor schreibt, nicht von oben herab, sozusagen nicht als ‚Halbgott in Weiß‘, sondern vielmehr als sympathischer Mensch, mit Zweifeln behaftet, sicher auch der Kritik von ärztlichen Kollegen und Kolleginnen ausgesetzt – die hat mich überzeugt, mich auf dieses unbekannte, für mich völlig fremde Terrain zu begeben.
Klara hat all das mit Misstrauen verfolgt, mit sehr viel Misstrauen.
„Du, ich habe den Professor auf Instagram gesehen, das musst du dir mal anhören.“
Klara erwiderte nichts.
Dafür sprach ihr Gesichtsausdruck Bände.
„Schon wieder so ein Quatsch von irgendeinem Spinner, und wer fällt drauf rein? Mein Mann, natürlich, wer auch sonst!“, so oder ähnlich mussten ihre Gedanken in dem Moment gewesen sein.
Naja, ich liebe meine Frau, und ich brauche sie an meiner Seite.
Aber sie ist eben norddeutsch geprägt, und die Menschen musst du immer wieder neu erobern, sie für dich und eine Sache, die lohnenswert erscheint, gewinnen.
Dazu war ich bereit, gerade in dieser für mich wichtigen Situation.
Durch Zufall bekam ich mit, dass genau zu dem Buch in der ARD-Mediathek ein Interview mit Prof. Schwarz aufgezeichnet worden
war.
Wir haben es uns gemeinsam angesehen.
Klara hat es mit Schweigen quittiert. Ein Riesenfortschritt, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht so schien.
„Ich werde das Wasserfasten wiederholen müssen, wahrscheinlich alle drei Monate‘, sagte ich zu ihr.
Ein schwerer Fehler, wie ich gleich merkte.
„Der Professor hat doch gesagt, dass er es selbst nur alle 9 Monate wiederholt“, antwortete sie schnippisch und ablehnend.
„Ach, guck an, das hast du dir gemerkt‘, sagte ich und merkte, wie mein Puls allmählich doch anschwoll.
„Ich will das machen, ich weiß noch nicht alles, vieles kann schieflaufen, aber dann kann ich immer noch abbrechen“, sagte ich zu ihr, jetzt schon energischer.
Sie merkte, dass sie mich nicht umstimmen konnte.
Dann wurde Klara kreativ.
„Hier ist Fencel-Tee und in der Abstellkammer lagert genügend Wasser.
Aber das Bittersalz besorgst du dir selber aus der Apotheke“, lenkte sie schließlich ein.
Jetzt sitze ich noch vor dem Computer und warte darauf, dass mich Klara zum Essen ruft.
Das wird meine ‚Henkersmahlzeit‘ habe ich noch gescherzt, doch Klara hat das unkommentiert so stehen lassen.
Ich bin ein wenig aufgeregt.
‚Werde ich es durchhalten?‘
Wie wird es mir nach einem Tag und dann nach zwei Tagen gehen?‘
Ein bisschen bin ich durch die 36 Stunden Fastenzeit trainiert.
Aber das hier, das war eine ganz andere ‚Hausnummer‘.
Es ist, als würde ich eine Rakete besteigen, um zum Mond zu fliegen, oder wie Boris Hermann, der allein die Welt umsegelt hat.
Es ist irgendwie etwas Spannendes, Abenteuerliches, eine Herausforderung, vielleicht eine derjenigen, die mein restliches Leben prägen werden.
Ich werde jeden Tag hier auf dem Blog in der Reihe ‚Aus dem Tagebuch eines Übergewichtigen‘ ein wenig darüber berichten – was ich fühle, wie es mir geht, was ich denke.
Morgen, am Samstag, den 30. Mai geht es los.
Ich werde es schaffen.
(1) Prof. Dr. Peter Schwarz mit Dr. Stefanie Reinberger ‚WASSERFASTEN Diabetes und andere Krankheiten in nur 14 Tagen besiegen' Neueste Erkenntnisse aus der Medizin 2026, DuMont Buchverlag GmbH &Co. KG, ISBN-E-Book 978-3-7558-1197-8 (2) ebenda

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Vom Glück des kleinen Moments. Es war der 1. Weihnachtsfeiertag. Krümel hatte die Geschenke bereits alle unter dem Weihnachtsbaum gesichtet. Sie hatte sich riesig gefreut, dass sie einen Roller geschenkt bekam. Nun, wo sich alles ein wenig gelegt hatte, da war sie in mein Arbeitszimmer gelaufen. Sie hatte den Stuhl weggeschoben und stand vor dem Schreibtisch. Die Oberfläche war mit Malutensilien übersät.

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Als Trauerredner spüre ich oft bei den Trauernden, dass die Worte des ‚Vater unser‘ nicht nur Trost spenden. Sie geben auch Hoffnung in einer Situation, in der es scheint, dass das Leben nicht weitergehen kann. Die Zeilen versprühen Hoffnung, ja auch Energie und den Glauben, dass sie auch den verstorbenen Menschen erreichen.
Mehr lesen: Auf das Cover klicken


(Der Brief ist mit freundlicher Genehmigung von Annette Ernst in diesem Beitrag veröffentlicht worden.)

Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Es gibt Menschen, denen begegnest du und im gleichen Moment hast du sie auch schon aus deinem Gedächtnis gestrichen. Nicht so beim ‚Navy Seal‘ – einem Menschen mit klaren ethischen Regeln im Umgang mit sich und mit anderen. Einer, der klar redet, hart ist, aber vor allem zu sich selbst. Ich bin froh, dass ich ihn getroffen habe, in einem Fitness-Center im Berliner Umland. Er hat meinen Alltag bereichert. Und ich hoffe, dass es auch noch so im nächsten Jahr bleibt. Warum das so ist, das versuche ich in meinem kleinen Beitrag zu erklären.

Fitness-Center, irgendwo im nördlichen Umland von Berlin – wir standen davor und warteten darauf, dass die Tür aufging.
Es war kurz vor sechs Uhr, 05.47 Uhr.
Ich erinnere mich so genau, weil ich gerade auf die Uhr schaute, als neben mir eine Stimme in mein Ohr raunte: „Die Zeit geht auch nicht schneller vorüber, wenn du laufend auf die Uhr starrst“.
Die Stimme gehörte dem ‚Navy Seal‘.
Er ist ein harter Hund, trainiert hart, ist sportlich fit und ich kann mir von ihm eine Menge abschauen.
05.55 Uhr: Ein Mitarbeiter des Clubs schloss die Metalltür auf, schob sie an die Wand, um sie dann einzuhaken.
Wir gingen hinein, zogen uns um und dann ging es los, mit dem Schwitzen.
Ich musste daran zurückdenken, wie alles angefangen hatte.
Vor gut einem Jahr:
Ich war erst vormittags da, aber es war mir zu voll.
„Du musst die Geräte in dieser Reihenfolge absolvieren“, sagte mir ein älterer Herr.
Vielleicht war er sogar jünger, als ich es war.
„Ich muss hier überhaupt nichts“, sagte ich zu ihm und drehte ihm den Rücken zu.
Sicher, ich war unhöflich, aber ich war auch gereizt.
„Ich geh‘ da nicht mehr hin“, sagte ich beim Frühstück zu meiner Frau.
„Warum nicht?“, fragte sie und man merkte ihr an, dass sie enttäuscht war.
Sie hatte mich auf das Fitness-Center aufmerksam gemacht.
„Da sind Leute, die denken, sie könnten dir sagen, wo es langgeht in der Welt.
Und manche laufen da rum, grüßen nicht, verkünden aber schon durch ihre Körpersprache, dass du es nicht wert bist, dass sie sich mit dir abgeben“, antwortete ich.
„Du bist sonst so klug, willst alles wissen, hast so viel in deinem Leben gestemmt, und da lässt du dich so runterziehen“, sagte sie zu mir.
„Ich bin da der wahrscheinlich dickste und älteste Sack, und ich habe einfach Minderwertigkeitsgefühle“, entgegnete ich.
Es vergingen ein paar Wochen, bevor ich mich entschloss, es doch noch einmal zu versuchen.
Ich wollte es ganz früh probieren. Das hatte den Vorteil, dass ich dann meine Termine am Tag in Ruhe wahrnehmen konnte.
So begann ich also erneut, regelmäßig ins Fitness-Center zu gehen.
Diesmal gleich zu sechs Uhr, wenn noch nicht so viele da waren.

Eines Tages kam ich in die Umkleidekabine und sah, dass sich jemand an meinem Fach herumdrückte.
„Das ist mein Fach“, sagte ich“, und schaute einem recht durchtrainierten Trainingskollegen ins Gesicht.
„Gut, dann nehme ich ein anderes“, sagte der kurz angebunden.
Das beeindruckte mich.
Ich hätte wahrscheinlich mit dem anderen herumdiskutiert, der mir gesagt hätte, „das ist mein Fach“.
Seine ruhige Reaktion nötigte mir Respekt ab.
Wir kamen ins Gespräch und stellten so manche Gemeinsamkeit in den Anschauungen und auch im beruflichen Werdegang fest.
„Was bringen dir eigentlich die Übungen, die du so absolvierst?“, fragte er mich eines Tages.
Ich war verblüfft, dass er mich das fragte.
Im Stillen hatte ich ja gedacht: „Der zieht doch selbst nur an den ‚Drahtseilen‘ und geht ansonsten hier ein wenig umher.“
Ich sollte mich täuschen, sehr sogar.
Im Verlaufe der weiteren Trainings gab er mir Tipps, die faktisch meinen Trainingsablauf auf den Kopf stellten.
Ich lernte von ihm, was isometrische Übungen waren.

Er zeigte mir, wie ich am ‚Strength Hammer‘ richtig trainierte oder einfach bei der Brustpresse effektiv war.
Zwischendurch sprachen wir auch mal über unsere Erlebnisse aus der Vergangenheit.
Mir wurde schnell klar, dass er über Jahre hart trainiert hatte, sehr hart sogar.
Mit wem konnte ich ihn vergleichen, und wie sollte ich ihn für mich nennen?
Ich erinnerte mich daran, wie fasziniert ich die Dokumentationen über die Ausbildung der Navy Seals verfolgt hatte.
Diese mentale Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen, nicht aufzugeben, einfach weitermachen und dranbleiben – die hatten mich schon immer beeindruckt.
Und nun war klar: „Ich nenne dich ab sofort Navy Seal“, sagte ich zu ihm.
Er schmunzelte nur, was ich als Zustimmung verstehen wollte.
Es war einfach so, dass ich in den vergangenen Wochen so viel von ihm gelernt hatte, dass er für mich schlichtweg zum Vorbild geworden war.
Klara wusste, dass ich im Umgang mit anderen Menschen inzwischen nicht mehr so gutgläubig war und lieber mal hinterfragte, was für eine Persönlichkeit dahinter verbirgt.
„Der muss ja wirklich, was auf dem Kasten haben, so wie du über ihn sprichst“, sagte Klara zu mir.
„Hat er“, nickte ich zustimmend.
Dabei war ich es gewohnt, dass die Leute mich bestaunten – für das, was ich so im Leben alles geleistet hatte.
Aber in einem war ich völlig zurückgeblieben – in dem Streben, körperlich hart zu trainieren, kontinuierlich Übungen am Tag zu absolvieren, das Übergewicht zu reduzieren.
Und da war der Navy Seal einfach ein Vorbild für mich.
Ich habe so viel von ihm inzwischen gelernt, einfach, weil er die Übungen einfach erklärte, Zusammenhänge herstellte und vieles praktisch demonstrierte – wofür ich ihm sehr dankbar war.
Warum macht er das eigentlich für mich?
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht so ganz genau.
Was ich aber ziemlich gut erkannt habe: Der Navy Seal ist ein harter Hund, nach außen und nach innen mit einem weichen Herzen, einer, der gerade redet und das meint, was er sagt.
Ein Glücksfall für mich im Alltag.
Das ist ein wirklicher Reichtum, und ich freue mich inzwischen auf die Trainings am Morgen.
Reich nicht im monetären Sinne.
Nein, aber im Sinne von kameradschaftlichem Handeln, sich helfen und austauschen, ein bisschen erzählen und dann wieder motiviert an den Schreibtisch gehen.
Gut, dass es ihn gibt, den Navy Seal, ein Mensch, der ins Leben passt – positive Energie versprüht.
Bis demnächst mal, Navy Seal!
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Wenn ich darüber nachdenke, was ein entscheidender Beweggrund für mich war, Trauerredner zu werden, dann der: Mein Drang zum Erzählen.
Die Menschen erzählen sich seit Jahrtausenden Geschichten, wo sich wiederum andere Menschen im Zentrum des Interesses befinden.
Ich denke, wenn du dich nicht für die Geschichte eines anderen Menschen begeistern kannst, ja dann kannst du auch nicht ein guter Trauerredner sein.
Du solltest dich dafür interessieren, was den Menschen, über den du sprichst, ausgemacht hat.
Es reicht nicht zu sagen: ‚Er war sehr liebevoll‘.
Du musst ins Detail gehen, erzählen, woran du erkennen kannst, dass er sich liebevoll verhalten hat.
Natürlich, du kannst sagen: ‚Er war ein sehr liebevoller Mensch.‘
Besser aber ist es, wenn du erzählst, wie er jeden Morgen für seine Frau das Frühstück gemacht hat, dass er ihr regelmäßig rote Rosen geschenkt hat, weil sie diese Blumen liebte.
Bist du diese kleinen und deshalb auch so wertvollen Details aufgeschrieben hast, und du sie so formuliert hast, dass die Sätze kurz, verständlich und ausdrucksvoll sind, da vergeht eine Menge Zeit.
Nimmst du dir diese Zeit aber nicht, um eine gute Geschichte über das Leben des Verstorbenen zu erzählen, ja dann steckt auch nicht dein Herzblut in der Rede und du bleibst an der Oberfläche, verwendest im besten Fall Worthülsen.
Bevor die Geschichte über das Leben eines anderen erzählt ist, da musst du eine Menge Fleiß entwickeln.
Du wirst am Tag der Trauerfeier auch ganz sicher keinen Beifall bekommen.
Aber du gewinnst die Herzen der Menschen, du spürst ihre Dankbarkeit – und das ist Lohn genug.
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
Mehr lesen: Auf das Cover klicken
„Die beste Art, die Zukunft vorherzusagen ist, sie selbst zu gestalten.“
Mehr lesen: Auf das Cover klicken