Archiv der Kategorie: INTERVIEW

Gespräche mit Menschen im Alltag – über ihre Träume, ihren Werdegang, ihre Ängste und Hoffnungen.

DIE BIBEL ÜBER DAS LEBEN UND SEINE WEISHEITEN

BIBEL

BIBEL-2022.04.14

Jeder von uns sucht nach Antworten für ein sinnerfülltes Leben, nach dem Glück im Alltag. Die Bibel kann dieses Streben befördern – mit Lebensweisheiten, die über die Jahrhunderte hinweg erzählt und später auch dokumentiert wurden.
Ein kompakter Ausdruck dafür ist die Bibel selbst.

Weisheit und Weisheitsliteratur – diese Begriffe sind überliefert aus einer Sammlung von Schriften, die durch die Jahrhunderte hindurchgehen. Sie stammen von Israel, den benachbarten Völkern und von den ägyptischen Weisheitsschriften.

Die Weisheitslehre lässt sich in vier Phasen einteilen:

Erstens – in das sogenannte vorliterarische Stadium der Weisheit, in der man danach strebte, grundsätzlich in den Fragen des Lebens weise zu sein. Dazu zählen die Sammlungen des Königs Salomon als dem ‚beispielhaften Weisen‘ (1)

Zweitens in die Weisheitslehre, die vor allem in der Erziehung und Bildung eingesetzt wurde.
„Damit folgte Israel alten Vorbildern in Ägypten und Babylonien. Es bildeten sich Lehrüberlieferungen, deren Träger in erster Linie am Königshof zu suchen sind; denn ein König und seine Ratgeber mussten sich besonders durch Weisheit auszeichnen…“ (2)

Drittens: Später wurden die Weisheitssätze systematisiert und theologisiert. Gott, das göttliche Prinzip werden in den Mittelpunkt gestellt. (3)

Und schließlich viertens:
Die Weisheit wurde als Antwort auf die Fragen des Lebens genutzt. Sie sollte den Optimismus für das Leben fördern, der aber auch eine kritische Auseinandersetzung mitbeförderte.

In der Stuttgarter Erklärungsbibel heißt es hierzu:
„Diese Entwicklung forderte die kritische Auseinandersetzung heraus, wie sie uns im Buch des Predigers überliefert ist und in den Wechselreden des Buches Hiob einen besonders spannenden Ausdruck gefunden hat (vgl. die Einführungen zu Prediger und Hiob).“ (4)

(1)
Vgl. dazu auch:
Stuttgarter Erklärungsbibel mit Apokryphen, Die Heilige Schrift nach der Übersetzung Martin Luthers, mit Einführungen und Erklärungen; Deutsche Bibelgesellschaft. ISBN 978-3-438-01123-7 Neuausgabe mit Apokryphen © 2005 Deutsche Bibelgesellschaft Zweite, verbesserte Auflage 2007, 10.2016, S. 769
(2)
Ebenda
(3)
Ebenda
(4)
Ebenda

 

MEIN FREUND, DER ALLTAG

ANNA IST DEMENT

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SCHREIB-ALLTAG

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THURE LIEBTE SEIN DORF UND ERINNERTE SICH TROTZDEM GERN AN SCHWERIN – DEN ORT SEINER KINDHEIT

Kapitel 1; Folge 3
Was bisher war:
Schebsand befand sich am Rand von Berlin, im Norden von Brandenburg.
Im Osten grenzte Schebsand an riesige Flächen von Weideland, die der ehemaligen LPG gehörten, die sich nach der Wende in eine Genossenschaft umgewandelt hatte.
Thures Haus lag im Süden von Schebsand.
Er war früh aufgestanden, saß auf der Holzbank in der Küche und schien zufrieden mit sich und der Welt.

Thure sah vom Küchenfenster aus, wie die Wiesen noch von einem Nebelschleier bedeckt wurden und das Gras noch feucht vom Morgentau war.

In der Ferne beobachtete er einen roten Streifen am Himmel.
Es würde wohl schön werden, an diesem Tag, und so beschloss Thure, nach dem Frühstück einen Spaziergang durch das Dorf zu machen, vielleicht Jakub Zlobinski, dem Besitzer des Gasthofes vorbeizuschauen.

Thure war in Schwerin geboren und er war nun bereits im siebzigsten Lebensjahr.

„Wenn ich mit 70 einmal so aussehen sollte, wie Sie, dann freue ich mich“, sagte ein Bestatter zu ihm, mit dem er etwas über das Marketing besprach.

„Das ist sehr nett“, hatte Thure geantwortet.
„Aber über kurz oder lang kriegen Sie mich trotzdem in ihre Hände“, schob Thure noch nach.

In Thure schossen Erinnerungen aus der Kindheit hoch

Thure erinnerte sich gern an seine Kindheit. Wie er im Schweriner Schloss herumgetobt war, da, wo heute das Parlament saß.
„Woran denkst du?“, fragte Maria ihn, die gerade das Frühstück zubereitete.

Thure drehte sich zu Maria um und setzte sich auf die Holzbank am Fenster, Emma war nicht da und so konnte er ein Bein ausgestreckt auf die Bank legen, das Kissen hinter sich im Rücken verkeilen und die Gedanken schweifen lassen.

„Ach weißt du, ich denk‘ gerade zurück“, wie glücklich wir in Schwerin als Kinder waren.
Vor allem, dass wir uns um nichts kümmern mussten“.

„Ja“, seufzte Maria, „das stimmt.“
Thure war nun in Fahrt gekommen.
„Eines Tages lief meine Mutter mit einem griesgrämigen Gesicht umher, und wir durften sie nicht ansprechen, weil sie nach der Arbeit ihre Ruhe wollte“, erzählte Thure.

Er kam ins Schwelgen: „Wir haben Oma Mathilde gefragt, warum Mama so schlecht Laune habe.“

„Und, was hat sie geantwortet?“, fragte Maria nach, obwohl sie die Antwort kannte.

„Oma Mathilde hat gesagt, dass unsere Mama so viele Sorgen hätte.
Irgendwie wollten wir Kinder dann auch Sorgen haben“, erinnerte sich Thure weiter.

Oma Mathilde war für die Kinder immer da, für Thure, seinen Bruder Thorben und seine Schwester Gabriella.

Sie kam jeden Morgen bereits kurz nach sechs Uhr aus ihrer Wohnung auf dem Obotriten Ring in die ‚Straße der Nationalen Einheit‘, wie sie in den 50 er und 60 Jahren noch hieß.

Im Winter kniete sie sich als erstes vor den Ofen im Kinderzimmer und spaltete mit dem Küchenmesser Holzscheite, knüllte die Zeitung ‚Neues Deutschland‘ zusammen und stopfte sie in den Ofen.

Dann zündete sie das Papier an und allmählich war das Knacken der Holzscheite zu hören und es roch ein wenig nach dem Rauch, der im Ofen aufstieg.

Maria unterbrach Thures Kindheitserinnerungen abrupt

„Wir wollten nicht aufstehen, aber daran führte kein Weg vorbei“, schwelgte Thure weiter in Erinnerung.

„Das Frühstück ist fertig und steht vor dir“, unterbrach ihn Maria.
Sie wollte in der Küche weiterkommen, schnell nach dem Frühstück das Geschirr abräumen und später im Dorf Einkaufen fahren.

Nur widerwillig hörte Thure auf, in seinen Erinnerungen zu kramen. Er biss in ein Brötchen und schwieg.

Er dachte an Emma, seine Enkelin. Würde sie ebenfalls eines Tages so gern an ihren Opa denken, wie er sich an seine Oma zurückerinnerte?

Das war nicht klar, aber er hatte in ihr bereits in seinen Tagen einen guten und aufmerksamen Zuhörer in ihr.

„Opa, erzähl über die Scheune“, sagte sie zu ihm. Dann durfte Thure auch sein Bein weiter bei ihr auf der Bank über ihre kleinen Beinchen legen.

Emma liebte es, wenn Thure dabei stets die gleichen Figuren agieren ließ.

Da waren die Katze Benni, der Hund Bobby, der Spatz Pipeva, und Emma halbe Kita, die mit am Tisch saßen- Bauzu, Viki, Piatessa.
Ganz hinten im Stall war der Esel la der an einer Möhre kaute.

Thure hatte schon überlegt, ob er nicht Esel anschaffen sollte.
„Ein Esel reicht in der Familie“, hatte Maria das aber trocken abgeschmettert.

Thure drückte sich vor der Hausarbeit

Thure erhob sich von der Holzbank und wollte sich aus der Küche verdrücken.

„Du kannst auch ruhig mal das Geschirr in den Spüler räumen“, sagte Maria zu ihm.
„Da ist es zu eng für zwei“, sagte Thure trocken und verschwand im Flur.

„Ich dreh‘ mal ne Runde im Dorf“, sagte er.

Thure zog sich die Jacke über und ging aus der Tür. Es roch nach frischem Gras. In der Ferne strebte der glutrote Ball der Sonne dem Himmel entgegen.

Thure streckte die Arme und entschloss sich, einen Blick in die Gaststube von Jakub Zlobinski zu werfen.
„Wo willst du hin?“, fragte Maria ihn, die plötzlich in der Haustür stand.

„Ach nur mal ein paar Schritte auf der Straße entlanggehen, Richtung Gaststube“, antwortete Thure knapp.

„Aber nicht, dass du da zu Jakub reingehst und einen Kaffee trinkst. Du weißt, dass dies nicht gut ist für deinen Blutdruck“, sagte Maria zu ihm.
„Nö, nö“, brummte Thure und machte sich von dannen.

THURE AUS SCHEBSAND

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14. KALENDERWOCHE – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MEIN FREUND, DER ALLTAG
ALLTÄGLICHES-22.04.09
BIBEL IM ALLTAG

DIE BIBEL ÜBER DIE MACHT DES WORTES UND DIE MÖGLICHKEITEN DER SPRACHE

SCHREIBEN HEISST NICHT, SICH VON DEN BANALITÄTEN DES ALLTAGS ZURÜCKZUZIEHEN

NIETZSCHE ÜBER DIE SCHWELGEREI DER RACHE

SCHREIB ÜBER DICH

DAS DORF SCHEBSAND

ANNA IST DEMENT

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SCHREIB-ALLTAG

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IANA SALENKO FÜR IHRE HEIMAT – DIE UKRAINE

IANA SALENKO

Ich kenne Iana Salenko, 1. Solistin am  Staatsballett in Berlin, nun schon so viele Jahre.
Sie ist ein äußerst bescheidener und sehr warmherziger Mensch.
Iana  möchte helfen.
Sie leidet darunter, dass ihre Familienangehörigen in Kiew dem Krieg ausgesetzt sind und viele ihrer Landsleute ebenso.
Deshalb tut sie das, was sie am besten kann – sie organisiert eine Gala, gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Oleksandr Shpak vom Staatsballett Berlin.
Zum Link „Ballet for Life“ by Iana Salenko for Ukraine
https://gofund.me/eba7cafd

IANA-1 a

 

MEHR LESEN:

IANA SALENKO – KIEW IST MEINE GELIEBTE HEIMATSTADT

13. KALENDERWOCHE – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MEIN FREUND, DER ALLTAG
ALLTÄGLICHES-22.04.02
BIBEL IM ALLTAG

DIE BIBEL ÜBER DEN GEWINN VON GUTEM REDEN

IANA SALENKO – KIEW IST MEINE GELIEBTE HEIMATSTADT

NIETZSCHE ÜBER INTELLEKT UND MORAL

ALLTÄGLICHES-PUR UND PROMPT

JEEPYS FAHRER WEISS MAL WIEDER ALLES BESSER, DENKT ER JEDENFALLS

DER ALBTRAUM

IANA SALENKO FÜR IHRE HEIMAT – DIE UKRAINE

ANNA IST DEMENT

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SCHREIB-ALLTAG

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IANA SALENKO – KIEW IST MEINE GELIEBTE HEIMATSTADT

IANA SALENKO

IANA-22.03.29

 Iana Salenko ist in Kiew geboren und hat dort eine wohlbehütete sowie glückliche Kindheit verbracht.

Ich habe sie 2008 in Berlin kennengelernt.

Wir haben seitdem viele Gespräche und Interviews geführt.

Keiner von uns hätte gedacht, dass ihre Heimat aktuell so unter einem Krieg zu leiden hat.

„Ich bange jeden Tag, dass mein Vater in Kiew ans Telefon geht und ich so weiß, dass er noch lebt“, sagt sie mir im Gespräch.

Sie will etwas tun – gegen den Krieg in ihrer Heimat und plant deshalb eine Gala.

„Ich denke, dass ich durch meine künstlerische Ausdrucksform am besten mein Herz sprechen lassen kann und vor allem so die Herzen der anderen Menschen erreiche“, erklärt sie weiter.

Hier einige ausgewählte Texte und ein E-Book über das Leben und das Denken der Prima Ballerina und ihrer Familie.

DER KLEINE EMILIAN IST DA

IANA - 2

IANA SALENKO IM TELEFONINTERVIEW

IANA-1 a

GESPRÄCHE MIT EINER PRIMA BALLERINA

IANA ERZÄHLT

 

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DIE BIBEL ÜBER DEN GEWINN VON GUTEM REDEN

BIBEL

BIBEL-22.03.28

Einem Mann wird vergolten, was sein Mund geredet hat, und er wird gesättigt mit dem, was seine Lippen einbringen.
Spr 18,20

 

MEIN FREUND, DER ALLTAG

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12. KW – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MEIN FREUND, DER ALLTAG

ALLTÄGLICHES-22.03.26

BIBEL IM ALLTAG

DIE BIBEL ÜBER UNÜBERLEGTES REDEN

WENN MEIN FREUND, DER ALLTAG DOCH ANTWORTEN KÖNNTE (1-3)

WENN MEIN FREUND, DER ALLTAG DOCH ANTWORTEN KÖNNTE (4)

 

 

 

 

SCHREIBEN, ERZÄHLEN – DAS IST ZUALLERST HANDWERK

DIE PRÄMISSE DER ERZÄHLUNG VON ‚THURE AUS SCHEBSAND‘

WENN MEIN FREUND, DER ALLTAG DOCH ANTWORTEN KÖNNTE (4)

MEIN FREUND, DER ALLTAG

ALLTÄGLICHES-22.03.23

VOM NORDIC WALKING IN NEUEN LAUFSCHUHEN

„Ich habe es geschafft, lieber Alltag, ich konnte mich wieder aufraffen und eine halbe Stunde Nordic Walking machen“, sagte ich freudig und energiegeladen, nachdem ich frisch geduscht am Schreibtisch saß.

„Donnerwetter, dass du dich überwinden konntest, da staune ich. Wann bist du denn aufgestanden?“, fragte mich der Alltag.

„Kurz vor fünf Uhr. Danach habe ich mir die kleine Lampe über die Mütze gezogen – du weißt schon, damit ich wenigstens ein bisschen was sehe, ja und dann bin ich losgelaufen.“

„Wie, du bist, ohne dich umzuziehen, nur mit einer Lampe und den Stöcken losgelaufen?“

„Alltag, frag‘ doch nicht so blöd. Natürlich habe ich mich angezogen. Anschließend musste ich mich noch in die neuen Laufschuhe quälen.
Klara hatte mir welche gekauft.“

„Und, hast du dich gefreut?“
„Also, wenn ich ehrlich bin, dann muss ich ‚nein‘ sagen.
„Warum?“, fragte der Alltag erstaunt.

„Naja, erst einmal liebe ich meine ausgelatschten Schuhe, die oben leicht eingerissen sind. Aber genau darum kann ich ja besser in die Schuhe reinrutschen, weil sie schon so kaputt sind.“

„Und nun?“
„Jetzt musste ich mich mit dem Schuhanzieher quälen. Als ich die Schuhe endlich anhatte, da drückte eine Seite am linken Fuß. Aber ich war zu faul, sie aufzumachen und alles von vorn zu schnüren.“

„Hat dich der Schuh stark gedrückt?“
„Und wie!“

„Außerdem, lieber Alltag, hat Klara gleich zwei Paar Schuhe gekauft.“
„Das ist doch schön. Ich hoffe, du hast dich bedankt.“

„Ja, schon. Ich habe ihr aber auch gesagt, dass sie lieber ein paar Schuhe hätte kaufen sollen und dafür Bessere, so richtig gute.“

„Was hat Klara gesagt?“

„Das nächste Mal, da kaufst du dir deine dämlichen Schuhe alleine.“
„Und, machst du das?“
„Nö, ich hab‘ ja jetzt erst einmal welche, sogar zwei.“

 

DIE BIBEL ÜBER UNÜBERLEGTES REDEN

BIBEL

BIBEL- KOMPAKTE WEISHEIT FÜR DEN ALLTAG

BIBEL-2022.03.21

„Der Mund des Toren bringt ihm sein Verderben, und seine Lippen bringen ihn zu Fall.“

Spr 18, 7

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DIE BIBEL ÜBER ERWORBENE KLUGHEIT, DIE VOR FEHLERN BEWAHRT

BIBEL

ALLTÄGLICHES-22.03.14

„Wer Klugheit erwirbt, liebt sein Leben; und der Verständige findet Gutes.“

SALOMOS SPRÜCHE – 19,8

 

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10. KW – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MEIN FREUND, DER ALLTAG

ALLTÄGLICHES-22.03.12

BIBEL IM ALLTAG

DIE BIBEL ÜBER DIE ANGST IN UNSICHEREN ZEITEN

NIETZSCHE ÜBER DEN MÄRTYRER WIDER WILLEN

VOM ENTSCHLUSS, VOR ALLEM GESCHICHTEN ZU ERZÄHLEN

WENN MEIN FREUND, DER ALLTAG ANTWORTEN KÖNNTE

ANNA IST DEMENT

‚ICH LIEBE DOCH SO MEINE HEIMAT UND DIE LIEDER DARÜBER‘

ANNA IST DEMENT

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SCHREIB-ALLTAG

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09. KALENDERWOCHE – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MEIN FREUND, DER ALLTAG

ALLTÄGLICHES-2022.03.05

BIBEL IM ALLTAG

DIE BIBEL ÜBER EIN MUTIGES HERZ

NIETZSCHE VOM ‚MISSVERSTÄNDNIS ÜBER DIE TUGEND‘

MENSCHEN IN DER PFLEGE

INTERVIEWS MIT MENSCHEN IN DER PFLEGE

THURE AUS SCHEBSAND – EINFÜHRUNG (1)

JANINE´S IMBISS – EINE ZEHNJÄHRIGE ERFOLGSGESCHICHHTE

ANNA IST DEMENT

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SCHREIB-ALLTAG

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JANINE´S IMBISS – EINE ZEHNJÄHRIGE ERFOLGSGESCHICHHTE

MENSCHEN IM ALLTAG-2022.03.04

Das Interview mit Janine Schweda liegt nun fast schon wieder ein Jahr zurück.
Ich erinnere mich gern daran, weil ich einen Menschen getroffen habe, der mit beiden Beinen im Leben steht, einen ‚coolen Imbiss rockt‘.
Janine hat viel Humor und man spürt, dass sie ihre Tätigkeit mit viel Leidenschaft und Liebe ausübt.
Ihren heutigen Imbiss betreibt sie nun schon das zehnte Jahr.
Eine Erfolgsgeschichte, die sich auf harter Arbeit gründet, und die auch Rückschläge miteinschließt.

 

Janine hat ihr ganzes bisheriges Leben in Bernau verbracht.
Hier ist sie in die zehnklassige Realschule gegangen und hat ihre Ausbildung zur Köchin absolviert.

Sie hat danach noch auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung in der gleichen Einrichtung weitergearbeitet.

Anschließend war sie im „Familiengarten“ in Eberswalde, später in einem Ausflugslokal in Steinbeck, schließlich auf einem Campingplatz in Tiefensee tätig.

Sie war dort überall nicht so wirklich glücklich – es gab viel Arbeit und eine geringe
Entlohnung.

Also suchte sie etwas, wo sie sich selbst verwirklichen konnte.
Der Zufall verhalf ihr und ihrem damaligen Lebensgefährten zu einem Pachtvertrag für den Imbiss im Schönefelder Weg in Bernau, einem Pförtnerhäuschen.

Später wurden sie von der Vermieterin gekündigt, weil diese mehr Pacht wollte.
2012 übernahmen sie den Imbiss, in dem Janine noch heute tätig ist.

Mit einmal hatte sie 60 Plätze anstelle von 20 aus dem vorherigen Imbiss zu bewirtschaften.

Der Vorgänger war nur ein halbes Jahr dringeblieben.
Sie hat nie aufgegeben, trotz ihrer zahlreichen Schicksalsschläge.

Die Mutter starb vor knapp vier Jahren – sie hat in der Küche und beim Abräumen des Geschirrs geholfen, sie war auch die Seelentrösterin für sie.

Wenig später erkrankte der Lebensgefährte schwer. Janine hat ihm viel geholfen, auch privat.
Die Partnerschaft hielt nicht.

Seit nunmehr über drei Jahren bewirtschaftet Janine den Imbiss allein, wird unterstützt von
ihrer neuen Mitarbeiterin, Jutta, die in der Küche und im Service aushilft.

„Auch wenn es eine noch so schwere Zeit war – das alles hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich habe mich zum Positiven entwickelt“, sagte sie.

Das Essen soll im Imbiss schmecken, wie bei „Muttern zuhause“.
Janine kocht so, wie sie es auch selbst gern essen mag.

Sie bereitet so viel wie möglich frisch zu, zum Beispiel die Curry-Soße. Die Bratwurst dazu kommt vom Fleischer ihres Vertrauens.

Wenn der Lockdown vorbei ist, wird der Laden wieder voll sein.
Es kommen Handwerker vorbei, hauptsächlich Bauarbeiter, aber auch Menschen, die ringsherum in den Gebäuden im Gewerbegebiet arbeiten.
Janine hat ein gutes Gedächtnis, was ihre Kunden anbetrifft, die zu ihr reinkommen.

Im Gespräch sagte sie mir einen Satz, der auf den Punkt bringt, was den Imbiss und vor allem ihre Inhaberin ausmacht: „Ich kenne die Gäste zum großen Teil mit Namen, weiß genau, was sie essen und trinken wollen, wo sie sitzen möchten. Ich wünsche mir normale Kunden, mit denen ich erzählen kann, und die den Imbiss gut finden – das Essen und die Atmosphäre.“

Mehr lesen: https://uwemuellererzaehlt.de/2021/04/08/menschen-im-alltag-25/

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https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/02/menschen-im-alltag-2017-2021/

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INTERVIEWS MIT MENSCHEN IN DER PFLEGE

MENSCHEN IM ALLTAG-2022.03.02

Es ist immer wieder erstaunlich, wie aktuell manche Sätze von Pflegeprofis sind, die sie vor Jahren
artikuliert haben.
Allemal interessant sind auch die unterschiedlichen beruflichen Entwicklungen – so wie bei Eva Hillebrecht und Barbara Wenders.

INTERVIEW MIT EVA HILLEBRECHT

MENSCHEN IN DER PFLEGE

INTERVIEW MIT BARBARA WENDERS

 

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DIETLINDE HOKE-KÜCHENPROFI AUS WRIEZEN, VOR ALLEM ABER EIN MENSCH, DEM DU GERN BEGEGNEST

MENSCHEN IM ALLTAG-2022.02.08

Es sind nun schon wieder fast anderthalb Jahre her, dass ich Dietlinde Hoke in ihrem kleinen Küchenstudio in Wriezen besucht habe.
Und trotzdem ist es für mich, als hätten wir erst gestern miteinander gesprochen.

Sie ist ein Küchenprofi, und das ‚durch und durch‘, aber sie ist vor allem ein Mensch, den du gerne triffst.

Wenn du dich heute auf dem Markt umschaust, ob analog oder digital, dann kann dir schon mal schwindlig werden, von den vielen Optionen im Segment der Küchenanbieter.

Doch es gibt einen Anker, den du neben der fachlichen Komponente beachten solltest, nämlich: Kannst du dich dem Menschen anvertrauen, der dich beim Abenteuer ‚Kauf einer neuen Küche‘ begleiten soll?

Die Antwort bei Dietlinde Hoke lautet ‚Ja‘.

Warum?
Weil sie viel Herzblut in die Beratung ihrer Kunden investiert, sehr authentisch agiert und alles möglich macht, was im Rahmen ihres Küchenstudios nur möglich sein kann.

Dietlinde Hoke ist bescheiden und sehr bodenständig geblieben.
Das hat ganz sicher etwas damit zu tun, welchen Weg sie gegangen ist – beruflich und privat.

Hier ein kleiner Ausschnitt von dem, was sie mir über ihr Leben erzählt hat:

VON DER MILCH-INDUSTRIELABORANTIN ZUR SACHBEARBEITERIN IN EINER SANITÄRFIRMA

Der Vater von Dietlinde Hoke hat im Tiefbau gearbeitet und war später in einer LPG tätig.

Ihre Mutter arbeitete in einer Gärtnerei.
Diese Verhältnisse, in denen Dietlinde Hoke aufwuchs, prägen sie bis heute – hart für den eigenen Unterhalt zu arbeiten, sparsam zu sein, das Leben schön finden, auch wenn es manchmal nicht mit einem gnädig ist.

Sie machte 1977 eine Ausbildung zur Milch- und Industrielaborantin, war anschließend als Facharbeiterin in einem Labor tätig.

Im Jahr 1989, noch vor der Wende, ging sie zur damaligen Gebäudewirtschaft in Wriezen und wechselte später in eine Sanitärfirma.

1995 wurde ihr plötzlich gekündigt, ohne große Begründung.
Sie stand faktisch vor dem Nichts.

‚ICH TRÄUMTE NACHTS VOM KÜCHENAUFBAU‘

Dietlinde Hoke war bereits über neun Monate arbeitslos, bis sie eine Anstellung in einem neu eröffneten Küchenstudio in Wriezen fand.

Sie bekam anfangs Unterstützung, war aber schnell auf sich allein gestellt.

„Das war für mich ein Sprung ins kalte Wasser“, erinnert sie sich heute zurück.

Es ist was Gutes haften geblieben: Für Kunden, die sie das erste Mal besuchen, zeichnet sie die Küchen mit Bleistift und Lineal aufs Papier.

„Anfangs träumte ich nachts davon, wie ich Küchen aufbaue, heute ist das für mich zu einem guten Weg geworden, meine Kunden wirklich aktiv mitzunehmen, sie erleben zu lassen, wie ihre eigene Küche entstehen und aussehen kann.“

EIGENEN FÜSSEN STEHEN – LEICHT GESAGT UND NUR MIT VIEL ANSTRENGUNGEN GETAN

Am 01. Oktober 2003 eröffnete Dietlinde Hoke ihr eigenes Küchenstudio.

Sie war bereits vorher im Angestelltenverhältnis faktisch auf sich selbst gestellt gewesen.

Sie musste also nur ihren Mut zusammennehmen, um den Schritt endgültig zu wagen.

Sie hat fünf Jahre dafür gebraucht, bis sie sich endgültig selbstständig machte.

„Ich habe den Schritt allerdings nie wirklich bereut, trotz aller Zweifel, die immer mal wieder aufgetreten sind.

Ich muss mich natürlich um alles selbst kümmern – angefangen vom Saubermachen über die Rechnungen schreiben bis hin zum Planen und der Reklamationsbearbeitung“, sagt sie heute.

DIE MACHERIN

Dietlinde Hoke macht keine großen Worte. Sie hat es am liebsten, wenn ihre Kunden bereits mit ein paar Vorstellungen ins Studio kommen und sie gemeinsam Schritt für Schritt die Küche auf dem Papier entwickeln, die auf ihre Wünsche, ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

„Deshalb frage ich anfangs so viel“, sagt sie.
Sie weiß, es lohnt sich genau zu sein, auf die Zwischentöne ihrer Kunden zu hören und alles im Entwurf zu berücksichtigen.

„Für die endgültige Besprechung ist immer eine Schlussbesprechung gut.

Diese persönliche Art des Vorgehens festigt das Vertrauen, Einzelheiten können individuell nachbesprochen werden“, sagt Dietlinde Hoke.

Die Küche wird bei den Kunden vor Ort aufgebaut.
Dietlinde Hoke kann nicht genug darauf hinweisen, dass es stets besser ist, professionelle Unterstützung anzunehmen und nicht am falschen Ende zu sparen.

Für sie ist es besonders spannend und berührend zugleich, wenn sie ihre Kunden generationsübergreifend betreuen kann- von Opa und Oma, über die Eltern, bis hin zu den Enkeln.

Dietlinde Hoke hat beruflich ihr Glück gefunden.
„Wenn ich mich noch einmal entscheiden müsste, ob ich den Weg wieder gehen würde, dann würde ich es auch mit großer Sicherheit wieder tun“, sagt sie am Schluss des Gespräches.

Mehr lesen: https://uwemuellererzaehlt.de/2020/11/12/menschen-im-alltag-13/

FIRMENPORTRÄT

Das Küchenstudio wurde am 01.10.2003 in Wriezen unter dem Namen „Ihr Küchenpartner“ eröffnet. Inhaberin ist Dietlinde Hoke.
Das Studio befindet sich direkt am Kreisverkehr von Wriezen.

WAS FINDEN SIE IN DEM KLEINEN UND DENNOCH FEINEN STUDIO AUF 50 qm?

– Verschiedene Küchenmodelle,
– Vorschläge zur Einrichtung sowie Ausstattung Ihrer Küche,
– viele Ideen für schönes Wohnen und gutes Kochen.

WAS IST DIETLINDE HOKE WICHTIG?

Kundenservice, der das Wort verdient:
Dietlinde Hoke plant Ihre Küche, und zwar nach Ihren persönlichen Wünschen, Ihren individuellen Vorstellungen, mit viel persönlichem Engagement.

Ein Tischler, mit dem die Inhaberin sehr eng zusammenarbeitet, nimmt die Anpassungen vor – maßgeschneidert.

Dietlinde Hoke vereinbart die Termine mit Ihnen so, dass sie mit Ihrem persönlichen Kalender kompatibel sind.

In den über anderthalb Jahrzehnten hat sie vor allem Kunden im Oderbruch geholfen, deren eigene Küchenträume Wirklichkeit werden zu lassen, in einem fairen Preis-Leistungsverhältnis, mit hochwertigen Materialien, die auch noch umweltverträglich sind.

Dietlinde Hoke kümmert sich um Sie – so lange, bis Sie als Kunde und Kundin zufrieden sind.

WAS SIND IHRE SCHWERPUNKTE IM KUNDENSERVICE?

– Küchen und Einbauküchen, die zu Ihnen passen;
– Küchen umbauen, Küchenumzug;
– Einbaugeräte und Arbeitsplatten austauschen,
– vor Ort das Aufmaß vornehmen, individuell planen, auch zu bei Ihnen zu Hause;
– Lieferung und Montage;
– das Küchenprogramm umfasst verschiedene Markenhersteller und
Modelle – Landhausküchen ebenso wie Fronten in Hochglanz und in Matt.
– die wesentlichen Lieferanten für das Küchenstudio sind Nobilia und Sachsenküchen; im Programm sind zudem auch weitere hochwertige Marken, zum Beispiel AEG, Siemens, Bosch, Oranier, Küppersbusch;
– die Inhaberin stellt Ihnen gern die Details vor – Produkt, Qualität, Materialien und deren Verarbeitung sowie Funktionsweise;
– zuverlässiger Kundendienst;
– Pflege- und Reinigungsmittel und weiteres Zubehör anbieten und liefern;
– Garantieleistungen,
Das Küchenstudio „Ihr Küchenpartner“ gehört zur Gemeinschaft ‚Gute Küchen‘.

WAS IST IHR VORTEIL DABEI?

• hohe Qualität, Preise, die sich am Markt nicht verstecken müssen.
Mehr lesen: www.kuechen-wriezen.de
Die Inhaberin besser kennenlernen:
https://uwemuellererzaehlt.de/2020/11/12/menschen-im-alltag-13/

Kontakt:

Ihr Küchenpartner
Wilhelmstraße 57
16269 Wriezen
Telefon: 033 456- 70 902
Telefax: 033 456 – 72 11 45
E-Mail: ihrkuechenpartner@mail.de
Web-Site: www.kuechen-wriezen.de
http://www.kuechen-wriezen.de
Öffnungszeiten:
Di-Fr 10.00-18.00
Montag und Samstag sowie weitere Termine gerne nach Vereinbarung
0333456 – 70 90 2 oder 0160 – 91111 552

 

Mehr lesen:

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/02/menschen-im-alltag-2017-2021/

https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/firmenportraets/

05. KALENDERWOCHE – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MEIN FREUND, DER ALLTAG

ALLTÄGLICHES-2022.02.05

AM MONTAG SPÜRST DU DIE DOPPELTE BÜRDE DES ALLTAGS

DIE BIBEL ÜBER GRAUE HAARE

JANUAR 2022 – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

NORDIC WALKING IN DER MORGENDÄMMERUNG

‚SEID IHR AUCH SCHMERZFREI?‘

JANUAR 2022 – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MEIN FREUND, DER ALLTAG

 ALLTÄGLICHES-2022.02.02

01. KALENDERWOCHE – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MIT WACHEN AUGEN DURCH SEINEN ALLTAG GEHEN

BIBEL IM ALLTAG

DAS WAREN DIE BEITRÄGE IM DEZEMBER 2021

DER WANDKALENDER MIT FOTOS VON KRÜMEL

ANNA ‚ICH BRAUCH‘ BEDENKZEIT‘

‚ICH BRAUCH‘ BEDENKZEIT‘

ANNA IST DEMENT

LAURA BILDET SICH MAL WIEDER WEITER


02. KALENDERWOCHE – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

SICH BEHERRSCHEN KOSTET KRAFT, LOHNT SICH ABER

BIBEL IM ALLTAG

VON DER TÄGLICHEN QUAL DES SICH ÜBERWINDENS UND DER FREUDE, ES GESCHAFFT ZU HABEN

ANNA IST DEMENT – RÜCKBLICKE

ANNA IST DEMENT

FRÜHSTÜCK GIBT’S HIER NICHT

ANNA IST DEMENT

03. KALENDERWOCHE – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MANCHMAL IST NUR REDEN ZU WENIG

BIBEL IM ALLTAG

MANCHES ÄNDERT SICH EBEN DOCH NICHT

ANNA IST DEMENT

PFLEGEN, BETREUEN, HELFEN – SIND NICHT NUR WORTHÜLSEN FÜR DEN CURA VERDE PFLEGEDIENST AUS ORANIENBURG

MENSCHEN IN DER PFLEGE

SENIORENHILFE GOTHA – EIN TEAM, DAS IN DIESE ZEIT PASST

MENSCHEN IN DER PFLEGE

KRÜMEL ZEIGT MIR, WAS GLÜCK IST UND BRINGT MICH AUF EINEN BIBELSPRUCH

04.KALENDERWOCHE – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

ES KOMMT DARAUF AN, OB DU DEN ANDEREN ÜBERHAUPT VERSTEHEN WILLST

BIBEL IM ALLTAG

GEDULD UND SELBSTBEHERRSCHUNG – UNSCHLAGBAR IN STRESSIGEN SITUATIONEN

BIBEL IM ALLTAG

NICHT IMMER NUR FITNESS-STUDIO, AUCH MAL WAS ANDERES

SPEZIALIST FÜR DAS BANALE IM ALLTAG SEIN

SCHREIB-ALLTAG

‚ICH HELFE, WO ICH NUR KANN‘

ANNA IST DEMENT

 

MEIN FREUND, DER ALLTAG

 

03. KALENDERWOCHE – DAS WAREN DIE BEITRÄGE

MEIN FREUND, DER ALLTAG

ALLTÄGLICHES-2022.01.22

BIBEL IM ALLTAG

MANCHMAL IST NUR REDEN ZU WENIG
https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/17/bibel-2022-01-17/
ANNA IST DEMENT

MANCHES ÄNDERT SICH EBEN DOCH NICHT

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/18/anna-2022-01-18/
MENSCHEN IN DER PFLEGE

PFLEGEN, BETREUEN, HELFEN - SIND NICHT NUR WORTHÜLSEN FÜR DEN CURA VERDE PFLEGEDIENST AUS ORANIENBURG

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/19/menschen-2022-01-19/
MENSCHEN IN DER PFLEGE

SENIORENHILFE GOTHA - EIN TEAM, DAS IN DIESE ZEIT PASST
https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/21/menschen-im-alltag-2022-01-21/

SENIORENHILFE GOTHA – EIN TEAM, DAS IN DIESE ZEIT PASST

MENSCHEN IN DER PFLEGE

MENSCHEN IM ALLTAG-2022.01.21

Die Seniorenhilfe Gotha unterstützt seit über zwei Jahrzehnten zu Pflegende und deren Angehörige.

„Lebensqualität kann dort am besten gesichert werden, wo sich die Senioren und Hilfsbedürftigen am wohlsten fühlen – und das ist nun mal Zuhause.

Da, wo sie sich auskennen, ihnen die Umgebung und die Atmosphäre vertraut sind und wo auch ihre Lieben sind“, sagt Kathrin Dölle, Inhaberin der Seniorenhilfe Gotha.

Sie setzt dabei auf ihr Team, auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich tagtäglich für ihre Pflege- und Hilfsbedürftigen einsetzen.

„In den letzten zwei Jahren standen wir in dieser Hinsicht vor großen Herausforderungen. Die Pandemie hat uns hier viel abverlangt.

Aber wir haben es geschafft, uns auf diese schwierigen Bedingungen einzustellen und niemanden im Stich zu lassen“, erklärt Kathrin Dölle.

Das Team um Kathrin Dölle stellt sich auf den gewachsenen Bedarf an Pflegeberatung ein

Ab Februar 2022 wird es in der Seniorenhilfe Gotha eine qualifizierte Pflegeberaterin geben, die sich um die Fragen der zu Pflegenden und deren Angehörige kümmert.

„Wir stellen fest, dass sich diejenigen, die uns um Hilfe und Unterstützung bitten, eine kontinuierliche und langfristige Pflegeberatung zu den vielfältigen Fragen der Pflege und Betreuung bitten.

Dem entsprechen wir, indem wir demnächst eine qualifizierte Pflegeberatung in unserem Haus anbieten können“, sagt Kathrin Dölle.

KATHRIN DÖLLE – INHABERIN DES AMBUBLANTEN PFLEGEDIENSTES SENIORENHILFE GOTHA

Die Lebensgeschichte eines Menschen gibt für einen Moment den Blick frei für das, was er bereits geleistet hat, welche Motive in antrieben und wie er auch künftig handeln wird.

Das ist der Grund, warum man das Interview mit Kathrin Dölle lesen sollte, der Inhaberin der Seniorenhilfe Gotha.

Kathrin Dölle ist nach der Wende durch Zufall in die Pflegebranche gewechselt, mehr hineingerutscht, als es über Jahre geplant gewesen wäre.

Aber das macht gerade ihren Lebensweg interessant, ja außergewöhnlich.

Sie gibt heute unumwunden zu, dass dies kein Zuckerschlecken war.
Sie musste sich hineindenken in diese für sie völlig neue Welt, die pflegerischen Grundlagen erlernen, sich weiterbilden.

Sie brachte aber auch Stärken von Haus aus mit – die Fähigkeit nämlich, die Prozesse zu organisieren, die kaufmännischen Dinge zu regeln.

Ihre Tätigkeit ist ihr längst ans Herz gewachsen, in ‚Fleisch und Blut‘ übergegangen.

Sie baut auf ihr Team, auf die Menschen, die genauso wie sie Tag um Tag für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige da sind.

Mehr: http://uwemuellererzaehlt.de/2017/06/23/kathrin-doelle-im-interview/

 

 

Mehr lesen:

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/02/menschen-im-alltag-2017-2021/

FIRMENPORTRÄTS

 

 

PFLEGEN, BETREUEN, HELFEN – SIND NICHT NUR WORTHÜLSEN FÜR DEN CURA VERDE PFLEGEDIENST AUS ORANIENBURG

MENSCHEN IM ALLTAG-2022.01.19

Die Anforderungen an die Pflege und Betreuung in den Zeiten der Pandemie sind enorm gestiegen.

„Wir wollen, dass sich unsere Pflege- und Hilfsbedürftigen in der ambulanten Pflege und unsere Gäste in unseren Tagespflegen gut aufgehoben fühlen“, sagt Antje Gehrmann, Geschäftsführerin.

„Wir achten sehr genau darauf, dass die Vorgaben des Gesetzgebers zum Schutz vor Covid-19 und dessen Mutationen gewährleistet sind“, sagt sie weiter.

Das erfordert viel Engagement und Kraft in der täglichen Umsetzung, setzt eine enge Abstimmung der Pflegekräfte untereinander voraus und zudem eine gute Kommunikation mit den Angehörigen.

„Der schönste Lohn für uns als Pflegekräfte ist die hohe Zufriedenheit unserer Klienten mit unserer Arbeit.

Das soll so bleiben und dafür werden wir uns auch künftig einsetzen – mit viel Herz und unserer gesamten Fach- und Sachkompetenz“, so Antje Gehrmann.

Curaverde Pflegedienst GmbH und Pflegedienst Gehrmann GbR
Was die Einrichtungen besonders macht:

Es ist die familiäre Atmosphäre, die den Klienten und deren Angehörigen sofort auffällt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen nicht nur über ein sehr solides Fachwissen.

Sie wissen zudem um die individuellen Besonderheiten und Wünsche jedes einzelnen Hilfs- und Pflegebedürftigen und betreuen sie von da aus mit großem Engagement und hoher sozialer Kompetenz.

I.
CURAVERDE PFLEGEDIENST GmbH

Kernkompetenzen in der Leistungserbringung:
1.
Medizinisch – und pflegerische ambulante Versorgung
2.
Betreuung hilfsbedürftiger Menschen in ihrer häuslichen Umgebung
3.
Verhinderungspflege
4.
Beratungseinsätze

Kontakt:

Weimarer Str. 3 – 5
16 515 Oranienburg
Telefon: 03301-677 47 51
Telefax: 03301-677 47 99
E-Mail: hkp.gehrmann@t-online.de
Homepage: www.curaverde-pflegedienst.de
Notrufnummer: 0177-37 37 680
Bürozeiten: Montag-Freitag von 08.00 – 16.00 Uhr
Geschäftsführung: Antje Gehrmann

PFLEGEDIENST GEHRMANN GbR

Hauptsitz:
Weimarer Str. 3-5
16 515 Oranienburg
Telefon: 03301 – 70 04 42
Telefax: 03301 – 70 04 60
E-Mail: hkp.gehrmann@t-online.de
Homepage: www.oranieburger-pflegedienst.de
Geschäftsleitung: Christine und Antje Gehrmann

Unter dem Dach der Pflegedienst GbR werden zwei Tagespflegen geführt:
‚Tagespflege Süd‘ – 28 Plätze

Berliner Strasse 177-179
16515 Oranienburg
Telefon: 03301-677 47 30
Telefax: 03301-677 47 38
E-Mail: tp-sued@t-online.de

‚Tagespflege Kolibri‘ – 28 Plätze

Berliner Strasse 56
16540 Hohen Neuendorf
Telefon: 03303 – 588 40 10
Telefax: 03301 – 677 47 99
E-Mail: tp_kolibri@t-online.de

„Wir merken wie gern unsere Mutti in die Tagespflege geht, sich darauf freut, etwas Abwechslung in ihren Alltag zu bekommen.“

Das ist eine Meinung, die widerspiegelt, was die Einrichtungen ausmacht: Sie sind so etwas wie die Fortsetzung des familiären Lebens im Alltag, wenn die Angehörigen auf Arbeit sind keine Zeit oder auch Kraft für die Betreuung aufbringen können.

Nichts beruhigt mehr als zu wissen, dass die Oma, die Mutter oder der Vater gut aufgehoben sind und sich vor allem wohl fühlen in der ‚Tagespflege Süd‘ oder in der ‚Tagespflege Kolibri‘.

Qualifizierte Betreuungskräfte haben daran einen entscheidenden Anteil – sie gehen auf die einzelnen Tagesgäste ein, wissen um deren Bedürfnisse und agieren entsprechend.

Es gibt deshalb ein sehr vielfältiges Angebot an Betreuungs- und Serviceleistungen. Dazu gehören verschiedene Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind, die Tagesgäste zu mobilisieren – körperlich und geistig.

„Wir wollen, dass unsere Gäste möglichst lange selbstständig bleiben oder aber verlorengegangene Fähigkeiten zurückerlangen, und wenn es auch nur teilweise gelingt“, sagt Antje Gehrmann.

„Das schaffen wir vor allem, wenn die Beziehungen und der Austausch zwischen unseren Pflegekräften, den Gästen und deren Angehörigen sehr eng ist“, sagt sie weiter.

Mehr zu Antje Gehrmann im Interview – https://uwemuellererzaehlt.de/2017/06/03/antje-gehrmann-im-interview/

Mehr lesen:

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/02/menschen-im-alltag-2017-2021/

FIRMENPORTRÄTS

DAS WAREN DIE BEITRÄGE DER 47. KALENDERWOCHE 2021

ALLTÄGLICHES-2021.11.27

FITNESS VON ZUHAUSE AUS ORGANISIEREN – EIN DESASTER ?

AUDIO-‚MUTTI‘ MUSS STAUBSAUGEN

DU KANNST NICHT JEDEN TAG GUT DRAUF SEIN – SCHON GAR NICHT IM NOVEMBER

PUR UND PROMPT

DIE GROSSEN ÜBER DEN LEBENSSINN

BEITRÄGE AUS DER 48. KW – 29.11.+30.11.2021

DIE BIBEL – DAS BUCH FÜR MEIN LEBENSCOACHING

DIE WOCHE BEGINNT SO, WIE SIE AUCH AUFGEHÖRT HAT – LAHM

Mehr lesen: https://uwemuellererzaehlt.de/mein-freund-der-alltag/ ‎

 

DER KLEINE EMILIAN IST DA

19.11.2021

INTERVIEW MIT IANA SALENKO, PRIMA BALLERINA AM STAATSBALLETT BERLIN, ANLÄSSLICH DER GEBURT IHRES DRITTEN KINDES

Es ist Samstag, der 30. Oktober 2021. Ich habe mich mit Iana in ihrer Wohnung verabredet.
Marian, ihr Ehemann, sowie ihre Söhne Marley und William sind ebenfalls dabei.
Emilian liegt in seinem Bettchen und schläft.
Wir sprechen, manchmal sogar laut, lachen zwischendurch. Das alles stört das neue Familienmitglied nicht sonderlich.
Es scheint, als würde er die Liebe und Geborgenheit spüren, die ihn umgeben.
William, nun schon über zwei Jahre alt, sitzt mir am Tisch gegenüber und mustert mich aufmerksam. Ich erinnere mich: Als er geboren wurde, habe ich Iana danach ebenfalls interviewt.
Nun erfahre ich etwas mehr über die Geburt von Emilian.
Wie die Familie auf den Namen ‚Emilian‘ kam

Die Namenssuche begann bereits Wochen vorher. Die Idee für den Namen ‚Emilian‘, die hatte ursprünglich Marley.

„Ich wollte ihn zuerst Emilio nennen. Aber das hörte sich zu Italienisch an. Und dann kamen wir auf Emil, schließlich auf Emilian.

Der Name hat meiner Mama nicht so richtig gefallen. Papa auch nicht wirklich“, sagt er.

Er erklärt weiter: „Mama wiederum wollte ihn Gabriel nennen und Papa hatte sich außerdem den Namen Kilian einfallen lassen. Wir konnten uns nicht auf einen Namen einigen.

Deshalb sollte das Los entscheiden. Mama, Papa und ich schrieben also jeweils einen Namen auf einen Zettel“, sagt der dreizehnjährige Marley.

Iana ergänzt, dass ihre Mama die Verwirrung komplett machte, weil sie das Kind gern Andrew nennen wollte.

Die Familie einigte sich nach einigem Hin- und her auf ‚Emilian‘.
„So richtig war ich auch nach der Geburt nicht mit dem Namen ‚Emilian‘ zufrieden.

Er ist so schwer auszusprechen. Aber dann dachte ich wiederum, dass Emilian auch gut zu meinem Namen passen würde“, sagt Iana abschließend.

Der Tag der Geburt von Emilian

Emilian kam am 22. September 2021, 05.43 Uhr auf die Welt.
Iana ist dabei erst morgens gegen vier Uhr ins Krankenhaus gefahren.

„Ich war erkältet, hatte mich bei William angesteckt. Gegen 23.00 Uhr hatte ich starken Husten und ausgerechnet da begannen meine Wehen. Das alles zusammen war schrecklich.

Aber dann bin ich doch unter der warmen Decke eingeschlafen.
Ich dachte, ich könnte entspannen, der Husten war jedenfalls zurückgegangen.

Gegen halb vier Uhr morgens bin ich aufgestanden, weil die Fruchtblase geplatzt war.

Ich dachte noch: ‚Um Gottes Willen, bitte nicht jetzt, in der Nacht‘.“
Ich hörte staunend zu, dass Iana noch so viel Disziplin aufbrachte und sich zurechtmachte, obwohl ihre Wehen sogar noch stärker geworden waren.

Anschließend ging sie zu Marian, um ihn zu wecken.
„Hey, geht es wirklich los?“, fragte der Iana schlaftrunken und rieb sich verwundert die Augen, als ob er es nicht glauben konnte, was seine Frau ihm gerade gesagt hatte.

Die Wehen bei Iana verstärkten sich indes weiter.
Nun war Marian elektrisiert. Er rief seine Mutter an, um sie dazu bewegen, in der Nacht zu ihnen zu kommen.

„Oma sollte herkommen, weil ich ja allein war. Sie war auch gleich da“, sagt Marley.

Dann ging alles sehr schnell. Marian fuhr Iana zügig ins Krankenhaus.

„Faktisch bin ich von der Straße weg gleich in den Kreißsaal gekommen“, sagt Iana.

„Bei William war es nicht so, da bin ich noch in einem anderen Zimmer gewesen, sozusagen in Warteposition.

Aber die Geburt von Emilian verlief anders. Iana war kaum im Krankenhaus, da ging es schon los.

„Am Anfang war es schmerzhaft. Aber Marian war ja in meiner Nähe, und er hat mich gestreichelt.“

Die Situation veränderte sich, als Marian schwindlig wurde.
Iana hatte nun das Gefühl, sich mehr um ihren Mann kümmern zu müssen als um die eigene Geburt.

„Das war irgendwie komisch für mich und ich habe gefragt, ob es für Marian auch noch ein Bett gäbe.“

Es ging aber alles gut, Marian fing sich wieder. Emilian kam auf die Welt und die Eltern waren glücklich.

„Ich bin schon eine halbe Stunde nach der Geburt aufgestanden und habe die Koffer gepackt. Die Schwester bot mir noch Hilfe an, aber ich habe abgelehnt“, sagt Iana.

Sie wollte am liebsten gleich nach Hause. Aber das ging natürlich nicht.

Die Schwester setzte sie in einen Rollstuhl und fuhren sie in ein Krankenzimmer.

„Ich kann laufen“, hatte Iana vorher mit Bestimmtheit gesagt, aber das ließ die Schwester nicht zu.

„Ich war ja vorher schon umhergelaufen, hatte mit meiner Mutter telefoniert und sogar ein kleines Video mit dem Handy aufgenommen“, erklärt sie lachend.

Die größte Sorge, die Iana nach der Geburt hatte war, dass sie wieder Schwierigkeiten wegen ihrer Placenta bekam. Aber die blieben diesmal aus.

„Ich war deshalb doppelt glücklich. Einmal, weil alles mit der Geburt glatt gelaufen war und zum anderen, weil es keine Probleme in der Phase der Nachgeburt gab.“

Iana blieb noch für zwei Tage im Krankenhaus.
„Das war ganz gut, weil sie dort gleich die U2-Untersuchung machen konnte und nicht mit Emilian zum Kinderarzt musste“, sagt Marian.

Wieder Zuhause, nach der Geburt

Emilian hat die kleine Familienwelt komplett auf den Kopf gestellt.
„Mama steht morgens gegen vier Uhr auf“, sagt Marley.

Dafür geht sie mit William schon um acht Uhr abends schlafen. Er liegt mit im Ehebett, Emilian dagegen schläft im Kinderbett.
Zwischen vier und fünf Uhr früh stillt Iana Emilian.

Sie kann also die Hälfte der Nacht durchschlafen, in der Regel mindestens von abends acht Uhr bis morgens gegen zwei, drei Uhr.

„Ich bleibe länger auf, meist bis Mitternacht. Ich wickele Emilian noch und gebe ihm Milch, bevor ich selbst ins Bett gehe“, sagt hingegen Marian

Iana trainiert schon wieder

„Das Leben einer Balletttänzerin ist zu kurz aus beruflicher Sicht, als dass man lange warten kann, um weiterzumachen.

Außerdem: Ich fühle mich besser, wenn ich was mache“, begründet Iana ihren Willen, so schnell wie möglich zurück auf die Bühne zu gehen.

Am 23.12.2021 findet die Aufführung Don Quichote statt, wo sie das erste Mal nach der Schwangerschaft auftritt.

„Das ist nicht leicht, mich darauf vorzubereiten, aber ich schaffe das, und es ist auch eine große Motivation für mich, wieder dabei zu sein“, sagt sie.

Iana ist glücklich, wenn sie an ihre Familie denkt.
Sie macht sich nur Sorgen um Marian.

„Er ist zurzeit nicht richtig glücklich, weil er noch stark mit den Nebenwirkungen von Corona zu kämpfen hat“, sagt sie.

„Das Joggen hilft mir mental enorm“, mischt sich Marian ins Gespräch ein und erklärt, dass es ihm schon viel besser geht als noch vor einigen Monaten.

Die Familie wird auch diese schwere Zeit überstehen, da bin ich mir sicher.
William schmeißt sein Spielzeugauto durch das Wohnzimmer. Für ihn ist das Interview beendet.

Ich nehme das als Zeichen, bedanke mich für das offene und freundschaftliche Gespräch.



Mehr lesen:
2021: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2021/

2020:https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2020/

2019: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2019/

2017: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2017/

 

INTERVIEW MIT ULRIKE BÜCH

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.09.09

Ulrike Büch ist eine junge und sehr ehrgeizige Firmeninhaberin.
Sie liebt ihren Beruf, ja sie legt ihre ganze Leidenschaft dort hinein.
2012 schloss sie ihren Lehrgang zur Orthopädieschuhmachermeisterin als Jahrgangsbeste ab.
Ich habe Ulrike Büch als einen sehr offenen und lebensfrohen, ja humorvollen Menschen kennengelernt.

Sie ist 2016 in einen Burn-out gerutscht und hat sich daraus nicht nur wieder allein herausgekämpft. Nein, sie hat sich als ihre Therapie den Weg in die Selbstständigkeit verschrieben. Ulrike Büch ist eine Kämpferin, sie gibt nicht auf, und sie liebt nicht nur das was sie macht, sie liebt auch die, für die sie es tut, ihre Kunden.

Sie ist manchmal laut und verbirgt dahinter ihre wohl liebenswerteste Seite – ihre Verletzlichkeit.

Das ist das Interview, das ich mit ihr geführt habe.

Frau Büch, was ist Ihre bisher wichtigste Erfahrung, die Sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit gemacht haben?
Ich bin heute davon überzeugt, dass man so ziemlich alles erreichen kann, wenn man es nur will.
Mir sind auf meinem Weg oft Menschen begegnet, die mir gesagt haben, dass ich es nicht schaffen werde.

Was war Ihre Reaktion darauf?
Man sagt ja oft ‚geht nicht, gibt’s nicht‘. Für mich war das aber nicht irgendwie ein hingeworfener Spruch, eine Worthülse, sondern ich habe danach gehandelt.

Und gerade, wenn mir Menschen gesagt haben, dass ich es nicht schaffen würde, dann habe ich gedacht: „Ich soll es nicht schaffen? Doch, jetzt erst recht!“
Dabei hatte ich gar nicht mal die besten Startbedingungen ins Leben.

Was meinen Sie damit?
Naja, meine Eltern haben sich getrennt, als ich sechs Jahre alt war. Ich bin quasi mit meiner Mama groß geworden, was ich aber nicht so unbedingt als Nachteil empfunden habe.
Trotzdem war es natürlich nicht leicht für meine Mama, mich und meine Geschwister auch.

Wieviel Geschwister haben Sie?
Meine kleinere Schwester ist anderthalb Jahre jünger und meine große Schwester ist anderthalb Jahre älter.
Ich bin sozusagen als sogenanntes Sandwich-Kind aufgewachsen.

Kamen Sie gut mit Ihren Schwestern aus?
Natürlich gab es viel Streit unter uns, aber zum Schluss haben wir uns auch immer wieder untereinander vertragen.

Wie war Ihr beruflicher Werdegang?
Ich bin von 1993 bis 1999 in die Grundschule in Grüntal gegangen und war dort Klassenbeste.

Ich war auch Klassensprecherin, weil ich gern alle unterhielt.
Das mache ich heute noch gern, nämlich Vorträge halten, nur habe ich dafür leider viel zu wenig Zeit.

Nach der Grundschule bin ich auf das Paulus Praetorius Gymnasium gegangen, ebenfalls in Bernau.
Da habe ich mich nicht wohlgefühlt.

Woran lag das?
Irgendwie gehörte ich dort nicht hin. Ich war ein sehr quirliger Mensch, lebensfroh und offen.

Aber ich hatte den Eindruck, dass ich da nicht hinpasste, weil mir zu viele umherliefen, die sich als Mitläufer begriffen haben.

Die haben alle gedacht, sie seien etwas Besseres. Ich hingegen bin dort schon mit meinen kurzen Haaren, drei Millimeter, aufgefallen.
Und letztlich mochte ich es nicht, dass mir vorgeschrieben wurde, was ich zu tun hätte.

Das ging bei mir gar nicht. Ich kann selber entscheiden, was ich mit meinem Leben machen will.

Klar, Schule ist Pflicht. Es ist ja auch nicht so, dass ich nicht regelmäßig dort hingegangen bin.

Und trotzdem, ich habe zum Beispiel die 9. Klasse noch einmal freiwillig wiederholt, weil ich in dieser Zeit meine „Sturm und Drang Phase“ hatte.

Kurzum, ich wollte kein Abitur machen, ich wollte einfach ins Handwerk.

Was haben Sie denn in der Schule gesagt?
Ganz einfach, ich habe gesagt, dass ich ins Handwerk wollte und auf gar keinen Fall in der Schule das Abitur machen.

Und danach war ich auch nicht mehr die Klassenbeste, sondern gehörte eher zu den Schülern mit den schlechteren Leistungen.

Diese Schule war mir zu hoch. Wenn ich auf die Gesamtschule mit gymnasialer Oberschule gegangen wäre, dann hätte ich das wahrscheinlich eher gepackt.

Mir war das einfach alles zu viel. Zumal ich mit siebzehn Jahren ganz andere Sache im Kopf hatte.

Sie waren also vom Sommer 1999 bis Sommer 2004 im Gymnasium?
Ja, richtig. Da ich die neunte Klasse zweimal gemacht habe, waren es fünf Jahre.

2004 hatte ich die Mittlere Reife und ich habe mir gesagt, dass ich mein eigenes Geld verdienen muss.

Die letzten Sommerferien nach der zehnten Klasse habe ich genutzt, um bei meiner Uroma in Schwerin zu sein und gleichzeitig dort ein Praktikum gemacht.

Übrigens: Meine Uroma ist fast 103 Jahre alt geworden. Sie war mit einer der Initiatorinnen für den Fünf-Seen-Lauf in Schwerin. Ein Teil unserer Familie hat diesen Lauf für Schwerin entworfen. Er findet heute noch statt.

Was denken Sie heute über Ihre Zeit auf dem Gymnasium?
Heute bin ich natürlich viel reifer. Aber ich frage zum Beispiel bei Bewerbern in meinem Betrieb nie nach Noten.

Klar, ich habe schon einiges an Wissen mitgenommen. Aber ich denke, dass es auch vieles an Wissensvermittlung gab, was man im praktischen Leben gar nicht gebrauchen konnte.

Ich finde es zum Beispiel sehr schade, dass in der Schule solche Fächer wie Kochen, Handwerk nicht gelehrt werden, zumindest von den Grundlagen her.

Sind Sie in Bernau geboren?
Ja, ich bin gebürtige Bernauerin. Bis zum 18. Lebensjahr habe ich allerdings bei meinen Eltern in Rüdnitz, einem kleinen Ort, nicht weit entfernt von Bernau, gewohnt.

Als ich 18 Jahre alt war, bin ich nach Bernau zurückgezogen.
Ich musste mir alles hart erkämpfen – meine erste Wohnung, mein erstes Geld.

Das habe ich alles mit meinem damaligen Partner geschafft.
Die Ausbildung habe ich in Berlin gemacht und später dort auch gearbeitet.

Mit 18 Jahren habe ich ebenfalls meinen Führerschein gemacht. Damit habe ich meine Mutti überrascht.

Wie ging es weiter, nachdem Sie aus der Schule raus waren?
Ich habe in einem Ausbildungsbetrieb den Beruf des Orthopädieschuhmachers erlernt.

Aber das, was ich mir an Wissen und Fertigkeiten angeeignet habe, das habe ich mir faktisch selbst beigebracht – durch das Lesen, Zugucken und das Ausprobieren.
Aber es war auch hart, weil ich als Frau diese Lehre begonnen habe.

Wie meinen Sie das?
Die Frauen werden in der Branche mittlerweile besser wahrgenommen.
Aber zu dem Zeitpunkt, als ich gelernt habe, da wurde ich nicht so wertgeschätzt.

Eine Frau hatte einfach im Handwerk nichts zu suchen, so mein Eindruck damals.

Als ich damals begonnen habe, da wurde ich noch sehr belächelt.
Wenn man frisch ausgelernt hat und dann noch eine Frau ist, dann hat man in Berlin nichts gefunden.

Ich kann es gar nicht sagen, warum es Frauen in diesem Beruf so schwer hatten, akzeptiert zu werden.

Klar, es ist harte Arbeit, wir müssen ab und zu auch mal was schleppen.

Wenn Sie wüssten, wie groß ich bin. Ich bin nur 1,61 groß und trotzdem kann ich mein eigenes Körpergewicht schon tragen. Es ist jetzt nicht so, dass ich ein Mädchen bin, dass gleich zusammenbricht, wenn es mal was tragen muss.

Doch generell musste ich mir das Ansehen sehr hart erarbeiten, mehr als die Männer, die neben mir gearbeitet und gelernt haben.
Und: Ein halbes Jahr nach meiner Ausbildung wurde ich aus dem Betrieb rausgeschmissen.

Mit welcher Begründung?
Angeblich konnte mein Chef mich nicht mehr bezahlen. Aber mein Eindruck war, dass er mich einfach loswerden wollte, weil ich schon offen meine Meinung gesagt habe.

Wie ging es mit Ihnen beruflich weiter?
Ich bin in eine andere Firma gegangen.
Diese Firma hat mich 2012 auf eine Meisterschule geschickt, in die Nähe von Dresden.

Mussten Sie die Ausbildung selbst bezahlen?
Es gab zwei Möglichkeiten. Mein Chef hatte mir angeboten, die Kosten für die Ausbildung zu übernehmen. Dann hätte ich mich aber verpflichten müssen, noch fünf weitere Jahre in der Firma zu arbeiten.
Das habe ich abgelehnt.

Warum?
Ich wollte mich nicht kaufen lassen. Deshalb habe ich meinem Chef gesagt, dass er mir das Gesellengehalt weiterzahlen solle und ich im Gegenzug dafür die Kosten für die Meisterschule übernehmen würde.

War das der richtige Weg für Sie?
Ja, es hat sich gelohnt. Ich war angestellt, hatte aber keine Verpflichtungen, zu bleiben.

Ich war in dem Betrieb insgesamt sieben Jahre, von 2009 bis 2016.
Vor der Meisterschule habe ich lediglich fünf Paar Schuhe gebaut.

Das ist nicht viel, das machen Auszubildende schon im ersten Lehrjahr, aber ich musste mir alles selbst beibringen. Ich habe in der Ausbildung immer nur eine Sache gemacht und das waren Zurichtungen von konfektionierten Schuhen. Und so bin ich auch durch die Zwischenprüfung gerauscht.

Und trotzdem haben Sie später die Meisterprüfung mit Bravour bestanden?
Ja, ich habe in der Zeit sehr viel gelernt – praktisch und theoretisch. Ich konnte mich sehr gut entfalten.

Das war das schönste Jahr in meinem Leben. Ich habe dort in einem Internat gewohnt und als Beste mit der Note ‚Sehr gut‘ abgeschlossen. Darauf war ich richtig stolz.

Wie ging es nach der Meisterschule weiter?
Ich bin in den Betrieb zurückgegangen und habe die Werkstattleitung übernommen.

Ich habe fünf Männer angeleitet, ihnen täglich erklärt, was sie zu tun hatten.

Das hat insgesamt alles gut funktioniert. Aber dann ging es mit dem Personalmangel los.

Die Arbeit wurde mehr und musste von einer gleichbleibenden Anzahl von Mitarbeitern bewältigt werden.

Ich habe sehr viel und sehr lange an den einzelnen Werktagen gearbeitet, von morgens um sieben bis teilweise abends elf Uhr.

Aber auch am Wochenende habe ich gearbeitet. Der Sonntag war der einzige Tag, den ich frei hatte.
Ich war völlig überarbeitet.
2016 bin ich dann ins Burn-out gerutscht.

Was waren die Gründe für Ihr Burn-out?
Das waren vielfältige Ursachen, die ich herausgefunden habe.
Eine Ursache besteht sicherlich darin, dass ich schlecht ‚nein‘ sagen kann.

Dadurch entsteht für mich psychischer Druck, allem und jedem gerecht zu werden.

Außerdem: Ich interessiere mich für mich selbst überhaupt nicht. Das war schon immer so.
Mich selbst zu mögen, daran muss ich noch arbeiten.

Woher kommt das?
Ich habe in den bewussten Jahren meines jungen Lebens nur erfahren, dass ich vieles machen sollte und so nicht an mich selbst denken konnte.

Das hängt sicher damit zusammen, dass ich meiner Mutti stets unter die Arme gegriffen habe.

Sie war alleinstehend, und wir waren drei Mädchen zusammen.
Hinzukam, dass meine Mutti in Schichten gearbeitet hat. Da mussten wir alle mitanpacken.

Klar, ich will das nicht alles schlecht reden, aber es war manchmal schon schwierig für uns Kinder, mit der Situation zuhause klarzukommen. Das gehört sicher auch mit zu den Ursachen, warum später nicht immer alles glatt lief bei mir.

Wie geht es Ihnen heute mit alledem?
Ich habe es geschafft, mich selbst wieder aus dem Burn-out herauszuholen und darauf bin ich auch sehr stolz.

Frau Büch, ich höre gerade das Bellen eines Hundes, ist das Ihr ständiger Begleiter?
Der Hund, der hier kläfft, das ist Motte.

Motte ist vier Jahre alt und kommt aus einer Tötungsstation in Spanien.

Sobald Motte den Schlüssel hört, bellt sie. Es ist ein Weibchen.
Sie denkt, da kommt einer von draußen und sie muss dann ihr Frauchen beschützen.

Mein Hund ist immer bei mir, wir sind unzertrennlich. Uns gibt es nur im Doppelpack.

Ohne meinen Hund geht gar nichts. Wenn aber Kunden kommen, dann ist der Hund nicht dabei, weil der erst einmal alle ankläffen würde.

Wie haben Sie das gelöst, mit Ihrem Hund und dem Kundenkontakt?
Mein Hund hat im hinteren Bereich einen riesengroßen Aufenthaltsraum.

Da sitzt Motte im Körbchen und hat alles, was sie braucht.
Sogar meine Öffnungszeiten sind auf den Hund abgestimmt, zumindest was die Mittagspause anbetrifft.

Haben Sie es bereut, in die Selbstständigkeit zu gehen?
Nein, das habe ich nicht, obwohl ich doch manchmal ins Schwanken gekommen bin, seitdem ich im Jahr 2017 den Laden aufgemacht habe.

Es war ja nicht nur der Drang da, meine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen.

In der alten Firma lief es für mich nicht mehr so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Können Sie das näher erläutern?
Wir verkleinerten uns in 2016 von 300 qm auf ca. 76 qm und ich sollte in die Chefetage mit rein.

Das passte mir nicht. Ich wollte nicht unter ständiger Beobachtung stehen, sondern vielmehr den Kontakt zu den Kunden intensivieren.

Was mir in der alten Firma gefehlt hat, das war der Umstand, dass ich zu den Kunden keine Beziehungen aufbauen konnte.

Und wenn man was arbeiten muss für einen Menschen, den man noch nie gesehen hat, wenn man nicht genau weiß, was er eigentlich will – was will er haben, was hat er für eine Vorstellung, was verspricht er sich von dem Hilfsmittel, ja dann wird es unheimlich schwierig zu arbeiten.

Es kam ein weiterer Grund hinzu: Dieses ‚du musst mehr schaffen, und wieder mehr schaffen, und jedes Mal musst du deinen Rekord noch einmal überbieten, und du willst ja auch Geld verdienen, es wird ja alles teurer. Das war nicht mein Ding.

Was ist Ihr Ding?
Mein Beruf ist ein ganz toller Beruf, ein ganz vielfältiger Beruf. Man lernt den Körper kennen.

Und man kann auch eine Menge Geld verdienen. Das habe ich aber gar nicht vor. Ich möchte die Kunden hier glücklich rausgehen sehen.

Ich wollte raus aus der Massenproduktion. Ich wollte einfach dieses Schema ‚F‘, das alle Firmen abarbeiten, nicht mitmachen. Da möchte ich einfach mehr für meine Kunden.

Ich musste mich also selbstständig machen, um das machen zu können, was mir vorschwebte.

Alle haben gesagt, ich schaffe es nicht, mich aus dem Burn-out heraus selbstständig zu machen. Das war aber die größte Motivation für mich.

Das Wichtigste für mich ist: Ich wollte mich selbstständig machen, weil ich für die Kunden individuell da sein wollte, auf sie zugeschnitten, sie maßgeschneidert beraten wollte.

Was ist Ihnen wichtig in der Arbeit mit Ihren Kunden?
Der Kunde kommt hier rein und der Kunde ist mein König.
Das ist ein Geben und Nehmen. Ich musste auch lernen, Grenzen zu ziehen. ‚Nein‘ sagen lernen.

Der Kunde soll sich wohlfühlen, er soll hier aufrecht wieder herausgehen.

Ich möchte den Leuten ein tolles Laufgefühl geben.
Das erreiche ich jedes Mal wieder.
In der alten Firma habe ich nie ein Resultat gesehen, nie einen Dank bekommen.

Was mich aber glücklich macht, das ist gerade diese Dankbarkeit der Kunden.
Das Lächeln im Gesicht, das bedeutet mir so viel. Das baut mich auf, immer wieder.
Auch wenn alles schlecht läuft, aber der Dank der Kunden, der gibt mir immer wieder Kraft.

Wie wollen Sie weitermachen?
Das Wichtigste: Ich brauche einen neuen Mitarbeiter.
Ich habe ganz offen kommuniziert und gesagt: ‚Liebe Kunden, ich habe keine Kapazitäten. Ich nehme keine Maßschuhe mehr an. Ich mache keine Schuhreparaturen nebenbei.“

Also steht jetzt die Besetzung einer offenen Stelle in Ihrer Firma an vorderster Stelle?
Ja, absolut.

Ich suche händeringend eine Orthopädieschuhmachergesellin oder einen Orthopädieschuhmachergesellen. Ich würde so gern jemanden ausbilden.

Aber das kann ich nicht, wenn ich diesen einen Mitarbeiter nicht habe.
Für einen Auszubildenden muss ich aber Zeit haben.
Meine größte Befürchtung ist, dass ich diesen Mitarbeiter, den ich mir wirklich wünsche, nicht finde, dass es den nicht gibt.

Die Suche geht schon ein halbes Jahr.
Zur Not ist es ein Ungelernter.

Die Motivation zu lesen, wie ein Fuß funktioniert, die ist ja auch nicht da. Das Einzige, was die meisten wollen, die sich bisher beworben haben: Sie wollen Geld verdienen, ohne sich groß anzustrengen.
Und genau da kriegen sie bei mir ein ganz großes Problem.

Sind Sie ein glücklicher Mensch?
Ich will in fünfzehn Jahren nach Schweden auswandern.
Das ist mein Ort, wo ich mich wohlfühle.
Ich bin irgendwie glücklich und irgendwie auch wieder nicht.

Ich bin glücklich mit dem, was ich mir erarbeitet habe, aber mit mir selbst bin ich noch nicht im Reinen.

Ich bin als Single glücklicher, als ich es in einer Beziehung war, in meiner aktuellen Situation jedenfalls.

Frau Büch, vielen Dank für das Interview.

Zum Firmenporträt: https://uwemuellererzaehlt.de/2021/09/09/firmenportraet-2021-09-09

PRIMA BALLERINA ERWARTET IHR DRITTES KIND

Iana Salenko

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.08.05

Einführung:
Ich habe mit Iana Salenko, der Prima Ballerina vom Staatsballett Berlin, in der zweiten Hälfte Juli gesprochen - in ihrem Haus in Berlin.

Wir sprachen darüber, wie es ihr aktuell geht, was sie besonders glücklich macht und welche Neuigkeiten es gibt.

„Wir erwarten Ende September ein Kind und sind überglücklich, dass unsere Familie größer wird.“

Was mich immer wieder an der Persönlichkeit von Iana fasziniert: Sie ist bodenständig, bescheiden und herzlich in unseren Begegnungen.
Sie antwortet spontan, und sie ist ehrlich.

Iana ist eine Frau mit viel Charisma, es fällt nicht schwer, sich von ihrer Persönlichkeit in den Bann ziehen zu lassen.

Das ist das Interview, das ich mit ihr am 20. 07.2021 geführt habe.

Iana, du machst einen sehr fröhlichen Eindruck auf mich. Täusche ich mich da, oder geht es dir tatsächlich so gut?
Nein, du täuscht dich nicht. Es geht mir prima, körperlich und mental.

In welchem Monat bist du schwanger?
Im siebenten Monat.

Also kommt das Kind im September?
Ja, Ende September, Anfang Oktober.

Wie sehr freust du dich auf das Kind?
Ich freue mich natürlich sehr.
Immer wenn ich Kinder umhertollen sehe oder meinen eigenen Kindern, Marley und William, zuschaue, dann freue ich mich noch mehr auf das dritte Kind.

Ich bin auch ruhiger, weil ich wieder in das gleiche Krankenhaus wie vor zwei Jahren gehe, die Ärzte kennen mich. Ich vertraue dem medizinischen Personal dort sehr.

Wird es dein letztes Kind sein?
Ich denke, es ist das letzte Kind, das ich zur Welt bringe.
Aber ich will mich natürlich nicht generell festlegen. Das Leben ist ja deshalb spannend, weil es nicht bis ins letzte Detail vorhersehbar ist.

Ich will ja auch wieder in meinen Beruf rein und möchte mich noch weiterentwickeln.

Außerdem bin ich in einem Alter, indem ich wahrscheinlich mit der Familienplanung allmählich abschließen sollte. Also ist das für den gegenwärtigen Zeitpunkt erst einmal das letzte geplante Kind.

Und trotzdem: Alles, was die Familie ausmacht, das macht schon sehr viel Spaß.

Iana, wir haben oft ein Interview geführt, wenn du schwanger warst. Ein Zufall sozusagen.
Ist das nicht ein positives Omen?
Ja, das war 2008, 2019 so. Und jetzt wieder. Das stimmt und ich freue mich, dass wir wieder miteinander sprechen können.

Danke, das Kompliment kann ich nur zurückgeben. Ich finde auch, dass du über die Jahre sehr viel lockerer geworden bist. Wie siehst du dich selbst?
Ich spreche die deutsche Sprache natürlich viel fließender, als es noch vor Jahren der Fall war.

Ich interessiere mich heute für die Philosophie der Kindererziehung, lese sehr viel, bin dadurch kommunikativer geworden. Alles zusammen, was hier hineinspielt hat mit dazu beigetragen, dass ich mich stärker geöffnet habe.

Ich denke ebenso an meine Kindheit zurück, überlege, was ich daraus an Positivem in die Erziehung meiner Kinder einfließen lassen kann und was ich an negativen Erlebnissen habe, die ich heute vermeiden will, wenn es um meine Kinder geht.

Woran denkst du da konkret?
Zum Beispiel, wie viel Freiraum ich meinen Kindern lasse und wann ich eingreifen will, also Grenzen setzen muss.

Wie geht es weiter, wenn das Kind da ist?
Ich bin nach der Geburt im Mutterschutz, ca. 8 Wochen und danach gehe ich zurück ins Ballett.

Und wer übernimmt dann die Versorgung und Betreuung der Kinder?
Diese Aufgabe teile ich mir mit Marian. Außerdem: Die ganze Familie steht bereit, um zu helfen – meine Mutter, Marians Mutter, die Tante. Wir haben sehr viele Familienmitglieder, die mich gern unterstützen wollen.

Marians Mutter ist dann in Rente, seine Tante ebenfalls und sie wollen auf jeden Fall helfen.

Meine Mutter möchte mich auch sehr gern unterstützen. Wir brauchen es nur zu sagen.
‚Ruft an, ich komme sofort‘, hat sie mir gesagt.

Bist du aktuell glücklich mit deiner Situation?
Ja, absolut. Allein die Tatsache, dass ich Kinder habe und noch eins dazukommt, das macht mich schon glücklich.

Meine letzte Schwangerschaft war sehr gefährlich, und so wusste ich nicht, ob ich noch einmal Kinder bekommen kann. Deshalb bin ich jetzt schon sehr froh, dass alles normal verläuft.

Was sagt Marian jetzt zu deiner dritten Schwangerschaft?
Er ist auch sehr glücklich und hilft, wo er kann. Er ist ein sehr guter Vater für unsere beiden Söhne, spielt mit ihnen. Sie haben Spaß zusammen, aber er kann ebenfalls streng sein, wenn es angebracht ist. Er ist liebevoll und streng zugleich.

Wenn alles gut läuft, dann könntest du ja im Dezember bereits wieder auftreten, oder?
Ich möchte so schnell wie möglich nach der Geburt meines Kindes wieder zurück an die Arbeit.

Ich bin bereit, wieder voll einzusteigen, aber ich will berücksichtigen, dass ich wahrscheinlich eine gewisse Zeit benötige, in der ich mich wieder an die Arbeit anpasse, an das Training und erst allmählich die Leistungen steigere.
Es braucht eben alles seine Zeit.

Iana, wie sehen für dich die nächsten Jahre aus, was stellst du dir vor?
Natürlich stehen die Kinder im Vordergrund, denn es macht ja viel Spaß, sie aufwachsen zu sehen.

Ich hoffe, dass ich entscheiden kann, was ich tanzen will.
Früher habe ich alle Aufträge angenommen, jede Gala, habe nicht auf meine Gesundheit geachtet.

Zwischen den Auftritten waren ja zusätzlich die Flüge, das Reisen überhaupt, und so war ich oft todmüde.
Das hat natürlich an meinem Körper gezerrt und es laugt dich dann ebenso mental aus.

Ich wollte immer mehr, ich war zum Teil wie im Rausch, und das geht nicht ein Berufsleben lang gut.

Jetzt möchte ich da mehr aussuchen, schauen, was am besten zu mir passt. Denn nur so kann ich zu Höchstleistungen gelangen. Das ist für das Staatsballett wichtig, für das Publikum und für mich selbst.
Ich möchte auf die Qualität achten und dann in weniger Vorstellungen mehr von meinem Können reingeben.

Wie lange willst du noch tanzen?
Mein Plan ist es, noch zehn Jahre zu tanzen.
Bis ich 50 Jahre alt bin, solange will ich noch aktiv sein. Klar, ich muss auf die Ernährung achten, gesund leben, damit ich die nötigen Leistungen abrufen kann.

Dabei spielt eine große Rolle, dass ich von Kindheitsbeinen an im Wettbewerb stand, schon an der Ballettschule in Donezk. Ich will gewinnen, ich will meine Ziele erreichen. Diese Haltung verfolgt mich schon mein ganzes Leben.

Dazu gehört, dass man bereit ist zu leiden, es gehören Schmerzen dazu. Und das erträgst du nur, wenn dein Kopf es will, dass du gewinnst.

Wie gehst du damit um, wenn du an deine Grenzen stößt?
Zunächst will ich bis an meine Grenzen kommen, sie austesten und möglichst noch überschreiten.

Aber ich möchte nicht ohne Rücksicht auf Verluste meine Ziele erreichen.
Wenn es absolut nicht geht, dann akzeptiere ich das.

Hat die Tatsache, dass du Kinder hast, jetzt ein drittes bekommst mit dazu geführt, dass du dich vielleicht mehr zurücknimmst?
Ja, schon. Man überlegt mehr, wo es sich lohnt, die Kräfte einzusetzen. Ich möchte mein Leben nicht nur dafür opfern, zu gewinnen, zu kämpfen, Geld zu verdienen.
Ich denke, das Leben hält mehr bereit.

Was zum Beispiel?
Früher bin ich von einem Termin zum nächsten gehastet. Jetzt arbeite ich ebenfalls hart, aber ich bin mehr bereit, das Erreichte zu genießen.

In den vergangenen Zeiten da kam es vor, dass ich einen Preis gewann und ihn nicht würdigen konnte, sondern ich wollte sofort zum nächsten Wettbewerb eilen, um noch mehr zu erreichen.

Meine Eltern haben mir manchmal gesagt, ich solle mich noch mehr anstrengen, um weitere Erfolge zu haben. Aber das ist verständlich, weil sie für mich das Beste wollten, dachten, ich müsste meine Zeit nutzen. Nur die Zeit, die Lebenszeit verstreicht dabei ebenso und das ist unwiederbringlich.

Was haben in deinem Leben deine Eltern für eine Erwartungshaltung an dich aufgebaut und wie siehst du das heute?
Bei meiner Mutter durfte ich vieles nicht. Sie fragte, warum ich etwas Bestimmtes so gemacht habe und nicht so, wie es sich meine Mutter vorstellte.

‚Du musst es so machen‘, hat sie mir in solchen Momenten gesagt.
Das war für mich ein großer Druck, der von ihr ausging.

Mein Vater hat mich zwar unterstützt, aber er hat oft gesagt: ‚Dein Bruder Jaroslaw ist besser als du.‘

Das demotiviert dich mit der Zeit. Vielleicht hat es aber auch geholfen, dass er das zu mir gesagt hat, um mich nach vorn zu treiben. Aber eine wirkliche anhaltende Motivation war das für mich nicht.

Meine Oma hat eine große Rolle in meiner Kindheit gespielt. Das ist bis heute in meinem Denken und Fühlen so.  Sie war gelassener.

Sie hat mich machen lassen, was ich machen wollte. Und was ich nicht wollte, das habe ich eben nicht gemacht. Sie gab mir das Gefühl frei zu sein. Das ist der beste Weg, um sich zu entfalten.

Was war das Schönste daran, dass du viel auf dem Dorf bei deiner Oma warst?
Ich war allein dort, kein Bruder war mit. Ich konnte im Baum sitzen, mir die Knie beim Runterspringen aufschlagen, frei herumtoben.

Für meine Mutter war es ja schwer, weil wir fünf Kinder zuhause waren. Ich war die kleinste und ein Mädchen. Die anderen waren alle Jungs und jeder in einem anderen Alter.

Das war schon schwierig für meine Mutter, das alles zusammenzuhalten. Und deshalb bin ich eben gern zwischendurch mal bei meiner Oma gewesen und für meine Mutter war dies ebenfalls eine Unterstützung, die meine Oma ihr gab.

Meine Oma war das Beste, was mir in meiner Entwicklung passieren konnte. Sie hat nie viel gesagt.
Aber sie war fröhlich, hat mir meine Wünsche von den Augen abgelesen.

Ich war dort einfach glücklich und konnte mich selbst entwickeln.
Es ist schon gut, wenn sich dein Kind ausprobieren kann und nicht gleich in die Schranken gewiesen wird.

Würdest du den Weg, den du als Kind und Jugendliche gegangen bist noch einmal gehen?
Ich wollte damals aus der Familie raus, wollte für mich sein. Das war ein wichtiger Beweggrund, warum ich so früh in der Ballettschule in Donezk angefangen habe.

Ich wollte einfach weg von meinem Zuhause und das war eine Möglichkeit, mit 12 Jahren rauszukommen aus der Familie, frühzeitig meinen Weg zu gehen. Ich denke, meine Kinder haben hier bei uns zuhause viel bessere Bedingungen, sodass man das nicht so vergleichen kann.

Welche Schlussfolgerungen ziehst du daraus für die Erziehung deiner Kinder?
Grundsätzlich kann ich viel Positives aus meiner Erziehung weitergeben.

Ich habe einen Beruf gelernt, den der Tänzerin, ich hatte ein gutes Elternhaus, die fürsorglich für mich waren. Aber ich mache das heute mit meinen Kindern mehr spielerisch, zum Beispiel bei Marley.
Er dreht gern Videos und ich mache ihm Mut, stärke ihn, dranzubleiben.

Dazu gehört auch, dass ich sage, wenn ich entdecke, dass ein Kind sich noch mehr entwickeln kann und vielleicht sogar schon mal weiter war.

Das ist stets eine Frage des Ausbalancierens und das Ganze ist verbunden mit der Liebe der Eltern zu ihrem Kind.

Was machst du, wenn du dich mal zurückziehen willst?
Ich schlafe dann und danach sehe ich die Welt schon wieder mit anderen Augen.

Manchmal ist mir etwas zu viel. Marian war an Covid-19 erkrankt, Marley kommt allmählich in die Pubertät und dann noch das Kleinkind, da gab es Phasen, wo ich mich zurückziehen wollte.

Nach dem Schlafen ist es besser für mich, ich bin dann wieder positiv drauf.

Was magst du an Marian besonders?
Er ist ein Familienmensch, ist für mich da, hilft mir, kann sich zurücknehmen.

Das ist für mich ganz besonders wertvoll in unserer Beziehung.
Wir haben 2005 geheiratet und unsere Liebe hat Bestand.

Wie geht Ihr mit Konflikten in dieser Zeit um?
Meine Erfahrung ist, dass ich in Konfliktsituationen loslasse.
Marian kämpft noch mit den Langzeitwirkungen aus seiner Covid-19-Erkrankung.

Das hindert ihn daran, aktuell richtig durchzustarten, sich wieder voll auf seine berufliche Karriere zu konzentrieren.

Er kämpft mit seinen Zweifeln, Träumen, Ängsten und daraus entstehen schon mal stressige Gespräche. Aber das ist es ja auch, was das Leben spannend macht.

Niemand kann ja ernsthaft von sich behaupten, dass er ohne Widersprüche und Konflikte durch das Leben kommt.

Sie sind ja gerade oft die eigentlichen Treiber dafür, dass man weiter vorangeht seinen Weg findet.

Kurzum, Konflikte gehören zum Leben einfach dazu, wir reden sie nicht herbei, aber wir gehen mit ihnen um und letztlich stärkt das unsere Liebe.

Bist du ein glücklicher Mensch?
Ja, bin ich. Ich liebe meinen Mann, meine Kinder, was für ein größeres Glück könnte man haben?
Ich bin natürlich auch stolz auf das, was ich erreicht habe.

Iana, ich wünsche dir alles Gute für dich und deine Gesundheit und das alles gut verläuft mit der Geburt.

 

GESPRÄCHE MIT EINER PRIMA BALLERINA-AUSGEWÄHLTE TEXTE

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.07.28

Am 05. August 2021 veröffentliche ich auf dem Blog das neueste Interview, das ich mit Iana Salenko kürzlich geführt habe.
Vorab – hier zwei ausgewählte Texte aus den letzten beiden Jahren.

 

IANA SALENKO IM TELEFONINTERVIEW IM DEZEMBER DES VERGANGENEN JAHRES
Freitag, 11.12. 2020
Iana Salenko ist die Prima Ballerina am Staatsballett in Berlin.
Sie antwortete auf meine Fragen, die ich ihr am Telefon gestellt habe. Obwohl es ihr selbst noch nicht wieder hundertprozentig gutging - sie hatte sich mit Covid-19 infiziert, schaffte sie es, gute Laune zu verbreiten.
Ich stellte immer wieder aufs Neue fest, dass Iana durch und durch ein Profi ist, vor allem aber ein wunderbarer Mensch.

Zum Interview:
Iana, wie geht es Euch in dieser Zeit, in der alles und alle unter Covid-19 zu leiden hat?
Uns geht es heute schon wieder viel besser. Vor vierzehn Tagen habe ich erfahren, dass ich mich mit dem Virus infiziert habe.

Hast Du Dich testen lassen?
Ja, und wenig später bekam ich die Nachricht, dass der Test positiv war.

Was hast Du in dem Moment gedacht, als Du von dem Ergebnis erfahren hast?
Naja, du erschrickst dich schon, bekommst Angst, weil du ja nicht weißt, wie der Verlauf deiner Krankheit sein wird.

Welche Symptome sind bei Dir aufgetreten?
Ich war vor zwei Wochen, noch bei den Proben und fühlte mich danach nicht so gut.
Ich hatte Muskelkater, der ganze Körper schmerzte und am nächsten Tag spürte ich, dass mir mal kalt und dann wieder heiß wurde.

Was hast Du dagegen unternommen?
Zunächst war mir noch nicht bewusst, dass ich überhaupt krank bin.
Ich dachte, es sei eine leichte Erkältung.

Ich bin ja sogar noch in die Sauna gegangen, um den Schnupfen und den Husten wieder loszuwerden.

Und, hat die Sauna geholfen?
Nein, natürlich nicht. Die Symptome wurde sogar noch stärker.
In der Nacht darauf hatte ich eine erhöhte Temperatur – 37,5 Grad zwar nur, aber es fühlte sich an, als hätte ich 39 Grad Fieber.

Gab es dafür einen besonderen Grund?
Ich glaube, dass das mit meinen starken Schmerzen im Rücken zu tun hat, die ich stets bekomme, wenn ich Fieber habe.

Wie ging es weiter?
Ich bin Zuhause geblieben, habe viel geschlafen, mich ausgeruht. Ich wollte keine Tabletten nehmen und gedacht, ich bekäme es so in den Griff.

Aber dann wurde der Husten stärker, ich hatte teilweise keinen Geschmack mehr, fühlte mich einfach schlapp.
In der Staatsoper wurden wir zweimal in der Woche getestet. Ich habe mich also auch nach einer Probe entsprechend vorsorglich testen lassen. Als ich das Ergebnis mitgeteilt bekam, da bin ich sofort in die Quarantäne gegangen.

Hat Marian diese Symptome auch gehabt?
Ja, er hatte tagelang Kopf- und Rückenschmerzen, seine Augen brannten und er war auch ständig müde.

Des Weiteren hatte er einen starken Husten und auch ein Brennen in der Nase.

Wie geht es Euch heute, 14 Tage, nachdem Du positiv getestet wurdest?
Es geht uns beiden schon sehr viel besser. Wir fühlen uns noch nicht wieder zu 100 Prozent fit, aber es geht merklich aufwärts.

Iana, ich weiß, dass Du mental ein sehr starker Mensch bist und Dich immer wieder selbst motivieren kannst. Gelingt Dir das in dieser Zeit ebenfalls?
Ja, schon.
Es gibt sogar etwas Positives, dass ich gar nicht missen möchte.

Nämlich, dass ich William ganz anders aufwachsen sehe.
Bei Marley war ich gleich nach der Geburt schon wieder sehr schnell in Auftritte eingebunden. Heute kann ich Zuhause bleiben und mich intensiver mit den Kindern beschäftigen.

Wie kommt Ihr beide miteinander klar. Gibt es Phasen, wo Ihr Euch wünschen würdet, dass Ihr nicht beide die ganze Zeit im Haus zusammen seid?
Uns geht es wie allen Menschen in dieser Situation.
Also gibt es auch mal Zeiten, wo wir uns lieber mal für eine Zeit aus dem Weg gehen oder eben eine Meinungsverschiedenheit austragen.

Aber überwiegend stärkt uns der Zusammenhalt in der Familie, weil wir viel miteinander reden und einfach Spaß haben.

Marian ist es ja gar nicht gewohnt, dass ich so viel Zuhause bin. Für ihn ist das eher ungewohnt. Er denkt manchmal, ich sei genervt von ihm, weil er nun so oft um mich herum ist.

Und ist das so?
Nein, überhaupt nicht. Ich genieße das richtig, auch mit den Kindern zusammen zu sein.
Ich sitze manchmal nur auf der Couch und beobachte William, wie er auf dem Fußboden herumkrabbelt. Das sind einfach schöne Momente.

Wie hältst Du Dich fit in dieser Zeit, und unter diesen ungewöhnlichen Bedingungen?
Ich trainiere sehr viel an der Sprossenwand im Arbeitszimmer, oder ich mache Bodenübungen. Yoga – und Pilatis Übungen kommen hinzu.
Manchmal laufe ich mit William die Treppe hoch. Er mag das so sehr. Wir können ihn in seinem Alter nicht allein hochlaufen lassen und müssen schauen, dass ihm beim Klettern auf der Treppe nichts passiert.
Also machen wir das beste daraus und treiben gleich ein bisschen Sport. Das muss ja alles auch ein wenig Spaß machen.

Wie ist die Hausarbeit zwischen Euch aufgeteilt?
Marian kocht sehr gern. Er liebt das. Ich wasche meistens ab.
Ich stehe meistens sehr früh auf.

Dafür bereitet Marian wiederum die Flasche Milch für die Nacht für William vor. Morgens, da bekommt der Kleine Haferflocken und Marian kann weiterschlafen. Er rührt sich auch nicht.

Wie kommt Dein Mann insgesamt mit der Situation klar?
Marian versucht vor allem die positiven Seiten im jetzigen Alltag zu sehen.
Er beschäftigt sich viel mit den Kindern, genießt unser Zusammensein.

Iana, vielen Dank für das Interview.

 

WILLIAM KÜNDIGT SICH AN
Iana, kurz vor der Geburt ihres zweiten Sohnes, William

Montag, 13. Mai 2019.

Iana ging es gut, und das, obwohl sich scheinbar die Zeit ihrer Schwangerschaft dem Ende zuneigte.

Ihr Bauch war immer weitergewachsen und jetzt fühlte er sich sehr hart an. Doch sie fand das nicht schlimm.

„Ich gehe heute zum Training“, rief sie Marian zu, der gerade die Treppe herunterkam und auf die Küche zusteuerte.

„Hm“, brummte der. Zu mehr war er zu der Tageszeit noch nicht fähig. Der Tag hatte ja gerade angefangen und Marians ‚Batterien waren noch nicht hochgefahren‘.

„Ich will mich bewegen, nicht nur hier herumsitzen“, sagte Iana zu ihm, während Marian in der Küche hantierte.

„Aber wird das nicht zu viel für dich? Es kann jeden Augenblick losgehen, mit den Wehen“, antwortete Marian und schaute auf Ianas Bauch.

„Ach, das geht schon“, entgegnete sie. Dabei stellte sie sich gerade in den letzten Tagen immer wieder die Frage, wann es nun endlich so weit war, und es losging mit der Geburt.

Iana, Marian, Marley, sie alle konnten es kaum noch erwarten, dass der kleine William auf die Welt kam.

Nach dem Training fühlte sich Iana immer noch gut.
Später, es war bereits nachmittags, da verspürte sie Lust, die Terrasse zu fegen.

Irgendwas ließ sie nicht zur Ruhe kommen. Sie wollte putzen, alles im Haus saubermachen.

„Ich kann dir helfen“, sagte sie zu Marian, während der das Unkraut zupfte. Sie sprang auf und griff sich den Besen.

Anschließend begleitete sie noch gemeinsam mit Marian ihren Sohn Marley zum Klavierunterricht.

Nach dem Klavierunterricht gingen sie alle zusammen in ein Fastfood-Restaurant.

„Ich möchte Cola trinken“, rief Marley gleich, als sie sich alle hingesetzt hatten.

„Du weißt schon, dass das nicht nur dick macht und du außerdem die ganze Nacht nicht schlafen kannst“, mahnte Marian seinen Sohn.

Marley war gerade mal zehn Jahre alt und für sein Alter ein sehr aufgewecktes Kerlchen, und nicht auf den Mund gefallen.

„Macht nichts, dann kann ich nachts weiter meine Geschichten per Video erzählen“, entgegnete er schlagfertig.

„Denk an Herrn Müller und seinen dicken Bauch. Willst du auch mal so aussehen?“, scherzte Marian.

„Papa, dann müsste ich ja ganze Lastzüge voller Cola leer trinken und zu Weihnachten könnte dann nicht wie gewohnt ein festlich geschmückter Coca-Cola – Zug zu den Kindern fahren, so wie jedes Jahr.“

„Ich will auch eine Cola probieren“, sagte Iana plötzlich.
„Hoffentlich bekommt sie dir in deinem Zustand“, meinte nun Marian.

„Ja, das geht schon“, antwortete Iana und tunkte eine Pommes frites in die scharfe Sauce.

Es war schön, im Restaurant zu sitzen, zu lachen und die Gemeinsamkeit zu dritt zu genießen.

Bald würden sie zu viert sein, und im Stillen saß der kleine William bereits mit am Tisch.

Iana fühlte sich gut nach dem Essen. Und doch sollte diese Leichtfertigkeit beim Essen ihre Geburtswehen beschleunigen.

„Mama, wollen wir Lego spielen?“, fragte Marley seine Mutter, als sie wieder Zuhause angekommen waren.

Iana war einverstanden und Marley holte die Steine raus.
Marian mähte indessen im Garten den Rasen.

Plötzlich bemerkte Iana, dass bei ihr Wasser austrat.
Sollte das der Beginn der Geburtswehen sein?

Eine Woche lang hatte Iana alles versucht, aber die Wehen setzten nicht ein, es passierte nichts.

Und die Cola und die scharfe Sauce, waren sie jetzt der Auslöser für all das?

„Marley, ich glaub‘, es geht los“, rief Iana.
„Nein, nein, bitte nicht, noch nicht heute!“

Marley schaute seine Mutter an. Sein Gesicht drückte Panik aus.
Er hatte Angst um seine Mutter. Aber er dachte auch daran, dass am nächsten Tag die Fahrradprüfung für ihn anstand, und die wollte er unbedingt ablegen.

Außerdem: Sein Bruder sollte nicht an einem 13. geboren werden. Das würde doch Unglück nach sich ziehen. Marley war verzweifelt und ratlos.

Iana spürte das aus ihrem herauslaufenden Fruchtwasser.
„Ich geh‘ in die Badewanne und danach ein wenig Make-up auftragen“, sagte sie. Sie schien ruhig und ausgeglichen, während um sie herum alles hektisch wurde.

William kam noch am gleichen Tag zur Welt.

 

VORANKÜNDIGUNG – INTERVIEW MIT DER PRIMA BALLERINA VOM STAATSBALLETT BERLIN

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.07.20
Iana Salenko hat mit mir darüber gesprochen, wie es ihr geht – in der Covid-19 Zeit, welche Pläne sie hat und worauf sie sich freut.
Das Interview wird am 05. August 2021 veröffentlicht.

MEHR LESEN: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2021/

VERA TOMASCHEWSKI – EIN MENSCH, DEM MAN IM ALLTAG GERN BEGEGNET

MENSCHEN IM ALLTAG – 2021.07.14

INTERVIEW MIT VERA TOMASCHEWSKI

INTRO:
Vera Tomaschewski ist Versicherungsfachfrau (BWV). Der Sitz ihrer Hauptvertretung – AXA-Versicherung AG – ist Bad Freienwalde, dort, wo sie auch mit ihrer Familie Zuhause ist.
Ich habe sie am 22.06.2021 interviewt.

Es hat ausgesprochen Spaß gemacht, mit Vera Tomaschewski zu reden, und nicht nur das, sondern auch ihr zuzuhören, was sie zu sagen hat.
Sie hat viel zu erzählen – von ihrem Beruf, den sie liebt, von ihrem Werdegang, der nicht ohne Rückschläge und Konflikte verlief.

Vera Tomaschewski machte auf mich am Telefon einen sympathischen und in sich ruhenden Eindruck.
Doch sie hat durchaus Humor, kann selber gut zuhören, darauf achten, was den anderen bewegt.

Du spürst, dass du dich öffnen kannst, ihr einfach sagen solltest, was dich im Leben umtreibt.

Und wenn du eine Frage zu Versicherungen hast, dann ist sie in der Beratung die erste Wahl.
Weil sie so viel Fachkompetenz mitbringt? Sicher.
Entscheidend aber ist, dass sie authentisch ist, nicht drumherum redet, die Dinge einfach lässt, so dass du folgen kannst.

Meine Lebenserfahrung hat mich mal wieder in einem zentralen Punkt bestätigt:
Vertraue dem, dem es ernst ist mit dem ethischen Handeln, der es zu seinem wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kriterium erhebt.

27 Jahre übt Vera Tomaschewski nun schon ihren Beruf aus.
Sie kam vom Lehrerstudium, wurde über Umwege Erzieherin und fand schließlich ihre Bestimmung, nämlich Versicherungskauffrau zu sein.

Natürlich, vor über zwei Jahrzehnten hätte sie es wohl nicht für möglich gehalten, dass sie mal sagen würde, dass gerade dieser Beruf ihre eigentliche Berufung ist.

Sie hat es geschafft, weil sie mit Leidenschaft, mit viel Herz, und einem Rucksack an Fachwissen diesen steilen Berg hinaufgeklettert ist.

Das ist das Interview mit Vera Tomaschewski:

Frau Tomaschewski, was glauben Sie, was bringen Ihre Kunden mit Ihrer Person in Verbindung?
Ich behandle meine Kunden so wie auch ich behandelt werden möchte. Das ist übrigens mein Credo, dem ich von Anfang an treu geblieben bin.
Deshalb bin ich davon überzeugt, ja ich weiß es, dass sie sich von mir gut betreut fühlen.

Warum ist es Ihnen so wichtig, dass Ihre Kunden von Anbeginn zu Ihnen Vertrauen fassen?
Nun, zum einen ist mir dieses ethische Anliegen einfach menschlich wichtig.
Zum anderen gibt es noch einen weiteren Aspekt: Nach der Wende kamen in die damals neuen Bundesländer sehr viele Versicherungsvertreter, überwiegend aus dem Westen, denen es nicht um eine nachhaltige Beratung ging.

Sie waren darauf aus, schnelle Abschlüsse zu generieren. Da haben sich viele Ostdeutsche über den Tisch gezogen gefühlt, wie man das so umgangssprachlich formuliert.

Diesem Trend wollte ich etwas entgegensetzen. Also habe ich stets versucht, versicherungstechnisch die optimalen Bedingungen für meine Kunden herauszuholen.

Hinzukam, dass ich stets darauf geachtet habe, dass wir eine gute Gesprächsatmosphäre haben. Der Kunde sollte sich wohlfühlen, sich nicht gedrückt fühlen, sondern wissen, dass ich ihn verstehe und daran anknüpfend die auf ihn maßgeschneiderten Konditionen und vertraglichen Bedingungen heraushole.

Was war der Grund, warum Sie in die Versicherungsbranche gegangen sind?
Ein Motiv war, das ich thematisch bereits angerissen habe. Wir bekamen nach der Wende von Beratern Versicherungsverträge rhetorisch ‚aufs Auge gedrückt‘, die wir gar nicht wollten und die wir auch nicht brauchten.

Zunächst habe ich noch gedacht: ‚Oh, das hört sich ja toll an.‘ Aber später, im Nachgang, da merkten wir, wie schwierig es war, wieder aus den Verträgen herauszukommen.

Irgendwann hatte ich einfach keine Lust mehr, so unwissend dazustehen, sondern ich machte mich kundig, wollte selbst wissen, was ich da abgeschlossen hatte.

Es kam noch ein weiteres Motiv hinzu. Mein Mann arbeitete in dieser Zeit bei der Wasserschutzpolizei.
Er wurde nach der Wende verbeamtet.

In seiner Behörde wurden Mitarbeiter gesucht, die nebenberuflich als Versicherungsverkäufer arbeiten wollten.

Mein Mann konnte so einer Tätigkeit nichts abgewinnen. Er war in dieser Zeit beruflich selbst viel unterwegs, nahm vor allem an zahlreichen eigenen Weiterbildungsmaßnahmen teil.

Ich hingegen interessierte mich für diese Tätigkeit, obwohl ich ja einen eigenen Beruf hatte und in meiner Tätigkeit voll ausgelastet war.

Dennoch, ich fragte nach, ob sich auch Frauen dafür bewerben konnten. Denn eigentlich war der Versicherungsmarkt nach der Wende mehr oder weniger eine Männerdomäne.

Also fragte ich denjenigen, der die sogenannten ‚Nebenberufler‘ betreute, ob ich mich ebenfalls bewerben konnte.

Die Idee für mich bestand zudem darin, die Weiterbildung zu nutzen, damit man selbst nicht so dumm dastand, wenn jemand kam, der einem etwas über Versicherungen erzählen wollte.

Und so begann meine Karriere in der Versicherungswirtschaft, neben meinem eigentlichen Beruf.

Wie ging es weiter?
Aus dem Rand von Berlin kam regelmäßig ein Mitarbeiter der Versicherung, der mit uns eine Produktschulung durchführte, in der Regel monatlich.

Das hat uns Teilnehmern allen sehr gut gefallen.
Es war ein kleiner Kreis, die Räume waren in einer Gaststätte und so saßen wir nach der Schulung zusammen und haben unsere Erfahrungen, unser Wissen ausgetauscht.

Nachdem die Schulungen zu Ende waren, wurde ich registriert und konnte so nebenberuflich meiner Tätigkeit nachgehen.

Haben Sie denn viele Verträge geschrieben?
Nein, das war anfangs sehr überschaubar. Meine Abschlüsse machte ich vor allem im Kollegenkreis, das waren für mich schon Erfolge, doch darüber hinaus ging es zunächst nicht, zumindest nicht in der Zeit von 1991 bis 1994.

1994 trat der damalige Chef der Versicherungsgesellschaft an mich heran und fragte, ob ich nicht hauptberuflich weitermachen wollte.

Die Fluktuation von Mitarbeitern war damals sehr groß. Ich entschied mich, ganz für die Versicherung zu arbeiten und gab meine frühere Tätigkeit auf.

Können Sie mal Ihren beruflichen Werdegang in den wichtigsten Abschnitten schildern?
Ich wurde 1968 eingeschult und habe die Allgemeinbildende Polytechnische Oberschule besucht.

Anschließend bin ich in die Erweiterte Oberschule gewechselt, dem heutigen Gymnasium.

Mein Abitur habe ich 1980 gemacht. Ich wollte immer Lehrer werden, schon von der ersten Klasse an.

Ich hatte nie einen anderen Berufswunsch, und ich habe alles darangesetzt, diesen Beruf auch zu erlernen.

Ich ging 1980 folgerichtig an die Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald und habe dort in den Fächern Geografie und Mathematik studiert.

Geografie war mein Hauptfach, Mathematik das Nebenfach. Insgesamt hat mir das Studium einen riesigen Spaß gemacht.
Und trotzdem musste ich im dritten Studienjahr aufhören.

Wie kam es dazu?
Ich will es mal so ausdrücken: Wir hatten einen Professor, der etwas kompliziert war.

Der hat mir mein Studium regelgerecht verleidet. Im Ergebnis schaffte ich eine Prüfung in Mathematik nach dem zweiten Jahr nicht, obwohl ich mich sehr intensiv vorbereitet hatte.

Dieser Professor musste zwar ein Jahr nach mir ebenfalls die Universität verlassen, doch das half mir dann auch nicht mehr weiter.

Obwohl ich also bereits nachfolgende Prüfungen bestanden hatte, musste ich nach dem 5. Semester gehen. Das war bitter für mich, denn ein Lebenstraum von mir zerplatzte in dem Moment.

Gab es denn keine anderen Möglichkeiten als die Kombination von Geografie und Mathematik?
Geografie wollte ich unbedingt studieren. Es gab noch Geografie und Sport.
Aber im Sport hätten die Leistungen nicht ausgereicht. Es blieb nur die Alternative von Geografie und Mathematik.

Und das Kuriose an der Geschichte war, dass wir ja bereits vor Klassen gestanden und unterrichtet haben. Aber die Prüfungen in Mathe haben mir das Genick gebrochen.

Was haben Sie dann gemacht?
Ich musste andere Wege gehen, daran führte nichts vorbei. Hinzukam, dass ich in der Zwischenzeit schwanger geworden war. Ich hatte deshalb auch schon ein Zimmer für ‚Mutter und Kind‘.

Haben Sie Ihren Mann in Greifswald kennengelernt?
Nein, ich bin ja am Wochenende meistens nach Hause gefahren. Wir hatten eine sehr gute Zugverbindung von Bad Freienwalde nach Greifswald.
Mein Papa hat mich oft nach Eberswalde gefahren. Von da aus ging es direkt bis nach Greifswald durch.

Wann wurde Ihr Sohn geboren?
Im März 1983.

Also war es ja auch irgendwie schön, dass Sie ab 1983 wieder Zuhause waren, oder?

Ja, natürlich, aber ich musste überlegen, wie es weiterging.
Mein damaliger Direktor von der Erweiterten Oberschule wollte mir helfen. Er war inzwischen im Bereich Bildung in der Kreisverwaltung tätig.

Und so kamen wir auf die Idee, dass ich als Lehrerin in der Unterstufe in Frankfurt/Oder beginne, weil ich unbedingt etwas mit Kindern machen wollte.

Hat das geklappt?
Nein. Da waren genügend Bewerber, die zu Ende studiert hatten und so kam ich als Studienabbrecherin für eine Anstellung als Unterstufenlehrerin nicht infrage.

Also war wieder das große Fragezeichen, wie es weiterging.
Der ehemalige Direktor vermittelte mich dann in eine Kita in Bad Freienwalde.

Ich habe dort als Hilfskraft angefangen, denn das, was ich vorher studiert hatte, wurde nicht anerkannt.

Im ersten Jahr habe ich neben meiner Tätigkeit eine Ausbildung zur Erziehungshelferin gemacht.

Daran schloss sich eine Ausbildung zur Kindergärtnerin an, anderthalb Jahre im Fernstudium.

Insgesamt war ich dort elf Jahre, von 1983 bis 1994, eine wirklich schöne Zeit, auf die ich gern zurückblicke.

Das heißt, in diese Zeit fiel auch der Beginn Ihrer nebenberuflichen Tätigkeit in der Versicherung?
Ja, von 1991 bis 1994 habe ich noch hauptberuflich in der Kita als Erzieherin gearbeitet und nebenher mit der Tätigkeit in der Versicherung begonnen.

Was hat sie bewogen, den Beruf der Kita-Erzieherin an den Nagel zu hängen?
Ganz offen gesagt, ich hatte Angst, dass ich nach 30 Jahren in ein mentales Loch falle, irgendwie eine Macke bekommen würde.

Dass Sie mich nicht falsch verstehen: Ich habe meinen Beruf geliebt. Aber die Tätigkeit der Kita-Erzieherin hinterlässt Spuren.

Es sind ja nicht nur die Kinder, die gut betreut werden sollen. Nein, es sind ebenso die Eltern, deren Vorstellungen man gleichermaßen entsprechen will.

Liegt das nicht in der Natur der Sache, dass sich Eltern sorgen?
Schon, doch wenn es überhandnimmt und in Einzelfällen der Bezug zur Realität verlorengeht, dann schaden die Eltern nicht nur den eigenen Kindern, sondern sie beeinträchtigen auch das Erziehungspotenzial, das es in so einer Einrichtung gibt.

Das zerrt dann schon mal an den eigenen Nerven.
Ich habe in jener Zeit viel autogenes Training betrieben, zusammen mit anderen Kollegen.

Und trotzdem, manchmal spürte ich, dass ich abends nicht mehr die Kraft hatte, meinen eigenen Kindern die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, die die anderen Kinder am Tag von mir bekommen haben.
Natürlich war ich die liebe Mama, aber mitunter habe ich auch geschimpft, weil ich ausgelaugt war, davon, dass ich tagsüber die Kinder anderer Eltern zu betreuen hatte.

Es war ein Traumberuf, aber ich begann darüber nachzudenken, wie es in den kommenden Jahren werden würde, ob ich es schaffen könnte – mental und physisch.

Aus vielen Mosaiksteinen ist das Bild bei mir entstanden und daraus wieder die Erkenntnis, dass ich nicht über Jahrzehnte als Erzieherin arbeiten wollte.

Sie sprechen von Ihren Kindern, gibt es noch mehr als Ihren Sohn?
Ja, 1985 wurde meine Tochter geboren.

In welche Versicherung sind Sie 1991 gegangen?
Das war die Deutsche Beamtenversicherung DBV. Die DBV ist dann in der AXA aufgegangen.

In den neunziger Jahren ging die DBV zunächst in der Winterthur auf, sodass wir ‚DBV-Winterthur‘ hießen. Danach hat die AXA die Winterthur übernommen.

Faktisch übernahm das eine weltweit agierende Unternehmen das andere.
Ich selbst bin aber all die Jahre im gleichen Unternehmen geblieben.

Waren Sie Anbeginn an in der Selbstständigkeit?
Nein, ich war anfangs angestellt und bin erst anderthalb Jahre später in die Selbstständigkeit gewechselt.

Ich habe jedoch schon immer in der Ausschließlichkeit für das Unternehmen AXA gearbeitet. Das heißt, ich arbeite auf selbstständiger Basis, aber nur für eine Versicherungsgesellschaft und deren dort integrierte Partner.

Was haben Sie für eine Ausbildung in der Versicherung durchlaufen?
Unsere Ausbildung lief über das Bildungswerk der deutschen Versicherungswirtschaft.

Wir sind dazu alle zwei Wochen in die Pfalz gefahren, in das wunderschöne Bad Dürkheim.
Am 09. Mai 1996 wurde mir dann die Abschlussurkunde überreicht und von da an durfte ich mich Versicherungsfachfrau nennen.

Wie war das bei Ihnen, haben Sie sogenannte Bestandskunden bekommen, damit der Start für Sie ein wenig leichter war?
Das war damals nicht üblich, leider.

Ich hatte einige wenige Kunden in meinem Bestand, die noch aus Verträgen in dem alten Kollektiv entstanden waren. Das waren vor allem Kollegen von meinem Mann – aus der Wasserschutzpolizei.

Aber wie sind Sie denn an Kunden gekommen, Sie mussten ja von irgendetwas leben?
Ja, natürlich. Ich kann nur sagen, dass ich nie ‚Klinken geputzt‘ habe. Das habe ich gehasst.

Was haben Sie stattdessen getan?
Ich habe versucht, persönliche Kontakte zu knüpfen, durch Bekannte das Feld zu erweitern.

Des Weiteren habe ich Flyer verteilt, persönlich und in Zeitungen. Ich erinnere mich noch gut, wie ich die Flyer in einem Nachbarort verteilt habe, bei gefühlten 60 Grad Celsius.

Kurzum, ich habe selber die Trommel gerührt. Die Leute sollten wissen, dass ich da bin für sie, wenn es um Versicherungsfragen ging.
Prinzipiell habe ich niemals aus der eigenen Verwandtschaft jemanden angesprochen.

Denn irgendwann hat sich das erledigt.
Erst viel später, nach zehn Jahren kamen auch mal Kontakte aus dem eigenen Verwandtenkreis zustande, auf Initiative meiner Verwandten.

Nach und nach kamen auch Empfehlungen aus dem allmählich anwachsenden Kundenstamm.

Können Sie von den Erträgen, die Sie erwirtschaften, leben?
Ja, inzwischen kann ich das.
Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang eine Sache: Für mich galt stets, dass der Beruf und die damit eng verknüpfte Berufung zusammengehören.

Das war in meiner Zeit als Erzieherin in der Kita so und jetzt genauso.
Im September werden es bereits 27 Jahre, wo ich den Beruf des Versicherungsberaters ausübe.

Sind Sie ein selbstbewusster Mensch?
Es ist schlecht, sich selbst einzuschätzen, aber ich denke schon, dass ich selbstbewusst bin.
Das Selbstbewusstsein wächst ja mit den Lebensjahren.

Was bedeutet es für Sie, individuelle Kundenbeziehungen zu entwickeln?
Individuelle, maßgeschneiderte Konzepte zu entwickeln, den Kunden so zu beraten, dass er wirklich das bekommt, was er braucht und auf der anderen Seite auch wegzulassen, was er nicht braucht, das verstehe ich unter individuellen, persönlichen Kundenbeziehungen.

Das hat sich bei mir über die Jahre entwickelt.
Klar, ich wollte nicht Versicherungsverträge verkaufen, die eigentlich keiner braucht, so wie es oft nach der Wende geschehen ist.

Das heißt deshalb, sich für den Menschen interessieren, seine Bedürfnisse kennen und von da aus die Lösung für ihn zuzuschneiden.

Das hieß auch, so manchen Kampf im Kundensinne mit der Zentrale zu führen, sich zu engagieren, damit es am Ende für alle passt.

Und wenn dann ein Kunde zu einem Feiertag einen Gruß schickt, zum Beispiel über WhatsApp, ja dann weiß ich, dass ich nicht alles falsch gemacht habe.

Über die Jahre haben sich so Freundschaften entwickelt, die bis heute halten.

Wie gehen Sie mit negativen Meinungen von Kunden um?
Ich gehe den Dingen stets auf den Grund. Ist was dran an einer Kritik, dann setze ich mich dafür ein, dass die Probleme gelöst werden, zur Zufriedenheit der Kunden.

Bei pauschalen geringschätzenden Bemerkungen nehme ich das alles mit Humor, versuche drüberzustehen. Wichtig ist für mich: Der Ruf der Versicherung steht und fällt mit demjenigen, der sie vertritt. Ich bin jemand, der sich kümmert, der so lange arbeitet, bis der Kunde zufrieden ist.

Das gibt mir die nötige Selbstsicherheit und das ist es auch, was die Kunden zum Schluss mit ihrer Wertschätzung mir gegenüber danken.

Wie sind Sie in der Anfangszeit finanziell klargekommen?
Anfangs war es wirklich nicht leicht, vor allem, weil nebenher noch meine Ausbildung lief.

Dadurch hinkte ich hinterher, was die Zielvorgaben für mich anbetraf. Ich war im Minus. Die Versicherungsgesellschaft bot mir in dieser Situation an, von der Festanstellung in die Selbstständigkeit zu wechseln, ohne dass ich Garantiebezüge erhielt.

Was haben Sie in der Zeit bekommen?
Nur den Gegenwert für das, was ich an Verträgen produziert habe.
Das diszipliniert ja, also strengst du dich mehr an.

Ich war zum Beispiel viel mehr im Außendienst, als das heute der Fall ist.

Auf der anderen Seite: Wo Schatten ist, da gibt es irgendwann auch wieder Licht.
Ich hatte zwar schwere Zeiten, doch dadurch, dass ich keine Garantiebezüge hatte, war ich nicht abhängig und nicht unter Druck.

Wie viel Spaß macht Ihnen Ihre Arbeit?
Sehr viel Spaß.
Bad Freienwalde ist eine Kleinstadt, und ich wollte nicht unbedingt die Straße wechseln, wenn mir ein Kunde entgegenkam. Da wollte ich mich schon von jenen Vertretern unterscheiden, die nach der Wende vor allem auf schnelle Abschlüsse aus waren.

Das ganze Drumherum, das macht mir wirklich einen riesigen Spaß.
Es ist ein Beruf, in dem man anderen Menschen zuhören muss.
Viele Kunden kommen und berichten von ihren Alltagssorgen.
Du bist dann schon fast ein Psychologe, gibst diesen oder jenen Ratschlag.

Und du erzählst selbst von dir, davon, was dich bewegt. So wächst man zusammen, fasst Vertrauen zueinander, weiß, dass man sich aufeinander verlassen kann.

Sind Sie ein glücklicher Mensch?
Ich bin zufrieden. Es gibt immer Sachen, wo man sagt, dass es noch anders laufen könnte.
Aber insgesamt: Ich bin gesund, wir wohnen auf dem Grundstück meiner Mutti.

Mein Papa ist leider schon verstorben.
Ich mach‘ es mir schön, soweit ich es mir schön machen kann.
Dazu zählt beispielsweise die Gartengestaltung, das ist für mich ein wirklich toller Ausgleich zu meiner Arbeit.

Warum verwenden Sie eher die Vokabel ‚zufrieden‘ als das Wort ‚glücklich‘?
Glücklich sein, dazu gehört für mich noch eine Nuance mehr.
Es gibt ja stets Dinge, die nicht so gut laufen.

Was meinen Sie?
Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Da musste zum Beispiel eine Kurzzeitpflege organisiert werden, ein Heimplatz für meine Tante – das alles sind Dinge, die einen erschöpfen, die Kraft rauben.
Insgesamt jedoch bin ich ein sehr positiver Mensch.

Woran haben Sie besonders Freude?
Ach, da gibt es so einiges. Ich bin gern am Meer, inhaliere die Seeluft, schaue zu, wie die Wellen am Strand aufschlagen und sich wieder zurückziehen – das bringt mich auf andere Gedanken, lässt mich Energie tanken.

Oder eben die Gartenarbeit, bei der ich alles um mich herum vergessen kann und mich einfach an den Blumen freue, daran, wie ich den Garten gestaltet habe.

Würden Sie alles wieder so machen, wenn Sie erneut vor der Wahl stünden?

Ja, ich denke schon. Die Arbeit mit den Kunden gibt mir viel an Positivem zurück. Hinzukommt, dass ich so Manches hätte ich gar nicht bewerkstelligen können, wenn ich in einer Festanstellung gewesen wäre.

Ich denke da nur daran, wie ich meine Tochter als Kind zur Orchesterprobe gefahren habe.

Klar, ist man festangestellt, so bekommt man ein dreizehntes Gehalt, hat andere Sicherheiten.

Aber ich bin insgesamt sehr zufrieden mit meinem Leben. Der Beruf ist zu einer wirklichen Berufung für mich geworden, und das macht mich auch ein klein wenig stolz.

Frau Tomaschewski, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Zum Firmenporträt: https://uwemuellererzaehlt.de/2021/07/14/firmenportraet-2021-07-14/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MOBILE – PC-HILFE – SANDRO SCHULZ- INHABER

FIRMENPORTRÄT-2021.06.10

EINFÜHRUNG
Sandro Schulz macht am Telefon auf mich den Eindruck eines humorvollen und offenen Gesprächspartners.

Was an ihm aber besonders beeindruckt, das ist seine Fachkompetenz, rund um den Computer.
Sie kommt nicht von ungefähr. 

Nein, er hat den Beruf des Elektrikers von der Pike auf gelernt und sich später zum Fachinformatiker weiterentwickelt. 

Es macht Spaß, Sandro Schulz zuzuhören. Seine Begeisterung für alles, was mit der Computertechnik zu tun hat, die steckt an. 
Seine Fähigkeit, sich schnell in komplizierte technische Vorgänge hineinzudenken, sind eines seiner herausragenden Eigenschaften. 

Für seine Kunden jedoch sticht eine weitere Gabe besonders hervor: komplexe Fragen der Bedienung und Nutzung eines Computers und anderer technischer Geräte mit einfachen, verständlichen Worten zu erklären. 

Sandro Schulz hilft seinen Kunden schnell, ist flexibel, wenn sie Unterstützung benötigen.
Würde ich ihn anrufen, wenn ich am Computer oder mit dem iPad Schwierigkeiten hätte? Ich denke schon.

Warum man zu dieser Erkenntnis gelangt, das zeigt am besten sein Weg – vom Elektriker hin zum gefragten Fachinformatiker.
DER BERUFLICHE WERDEGANG VON SANDRO SCHULZ

Sandro Schulz besuchte in Bernau die Zehnklassige Polytechnische Oberschule und begann 1988 eine Ausbildung zum Elektriker.
Er lernte im VEB Fahrzeugausrüstung (Faga) Berlin, Werkteil Bernau.

„Das war ein großes Werk, in dem Zugtechnik hergestellt wurde. Dort wurden vor allem Schaltschränke gebaut, die der Steuerung der Waggons dienten – im Bereich Lüftung, Heizung, Klima“, erinnert sich Sandro Schulz zurück.

Die theoretischen Ausbildungsthemen wurden in Klosterfelde vermittelt.

Man merkt ihm an, dass er noch heute stolz darauf ist, was er für eine solide Ausbildung als Werkzeugmacher und als Elektriker erhalten hat.

„Wir mussten lernen zu bohren, zu schleifen und zu fräsen. Außerdem erwarben wir die Fähigkeiten, mit Kabelleitungen, Relais und Steuerungen umzugehen- im Grunde genommen alles, was mit Elektrotechnik zu tun hatte, wo Strom durchfloss.“

Sandro Schulz beendete seine Ausbildung 1990, in der Wendezeit.
„Ich habe noch zu DDR-Zeiten den Führerschein für LKW gemacht, für 260 DDR-Mark“, sagt er im Gespräch.
Er hat noch vier Jahre weiter im Betrieb gearbeitet und wurde 1994 entlassen.

Anschließend hat er in einer weiteren Firma gearbeitet, in Berlin im Wohnungsbau.
„Wir haben Wohnungen saniert, also elektrotechnisch alles ausgewechselt.

Für ihn war das eine spannende und zugleich ungewöhnliche Zeit.
„Ich erinnere mich, wie ich in einer der Wohnungen neue Kabel verlegte.

Ich krabbelte auf dem Fußboden herum, während neben mir ein kleines Kind vor dem Fernseher saß. Das war für mich schon ungewöhnlich und erforderte von mir sehr viel Aufmerksamkeit und Konzentration.“

Sandro Schulz lernte das Fach der Elektrotechnik immer besser kennen, vertiefte in verschiedenen Bereichen seine Kenntnisse, praktisch und theoretisch – in der Bahntechnik, in der Heizungstechnik und im Wohnungsbau.

Es war die Zeit, in der er herausfand, dass ihm die Arbeit als Elektriker viel Spaß machte, es für ihn ein schöner Beruf war.
Doch all das bewahrte ihn nicht davor, dass er erneut seine Arbeit verlor.

„Es war die Zeit, in der sich die Elektrofirmen im Preisdumping gegenseitig überboten und dadurch kaputtgingen.“

Er nahm die erneute Arbeitslosigkeit für sich zum Anlass, gründlicher darüber nachzudenken, welchen Weg er künftig einschlagen sollte.

DAS TRAUMZIEL FACHINFORMATIKER

Sandro Schulz machte zunächst noch einen Weiterbildungskurs mit – einen Anpassungskurs.

„Die Standards der Ausbildung im Osten wurden hier an die Bedingungen im Westen angepasst, sodass ich sozusagen danach ein ‚Westelektriker‘ war.

Aber das alles reichte ihm nicht.
„Ich wollte eine größere Beständigkeit in mein Berufsleben bringen.

Das Arbeitsamt bot mir an, mich zum Fachinformatiker ausbilden zu lassen. Ich war begeistert davon, denn ich konnte auf diese Weise nicht nur eine komplette Ausbildung neu machen, sondern das Amt übernahm ja hierfür auch die gesamten Kosten.“

Die Ausbildung zum Fachinformatiker war jedoch alles andere als ein Spaziergang.

„Es gab zunächst einen dreimonatigen Eignungstest und daran schloss sich eine Aufnahmeprüfung an. Rund die Hälfte der Bewerber bestand diese Prozedur nicht.“

Insgesamt zweieinhalb Jahre dauerte die Ausbildung zum Fachinformatiker.

Sie fand in Albertshof statt, einem anliegenden Dorf von Bernau.
Er bestand die Ausbildung zum Fachinformatiker mit guten Ergebnissen.

„Mir wurde von den Prüfern bescheinigt, dass ich den Kunden sehr gut erklären konnte, warum etwas nicht funktionierte oder wie sie zum Beispiel einen Computer bedienen müssten.“

Er sagt weiter: „Wir mussten uns alle einen Praktikumsplatz suchen und so habe ich mich beim Kabelfernsehen Bernau beworben.

Ich kannte Herrn Winkler von der Firma ‚Wikom‘ persönlich, der sich zu der Zeit schon sehr für die Internettechnik interessierte.

Er bot damals schon E-Mails und Web-Sites an.“
Sandro Schulz stieg genau dort ein – er programmierte die Web-Site für einen online-shop.

Die Idee dazu beruhte auf der von eBay.
Ihm gefiel diese Art der Tätigkeit und er blieb deshalb nach der Ausbildung zunächst in der Firma.

„Ich hatte mich zwar bei einigen Firmen in Berlin beworben, doch die Zeiten waren schlecht, es wurden ja kaum Leute eingestellt. Also arbeitete ich bei ‚Wikom‘ weiter, diesmal allerdings gegen Bezahlung.“

Sandro Schulz arbeitete im Auftrag des Firmenchefs im Außendienst weiter.

„Die Firma hatte ja über 8000 Kunden. Wenn ein Problem auftrat, dann bin ich dort hingefahren und habe ihnen geholfen, diese Probleme zu lösen.

DER SCHRITT IN DIE SELBSTSTÄNDIGKEIT

Jeder, der sich dazu entschließt, sich selbstständig zu machen, der weiß, mit wie viel Mut, Engagement und auch Ängsten das verbunden ist.

Und dennoch: Sandro Schulz war mutig und wagte diesen Schritt im April 2004.

„Seitdem bin ich selbstständiger Fachinformatiker, hauptsächlich für den Umkreis Barnim, Berlin.
Der weiteste Kunde sitzt in München, der nächste ist ein Gartentor weiter.“

Im Verlaufe der Firmengründung hat Sandro Schulz noch an einem Existenzgründerlehrgang teilgenommen.

Da wurde ihm auch klar, dass in seinem Firmennamen das Wort ‚Mobile‘ vorkommen musste.

‚Mobile‘ deute darauf hin, dass die Firma zum Kunden nach Hause kommt.

„Die Kunden rufen an, dann kann ich mitunter aus der Ferne zu helfen. Oder ich fahre zu ihnen nach Hause, bzw. der Kunde kommt zu mir.

Das kann sich der Kunde im Prinzip aussuchen, ob ich zu ihm komme, ob ich aus der Ferne helfe, oder aber ob er zu mir nach Hause kommt.“

Sandro Schulz erklärt weiter, wie er die Kundenbetreuung managt:
„Ich habe zum Beispiel eine Lehrerin, die aus Königs-Wusterhausen kommt.

Sie nimmt die Entfernung von rund 20 km auf sich und kommt zu mir, um sich beraten und helfen zu lassen. Eine weitere Kundin von mir sitzt in München.

Da war ich noch nie.
Ich habe ihr trotzdem schon sehr oft helfen können.“

WAS SANDRO SCHULZ IN DER ARBEIT FÜR SEINE KUNDEN WICHTIG IST

„Mein Hauptaugenmerk lege ich darauf, Menschen am Computer zu helfen. Und meine Frage, die ich stelle, lautet: ‚Was haben Sie für einen Wunsch? Ich habe viele Stammkunden.

Sie schreiben auf ihren Zettelchen die ganzen Fragen und Wünsche rauf. Und wenn die merken, dass der Zettel voll ist, dann rufen sie mich an. Dann gehe ich das mit ihnen alles durch.“

Und weiter sagt er: „Bis vor zehn Jahren war es die Virensuche, die meine Kundinnen und Kunden umtrieb. Jetzt wollen sie vor allem wissen, wie ein Computer funktioniert, wie sie die Technik für sich optimal im Alltag nutzen können.“

Hier kommt eine Stärke von ihm besonders zum Tragen: die Fähigkeit, technische Vorgänge, möglichst strukturiert, verpackt in einfachen und nachvollziehbaren Formulierungen zu erklären.

„Manchmal bin ich auch so was wie ein Seelsorger.

Nämlich dann, wenn Kunden in Panik geraten sind, weil sie etwas im Fernsehen über Computer und deren Handhabung mitbekommen haben, was aber in der Realität meiner Kundinnen und Kunden dann doch noch spezifischer zu betrachten ist.“

„Die Prüfer haben mir während meiner Ausbildung erklärt, dass ich der beste war, der etwas erklären konnte. In diesem mündlichen Bereich war ich sehr gut.“

Sandro Schulz kann unendlich viele Beispiele anführen, wie vielfältig seine Beratungstätigkeit ist.

Mal hat ein Kunde nicht erkannt, dass er lediglich die Batterien in der Maus zu seinem Computer wechseln muss, damit wieder alles läuft oder er musste den Senderdurchlauf für einen neugekauften Fernsehapparat bei einem Kunden durchführen.

COMPUTER – VON SANDRO SCHULZ PRODUZIERT – KOMPLETT

„Viele Kunden kaufen bei mir einen Computer. Gar nicht wegen des Computers, sondern wegen der Betreuung danach. Sie haben ja in mir immer den gleichen Ansprechpartner.“

Das Besondere daran ist, dass Sandro Schulz seine Computer selbst baut.

„Ich kaufe nie Computer. Die werden bei mir per Hand zusammengebaut. Komplett.

Ich möchte der Einzige in Barnim sein, der noch von der Pike auf die Computer herstellt. Wie ein Bäcker, der keine Zusätze in sein Mehl hineinmacht.

Ich baue im Jahr zwischen zehn und fünfzehn Computern. In Barnim stehen bereits über dreihundert Computer von mir rum.“

„Ich habe mir den Beruf des Informatikers wirklich ausgesucht, weil ich als Elektriker schon mit Steuerungen zu tun hatte und ebenfalls schon sehr viel mit Computern.

Aber ich habe gemerkt: ohne die Ausbildung habe ich mir die eigenen Computer mehr kaputtgespielt. Da habe ich so viel herumgefummelt, bis nachher gar nichts mehr ging.

Nachdem ich aber die Fachkompetenz hatte, da ging nicht nur mehr etwas kaputt, sondern ich konnte es auch noch reparieren.“
Jetzt besaß er auch die Kompetenz zu verstehen, wie ein Computer funktioniert.

Er merkte schnell, dass es das war, was er eigentlich in seinem Leben tun wollte.

Sandro Schulz hatte ja auch noch die Wahl, als Programmierer zu arbeiten.

Doch das wollte er nicht, stundenlang vor einem Rechner sitzen. Ihm lag die Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden mehr.

SANDRO SCHULZ MAG DAS KOMPLIZIERTE, DIE HERAUSFORDERUNG

„Ich liebe meinen Beruf, weil ich jeden Tag ein neues Problem lösen muss. Ich mag es nicht, wenn sich ein Problem wiederholt. Ich finde meinen Beruf toll, weil jede Kundin, jeder Kunde ein anderes Problem hat.“

Sandro Schulz fand es großartig, dass er in seinem Beruf immer wieder gefordert wurde.
„In meinem Elektrikerberuf habe ich irgendwann gemerkt: Ich weiß alles, ich kann alles.

Aber es ging nicht weiter. In der Informatik merke ich, dass ich immer wieder etwas dazulernen kann.“

Warum er das Schwierige, das Komplizierte mag, begründet er so:

„Ich bin so ein Mensch, der es lieber ein wenig kompliziert mag. Wenn Freunde zu mir nach Hause kommen, dann sagen die: Man, mach‘ doch da mal einen Lichtschalter hin. Nein, Lichtschalter find‘ ich langweilig.

Ich mag es, wenn die Technik kompliziert ist. Andere wollen genau das Gegenteil. Ich suche die Herausforderung.

Wenn jemand zu mir kommt und ich muss tüfteln, das gefällt mir. Immer die gleiche Arbeit, das mag ich nicht.

Deswegen habe ich gemerkt, dass ich als Fachinformatiker mich mehr um die Veränderungen und den damit verbundenen Herausforderungen kümmern kann.

Die Kunden sagen oft: ‚Wie können Sie das denn alles begreifen?‘
Ich sehe in der Woche vielleicht 100 Computer und der Kunde sieht einen Computer in fünf Jahren. Ich mag die Veränderung und das Komplizierte.“

DER MARKENKERN VON MOBILE-PC-HILFE

Auf die Frage, was Sandro Schulz und seine Firma vom Markenkern her kennzeichnet, sagt er: „Ich bin der Computermensch, der den Menschen hilft. Ich bin jemand, der schnell da ist.

Mein Steckenpferd ist es, den Kunden möglichst zügig zu helfen. Zum Beispiel hatte ich heute eine Kundin, die hatte einen Laptop mit Totalschaden. Sie hat aber kein Geld für einen neuen Laptop.

Da habe ich erst einmal ein gebrauchtes Gerät hingestellt. Ich gebe also der Frau, die kein Geld für einen neuen Computer besitzt, die Möglichkeit, drei Monate mit meinem Laptop zu überbrücken. Sie kann ihn anschließend – wenn sie es möchte, sogar für wenig Geld übernehmen.“

Sandro Schulz führt weiter aus:
„Die Leute wollen in der heutigen Zeit, dass Ihnen schnell geholfen wird.

Ich versuche dem Kunden immer ein positives Ergebnis zu geben. Er soll merken, dass dabei etwas Positives herausgekommen ist, ein positives Ergebnis.

Ich kann das vielleicht nicht sofort mit dem gleichen Gerät erzeugen, dieses positive Ergebnis. Manchmal muss ich das Problem auch umschiffen, weil ich selbst die Nadel im Heuhaufen suchen muss.

Aber die Grundeinstellung bleibt: ein positives Ergebnis beim Kunden erzeugen! Schnell und positiv.“

TESLA – EINE WEITERE LEIDENSCHAFT VON SANDRO SCHULZ

„Warum beraten Sie Kunden beim Tesla-Kauf?“, habe ich Sandro Schulz zum Schluss gefragt: Ich bin ein Öko-Mensch. Ich liebe nicht Tesla, sondern das elektrische Fahren.

Ich liebe es, dass ich Strom für mein Auto selber herstellen kann. Für Benzin muss ich immer echtes Geld an der Tanksäule abgeben.“
Sandro Schulz gerät ins Schwärmen: „Tesla bietet eine Reihe von Vorteilen.

Zum Beispiel muss der Kunde nicht wie bei anderen E-Auto einmal im Jahr zur Kontrolle in die Werkstatt. Die einzige Firma, die gesagt hat, dass das E-Auto wartungsfrei ist, das war die Firma Tesla.

Es muss einfach sein. Ich möchte einfach, dass das Auto funktioniert. Hinzukommen zahlreiche Vergünstigungen durch den Staat – die Bundesregierung schenkt mir 6000 Euro; das E-Auto hat keine KFZ-Steuer, keine jährlichen Durchsichten, vier Jahre Garantie.

Die Werkstatt kommt bei einem Problem am Tesla zu mir nach Hause. Tesla macht Updates in 25 Minuten für das gesamte Auto. Der Bordcomputer ist redundant aufgebaut – doppelt verbaut.“

Die Begeisterung von Sandro Schulz für das Neue, das Unentdeckte, die Herausforderung – das steckt an.

 

LEISTUNGEN
MOBILE – PC-HILFE
Seit 2004
Markenkern von Inhaber Sandro Schulz:


Alles, was sich um den Computer dreht – sämtliche Problemstellungen und Fragen – sie werden von Sandro Schulz schnell, flexibel und in guter Kommunikation mit dem Kunden besprochen und gelöst bzw. beantwortet.

Des Weiteren: Optimale Serviceleistungen auf der Grundlage eines großen praktischen Erfahrungsschatzes im Computerbereich, geknüpft an exzellente Fachkenntnisse.

„Ich besitze sehr gute theoretische und praktische Kenntnisse als ausgebildeter Fachinformatiker und Elektriker.“ (Sandro Schulz)

Spezifische Fachkenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen
– des Datenschutzes, der Programmierung, der Konfiguration, der Bildbearbeitung, der Telekommunikation, Montage und Installation (zitiert nach Angaben der Homepage)

Der Nutzen für die Kundinnen und Kunden auf den Punkt gebracht:

– Sandro Schulz erscheint zeitnah nach einem Anruf der Kunden vor Ort;

– die Kosten minimieren sich dadurch erheblich;

– die Reparaturen werden auf der Grundlage fundierten Wissens und praktischer Kenntnisse bei Reparaturen, Updates und Installationen ausgeführt;

– nur ein kompetenter Ansprechpartner im gesamten Prozess der Dienstleistung;

– Datenschutz und die Privatsphäre werden gewährleistet.
Mehr und detaillierter lesen: http://www.mobilepchilfeschulz.de

 

KONTAKT
MOBILE-PC-HILFE-SCHULZ, IHR FACHINFORMATIKER
Montag bis Samstag von 09.00-21.00 Uhr
Telefon: 03338-45 96 19
Handy: 0174-78 53 252
www.MobilePCHilfeSchulz.de
E-Mail: info@mobilePCHilfeSchulz.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MENSCHEN – SIE MACHEN DEN ALLTAG INTERESSANT – (1)

2021.04.01

ÜBER MENSCHEN ERZÄHLEN – IN FORM VON INTERVIEWS, FIRMENPORTRÄTS, GESCHICHTEN

MARTINA LIPPERT – EIN LEBEN FÜR DIE PFLEGE (2)

TANZCLUB SCHWARZ SILBER WANDLITZ e.V.

INTERVIEW MIT KERSTEN STEINIGER

FIRMENPORTRÄT TANZCLUB SCHWARZ SILBER WANDLITZ e.V.

TANZCLUB SCHWARZ SILBER WANDLITZ e.V.