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WASSERFASTEN – TAG 3
Ich musste heute Morgen mein Training im Fitness-Center abbrechen, weil mir schwarz vor Augen wurde.
Ich habe es unterschätzt, was passiert, wenn die Energiezufuhr drastisch reduziert, faktisch auf Null gesetzt ist.
Als ich wieder aus dem Raum heraus war, und ich frische Luft einatmen konnte, da ging es mir wieder besser.
Ich bin dann durch den Parkt zurückgelaufen und mir ging es dabei gut.
Also werde ich ab morgen meine Schritte im Park machen.
Vielleicht nicht 10.000 aber 6000 schon.
Außerdem gibt es dort eine Treppe, an deren Geländer ich sehr gut einige Übungen absolvieren kann – Fersen heben und senken zum Beispiel.
Das muss jetzt solange gehen, bis ich Tag 14 erreicht habe.
Ansonsten geht es mir gut.
Ich staune, denn ich verspüre kein Hungergefühl.
Nur, als ich heute morgen auf dem Weg zum Park war, da hielt an der Kreuzung ein LKW mit einer Werbung von Harry-Brot.
Mein Blick ging sehnsuchtsvoll hinüber zu dem Bild, auf dem verschiedene Brotsorten abgebildet waren.
Ich weiß nicht, wann ich mir jemals so intensiv verschiedene Brotsorten auf einem Foto angesehen habe.
Ich habe den Eindruck, dass ich die schwerste Zeit hinter mir liegt.
Der Sonntag gestern, der war schon schwer für mich.
Vielleicht rede ich es mir auch nur ein.
Als Klara heute das Frühstück zubereitet hat, da hat es mich nicht gestört, die Gerüche aus der Küche wahrzunehmen, gut den Duft des Kaffees schon.
Aber dann denke ich: nach den 14 Tagen kannst wieder alles genießen, im Rahmen natürlich.
Nur noch 11 Tage.

