Archiv der Kategorie: FASZINATION BIBEL

Die Bibel als Kraftquelle für den eigenen Alltag entdecken.
Die Bibelworte auf sich wirken lassen, sie als Kompass und Motivation für sich selbst nutzen, andere inspirieren, es gleichfalls auszuprobieren.

BEITRÄGE IM RÜCKBLÜCK

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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DIE KLEINEN GLÜCKSMOMENTE AM TAG ERARBEITEN

MIT DEM BLEISTIFT SCHREIBEN – DAS HAT WAS

WIR KÖNNEN DEM TOD NICHT ENTGEHEN, AUF IHN WARTEN MÜSSEN WIR TROTZDEM NICHT

VOM INNEREN KAMPF, FRÜH AUFZUSTEHEN

OPA, DAS SAGST DU ZU MEINER MAMA?

VOM INNEHALTEN UND WAS WIRKLICH WICHTIG IM LEBEN FÜR DICH IST

 

 

ALLTÄGLICHES

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NANCY SCHMIDT – BESCHEIDEN, UNAUFGEREGT, PROFESSIONELL IN IHREM TUN, EINFACH LIEBENSWERT

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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Ich bin in meiner mehr als fünf Jahrzehnten andauernden Tätigkeit vielen Menschen begegnet. 

Als Coach wurde mir häufig die Frage gestellt, was man denn tun sollte, um besser zu werden.

Den meisten hätte ich am liebsten in solchen Situationen gesagt: ‚Am besten, du wirst der, der du schon immer sein wolltest.“

Auf Nancy Schmidt trifft das nicht zu.

Würde sie mich um Rat fragen, dann käme auf jeden Fall eine andere Antwort, nämlich: Bleib‘ so, wie du gerade bist, denn das ist es, was dich zu einem ganz besonderen Menschen macht, einen, dem man unwillkürlich Respekt entgegenbringt. 
 
Ich sitze am Schreibtisch, überlege, was in der nächsten Woche zu tun ist und ich war schon wieder dabei, etwas Wichtiges nach hinten zu schieben – einen Artikel über eine Frau, die sich schon lange meinen Respekt verdient hat, und die ich dafür bewundere, wie ruhig und freundlich sie in schwierigen Situationen bleibt, sich engagiert, kümmert-Nancy Schmidt.
Ich habe Nancy vor zwei Jahren kennengelernt.
Sie arbeitet im Bestattungshaus Düring, ist für die Hinterbliebenen da, organisiert die Trauerfeiern, kurzum, sie ist für die Menschen eine gute Ansprechpartnerin, die gerade eine schwere Zeit durchmachen, eine sehr schwere Zeit.
Ich hatte damals gerade mit dem Inhaber ein Gespräch vereinbart, wollte nun einen konkreten Termin erwirken.
Ich kannte Nancy nicht, hörte sie nur am Telefon.
Nancy war freundlich, ja charmant, ohne sich selbst zu verbiegen und sie vermittelte mir sofort am Telefon das Gefühl, als sei ich in dem Moment der wichtigste Mensch für sie.
Das hinterließ Spuren bei mir und schon meldete sich mein Unterbewusstsein zu Wort: ‚Das ist genau die richtige Mitarbeiterin für dieses Unternehmen.
Und mit solch einem Menschen wird es sicherlich sehr viel Freude machen, gemeinsam zu arbeiten, sich als Trauerredner einzubringen.‘
Manchmal ist es so, dass der erste Eindruck verfliegt, du dich vielleicht in dem Menschen getäuscht hast.
Nicht so bei Nancy.
Sie ist verlässlich, kümmert sich, hilft, drängt sich nie in den Vordergrund.
Mir fällt dazu eine Episode ein.
Es ist über ein Jahr her.
Sommer, die Sonne gleißte auf dem Friedhof.
Ich hatte eine Rede gehalten, war verschwitzt, einfach fertig.
Wir hatten noch zu tun, waren mit der Betreuung der Trauergäste beschäftigt.
Mein Mund war trocken, mir wurde schwindelig und ich lechzte nach einem Schluck Wasser.
Nancy bemerkte es und fragte sofort, ob sie Wasser besorgen sollte.
„Das wäre schön!“, sagte ich und suchte eine schattige Stelle.
Ich begab mich auf die andere Seite der Grabstelle und fragte einen der Musiker, ob ich von ihm einen Schluck aus der Flasche nehmen könnte.
Der schaute mich mit einem Blick an, der wohl besagte: ‚Dicker, ich bin auch durstig, also trink‘ bloss nicht die Flasche aus.‘
Aber tatsächlich nickte er nur, und ich nahm ganz vorsichtig einen Schluck.
Ich spürte das Wasser, warm zwar, aber dennoch angenehm, und ich fühlte mich, als wäre ich in der Wüste und schaufelte im Sand nach Wasser.
Endlich, Nancy tauchte wieder auf.
Sie hatte eine Tasse aufgetrieben, mit Wasser aufgefüllt und war im Laufschritt zu mir zurückgekommen.
Für diesen Schluck hätte ich sie sogar in Gold bezahlt, musste ich aber gar nicht.
Denn Nancy hatte geholfen, ohne gross zu fragen, war einfach da.
Kenne ich Nancy genug, um sie hinreichend einzuschätzen, tiefgründig zu sagen, was für ein Mensch sie ist?
Nein, natürlich nicht.
Doch das, was ich von ihr weiss, das reicht, um mit Bestimmtheit zu sagen:
Nancy Schmidt ist bescheiden, sie drängt sich nicht in den Vordergrund.
Sie ist da, wenn ein anderer Mensch Hilfe braucht, sie kann zuhören, trösten, still und effizient organisieren – gute Voraussetzungen für die sensible Tätigkeit in einem Bestattungsunternehmen.
Ja, mehr noch:
Ein Glücksfall für die trauernden Hinterbliebenen eines verstorbenen Menschen, die sich an sie wenden.
Und – für alle diejenigen, die mit ihr im Alltag zusammenarbeiten.
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VATER UNSER IM HIMMEL

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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VON DER KRAFT DER BIBELWORTE

 

 

Wenn mir vor Jahren jemand gesagt hätte, ich würde Gefallen an der Bibel finden, so hätte ich ihn wahrscheinlich lediglich erstaunt angesehen.

Ich bin auf die Worte in der Bibel gestoßen, weil mich ihre Kraft fasziniert hat.

Nehmen wir nur einmal die Zeilen aus dem ‚Vater unser‘, „….denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.“

Das hat etwas Beruhigendes, etwas, was dir Halt gibt.

Oder die Tatsache, dass es heißt: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“

Hier wird dir klar, dass das tägliche Brot nichts Selbstverständliches ist, sondern dass du es dir erarbeiten, ja manch einer auf der Welt sogar erkämpfen muss.

Oder: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“

Also: knüpfe lieber an das Gute im Menschen an, versuch‘ das Positive in deinem Gegenüber zu sehen.

Je öfter du dir den Bibelspruch anschaust, ihn durchliest, desto tiefer steigst du in die Gedankenwelt ein, umso gestärkter kann du durch deinen Alltag gehen.

BIBEL

Hier das „Vater unser“:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

 Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Matthäus 6, 9

 

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TINA KOPP SAGT DANKE

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TINA KOPP SAGT DANKE FÜR DIE ATMOSPHÄRE IM VORGESPRÄCH UND DIE REDE AUF DER TRAUERFEIER AM 23.11.2023 ZUR WÜRDIGUNG IHRES MANNES IM FRIEDWALD (WALDSIEDLUNG)

UND ICH SAGE DANKE FÜR DIESE EINSCHÄTZUNG

ZUM LINK VON GOOGLE MAPS: 

https://maps.app.goo.gl/7sfq7K97Nvh2jiee6

DAS LEBEN RUHIG MAL VOM ENDE HER DENKEN

 

AUTOMATISCHES SCHREIBEN – DAS BESTE SCHREIBTRAINING (1)

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Ich bin völlig aus der Übung.

Früher habe ich täglich geschrieben, gleich morgens.

Es trainiert dich, wenn du sofort zum Bleistift greifst, dir ein weißes Blatt Papier nimmst und beginnst drauflos zu kritzeln.

Du schreibst, ohne dass du groß nachdenkst, ohne dass du einen Widerstand spürst.

Es kommt nicht auf den Inhalt an, nein.

Es geht nur darum, dass du hintereinander weg schreibst.

Aber du musst dich überwinden, anzufangen.

Von wie vielen Leuten höre ich, dass sie schreiben wollen.

Ich frage mich dann aber im Stillen, warum sie es dann nicht einfach tun.

Ich ahne es: Das kostet dich ja trotzdem ein bisschen Überwindung.

Du musst dich nämlich hinsetzen, den Bleistift in die Hand nehmen und anfangen.

Ich werde das jetzt wieder regelmäßiger tun.

Es bringt deine Gedanken in Schwung, und es erzeugt ein gutes Gefühl.

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FEEDBACK ZU MEINER REDE AM 13. OKTOBER IN FRIEDWALD – BERNAU

DAS LEBEN RUHIG MAL VOM ENDE HER DENKEN

Am Freitag, den 13.10.2023 habe ich im Friedwald in Bernau eine Rede zum Abschied des Verstorbenen Karl Rudolf Gebauer gehalten.
Sein Sohn, Maik Gebauer, bedankte sich danach bei mir per WhatsApp mit den folgenden Zeilen.
Mit seiner ausdrücklichen Genehmigung veröffentliche ich hier den Text, weil er mich sehr berührt hat.
MAIK GEBAUER

 

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DER SCHÖNSTE LOHN – WAS KUNDEN NACH DER REDE SAGEN

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Das, was man macht, das macht man am besten mit Herz. 

Link zum Feedback eines Kunden

https://maps.app.goo.gl/oNUZmcSiMmAQnN1p7

DAS LEBEN RUHIG MAL VOM ENDE HER DENKEN

 

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NIETZSCHE ÜBER DIE EHE ALS LANGES GESPRÄCH

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Man soll sich beim Eingehen einer Ehe die Frage vorlegen: glaubst du, dich mit dieser Frau bis ins hohe Alter hinein gut zu unterhalten?

Alles andere in der Ehe ist transitorisch, aber die meiste Zeit des Verkehrs gehört dem Gespräche an.

Friedrich Nietzsche, Gesammelte Werke, 2012 Anaconda Verlag GmbH, S. 295.

 

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DIE BIBEL ÜBER DAS SCHNELLE HÖREN UND DAS LANGSAME SPRECHEN

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EIN SPRUCH AUS DER BIBEL – INSPIRIEREND FÜR DEN GANZEN TAG (11)

BIBEL

 Hörer und Täter des Wortes

Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.

Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist.

Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen.

Seid aber der Täter des Worts und nicht Hörer allein;

sonst betrügt ihr euch selbst.

Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah.

Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat.

Jakobus I, 19-25

 

 

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DAS TAGESPROTOKOLL NEHMEN – ALS SCHREIBVORLAGE

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Der beste Stoff ist oft der, der dir vor der Nase liegt.
(Aufgeschrieben im vergangenen Jahr)

Nur, dass du es nicht wahrhaben willst.
‚Das ist banal, ohne Tiefgang, du machst dich lächerlich, wenn du es aufschreibst‘, denke ich oft.

Man schätzt einfach nicht das, was einem quasi vor die Füße rollt.

Hier ein typischer Ausschnitt meines Tages
Der Tag begann für mich so, wie ich es mir vorstelle, wenn ich ihn planen kann, ohne dass mir jemand reinredet.

Ich bin gegen halb fünf Uhr aufgestanden und habe mir einen Tee gekocht, um munter zu werden.
Klara hasst es, wenn ich so früh aufstehe.

„Du bist Rentner“, sagt sie dann.
Sie hat recht, aber auch wieder nicht.
Sicher, ich könnte bis 07.00 Uhr im Bett bleiben, aber dann schaffe ich nichts, nicht so viel jedenfalls.

Ausserdem macht es mir Spass, mich selbst anzustoßen und bis zum Frühstück schon ein bisschen was geschafft zu haben.

Ich bin dann ganz anders drauf.

Vor zwei Jahren, da sind Klara und ich beide kurz vor vier Uhr aufgestanden und eine Stunde später waren wir schon Richtung Berlin-Mitte unterwegs.

Nachdem ich Klara im Zeitungsviertel abgesetzt hatte, bin ich ins Fitness-Studio im Prenzlauer Berg gefahren.
Dort war ich fünfmal in der Woche.

Ich kann es gar nicht glauben, dass ich das so lange durchgehalten habe.

Jetzt ist Klara auch zu Hause und mir ist der Weg zu weit.
Dafür habe ich mir ein Fahrradergometer angeschafft. Aber ehrlich,

ich steige da kaum rauf. Dafür laufe ich wieder regelmässig.
Ich habe als neue Laufstrecke den Weg am Rahmer See für mich entdeckt.

Es ist herrlich, dort direkt am See zu laufen, auf das Wasser zu sehen und mental in die Ruhe und die bunte Herbstlandschaft einzutauchen.

Ich habe nie aufgehört zu arbeiten, aber die Möglichkeit, tagsüber vom Schreibtisch aufzustehen, in die Laufsachen zu schlüpfen und loszustürmen, das ist Luxus pur für mich.

Das macht natürlich nur Sinn, wenn ich schon ein bestimmtes Pensum geschafft habe und meine To-Do-Liste zusammengeschrumpft ist.

Dann gönne ich mir sogar einen kleinen Mittagsschlaf, um danach mit leicht schlechtem Gewissen wieder an den Schreibtisch zu stürzen.

Aber würde ich das alles so schätzen, wenn ich gar nichts mehr tun würde und mich nur noch den Hobbies widmen würde?

Ich glaube nicht.

Am nächsten Tag: Ich sitze wieder auf der Bank, direkt am Rahmer See.
Es ist kein Mensch hier. Ganz still.

Im Hintergrund vernehme ich den stark gedämpften Verkehr auf der Straße.

Ich schaue auf den See und erblicke am gegenüberliegenden Ufer Häuser, eingebettet in die Landschaft.
Muss das schön sein, dort zu wohnen!

Ich seufze in mich hinein.
Aber würde ich dann schon gelaufen sein, Sport gemacht haben?
Eher nicht. Ich würde wahrscheinlich am Schreibtisch sitzen, hinausschauen und auf der anderen Seite einen dicken Nordic Walking – Menschen sehen, der auf der Bank herumlungert, neben sich die Stöcke, die Füße lang ausgestreckt.

„Die arme Sau“, würde ich denken und erhaben auf mein Grundstück hinunterschauen.
Dann würde mich der Alltag einholen und meine schlechte Laune würde in mir hochsteigen.

„Ich muss den Artikel noch fertigschreiben,
das Laub fegen, den Bootssteg reparieren.“

Der Mann auf der anderen Seite erhebt sich.
„Wie der sich wohl fühlt?“, würde ich mich fragen.
„Bestimmt bescheiden.“

Ich erhebe mich von der Bank, schnappe mir die Stöcke, schmeiß sie auf die Schulter und werfe einen letzten Blick auf das Haus am See.

„Schön, dass ich das alles sehen und erleben kann. Gott sei Dank, muss ich dafür gar nichts tun, nur herfahren, sich bewegen, auf der Bank sitzen, den Blick aufs Wasser genießen, das Haus bewundern und denken, dass es schön ist, dass du keine Arbeit damit hast.

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AUF DEM WEG ZU EINER TRAUERFEIER – AN EINEM KALTEN WINTERTAG

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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Verfasst im Dezember des vergangenen Jahres

Es ist an einem Tag, mitten in der Woche, und es ist arschkalt. Ich steige ins Auto.

Ich will zu einer Trauerfeier, eine Rede halten. Als ich den Schlüssel umdrehe und den Motor anlasse, erscheint im Display sofort das Symbol für Glatteis.

Ich fasse das Lenkrad an und ich denke für einen Augenblick, dass ich mit den Händen daran kleben bleibe.

Innerlich bin ich angespannt. Es wird eine grosse Rede werden. Die Familie ist sehr gross und weitverzweigt.

Ich habe tagelang am Text gefeilt. Schliesslich habe ich noch eine Excel-Tabelle angefertigt, um bei den Namen durchzusehen. Es ist wichtig, dass die Details stimmen.

Das ist meine Art, meine Wertschätzung gegenüber der Familie auszudrücken. Trauer ist für die Angehörigen eine andere Form der Liebe, die fortgeführt wird, nur dass sie nun noch von viel Schmerz begleitet wird.

 

Wenn ich mit den Hinterbliebenen ins Gespräch gekommen bin, dann offenbaren sie mir viele Details, und es ist, als würden sie die Geschichte ihrer Familie erzählen.

Sie merken, dass ich interessiert zuhöre. Ich bekomme das Gefühl, dass sie nun ihren Schmerz ein wenig kanalisieren können, und er dadurch für einen Moment vielleicht in den Hintergrund gerät.

„Die Rede ist das eine, aber Sie sollten viel über Ihren Vater sprechen, sich an die kleinen, die lustigen Episoden erinnern“, habe ich der Familie gesagt.

Mir wird in solchen Augenblicken selbst klar, dass es nie die grossen Dinge sind, die letztlich eine Familie ausmachen, sondern die kleinen Erinnerungen.

Die Erinnerungen an einen geliebten Menschen mitteilen zu können, zu merken, dass ein anderer sich dafür auch interessiert, das mag wenig sein – für den schwierigen Moment der Trauer ist es aber viel, und zwar für alle am Gespräch Beteiligten.

Ich muss los und steuere in Richtung der Trauerfeier. Ich bin angespannt und beseelt von dem Gedanken, es gut hinzubekommen, den Angehörigen einen würdigen Abschied für den Verstorbenen zu bereiten.

 

 

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KRÜMELS HERZENSBILD – EIN GEMÄLDE IM WERT VON MILLIONEN, FÜR UNS JEDENFALLS

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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Manchmal sehe ich im Fernsehen Reportagen über berühmte Maler und ihre Bilder, die auf einen Wert von über einer Million Euro geschätzt und gehandelt werden.

Ich schaue dann darauf und denke: ‚Was bist du nur für ein Einfaltspinsel, dass dich die Striche des Künstlers nicht in Verzücken versetzen?‘

Wahrscheinlich bin ich zu unsensibel, zu ungebildet auf diesem Gebiet dafür.

Doch das änderte sich, als Krümel letztes Wochenende bei uns zu Besuch war und ich sie fragte: „Kannst du nicht ein Bild für mich malen, es fehlt noch eins in meiner Galerie?“

„Mal sehen, Opa, wenn ich Lust habe“, sagte sie und verschwand wieder in meinem Zimmer.

Es ist mein Arbeitszimmer, in dem eine Couch steht, die Spielsachen von Krümel aufbewahrt werden – für die Zeit, wo sie bei uns zu Besuch ist.

Wir teilen uns also das Zimmer, aber wenn sie da ist, dann nimmt sie es vollständig in Beschlag.

Ich komm‘ dann kaum an meinen Schreibtisch ran.

Aber ich finde das gut und schiebe die Arbeit auch in diesen speziellen Tagen beiseite, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir hatten im Flur die alte Bücherwand stehen, die nach dem Umzug dort Platz gefunden hatte.

Das alles wirkte ein bisschen langweilig, und auch nicht so hell.

„Ich hänge hier noch Fotos von Krümel auf“, sagte Klara.

Und schon sah die Wand viel freundlicher aus, weil uns gleich ein kleines Wesen anlachte, wenn wir von draußen kamen und die Wohnungstür aufmachten.

Wenn ich aus dem Arbeitszimmer in den Flur ging, dann musste ich dort auch vorbei und schon musste ich lächeln, wenn ich Krümel mit ihrem lustigen Gesicht sah, mit ihrer Energie, die pure Lebensfreude ausdrückte.

Nach und nach brachten wir zusätzlich zu den Fotos Zeichnungen von Krümel an, die wir einfach aufklebten.

Jetzt war noch ein kleiner Platz frei, genau richtig für ein Bild von Krümel. Sie musste es nur noch zeichnen.

Krümel saß in meinem Zimmer und staunte über die vielen Buntstifte, die ich zu meinem letzten Geburtstag von Klara geschenkt bekommen hatte.

„Opa, du musst mal in deiner Kiste aufräumen, damit du alles wiederfindest.

Soll ich das für dich machen?“

„Oh ja, das wäre wunderbar“, sagte ich zu ihr.

Krümel begann sofort damit und reihte die Stifte emsig aneinander.

„Opa, kannst du mir ein weißes Blatt geben?“, fragte sie mich unvermittelt.

Ich zog eins aus dem Drucker und reichte es ihr.

Sie kniete sich auf den Fußboden und fing an zu malen.

Sie hätte es auch auf dem Tisch tun können, aber das war ja langweilig.

Sie nahm die Stifte wieder aus dem Kasten, den sie gerade eingeräumt hatte und zog eine Linie nach der anderen, malte Flächen aus, immer mit wechselnden Farben – rot, gelb, blau, dann wieder rot.

„So Opa, es ist fertig.“

Ich schaute auf das Bild und war begeistert.

Ich verstand sofort die Linien, die Farben – sie gingen direkt ins Herz und leuchteten dort.

Ich habe noch den Namen der Künstlerin daruntergesetzt, und das Datum.

Es hängt nun an der wertvollsten Galeriewand – in unseren Herzen, und ja, es ist Millionen wert, für uns auf alle Fälle.

BEITRÄGE AUS DER VERGANGENEN WOCHE

https://uwemuellererzaehlt.de/2023/09/09/das-wars-fuer-diese-woche/

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WAS HABEN TRAUERREDEN MIT DEINEM EIGENEN LEBEN ZU TUN?

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(Geschrieben am 30.01.2023)

 Du lernst dadurch, die kleinen Dinge im Alltag als das zu sehen, was sie sind, nämlich Kostbarkeiten.

Ich bin heute Mittag zum See gefahren, um dort Sport zu treiben, ein bisschen wenigstens.

Und zunächst ist es eine reine Überwindung, es ist etwas, was bei mir nicht oben auf der Beliebtheitsliste der Dinge steht, die ich nun unbedingt machen wollte, nur um glücklich zu sein.

Du musst dich in dein Sportzeug umziehen, ins Auto steigen, später die Stöcke für das Nordic Walking anschnallen, um dann endlich loszulaufen.

Doch dann kippt ein Schalter bei mir um und meine innere Stimme sagt: ‚Es kommt der Tag, da wirst du das alles nicht mehr machen können.

Du nimmst nicht mehr das Rauschen im Wald wahr, das Knacken im Unterholz, du riechst nicht den frischen Duft des Waldbodens, spürst nicht die Tannennadeln, die unter deinen Füssen sanft knirschen.

Du wirst das eines Tages einfach nicht mehr können, weil du nicht mehr da bist. Also warum nutzt du die Zeit nicht, die dir bleibt?

Ich komme mit einem guten Gefühl zurück – irgendwie ein bisschen geläutert.

 

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EIN SPRUCH AUS DER BIBEL – INSPIRIEREND FÜR DEN GANZEN TAG (9)

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„Wer Klugheit erwirbt, liebt sein Leben; und der Verständige findet Gutes.“

(Sprüche 19,8)
BIBEL

Vgl. auch dazu: Stuttgarter Erklärungsbibel mit Apokryphen, DIE HEILIGE SCHRIFT NACH DER ÜBERSETZUNG MARTIN LUTHERS, MIT EINFÜHRUNGEN UND ERKLÄRUNGEN; DEUTSCHE BIBELGESELLSCHAFT. ISBN 978-3-438-01123-7 Neuausgabe mit Apokryphen © 2005 Deutsche Bibelgesellschaft Zweite, verbesserte Auflage 2007 10.2016, S. 787

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SEI DER, DER DU WIRKLICH BIST UND NICHT VIELLEICHT DER, DER DU EVENTUELL SEIN KÖNNTEST

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In uns allen existiert oft eine Kluft zwischen dem, was wir sein wollen, und dem, was wir tatsächlich sind.

Wir verdrängen manchmal allzu gern das, was uns ausmacht und schieben viel lieber unser eigenes Ideal, von dem wie wir sein wollen, in den Vordergrund.

Ist es schlecht, eigenen Idealen nachzuhängen?

Nein, im Gegenteil.

Indem wir uns mit dem identifizieren, wie wir sein wollen, werden wir alles tun, um auch möglichst nahe an unser Ideal heranzukommen.

Und das bedeutet, wir werden Kraft und Energie aufwenden, um dort anzukommen, wo wir hinwollen, nämlich unserem Ideal immer ähnlicher zu werden.

Doch ist es wirklich gut, wenn wir verbissen unser Ziel verfolgen, oder sollten wir uns nicht auch auf das konzentrieren, was uns heute schon ausmacht?

Zu sich zu finden heißt auch, die Realität anerkennen, in der man sich selbst befindet.

Es ist besser, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, anstatt vermeintliche Schwächen auszumerzen, nur um einem Idol gedanklich hinterher zulaufen, das man ohnehin nicht erreichen kann.

Ehrgeizig sein ist gut, wenn es beim gesunden Ehrgeiz bleibt.

Sich anspruchsvolle Ziele zu setzen, das gehört dazu.

Nur sollten sie realistisch sein und zu einem bestimmten Zeitpunkt auch erreicht werden können.

Das spornt an und es führt auch dazu, mit sich selbst seinen Frieden zu finden, anzuerkennen, dass man der sein sollte, der man bereits schon ist.

Ideale und Idole sollte jeder im Leben haben.

Aber den Humor über eigene Schwächen nicht zu verlieren, Gelassenheit gegenüber dem zu entwickeln, was man nicht erreichen kann und zufrieden zu sein, mit dem, was man hat, das macht im Grunde das Glück im Alltag aus.

Krümel hat mir zum Geburtstag eine neue Hülle für mein iPhone geschenkt.

Auf der Rückseite steht: ‚Wer braucht schon Superhelden, ich hab‘ Opa.‘

https://uwemuellererzaehlt.de/2023/09/06/amazon-40/

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DAS VORGESPRÄCH – HERZSTÜCK IM PROZESS DER ERARBEITUNG EINER TRAUERREDE

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Die Arbeit als Trauerredner umfasst mehr als nur die Tatsache, ein paar tröstende Worte zu sprechen, ausgefeilt in den Botschaften und Formulierungen.

Die Trauerarbeit beginnt mit dem Vorgespräch.

Sie ist ein wichtiger Part im Vorfeld zur Erarbeitung einer Rede.

Die engsten Verwandten, Freunde sind an dem Tag versammelt und beginnen zu erzählen, was für ein Mensch zum Beispiel die kürzlich Verstorbene war.

Das ist nicht leicht für die Angehörigen, denn es brechen Wunden auf, manchmal fliessen Tränen.

Aber diese Gespräche haben auch etwas Heilendes.

Es ist jemand da, der den verstorbenen Menschen nicht kannte, und der sich trotzdem für das Leben des Hauptprotagonisten interessiert.

„Sie wollen so viel von mir wissen, ich muss da wirklich nachdenken“, sagte mir eine Frau, die ihre Mutter verabschieden wollte.

Nach einer kurzen Pause, in der sie nachdenklich wirkte, setzte sie hinzu:

„Aber ich bin Ihnen so dankbar, dass Sie fragen, denn so ist es für mich, als würde meine Mutter noch leben.“

Im Verlaufe der Gespräche wirken die Angehörigen und Freunde lebendiger, erzählen auch mal Anekdoten.

Die Wertschätzung beginnt für mich dort, wo ich mit der gründlichen Aufarbeitung dessen beginne, was ich protokolliert und erfahren habe.

Das ist der schwierigste, der mühsamste Teil der Arbeit.

Die Fakten müssen stimmen, die Namen, die zeitlichen Abfolgen im Leben der Verstorbenen.

All das verlangt viel Fleiss, Mühe, Energie und den Willen, ein Bild von der Verstorbenen zu zeichnen, das dazu führt, dass die Trauergäste hinterher sagen:

„Das war ein würdiger Abschied. So war die Verstorbene, so kannten wir sie.“

https://uwemuellererzaehlt.de/2023/09/05/amazon-39/

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GLÜCKLICH SEIN – EINFACH SO?

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Wir alle sind auf der Suche nach dem ultimativen glücklichen Leben.

Wir lesen Bücher darüber, grübeln über den Sinn im Leben nach.

Unsere Phantasie läuft diesen glücklichen Ereignissen hinterher, die später einmal eintreten sollen, so hoffen wir jedenfalls.

Dabei vergessen wir, dass darüber unser Leben an uns vorbeiläuft, unmerklich.

Erst merklich, wenn es oft zu spät ist.

Wir spazieren heute morgen durch die Kleinstadt. Ich will zum Friseur und Klara und Krümel wollen in dieser Zeit ein Eis essen.

Es ist einer der wenigen Momente, wo ich selbst einmal gut angezogen durch die Stadt laufe. Meistens fahre ich mit dem Auto.

Oder ich habe die Jogginghosen an, um im Wald Nordic Walking zu betreiben.

Aber heute passte es.

Die Sonne schien, ich hatte meine Ausarbeitungen so geplant, dass ich mich heute nur um Krümel kümmern musste.

Sie lief auf dem Gehsteig, besser sie hüpfte von einem Bein auf das andere.

Krümel sang dabei fröhlich Lieder, deren Texte wir nicht kannten.

Gab es für sie eigentlich für einen konkreten Grund, so glücklich zu sein?

Vielleicht war es die Tatsache, dass sie mit uns gehen konnte und wir ihr unsere ganze Aufmerksamkeit schenkten.

Ich glaube aber, dass es etwas Anderes war.

Sie freute sich des Lebens, dachte nicht über das Gestern und nicht über das Morgen nach.

Nein, sie lebte in dem Moment, brauchte keinen Grund, um zu lachen oder zu singen.

Das ist es, was wir uns von den ganz Kleinen abschauen können.

Einfach mal loslassen, sich im Hier und Jetzt zu freuen, ohne einen Satz mit ‚ja, aber‘ zu beginnen.

https://uwemuellererzaehlt.de/2023/09/04/amazon-38/

https://uwemuellererzaehlt.de/2023/08/31/mfda-30/

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EIN SPRUCH AUS DER BIBEL – INSPIRIEREND FÜR DEN GANZEN TAG (8)

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„Ein jeder hat zuerst in seiner Sache Recht; kommt aber der andere zu Wort, so findet sich’s.“

Sprüche, Kapitel18, Vers 17

Vgl. auch dazu:
Stuttgarter Erklärungsbibel mit Apokryphen,
DIE HEILIGE SCHRIFT NACH DER ÜBERSETZUNG MARTIN LUTHERS,
MIT EINFÜHRUNGEN UND ERKLÄRUNGEN; DEUTSCHE BIBELGESELLSCHAFT.
ISBN 978-3-438-01123-7
Neuausgabe mit Apokryphen
© 2005 Deutsche Bibelgesellschaft
Zweite, verbesserte Auflage 2007
10.2016, S. 787

BIBEL

https://uwemuellererzaehlt.de/2023/08/25/amazon-37/

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DER SCHÖNSTE LOHN NACH DER REDE

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MATHIAS LUX-HAIN AUF GOOGLE MAPS

„Dr. Uwe Müller hat uns in der Trauerphase begleitet. 
Er nahm sich Zeit für ein ausführliches und tiefgehendes Gespräch und verwandelte (es)…trotz komplizierter Ausgangssituationen in eine sehr gute Trauerrede. Vielen Dank dafür.“

19.08.2023, 5 Sterne bewertet.

 

DAS LEBEN RUHIG MAL VOM ENDE HER DENKEN

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BRIEF AN KRÜMEL

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Lieber Krümel, liebe Emma, ich schreibe heute das erste Mal an dich.“

Das ist jetzt schon fast sechs Jahre her, nämlich am 18. November 2017 habe ich das erste Mal an dich geschrieben.

Ganz vorn im Buch habe ich meinen ersten Eintrag gemacht, am 10. Oktober 2017, genau um 07.19 Uhr.

Da steht: „Lieber Krümel, da bist du endlich! Ich freue mich auf dich, darauf, dass wir viel Spaß zusammen haben.“

Wir erinnern uns genau an den 10. Oktober.

Dein Papa hatte uns angerufen.

Oma und ich, wir saßen beim Frühstück, und mit einem Mal hörten wir ein zartes Schreien von dir am Telefon.

Und uns kullerten gleich die Tränen, so haben wir uns über diese Nachricht gefreut, über deine ersten Töne, die du von dir gegeben hast.

Fast sechs Jahre sind seit dem Tag vergangen und gerade hast du uns besucht und wir haben gemeinsam meinen Geburtstag zusammengefeiert.

Den 71.

Stell dir das mal vor. Ich will mir das gar nicht vorstellen.

Du warst so aufgeregt, am frühen Morgen, konntest gar nicht verstehen, dass ich nicht gleich fröhlich aus dem Bett gehüpft bin.

Ja, liebe Emma, manche Dinge ändern sich eben mit der Zeit.

Aber dafür hast du mir zwei wunderbare Zeichnungen mitgebracht.

Beide Blätter habe ich an der Schrankwand im Flur befestigt, da wo wir sie sofort sehen, wenn wir zur Tür reinkommen.

Das Bild, wo du den Wal draufgemalt hast, das habe ich zuerst falsch aufgehängt.

Naja, das war natürlich mein Fehler.

Deine Mama hat das aber gleichgesehen.

Aber du hattest ja zu mir gesagt: „Das Bild ist noch nicht ganz fertig, Opa.“

Das hast du fast geflüstert.

Ich liebe es, wenn manches nicht ganz fertig ist, denn für mich zählt, mit welcher Liebe du das alles für mich gemacht hast.

Deinen Stein, den du mir aus der Kita mitgebracht und geschenkt hast, den habe ich auf den Schrank gelegt.

Daneben steht das Segelschiff, das Oma mir geschenkt hat.

Wenn mir manchmal nichts einfällt, dann schaue ich nach oben, auf den Schrank, sehe den Stein und schon muss ich schmunzeln.

Liebe Emma, bald feierst du deinen sechsten Geburtstag.

Das kann ich gar nicht glauben, wir alle können es nicht glauben.

Wir freuen uns schon darauf, wenn wir diesen Geburtstag gemeinsam feiern, zusammen mit all deinen Gästen, die du lieb hast, und die dich über alles lieben.

Ich freue mich darauf, Opa Knut kennenzulernen, der dich genauso über alles liebt, wie ich es auch tue.

Und deshalb sind wir schon jetzt Freunde.

Liebe Emma, als du am vergangenen Sonntag eine Serie von deiner geliebten ‚Paw Patrol‘ gesehen hast, und ich mich aus dem Zimmer schleichen wollte, da hast du zu mir gesagt: „Opa, du hast Geburtstag. Du darfst dich ausruhen.“

Und dann hast du mir einen Kuss auf die Wange gedrückt.

Also bin ich geblieben.

Du hast mit deinen Händen den Kopf aufgestützt, deine Beine rücklings auf meinem Bauch abgelegt, und dann haben wir zusammen gezittert, dass das Team von ‚Paw Patrol‘ die Kuh rettet, die auf der hochgeklappten Brücke festsaß.

Na, Gott sei Dank ist das gelungen.

Es macht so viel Spaß mit dir, auch wenn wir hinterher erst einmal wieder die Wohnung aufräumen müssen.

Doch du hast uns schon jetzt mit deinen fast sechs Jahren eines voraus: Du lebst in deinem Moment, du bist glücklich, wenn du mit uns ‚Restaurooont‘ spielen kannst.

Wir Erwachsenen vergessen das manchmal, weil wir meinen, dass unsere Sorgen es uns verbieten, glücklich zu sein.

Aber das ist nicht richtig.

Wir sollten glücklich sein, in möglichst vielen Momenten, die kleinen Freuden im Alltag schätzen.

Wenn du das später erst einmal liest und hörst, dann wirst du sagen:

„Ja, Opa, das hab‘ ich dir doch gesagt, stimmt’s, Oma?“

Liebe Emma, du bist nun schon Vorschulkind.

Das können wir noch gar nicht so richtig glauben!

Wir freuen uns auf deinen 6. Geburtstag und auf deine Gäste.

Und bis dahin bleib‘ fröhlich, bleib‘ einfach so ein glücklicher Mensch, der die Welt schön und spannend findet.

(Namen sind geändert)

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EIN SPRUCH AUS DER BIBEL – INSPIRIEREND FÜR DEN GANZEN TAG (7)

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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„Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen redet, wird nicht entrinnen.“

Buch der Sprüche, Kapitel 19, Vers 5

Vgl. auch dazu:
Stuttgarter Erklärungsbibel mit Apokryphen,
DIE HEILIGE SCHRIFT NACH DER ÜBERSETZUNG MARTIN LUTHERS,
MIT EINFÜHRUNGEN UND ERKLÄRUNGEN; DEUTSCHE BIBELGESELLSCHAFT.
ISBN 978-3-438-01123-7
Neuausgabe mit Apokryphen
© 2005 Deutsche Bibelgesellschaft
Zweite, verbesserte Auflage 2007
10.2016, S. 787

BIBEL

 

ALLTÄGLICHES

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IANA UND MARIAN AUF TOURNEE UM DIE WELT

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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EINMAL UM DIE WELT, AUFTRITTE ZUM BEISPIEL IN BOGOTA UND JARKATA.

 

IN EINER KURZEN SEQUENZ DER VIDEOAUFNAHME SPÜRST DU DIE BEGEISTERUNG DES PUBLIKUMS.

KLEINE MOMENTE DES GLÜCKS – HARTE WOCHEN DES TRAININGS UND DER PERSÖNLICHEN ENTBEHRUNG.

CHAPEAU, LIEBE IANA, LIEBER MARIAN!

 

 

 

ICH BIN NICHT RELIGIÖS – ABER ICH LIEBE DIE BIBEL (5)

BIBEL

„Reichtum macht viele Freunde, aber der Arme wird von seinem Freunde verlassen.“

Spr 19,4

Meine Erkenntnis daraus: 

Die Freunde nicht nach dem Geldbeutel aussuchen.

 

 

 

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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ICH BIN NICHT RELIGIÖS – ABER ICH LIEBE DIE BIBEL (4)

ALLTÄGLICHES

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BIBEL

 „Ein Armer, der in Unschuld wandelt, ist besser als einer, der Verkehrtes spricht und dabei reich ist.“

19,1

 

Meine Erkenntnisse daraus: 

Die wahren Werte im Leben erkennen und: danach handeln.

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MEIN FREUND, DER ALLTAG

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ICH BIN NICHT RELIGIÖS – ABER ICH LIEBE DIE BIBEL (3)

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BIBEL

 

„Klugheit macht den Mann langsam zum Zorn und es ist eine Ehre, dass er Verfehlung übersehen kann.“

Spr 19,11

 

Meine Erkenntnisse daraus:

Lieber einmal mehr nachdenken, als sich zu unüberlegten Äußerungen hinreissen zu lassen;

Über Gesagtes des Gegenübers hinwegsehen, wenn sie unter die ‚Gürtellinie‘ gehen.

 

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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ICH BIN NICHT RELIGIÖS – ABER ICH LIEBE DIE BIBEL (2)

BIBEL

„Wo man nicht mit Vernunft handelt, da ist auch Eifer nichts nütze, und wer hastig läuft, der tritt fehl.“
Spr 19,2

 

Meine Erkenntnisse: 
Lieber mal vom Schreibtisch aufstehen, einen Schritt zurücktreten, wenn einem die Aufgaben über den Kopf zu wachsen scheinen; 

den Plan überarbeiten, in einer To-do-Liste die zeitliche Abfolge und die Prioritäten der einzelnen Aktivitäten festlegen; 

Energie durch Nordic-Walking speichern, im Freien, im Wald, am See die Dinge neu durchdenken, sortieren, Klarheit verschaffen, um dann zielgerichteter weiterzumachen.

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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ICH BIN NICHT RELIGIÖS – ABER ICH LIEBE DIE BIBEL (1)

ALLTÄGLICHES

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BIBEL

Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.
Denn „wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede, und seine Lippen, dass sie nicht betrügen.
Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes: er suche Frieden und jage ihm nach.
Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Gebet; das Angesicht des Herrn steht wider die, die Böses tun.“ (Psalm 34,13-17)
1 Petrus, 3, 8-12

Meine Erkenntnis aus dem Bibelspruch: Lieber einmal mehr überlegen oder auch einfach gar nichts sagen, bevor man es hinterher bereut. 

Was nehme ich noch mit?
Die Sprüche richten sich an die Christen, an ihr Verhalten im Alltag.
Ich fühle mich davon angesprochen, und ja, auch angezogen.
Denn wie oft sage ich etwas Böses zu einem Freund, meiner Frau oder einem Fremden, ohne gross nachzudenken.
Bereue ich es hinterher? Ja, fast immer.
Also, was nehme ich mit?
Sich im Zaum halten, Gesagtes von anderen Menschen aushalten, nicht gleich reagieren, lieber schweigen und nachdenken.
Wird mir das künftig gelingen?
Ich glaub‘ schon.
Ich werde mich in jedem Fall bemühen.

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MEIN FREUND, DER ALLTAG

 

RÜCKBLICK – INTERVIEW MIT VERA TOMASCHEWSKI

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RÜCKBLICKE-16.01.2023

VERA TOMASCHEWSKI – EIN MENSCH, DEM MAN IM ALLTAG GERN BEGEGNET

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MEIN FREUND, DER ALLTAG

 

DAS WAREN DIE BEITRÄGE IM LETZEN MONAT DES VERGANGENEN JAHRES

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KALENDERWOCHE 48 – RÜCKBLICKE

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/12/10/alltaegliches-10-12-2022/

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/12/17/alltaegliches-17-12-2022/

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/12/24/alltaegliches-24-12-2022/

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/12/31/alltaegliches-31-12-2022/

 

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DIE BEITRÄGE IN DER ERSTEN KALENDERWOCHE DES NEUEN JAHRES

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INTERVIEW MIT MARTINA LIPPERT

‚UND OPA, HAST DU OMA GEKÜSST?‘

 

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