Archiv der Kategorie: IANA SALENKO

Gespräche mit einer Prima Ballerina.

PRIMA BALLERINA ERWARTET IHR DRITTES KIND

Iana Salenko

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.08.05

Einführung:
Ich habe mit Iana Salenko, der Prima Ballerina vom Staatsballett Berlin, in der zweiten Hälfte Juli gesprochen - in ihrem Haus in Berlin.

Wir sprachen darüber, wie es ihr aktuell geht, was sie besonders glücklich macht und welche Neuigkeiten es gibt.

„Wir erwarten Ende September ein Kind und sind überglücklich, dass unsere Familie größer wird.“

Was mich immer wieder an der Persönlichkeit von Iana fasziniert: Sie ist bodenständig, bescheiden und herzlich in unseren Begegnungen.
Sie antwortet spontan, und sie ist ehrlich.

Iana ist eine Frau mit viel Charisma, es fällt nicht schwer, sich von ihrer Persönlichkeit in den Bann ziehen zu lassen.

Das ist das Interview, das ich mit ihr am 20. 07.2021 geführt habe.

Iana, du machst einen sehr fröhlichen Eindruck auf mich. Täusche ich mich da, oder geht es dir tatsächlich so gut?
Nein, du täuscht dich nicht. Es geht mir prima, körperlich und mental.

In welchem Monat bist du schwanger?
Im siebenten Monat.

Also kommt das Kind im September?
Ja, Ende September, Anfang Oktober.

Wie sehr freust du dich auf das Kind?
Ich freue mich natürlich sehr.
Immer wenn ich Kinder umhertollen sehe oder meinen eigenen Kindern, Marley und William, zuschaue, dann freue ich mich noch mehr auf das dritte Kind.

Ich bin auch ruhiger, weil ich wieder in das gleiche Krankenhaus wie vor zwei Jahren gehe, die Ärzte kennen mich. Ich vertraue dem medizinischen Personal dort sehr.

Wird es dein letztes Kind sein?
Ich denke, es ist das letzte Kind, das ich zur Welt bringe.
Aber ich will mich natürlich nicht generell festlegen. Das Leben ist ja deshalb spannend, weil es nicht bis ins letzte Detail vorhersehbar ist.

Ich will ja auch wieder in meinen Beruf rein und möchte mich noch weiterentwickeln.

Außerdem bin ich in einem Alter, indem ich wahrscheinlich mit der Familienplanung allmählich abschließen sollte. Also ist das für den gegenwärtigen Zeitpunkt erst einmal das letzte geplante Kind.

Und trotzdem: Alles, was die Familie ausmacht, das macht schon sehr viel Spaß.

Iana, wir haben oft ein Interview geführt, wenn du schwanger warst. Ein Zufall sozusagen.
Ist das nicht ein positives Omen?
Ja, das war 2008, 2019 so. Und jetzt wieder. Das stimmt und ich freue mich, dass wir wieder miteinander sprechen können.

Danke, das Kompliment kann ich nur zurückgeben. Ich finde auch, dass du über die Jahre sehr viel lockerer geworden bist. Wie siehst du dich selbst?
Ich spreche die deutsche Sprache natürlich viel fließender, als es noch vor Jahren der Fall war.

Ich interessiere mich heute für die Philosophie der Kindererziehung, lese sehr viel, bin dadurch kommunikativer geworden. Alles zusammen, was hier hineinspielt hat mit dazu beigetragen, dass ich mich stärker geöffnet habe.

Ich denke ebenso an meine Kindheit zurück, überlege, was ich daraus an Positivem in die Erziehung meiner Kinder einfließen lassen kann und was ich an negativen Erlebnissen habe, die ich heute vermeiden will, wenn es um meine Kinder geht.

Woran denkst du da konkret?
Zum Beispiel, wie viel Freiraum ich meinen Kindern lasse und wann ich eingreifen will, also Grenzen setzen muss.

Wie geht es weiter, wenn das Kind da ist?
Ich bin nach der Geburt im Mutterschutz, ca. 8 Wochen und danach gehe ich zurück ins Ballett.

Und wer übernimmt dann die Versorgung und Betreuung der Kinder?
Diese Aufgabe teile ich mir mit Marian. Außerdem: Die ganze Familie steht bereit, um zu helfen – meine Mutter, Marians Mutter, die Tante. Wir haben sehr viele Familienmitglieder, die mich gern unterstützen wollen.

Marians Mutter ist dann in Rente, seine Tante ebenfalls und sie wollen auf jeden Fall helfen.

Meine Mutter möchte mich auch sehr gern unterstützen. Wir brauchen es nur zu sagen.
‚Ruft an, ich komme sofort‘, hat sie mir gesagt.

Bist du aktuell glücklich mit deiner Situation?
Ja, absolut. Allein die Tatsache, dass ich Kinder habe und noch eins dazukommt, das macht mich schon glücklich.

Meine letzte Schwangerschaft war sehr gefährlich, und so wusste ich nicht, ob ich noch einmal Kinder bekommen kann. Deshalb bin ich jetzt schon sehr froh, dass alles normal verläuft.

Was sagt Marian jetzt zu deiner dritten Schwangerschaft?
Er ist auch sehr glücklich und hilft, wo er kann. Er ist ein sehr guter Vater für unsere beiden Söhne, spielt mit ihnen. Sie haben Spaß zusammen, aber er kann ebenfalls streng sein, wenn es angebracht ist. Er ist liebevoll und streng zugleich.

Wenn alles gut läuft, dann könntest du ja im Dezember bereits wieder auftreten, oder?
Ich möchte so schnell wie möglich nach der Geburt meines Kindes wieder zurück an die Arbeit.

Ich bin bereit, wieder voll einzusteigen, aber ich will berücksichtigen, dass ich wahrscheinlich eine gewisse Zeit benötige, in der ich mich wieder an die Arbeit anpasse, an das Training und erst allmählich die Leistungen steigere.
Es braucht eben alles seine Zeit.

Iana, wie sehen für dich die nächsten Jahre aus, was stellst du dir vor?
Natürlich stehen die Kinder im Vordergrund, denn es macht ja viel Spaß, sie aufwachsen zu sehen.

Ich hoffe, dass ich entscheiden kann, was ich tanzen will.
Früher habe ich alle Aufträge angenommen, jede Gala, habe nicht auf meine Gesundheit geachtet.

Zwischen den Auftritten waren ja zusätzlich die Flüge, das Reisen überhaupt, und so war ich oft todmüde.
Das hat natürlich an meinem Körper gezerrt und es laugt dich dann ebenso mental aus.

Ich wollte immer mehr, ich war zum Teil wie im Rausch, und das geht nicht ein Berufsleben lang gut.

Jetzt möchte ich da mehr aussuchen, schauen, was am besten zu mir passt. Denn nur so kann ich zu Höchstleistungen gelangen. Das ist für das Staatsballett wichtig, für das Publikum und für mich selbst.
Ich möchte auf die Qualität achten und dann in weniger Vorstellungen mehr von meinem Können reingeben.

Wie lange willst du noch tanzen?
Mein Plan ist es, noch zehn Jahre zu tanzen.
Bis ich 50 Jahre alt bin, solange will ich noch aktiv sein. Klar, ich muss auf die Ernährung achten, gesund leben, damit ich die nötigen Leistungen abrufen kann.

Dabei spielt eine große Rolle, dass ich von Kindheitsbeinen an im Wettbewerb stand, schon an der Ballettschule in Donezk. Ich will gewinnen, ich will meine Ziele erreichen. Diese Haltung verfolgt mich schon mein ganzes Leben.

Dazu gehört, dass man bereit ist zu leiden, es gehören Schmerzen dazu. Und das erträgst du nur, wenn dein Kopf es will, dass du gewinnst.

Wie gehst du damit um, wenn du an deine Grenzen stößt?
Zunächst will ich bis an meine Grenzen kommen, sie austesten und möglichst noch überschreiten.

Aber ich möchte nicht ohne Rücksicht auf Verluste meine Ziele erreichen.
Wenn es absolut nicht geht, dann akzeptiere ich das.

Hat die Tatsache, dass du Kinder hast, jetzt ein drittes bekommst mit dazu geführt, dass du dich vielleicht mehr zurücknimmst?
Ja, schon. Man überlegt mehr, wo es sich lohnt, die Kräfte einzusetzen. Ich möchte mein Leben nicht nur dafür opfern, zu gewinnen, zu kämpfen, Geld zu verdienen.
Ich denke, das Leben hält mehr bereit.

Was zum Beispiel?
Früher bin ich von einem Termin zum nächsten gehastet. Jetzt arbeite ich ebenfalls hart, aber ich bin mehr bereit, das Erreichte zu genießen.

In den vergangenen Zeiten da kam es vor, dass ich einen Preis gewann und ihn nicht würdigen konnte, sondern ich wollte sofort zum nächsten Wettbewerb eilen, um noch mehr zu erreichen.

Meine Eltern haben mir manchmal gesagt, ich solle mich noch mehr anstrengen, um weitere Erfolge zu haben. Aber das ist verständlich, weil sie für mich das Beste wollten, dachten, ich müsste meine Zeit nutzen. Nur die Zeit, die Lebenszeit verstreicht dabei ebenso und das ist unwiederbringlich.

Was haben in deinem Leben deine Eltern für eine Erwartungshaltung an dich aufgebaut und wie siehst du das heute?
Bei meiner Mutter durfte ich vieles nicht. Sie fragte, warum ich etwas Bestimmtes so gemacht habe und nicht so, wie es sich meine Mutter vorstellte.

‚Du musst es so machen‘, hat sie mir in solchen Momenten gesagt.
Das war für mich ein großer Druck, der von ihr ausging.

Mein Vater hat mich zwar unterstützt, aber er hat oft gesagt: ‚Dein Bruder Jaroslaw ist besser als du.‘

Das demotiviert dich mit der Zeit. Vielleicht hat es aber auch geholfen, dass er das zu mir gesagt hat, um mich nach vorn zu treiben. Aber eine wirkliche anhaltende Motivation war das für mich nicht.

Meine Oma hat eine große Rolle in meiner Kindheit gespielt. Das ist bis heute in meinem Denken und Fühlen so.  Sie war gelassener.

Sie hat mich machen lassen, was ich machen wollte. Und was ich nicht wollte, das habe ich eben nicht gemacht. Sie gab mir das Gefühl frei zu sein. Das ist der beste Weg, um sich zu entfalten.

Was war das Schönste daran, dass du viel auf dem Dorf bei deiner Oma warst?
Ich war allein dort, kein Bruder war mit. Ich konnte im Baum sitzen, mir die Knie beim Runterspringen aufschlagen, frei herumtoben.

Für meine Mutter war es ja schwer, weil wir fünf Kinder zuhause waren. Ich war die kleinste und ein Mädchen. Die anderen waren alle Jungs und jeder in einem anderen Alter.

Das war schon schwierig für meine Mutter, das alles zusammenzuhalten. Und deshalb bin ich eben gern zwischendurch mal bei meiner Oma gewesen und für meine Mutter war dies ebenfalls eine Unterstützung, die meine Oma ihr gab.

Meine Oma war das Beste, was mir in meiner Entwicklung passieren konnte. Sie hat nie viel gesagt.
Aber sie war fröhlich, hat mir meine Wünsche von den Augen abgelesen.

Ich war dort einfach glücklich und konnte mich selbst entwickeln.
Es ist schon gut, wenn sich dein Kind ausprobieren kann und nicht gleich in die Schranken gewiesen wird.

Würdest du den Weg, den du als Kind und Jugendliche gegangen bist noch einmal gehen?
Ich wollte damals aus der Familie raus, wollte für mich sein. Das war ein wichtiger Beweggrund, warum ich so früh in der Ballettschule in Donezk angefangen habe.

Ich wollte einfach weg von meinem Zuhause und das war eine Möglichkeit, mit 12 Jahren rauszukommen aus der Familie, frühzeitig meinen Weg zu gehen. Ich denke, meine Kinder haben hier bei uns zuhause viel bessere Bedingungen, sodass man das nicht so vergleichen kann.

Welche Schlussfolgerungen ziehst du daraus für die Erziehung deiner Kinder?
Grundsätzlich kann ich viel Positives aus meiner Erziehung weitergeben.

Ich habe einen Beruf gelernt, den der Tänzerin, ich hatte ein gutes Elternhaus, die fürsorglich für mich waren. Aber ich mache das heute mit meinen Kindern mehr spielerisch, zum Beispiel bei Marley.
Er dreht gern Videos und ich mache ihm Mut, stärke ihn, dranzubleiben.

Dazu gehört auch, dass ich sage, wenn ich entdecke, dass ein Kind sich noch mehr entwickeln kann und vielleicht sogar schon mal weiter war.

Das ist stets eine Frage des Ausbalancierens und das Ganze ist verbunden mit der Liebe der Eltern zu ihrem Kind.

Was machst du, wenn du dich mal zurückziehen willst?
Ich schlafe dann und danach sehe ich die Welt schon wieder mit anderen Augen.

Manchmal ist mir etwas zu viel. Marian war an Covid-19 erkrankt, Marley kommt allmählich in die Pubertät und dann noch das Kleinkind, da gab es Phasen, wo ich mich zurückziehen wollte.

Nach dem Schlafen ist es besser für mich, ich bin dann wieder positiv drauf.

Was magst du an Marian besonders?
Er ist ein Familienmensch, ist für mich da, hilft mir, kann sich zurücknehmen.

Das ist für mich ganz besonders wertvoll in unserer Beziehung.
Wir haben 2005 geheiratet und unsere Liebe hat Bestand.

Wie geht Ihr mit Konflikten in dieser Zeit um?
Meine Erfahrung ist, dass ich in Konfliktsituationen loslasse.
Marian kämpft noch mit den Langzeitwirkungen aus seiner Covid-19-Erkrankung.

Das hindert ihn daran, aktuell richtig durchzustarten, sich wieder voll auf seine berufliche Karriere zu konzentrieren.

Er kämpft mit seinen Zweifeln, Träumen, Ängsten und daraus entstehen schon mal stressige Gespräche. Aber das ist es ja auch, was das Leben spannend macht.

Niemand kann ja ernsthaft von sich behaupten, dass er ohne Widersprüche und Konflikte durch das Leben kommt.

Sie sind ja gerade oft die eigentlichen Treiber dafür, dass man weiter vorangeht seinen Weg findet.

Kurzum, Konflikte gehören zum Leben einfach dazu, wir reden sie nicht herbei, aber wir gehen mit ihnen um und letztlich stärkt das unsere Liebe.

Bist du ein glücklicher Mensch?
Ja, bin ich. Ich liebe meinen Mann, meine Kinder, was für ein größeres Glück könnte man haben?
Ich bin natürlich auch stolz auf das, was ich erreicht habe.

Iana, ich wünsche dir alles Gute für dich und deine Gesundheit und das alles gut verläuft mit der Geburt.

 

GESPRÄCHE MIT EINER PRIMA BALLERINA-AUSGEWÄHLTE TEXTE

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.07.28

Am 05. August 2021 veröffentliche ich auf dem Blog das neueste Interview, das ich mit Iana Salenko kürzlich geführt habe.
Vorab – hier zwei ausgewählte Texte aus den letzten beiden Jahren.

 

IANA SALENKO IM TELEFONINTERVIEW IM DEZEMBER DES VERGANGENEN JAHRES
Freitag, 11.12. 2020
Iana Salenko ist die Prima Ballerina am Staatsballett in Berlin.
Sie antwortete auf meine Fragen, die ich ihr am Telefon gestellt habe. Obwohl es ihr selbst noch nicht wieder hundertprozentig gutging - sie hatte sich mit Covid-19 infiziert, schaffte sie es, gute Laune zu verbreiten.
Ich stellte immer wieder aufs Neue fest, dass Iana durch und durch ein Profi ist, vor allem aber ein wunderbarer Mensch.

Zum Interview:
Iana, wie geht es Euch in dieser Zeit, in der alles und alle unter Covid-19 zu leiden hat?
Uns geht es heute schon wieder viel besser. Vor vierzehn Tagen habe ich erfahren, dass ich mich mit dem Virus infiziert habe.

Hast Du Dich testen lassen?
Ja, und wenig später bekam ich die Nachricht, dass der Test positiv war.

Was hast Du in dem Moment gedacht, als Du von dem Ergebnis erfahren hast?
Naja, du erschrickst dich schon, bekommst Angst, weil du ja nicht weißt, wie der Verlauf deiner Krankheit sein wird.

Welche Symptome sind bei Dir aufgetreten?
Ich war vor zwei Wochen, noch bei den Proben und fühlte mich danach nicht so gut.
Ich hatte Muskelkater, der ganze Körper schmerzte und am nächsten Tag spürte ich, dass mir mal kalt und dann wieder heiß wurde.

Was hast Du dagegen unternommen?
Zunächst war mir noch nicht bewusst, dass ich überhaupt krank bin.
Ich dachte, es sei eine leichte Erkältung.

Ich bin ja sogar noch in die Sauna gegangen, um den Schnupfen und den Husten wieder loszuwerden.

Und, hat die Sauna geholfen?
Nein, natürlich nicht. Die Symptome wurde sogar noch stärker.
In der Nacht darauf hatte ich eine erhöhte Temperatur – 37,5 Grad zwar nur, aber es fühlte sich an, als hätte ich 39 Grad Fieber.

Gab es dafür einen besonderen Grund?
Ich glaube, dass das mit meinen starken Schmerzen im Rücken zu tun hat, die ich stets bekomme, wenn ich Fieber habe.

Wie ging es weiter?
Ich bin Zuhause geblieben, habe viel geschlafen, mich ausgeruht. Ich wollte keine Tabletten nehmen und gedacht, ich bekäme es so in den Griff.

Aber dann wurde der Husten stärker, ich hatte teilweise keinen Geschmack mehr, fühlte mich einfach schlapp.
In der Staatsoper wurden wir zweimal in der Woche getestet. Ich habe mich also auch nach einer Probe entsprechend vorsorglich testen lassen. Als ich das Ergebnis mitgeteilt bekam, da bin ich sofort in die Quarantäne gegangen.

Hat Marian diese Symptome auch gehabt?
Ja, er hatte tagelang Kopf- und Rückenschmerzen, seine Augen brannten und er war auch ständig müde.

Des Weiteren hatte er einen starken Husten und auch ein Brennen in der Nase.

Wie geht es Euch heute, 14 Tage, nachdem Du positiv getestet wurdest?
Es geht uns beiden schon sehr viel besser. Wir fühlen uns noch nicht wieder zu 100 Prozent fit, aber es geht merklich aufwärts.

Iana, ich weiß, dass Du mental ein sehr starker Mensch bist und Dich immer wieder selbst motivieren kannst. Gelingt Dir das in dieser Zeit ebenfalls?
Ja, schon.
Es gibt sogar etwas Positives, dass ich gar nicht missen möchte.

Nämlich, dass ich William ganz anders aufwachsen sehe.
Bei Marley war ich gleich nach der Geburt schon wieder sehr schnell in Auftritte eingebunden. Heute kann ich Zuhause bleiben und mich intensiver mit den Kindern beschäftigen.

Wie kommt Ihr beide miteinander klar. Gibt es Phasen, wo Ihr Euch wünschen würdet, dass Ihr nicht beide die ganze Zeit im Haus zusammen seid?
Uns geht es wie allen Menschen in dieser Situation.
Also gibt es auch mal Zeiten, wo wir uns lieber mal für eine Zeit aus dem Weg gehen oder eben eine Meinungsverschiedenheit austragen.

Aber überwiegend stärkt uns der Zusammenhalt in der Familie, weil wir viel miteinander reden und einfach Spaß haben.

Marian ist es ja gar nicht gewohnt, dass ich so viel Zuhause bin. Für ihn ist das eher ungewohnt. Er denkt manchmal, ich sei genervt von ihm, weil er nun so oft um mich herum ist.

Und ist das so?
Nein, überhaupt nicht. Ich genieße das richtig, auch mit den Kindern zusammen zu sein.
Ich sitze manchmal nur auf der Couch und beobachte William, wie er auf dem Fußboden herumkrabbelt. Das sind einfach schöne Momente.

Wie hältst Du Dich fit in dieser Zeit, und unter diesen ungewöhnlichen Bedingungen?
Ich trainiere sehr viel an der Sprossenwand im Arbeitszimmer, oder ich mache Bodenübungen. Yoga – und Pilatis Übungen kommen hinzu.
Manchmal laufe ich mit William die Treppe hoch. Er mag das so sehr. Wir können ihn in seinem Alter nicht allein hochlaufen lassen und müssen schauen, dass ihm beim Klettern auf der Treppe nichts passiert.
Also machen wir das beste daraus und treiben gleich ein bisschen Sport. Das muss ja alles auch ein wenig Spaß machen.

Wie ist die Hausarbeit zwischen Euch aufgeteilt?
Marian kocht sehr gern. Er liebt das. Ich wasche meistens ab.
Ich stehe meistens sehr früh auf.

Dafür bereitet Marian wiederum die Flasche Milch für die Nacht für William vor. Morgens, da bekommt der Kleine Haferflocken und Marian kann weiterschlafen. Er rührt sich auch nicht.

Wie kommt Dein Mann insgesamt mit der Situation klar?
Marian versucht vor allem die positiven Seiten im jetzigen Alltag zu sehen.
Er beschäftigt sich viel mit den Kindern, genießt unser Zusammensein.

Iana, vielen Dank für das Interview.

 

WILLIAM KÜNDIGT SICH AN
Iana, kurz vor der Geburt ihres zweiten Sohnes, William

Montag, 13. Mai 2019.

Iana ging es gut, und das, obwohl sich scheinbar die Zeit ihrer Schwangerschaft dem Ende zuneigte.

Ihr Bauch war immer weitergewachsen und jetzt fühlte er sich sehr hart an. Doch sie fand das nicht schlimm.

„Ich gehe heute zum Training“, rief sie Marian zu, der gerade die Treppe herunterkam und auf die Küche zusteuerte.

„Hm“, brummte der. Zu mehr war er zu der Tageszeit noch nicht fähig. Der Tag hatte ja gerade angefangen und Marians ‚Batterien waren noch nicht hochgefahren‘.

„Ich will mich bewegen, nicht nur hier herumsitzen“, sagte Iana zu ihm, während Marian in der Küche hantierte.

„Aber wird das nicht zu viel für dich? Es kann jeden Augenblick losgehen, mit den Wehen“, antwortete Marian und schaute auf Ianas Bauch.

„Ach, das geht schon“, entgegnete sie. Dabei stellte sie sich gerade in den letzten Tagen immer wieder die Frage, wann es nun endlich so weit war, und es losging mit der Geburt.

Iana, Marian, Marley, sie alle konnten es kaum noch erwarten, dass der kleine William auf die Welt kam.

Nach dem Training fühlte sich Iana immer noch gut.
Später, es war bereits nachmittags, da verspürte sie Lust, die Terrasse zu fegen.

Irgendwas ließ sie nicht zur Ruhe kommen. Sie wollte putzen, alles im Haus saubermachen.

„Ich kann dir helfen“, sagte sie zu Marian, während der das Unkraut zupfte. Sie sprang auf und griff sich den Besen.

Anschließend begleitete sie noch gemeinsam mit Marian ihren Sohn Marley zum Klavierunterricht.

Nach dem Klavierunterricht gingen sie alle zusammen in ein Fastfood-Restaurant.

„Ich möchte Cola trinken“, rief Marley gleich, als sie sich alle hingesetzt hatten.

„Du weißt schon, dass das nicht nur dick macht und du außerdem die ganze Nacht nicht schlafen kannst“, mahnte Marian seinen Sohn.

Marley war gerade mal zehn Jahre alt und für sein Alter ein sehr aufgewecktes Kerlchen, und nicht auf den Mund gefallen.

„Macht nichts, dann kann ich nachts weiter meine Geschichten per Video erzählen“, entgegnete er schlagfertig.

„Denk an Herrn Müller und seinen dicken Bauch. Willst du auch mal so aussehen?“, scherzte Marian.

„Papa, dann müsste ich ja ganze Lastzüge voller Cola leer trinken und zu Weihnachten könnte dann nicht wie gewohnt ein festlich geschmückter Coca-Cola – Zug zu den Kindern fahren, so wie jedes Jahr.“

„Ich will auch eine Cola probieren“, sagte Iana plötzlich.
„Hoffentlich bekommt sie dir in deinem Zustand“, meinte nun Marian.

„Ja, das geht schon“, antwortete Iana und tunkte eine Pommes frites in die scharfe Sauce.

Es war schön, im Restaurant zu sitzen, zu lachen und die Gemeinsamkeit zu dritt zu genießen.

Bald würden sie zu viert sein, und im Stillen saß der kleine William bereits mit am Tisch.

Iana fühlte sich gut nach dem Essen. Und doch sollte diese Leichtfertigkeit beim Essen ihre Geburtswehen beschleunigen.

„Mama, wollen wir Lego spielen?“, fragte Marley seine Mutter, als sie wieder Zuhause angekommen waren.

Iana war einverstanden und Marley holte die Steine raus.
Marian mähte indessen im Garten den Rasen.

Plötzlich bemerkte Iana, dass bei ihr Wasser austrat.
Sollte das der Beginn der Geburtswehen sein?

Eine Woche lang hatte Iana alles versucht, aber die Wehen setzten nicht ein, es passierte nichts.

Und die Cola und die scharfe Sauce, waren sie jetzt der Auslöser für all das?

„Marley, ich glaub‘, es geht los“, rief Iana.
„Nein, nein, bitte nicht, noch nicht heute!“

Marley schaute seine Mutter an. Sein Gesicht drückte Panik aus.
Er hatte Angst um seine Mutter. Aber er dachte auch daran, dass am nächsten Tag die Fahrradprüfung für ihn anstand, und die wollte er unbedingt ablegen.

Außerdem: Sein Bruder sollte nicht an einem 13. geboren werden. Das würde doch Unglück nach sich ziehen. Marley war verzweifelt und ratlos.

Iana spürte das aus ihrem herauslaufenden Fruchtwasser.
„Ich geh‘ in die Badewanne und danach ein wenig Make-up auftragen“, sagte sie. Sie schien ruhig und ausgeglichen, während um sie herum alles hektisch wurde.

William kam noch am gleichen Tag zur Welt.

VORANKÜNDIGUNG – INTERVIEW MIT DER PRIMA BALLERINA VOM STAATSBALLETT BERLIN

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.07.20
Iana Salenko hat mit mir darüber gesprochen, wie es ihr geht – in der Covid-19 Zeit, welche Pläne sie hat und worauf sie sich freut.
Das Interview wird am 05. August 2021 veröffentlicht.

MEHR LESEN: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2021/

IANA SALENKO IM TELEFONINTERVIEW

Freitag, 11.00 Uhr. Iana Salenko antwortet auf meine Fragen, die ich ihr am Telefon stelle. Obwohl es ihr selbst noch nicht wieder hundertprozentig gutgeht, schafft sie es, gute Laune zu verbreiten. Ich stelle immer wieder fest – Iana ist ein Profi, vor allem aber ein wunderbarer Mensch.

Iana, wie geht es Euch in dieser Zeit, in der alles und alle unter Covid-19 zu leiden hat?
Uns geht es heute schon wieder viel besser. Vor vierzehn Tagen habe ich erfahren, dass ich mich mit dem Virus infiziert habe.

Hast Du Dich testen lassen?
Ja, und wenig später bekam ich die Nachricht, dass der Test positiv war.

Was hast Du in dem Moment gedacht, als Du von dem Ergebnis erfahren hast?
Naja, du erschrickst dich schon, bekommst Angst, weil du ja nicht weißt, wie der Verlauf deiner Krankheit sein wird.

Welche Symptome sind bei Dir aufgetreten?
Ich war vor zwei Wochen, noch bei den Proben und fühlte mich danach nicht so gut.

Ich hatte Muskelkater, der ganze Körper schmerzte und am nächsten Tag spürte ich, dass mir mal kalt und dann wieder heiß wurde.

Was hast Du dagegen unternommen?
Zunächst war mir noch nicht bewusst, dass ich überhaupt krank bin.
Ich dachte, es sei eine leichte Erkältung.

Ich bin ja sogar noch in die Sauna gegangen, um den Schnupfen und den Husten wieder loszuwerden.

Und, hat die Sauna geholfen?
Nein, natürlich nicht. Die Symptome wurde sogar noch stärker.
In der Nacht darauf hatte ich eine erhöhte Temperatur – 37,5 Grad zwar nur, aber es fühlte sich an, als hätte ich 39 Grad Fieber.

Gab es dafür einen besonderen Grund?
Ich glaube, dass das mit meinen starken Schmerzen im Rücken zu tun hat, die ich stets bekomme, wenn ich Fieber habe.

Wie ging es weiter?
Ich bin Zuhause geblieben, habe viel geschlafen, mich ausgeruht. Ich wollte keine Tabletten nehmen und gedacht, ich bekäme es so in den Griff.
Aber dann wurde der Husten stärker, ich hatte teilweise keinen Geschmack mehr, fühlte mich einfach schlapp.

In der Staatsoper wurden wir zweimal in der Woche getestet. Ich habe mich also auch nach einer Probe entsprechend vorsorglich testen lassen. Als ich das Ergebnis mitgeteilt bekam, da bin ich sofort in die Quarantäne gegangen.

Hat Marian diese Symptome auch gehabt?
Ja, er hatte tagelang Kopf- und Rückenschmerzen, seine Augen brannten und er war auch ständig müde.
Des Weiteren hatte er einen starken Husten und auch ein Brennen in der Nase.

Wie geht es Euch heute, 14 Tage, nachdem Du positiv getestet wurdest?
Es geht uns beiden schon sehr viel besser. Wir fühlen uns noch nicht wieder zu 100 Prozent fit, aber es geht merklich aufwärts.

Iana, ich weiß, dass Du mental ein sehr starker Mensch bist und Dich immer wieder selbst motivieren kannst. Gelingt Dir das in dieser Zeit ebenfalls?
Ja, schon.
Es gibt sogar etwas Positives, dass ich gar nicht missen möchte.
Nämlich, dass ich William ganz anders aufwachsen sehe.

Bei Marley war ich gleich nach der Geburt schon wieder sehr schnell in Auftritte eingebunden. Heute kann ich Zuhause bleiben und mich intensiver mit den Kindern beschäftigen.

Wie kommt Ihr beide miteinander klar. Gibt es Phasen, wo Ihr Euch wünschen würdet, dass Ihr nicht beide die ganze Zeit im Haus zusammen seid?
Uns geht es wie allen Menschen in dieser Situation.

Also gibt es auch mal Zeiten, wo wir uns lieber mal für eine Zeit aus dem Weg gehen oder eben eine Meinungsverschiedenheit austragen.
Aber überwiegend stärkt uns der Zusammenhalt in der Familie, weil wir viel miteinander reden und einfach Spaß haben.

Marian ist es ja gar nicht gewohnt, dass ich so viel Zuhause bin. Für ihn ist das eher ungewohnt. Er denkt manchmal, ich sei genervt von ihm, weil er nun so oft um mich herum ist.

Und ist das so?
Nein, überhaupt nicht. Ich genieße das richtig, auch mit den Kindern zusammen zu sein.

Ich sitze manchmal nur auf der Couch und beobachte William, wie er auf dem Fußboden herumkrabbelt. Das sind einfach schöne Momente.

Wie hältst Du Dich fit in dieser Zeit, und unter diesen ungewöhnlichen Bedingungen?
Ich trainiere sehr viel an der Sprossenwand im Arbeitszimmer, oder ich mache Bodenübungen. Yoga – und Pilatis Übungen kommen hinzu.

Manchmal laufe ich mit William die Treppe hoch. Er mag das so sehr. Wir können ihn in seinem Alter nicht allein hochlaufen lassen und müssen schauen, dass ihm beim Klettern auf der Treppe nichts passiert.

Also machen wir das beste daraus und treiben gleich ein bisschen Sport. Das muss ja alles auch ein wenig Spaß machen.

Wie ist die Hausarbeit zwischen Euch aufgeteilt?
Marian kocht sehr gern. Er liebt das. Ich wasche meistens ab.
Ich stehe meistens sehr früh auf.

Dafür bereitet Marian wiederum die Flasche Milch für die Nacht für William vor. Morgens, da bekommt der Kleine Haferflocken und Marian kann weiterschlafen. Er rührt sich auch nicht.

Wie kommt Dein Mann insgesamt mit der Situation klar?
Marian versucht vor allem die positiven Seiten im jetzigen Alltag zu sehen.

Er beschäftigt sich viel mit den Kindern, genießt unser Zusammensein.

Iana, vielen Dank für das Telefoninterview

 

THE LITTLE WILLIAM IS THERE (2)

YOU CAN GO HOME AGAIN

„Mami, it’s happening. Can you come right now?“ Marian asked his mother excitedly on the phone.

„But I have my sport tonight. I can’t do that.“ she said to her son. But this was only her initial reaction. Although Sylvia had her own life and enjoyed pursuing her own activities, she supported her family wholeheartedly.

She helped wherever she could and she loved Marley beyond measure. So it was without question that she would drop everything to be with her grandson when Marian and Iana had other responsibilities. So in this situation, she canceled her plans and went to Marian and Iana’s home immediately.

During the phone call with his mother, Marian paced nervously back and forth on the terrace. He didn’t know if he and Iana would need to spend the night in the hospital, or if they could go home again, so his mother’s initial reluctance to come and help them, made him even more nervous.

„Mami.“ Marian tried again. But he did not have to say anything more.

„It’s alright, I’ll be right there.“ his mother soothed him.
After talking to his mother, Marian went to find Iana in the bathroom. While everyone around her was in chaos, she herself, was calm.

She was standing in front of the mirror with curlers in her hair. She looked happy because finally it was happening. The wait was over.
Again, a little amniotic fluid leaked from her. Marian became even more restless.

„We need to go to the hospital.“ he urged.
They arrived at the hospital shortly before half past eight in the evening. The midwife initially examined Iana for her general condition, and then attached her to the ‚labor clerk‘.

Iana had been physically and mentally prepared for what she expected when the child came.

„I feel like I’m going to training,“ she joked.
The midwife came back in. „Your uterine mouth is still closed.“ she told Iana, looking friendly.

„So you can go home for now.“ she added.
Iana looked at the midwife questioningly and at the same time doubtfully.

She sensed that it was not good to leave the hospital again, only to have to come back a little later.

It was quiet in the room. Nothing would have suggested how strained Iana was now. From her experience, she sensed that it did not feel right to follow the midwife’s advice.

Marian looked questioningly at Iana.
After a short break she said:

„For the birth of Marley, at first it looked like he was not ready to come out yet. But then everything suddenly went very fast.“

The midwife looked at Iana. She didn’t seem too happy that Iana had doubted her advice. But Iana knew her own condition, she knew her body, and she knew she was feeling the beginning of childbirth. She conveyed this to the midwife, who understood.

„I’ll discuss that with the doctor.“ she said, turning to the door.
Iana paced up and down and Marian was silent. The tension was noticeable to both.

They had been sent to the waiting area directly in front of the delivery room. They were waiting on the doctor to give them final certainty that it was actually amniotic fluid that had leaked out.
Finally, it was time. Iana was re-examined. Now, Iana could not sit still. She began to breathe shorter, she got cramps and the contractions began.

„That’s pain to enjoy. “ she joked with Marian. He smiled back, looking calm on the outside, but Iana knew her husband. She knew how excited he was inside.

„I feel like the baby is kicking.“ Iana told the doctor. She looked over at her and smiled as she looked at the ultrasound image, which showed that Iana’s cervix was about to open.

„We’ll keep you here.“ she said to Iana, after a second vote with the midwife.

Right after the examination, they were given a twin room, set up so that Marian could stay there too. He lay down next to Iana in the double bed and tried to reassure her. Iana had to smile, she could feel his uneasiness. Marian played some music on his phone to help them both relax.

„Can you give me a glass of water, please.“ Iana asked Marian. „And the lip balm.“

The contractions became stronger and stronger. To make it more bearable for Iana, the midwife gave her a light analgesic.

GESPRÄCHE MIT EINER PRIMA BALLERINA

A VERY NORMAL DAY BEGINS

Monday, May 13, 2019.
Iana’s pregnancy was coming to an end, but she was feeling fine. Her stomach was growing and it felt very hard but this didn’t bother her at all.

„I’m going to training today.“ she called to Marian, who was coming down the stairs and heading to the kitchen.

„Hm,“ he grunted, „he was not capable of anything more at that time of day. The day had just begun and Marians‘ batteries had not yet started up.“

„I want to move, not just sit here.“ Iana told him, while Marian was busy in the kitchen.

„But won’t it be too much for you? The contractions can start at anytime.“ Marian replied, looking at Iana’s stomach.

„Oh, it’s alright.“ she replied. Though she was constantly wondering when it was finally going to be time to give birth. Iana, Marian and Marley, could hardly wait for little William to finally arrive.

After training Iana still felt good and later in the afternoon, she even felt like sweeping the terrace. For some reason, she couldn’t let herself rest. She wanted to clean everything in the house.

„I can help you.“ she told Marian as he plucked weeds. She jumped up and grabbed the broom.
Afterwards she accompanied her son Marley to piano lessons together with Marian.

After piano lessons, they all went to a fast food restaurant together.

„I want to drink Cola.“ Marley said as they all sat down. „You know, that not only makes you fat but after you drink it you can not sleep all night.“ Marian warned his son.

Marley was just ten years old and a very bright boy for his age. „That doesn’t matter, I can stay awake and make videos telling my stories.“ he responded quickly.

„Think of Mr. Müller and his big belly. Do you want to look like that? „Marian joked.

„Papa, then I would have to drink whole truckloads of Cola.“ Everyone at the table was smiling.

„I want to try a Cola too.“ Iana said suddenly.

„Hopefully it will be good for you in your condition.“ Marian said.
„Yes, it will be fine.“ Iana replied, dipping a french fry into the spicy sauce.

It was nice to sit in the restaurant, to laugh and enjoy the three of them being together. Soon, there would be four, and quietly, little William was already sitting at the table.

Iana felt good after the meal. Hopefully the food and lightheartedness would help to start her labour.

„Mama, do you want to play Lego?“ Marley asked his mother when they arrived back home.

Iana agreed and Marley got the blocks out.
Meanwhile, Marian mowed the lawn in the garden.

Suddenly, Iana noticed that she was losing water.
Could this be the beginning of labour?

For a week, Iana had tried everything, but the contractions did not materialize, nothing happened. Could the Cola and spicy sauce have been the triggers?

„Marley, I think it’s starting.“ Iana shouted.

„No, no, please, not today!“

Marley looked at his mother. His face expressed panic.
He was worried about his mother, but he was also thinking about himself.

The next day he had a bycicle test and he really wanted to go. Also, he didn’t want his brother to be born on the 13th because that brings bad luck. Marley was desperate and at a loss.

Iana felt the amniotic fluid running out of her.

„I’ll go take a bath and then apply a little make-up.“ she said, seeming calm and balanced as everything around her became hectic.

 

Link to the english version: https://uwemuellererzaehlt.de/2019/08/28/the-little-william-is-here-1/

Montag, 13. Mai 2019. Iana ging es gut, und das obwohl sich scheinbar die Zeit ihrer Schwangerschaft dem Ende zuneigte. Ihr Bauch war immer weiter gewachsen und jetzt fühlte er sich sehr hart an. Doch sie fand das nicht schlimm.

„Ich gehe heute zum Training“, rief sie Marian zu, der gerade die Treppe herunterkam und auf die Küche zusteuerte.
„Hm“, brummte der. Zu mehr war er zu der Tageszeit noch nicht fähig. Der Tag hatte ja gerade angefangen und Marians ‚Batterien waren noch nicht hochgefahren‘.

„Ich will mich bewegen, nicht nur hier herumsitzen“, sagte Iana zu ihm, während Marian in der Küche hantierte.
„Aber wird das nicht zu viel für dich? Es kann jeden Augenblick losgehen, mit den Wehen“, antwortete Marian und schaute auf Ianas Bauch.

„Ach, das geht schon“, entgegnete sie. Dabei stellte sie sich gerade in den letzten Tagen immer wieder die Frage, wann es nun endlich soweit war, und es losging mit der Geburt. Iana, Marian, Marley, sie alle konnten es kaum noch erwarten, dass der kleine William auf die Welt kam.

Nach dem Training fühlte sich Iana immer noch gut.
Später, es war bereits nachmittags, da verspürte sie Lust, die Terrasse zu fegen. Irgendwas ließ sie nicht zur Ruhe kommen. Sie wollte putzen, alles im Haus saubermachen.

„Ich kann dir helfen“, sagte sie zu Marian, während der Unkraut zupfte. Sie sprang auf und griff sich den Besen.
Anschließend begleitete sie noch gemeinsam mit Marian ihren Sohn Marley zum Klavierunterricht.

Nach dem Klavierunterricht gingen sie alle zusammen in ein Fastfood-Restaurant.
„Ich möchte Cola trinken“, rief Marley gleich, als sie sich alle hingesetzt hatten.

„Du weißt schon, dass das nicht nur dick macht und du außerdem die ganze Nacht nicht schlafen kannst“, mahnte Marian seinen Sohn.
Marley war gerade mal zehn Jahre alt und für sein Alter ein sehr aufgewecktes Kerlchen, und nicht auf den Mund gefallen.

„Macht nichts, dann kann ich nachts weiter meine Geschichten per Video erzählen“, entgegnete er schlagfertig.

„Denk an Herrn Müller und seinen dicken Bauch. Willst du auch mal so aussehen?“, scherzte Marian.

„Papa, dann müsste ich ja ganze Lastzüge voller Cola leer trinken und zu Weihnachten könnte dann nicht wie gewohnt ein festlich geschmückter Coca-Cola – Zug zu den Kindern fahren, so wie jedes Jahr.“

Alle schmunzelten am Tisch.
„Ich will auch eine Cola probieren“, sagte Iana plötzlich.
„Hoffentlich bekommt sie dir in deinem Zustand“, meinte nun Marian.

„Ja, das geht schon“, antwortete Iana und tunkte eine Pommes frites in die scharfe Sauce.
Es war schön, im Restaurant zu sitzen, zu lachen und die Gemeinsamkeit zu dritt zu genießen.
Bald würden sie zu viert sein, und im Stillen saß der kleine William bereits mit am Tisch.

Iana fühlte sich gut nach dem Essen. Und doch sollte diese Leichtfertigkeit beim Essen mit ihre Geburtswehen beschleunigen.
„Mama, wollen wir Lego spielen?“, fragte Marley seine Mutter, als sie wieder Zuhause angekommen waren.

Iana war einverstanden und Marley holte die Steine raus.
Marian mähte indessen im Garten den Rasen.
Plötzlich bemerkte Iana, dass bei ihr Wasser austrat.

Sollte das der Beginn der Geburtswehen sein?
Eine Woche lang hatte Iana alles versucht, aber die Wehen setzten nicht ein, es passierte nichts.

Und die Cola und die scharfe Sauce, waren sie jetzt der Auslöser für all das?

„Marley, ich glaub‘, es geht los“, rief Iana.
„Nein, nein, bitte nicht, noch nicht heute!“

Marley schaute seine Mutter an. Sein Gesicht drückte Panik aus.
Er hatte Angst um seine Mutter. Aber er dachte auch daran, dass am nächsten Tag die Fahrradprüfung für ihn anstand, und die wollte er unbedingt ablegen.

Außerdem: Sein Bruder sollte nicht an einem 13. geboren werden. Das würde doch Unglück nach sich ziehen. Marley war verzweifelt und ratlos.

Iana spürte das aus ihr herauslaufende Fruchtwasser.
„Ich geh‘ in die Badewanne und danach ein wenig Make-up auftragen“, sagte sie. Sie schien ruhig und ausgeglichen, während um sie herum alles hektisch wurde.

 

THE LITTLE WILLIAM IS HERE (1)

A VERY NORMAL DAY BEGINS

Monday, May 13, 2019.
Iana’s pregnancy was coming to an end, but she was feeling fine. Her stomach was growing and it felt very hard but this didn’t bother her at all.

„I’m going to training today.“ she called to Marian, who was coming down the stairs and heading to the kitchen.

„Hm,“ he grunted, „he was not capable of anything more at that time of day. The day had just begun and Marians‘ batteries had not yet started up.“

„I want to move, not just sit here.“ Iana told him, while Marian was busy in the kitchen.

„But won’t it be too much for you? The contractions can start at anytime.“ Marian replied, looking at Iana’s stomach.

„Oh, it’s alright.“ she replied. Though she was constantly wondering when it was finally going to be time to give birth. Iana, Marian and Marley, could hardly wait for little William to finally arrive.

After training Iana still felt good and later in the afternoon, she even felt like sweeping the terrace. For some reason, she couldn’t let herself rest. She wanted to clean everything in the house.

„I can help you.“ she told Marian as he plucked weeds. She jumped up and grabbed the broom.
Afterwards she accompanied her son Marley to piano lessons together with Marian.

After piano lessons, they all went to a fast food restaurant together.

„I want to drink Cola.“ Marley said as they all sat down. „You know, that not only makes you fat but after you drink it you can not sleep all night.“ Marian warned his son.

Marley was just ten years old and a very bright boy for his age. „That doesn’t matter, I can stay awake and make videos telling my stories.“ he responded quickly.

„Think of Mr. Müller and his big belly. Do you want to look like that? „Marian joked.

„Papa, then I would have to drink whole truckloads of Cola.“ Everyone at the table was smiling.

„I want to try a Cola too.“ Iana said suddenly.

„Hopefully it will be good for you in your condition.“ Marian said.
„Yes, it will be fine.“ Iana replied, dipping a french fry into the spicy sauce.

It was nice to sit in the restaurant, to laugh and enjoy the three of them being together. Soon, there would be four, and quietly, little William was already sitting at the table.

Iana felt good after the meal. Hopefully the food and lightheartedness would help to start her labour.

„Mama, do you want to play Lego?“ Marley asked his mother when they arrived back home.

Iana agreed and Marley got the blocks out.
Meanwhile, Marian mowed the lawn in the garden.

Suddenly, Iana noticed that she was losing water.
Could this be the beginning of labour?

For a week, Iana had tried everything, but the contractions did not materialize, nothing happened. Could the Cola and spicy sauce have been the triggers?

„Marley, I think it’s starting.“ Iana shouted.

„No, no, please, not today!“

Marley looked at his mother. His face expressed panic.
He was worried about his mother, but he was also thinking about himself.

The next day he had a bycicle test and he really wanted to go. Also, he didn’t want his brother to be born on the 13th because that brings bad luck. Marley was desperate and at a loss.

Iana felt the amniotic fluid running out of her.

„I’ll go take a bath and then apply a little make-up.“ she said, seeming calm and balanced as everything around her became hectic.

 

CONVERSATIONS WITH A PRIMA BALLERINA

INTERVIEW WITH IANA SALENKO AND MARIAN WALTER ON MAY 07, 2019

Iana, last time we saw each other was two months ago. How are you today?
I’m fine. Of course I’m a little scared of the impending birth but I am excited because a new life is coming to our family.

So is the birth a big challenge for you?
Yes of course. Not only the birth itself, but also the thoughts that go along with it. I worry about how it will be and how I will get back to my job. I carry many fears and doubts with me.

What kind of fears and doubts, for example?
I wonder how my career will continue and if I will be able to do it all. Nevertheless, the joy of having a child outweighs all my fears.

Iana, I remember seeing you and Marian for the first time. That was just before the birth of your first child. Now you are standing before the birth of your second child and you’re beaming even more today.

Well, back then I was younger and less experienced and I was not very self-confident. Since then I have learned a lot and gained experience which has given me more confidence.

Marian, do you agree?
Yes, definitely. I think that Iana has much more self-confidence today. And what’s important is that she worked very hard for it.

Do you think that your wife has gained mental strength?
Yes she has.

How is that expressed?
Well, she’s more open to people and they can feel what a fantastic person she is, and how modest she has stayed with everything.

I can attest to that too.
Iana, of course, the readers are interested in where you get the power to perform at your best while balancing that with your family life.

Personally, I think that you can only achieve your own peak performance if you are ready to do it in your head.

So you believe in the power of your thoughts?
Yes absolutely. Otherwise, you can not muster the necessary self-discipline and willpower to get where you want to go.

Marian, Iana, how do you handle the moment right before going on stage? How do you prepare yourself to give everything to the audience?
Marian:
Everyone handles the challenges and excitement before a performance differently. When you’re not excited, you’re not aware of the energy you need to use in order to meet those challenges.
Iana:
For me, it’s important that I visualize how I want to dance for the audience. Then during the performance I am able to step out of myself and to sense what the audience wants.

These are almost supernatural powers, right?
No, it’s just the focus and willpower necessary to give my best performance. This is something you always have to keep working on and improving. Marian and I help each other to achieve this and then find the balance.

Iana, can you give an example of how you find your inner-self?
I listen to classical music, close my eyes and imagine that I am lying by the sea. Classical music speaks to me and relaxes me a lot. It takes away my tension and makes me feel alive. Once I am relaxed, I start to think about what I can do to live a healthy life and take care of myself mentally.

What have you gained from your personal mental training?
I understand how to control my thoughts. As an artist, sometimes you are up and sometimes you are down. But it’s so important to use the power of your thoughts and that’s what I do.

Marian:
You have to use the good thoughts. In the past I slipped too much into the negative thoughts. My wife has an incredibly positive mental power. Nevertheless, it is difficult for her to accept herself as she is.
Iana:
I always find something that makes me want to become even more perfect. But I am already satisfied as I am right now.

Marian, what is the meaning of your inner world to you when talking about mental strength?
Marian:
You can go anywhere in your mind and that’s fantastic. If you have your goal already in your mind and you can see the end result, you can then figure out what you need to achieve it.
Iana:
I deal a lot with mental strength. Mental strength requires a lot of mindfulness. When you go on stage, you have to be completely with yourself.

How do you deal with conflicts between each other?
Iana:
We talk more than we used to. That helps a lot.
Marian:
Yes that’s true. In the past, Iana only retired to her shell. Today we can talk things through much better. This is a very good development that we both made. However, I still have to find out for myself what the causes of conflict are in certain situations. But I think that everyone has these experiences in their marriage.
Iana:
You have to talk, so that you understand each other. I like to ask questions. I would much rather find out the answers than torment myself with doubts.

Did the time of pregnancy help you get more insights here?
Yes, time has given me the opportunity to reflect on what makes me different.

What are the most important insights for you?
I can see much more clearly, what I need to do in my family life and work life.

Iana, Marian, thank you very much for the interview and the insights you have given me.
I keep my fingers crossed for you and look forward to seeing you after the birth of your son.

She left without saying goodbye

Iana got on the train to Donetsk. She was happy to finally go back home to Kiev and this time, forever. But her feelings were divided. In fact, a certain sadness came upon her.

The engine of the train started running and the wheels slowly began to turn. Iana laid back in her seat and closed her eyes and as she did this, images started appearing in her mind about the year that had just past. She knew that she was heading towards a new goal in her future.

A guilty feeling would constantly reappear

Iana had left many friends behind. She had a feeling of comfort in the city and really liked the people in Donetsk.

Everything she loved began in this city; her professional education towards becoming a ballerina, her first performances and the first admiration from the audience. But what she regretted the most was not saying goodbye to the ones who supported her and helped to make her dreams come true.

Two special people: Irina Pisareva and Vadim Pisarev. Even today, this thought is heavy on her soul. Irina was there for her when she struggled the most. In particular when Iana didn’t know if she could continue to follow her dream to dance.

Irina gave her food, shelter, nurtured her and gave her the strength through love and compassion which was vital for her to continue.

Vadim Pisarev was a father like figure, teacher and incredible dancer

Vadim was a famous ballet dancer at the time that Iana and her brother started their education. He also held the highly renowned position as Artistic Director of the state Academy of Opera and Ballet in Donetsk, known far beyond the borders of Ukraine.

He then continued creating the international „World Ballet Stars“ festival of which he also became director and he created the Master School of Choreography. Iana and her brother knew how fortunate they were to be under the wings of a true master of the art of ballet.

Donetsk, my new city and my beloved new home

There was nothing Iana would miss in Donetsk, apart from her family in Kiev. She would share an apartment with another balletdancer. Vadim Pisarev was able to acquire this apartment for them, which madeIana very happy because now she would be able to enjoy more freedom.

There wasn’t a nanny anymore who would follow her around everywhere and tell her offfor certain things she would do. That’s how she remembered her time in the dormitory.

This was the time Iana would grow creatively, not only in her ballet education or during her performances on stage in Donetsk but inother areas of life as well.

She also attended a modelling school to become a photography Model. The school was very near to the theatre. The classes provided knowledge on things like how to use the right make up and how to applyit.

She was taught how to walk on a catwalk and everything one would need to know about casting. Once she even received an offer to work with a Parisian modelling agency.

It all seemed so exciting and Vadim Pisarev supported her all the way. He thought it was important for Iana to grow as an artist and to learn about other ways to be creatively active. He even encouraged her to take part in the drama classes at the theatre.

Of course with so many new things to learn, Iana wouldn’t have much time for other things like partying or hanging out withfriends; only very intense work.

To leave Donetsk was not an easy decision but Iana knew it was time to move on in order for her to grow and experience different aspects of her dream. The decision didn’t come over night.

„Should I stayor should I not stay?“

„Should I really leave the city that gave me so much love and support? The ballet teachers who set me on the path to my dream career? “

These questions were constantly running through her mind. She tried to tell herself that this would be her way of giving back for all the good things she had been given but her thoughts were pulling her in different directions and she didn’t know what to do. She didn’t feel comfortable enough to talk to anyone about it so she kept it to herself which would eventually start eating her up inside.

Her brother, Jaroslaw, decided for himself that he would never go back to Donetsk.  Iana decided to follow him to Boston, America to take part in a tour. From there, Jaroslaw received a contract from the balletdirector of Boston to work in his company as a ballet dancer. Iana received the same offer but she had a different idea about what she wanted to do next. Her idea was to go back to Donetsk to train more and improve herself. This was the placewhere she could experiment with her artistry on stage. 

Boston wasn’t the end destination for Ianas‘ brotherJaroslaw. He later went on to dance with Miami Ballet. Miami seemed to be abetter place for him to dance. This decision didn’t seem to have any influence on Iana however, so she flew back to Donetsk and would be there on her own this time, without her brother. This made her miss her family back home in Kiev evenmore. She felt alone and was in need of her parents and all she wanted now was to go back home.

Later, a new love interest emerged for Iana

 He was a Japanese dancer from Kiev. He was already very successful in his career. Iana experienced quite strong feelings for him. He told Iana that he was watching one of her performances in Donetsk and that from that moment on, he was alreadyin love with her.


My new Japanese boyfriend seemed a little obsessed with me

He was fascinated by Iana’s dancing. He felt that it was powerful yet effort less and elegant. She had the ability to emotionally transform the audience with her roles. He would come more frequently to Donetsk to see her. At one point he started to insist for her to move to Kiev with him and become a Ballerina in the Kiev company. Was that what she should do? She didn’t know.

Let’s live and work together in Kiev

Iana was deeply flattered by the attention she got from him. He would have done anything for her. She enjoyed this attention but she also had the desire to be independent and follow her own path.
Iana’s boyfriend asked her if she would go with him to Japan, his home country, in order to participate in an international ballet competition. After a long flight, they arrived in Japan where Iana was introduced to his mother. His mother was incredibly important to him.

He worshiped her like a Goddess. Iana found the Japanese culture and traditions to be very interesting and everyone was so kind to her. It brought her great joy to see the respect they had for the ballet dancers.

Iana was also overjoyed to receive a special prize at the competition. Her experiences in Japan were a big part of her decision to move back to Kiev.

She had a good heart and she never forgot the people by her side

That was the tipping point for her to move back to Kiev. The moment Iana let go, she felt the pain. It hurt deep within her heart because she had left behind good people; good friends. Iana had never been the type of person who would show her inner feelings to others. She either expressed them through dancing or kept them buried inside herself. She had kept all of these emotions hidden because it was important to her to develop her skills, expand her horizons and strive to become the best ballerina she could. The thought of her being with her boyfriend in Kiev and being with her parents again were important factors in her decision to move back to Kiev.

Flashback

„We will shortly be arriving in Kiev.“  Said a voice from the speaker on the train. Iana opened her eyes. Finally, very soon she would see her family again.

„Daddy, could you drive back to Donetsk one more time and explain to Vadim Pisarev why I had to leave without saying goodbye or telling him why?“

Iana begged her father, Anatoli, after her tears upon arrival had dried. Anatoli couldn’t deny the request of his daughter. He drove back to Donetsk and explained to Vadim why Iana had returned to Kiev. He tried his best but he felt a little lost for words. However, Vadim was very understanding. He only wanted the best for Iana.

Iana mentioned at the end of our conversation: „Today, I’m more sure than ever that I had the best dance education in the best school in the world. Therefore I want to thank you from the bottom of my heart, Vadim Pisarev and Irina Pisareva, for your love and support throughout all these years. You will always have a place in my heart.“