MEIN FREUND, DER ALLTAG (1/24)

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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Liebe viele kleine Glücksmomente im Alltag erfahren, als auf das eine große, das imaginäre, das so nicht eintretende Glücksgefühl zu hoffen.

Ich muss mich heute überwinden.

Mir fehlt die Motivation, den Tag anzunehmen.

Ich sitze am Schreibtisch, bewege den Bleistift übers Papier und sinniere darüber nach, was doch noch Gutes am heutigen Tag sein könnte.

Vielleicht, weil Freitag ist und das Wochenende vor der Tür steht?

Weil uns Krümel eventuell überraschend besucht und wir ein bisschen auf dem Spielplatz toben können?

Möglicherweise, weil ich heute Vormittag eine gute Rede halte?

Eine Rede, die das Herz der Trauernden erreicht, ihnen ein wenig Trost spendet?

Weil ich zwar schon so früh aufstehen musste, ich dafür aber bereits mein Sprechtraining absolviert habe, den Textentwurf ein letztes Mal korrigiert habe, und ich merke, wie sehr ich an der Schreiberei hänge?

Erst jetzt, wo ich alle Frage aufgeschrieben habe, sie aufgereiht wie auf einer Wäscheleine vor mir hängen, da merke ich, dass ein Gesamtbild entsteht.

Dieses Bild löst in mir etwas Positives aus.

Ich glaub‘, der Tag wird gut.

ALLTÄGLICHES

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