Schlagwort-Archive: MENSCHEN MACHEN UNTERNEHMEN ERFOLGREICH

DAS WAREN DIE BEITRÄGE – 3. KALENDERWOCHE

ALLTÄGLICHES

ALLTÄGLICHES-2022.01.22

BIBEL IM ALLTAG

MANCHMAL IST NUR REDEN ZU WENIG
https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/17/bibel-2022-01-17/
ANNA IST DEMENT

MANCHES ÄNDERT SICH EBEN DOCH NICHT

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/18/anna-2022-01-18/
MENSCHEN IN DER PFLEGE

PFLEGEN, BETREUEN, HELFEN - SIND NICHT NUR WORTHÜLSEN FÜR DEN CURA VERDE PFLEGEDIENST AUS ORANIENBURG

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/19/menschen-2022-01-19/
MENSCHEN IN DER PFLEGE

SENIORENHILFE GOTHA - EIN TEAM, DAS IN DIESE ZEIT PASST
https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/21/menschen-im-alltag-2022-01-21/

SENIORENHILFE GOTHA – EIN TEAM, DAS IN DIESE ZEIT PASST

MENSCHEN IN DER PFLEGE

MENSCHEN IM ALLTAG-2022.01.21

Die Seniorenhilfe Gotha unterstützt seit über zwei Jahrzehnten zu Pflegende und deren Angehörige.

„Lebensqualität kann dort am besten gesichert werden, wo sich die Senioren und Hilfsbedürftigen am wohlsten fühlen – und das ist nun mal Zuhause.

Da, wo sie sich auskennen, ihnen die Umgebung und die Atmosphäre vertraut sind und wo auch ihre Lieben sind“, sagt Kathrin Dölle, Inhaberin der Seniorenhilfe Gotha.

Sie setzt dabei auf ihr Team, auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich tagtäglich für ihre Pflege- und Hilfsbedürftigen einsetzen.

„In den letzten zwei Jahren standen wir in dieser Hinsicht vor großen Herausforderungen. Die Pandemie hat uns hier viel abverlangt.

Aber wir haben es geschafft, uns auf diese schwierigen Bedingungen einzustellen und niemanden im Stich zu lassen“, erklärt Kathrin Dölle.

Das Team um Kathrin Dölle stellt sich auf den gewachsenen Bedarf an Pflegeberatung ein

Ab Februar 2022 wird es in der Seniorenhilfe Gotha eine qualifizierte Pflegeberaterin geben, die sich um die Fragen der zu Pflegenden und deren Angehörige kümmert.

„Wir stellen fest, dass sich diejenigen, die uns um Hilfe und Unterstützung bitten, eine kontinuierliche und langfristige Pflegeberatung zu den vielfältigen Fragen der Pflege und Betreuung bitten.

Dem entsprechen wir, indem wir demnächst eine qualifizierte Pflegeberatung in unserem Haus anbieten können“, sagt Kathrin Dölle.

KATHRIN DÖLLE – INHABERIN DES AMBUBLANTEN PFLEGEDIENSTES SENIORENHILFE GOTHA

Die Lebensgeschichte eines Menschen gibt für einen Moment den Blick frei für das, was er bereits geleistet hat, welche Motive in antrieben und wie er auch künftig handeln wird.

Das ist der Grund, warum man das Interview mit Kathrin Dölle lesen sollte, der Inhaberin der Seniorenhilfe Gotha.

Kathrin Dölle ist nach der Wende durch Zufall in die Pflegebranche gewechselt, mehr hineingerutscht, als es über Jahre geplant gewesen wäre.

Aber das macht gerade ihren Lebensweg interessant, ja außergewöhnlich.

Sie gibt heute unumwunden zu, dass dies kein Zuckerschlecken war.
Sie musste sich hineindenken in diese für sie völlig neue Welt, die pflegerischen Grundlagen erlernen, sich weiterbilden.

Sie brachte aber auch Stärken von Haus aus mit – die Fähigkeit nämlich, die Prozesse zu organisieren, die kaufmännischen Dinge zu regeln.

Ihre Tätigkeit ist ihr längst ans Herz gewachsen, in ‚Fleisch und Blut‘ übergegangen.

Sie baut auf ihr Team, auf die Menschen, die genauso wie sie Tag um Tag für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige da sind.

Mehr: http://uwemuellererzaehlt.de/2017/06/23/kathrin-doelle-im-interview/

 

 

Mehr lesen:

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/02/menschen-im-alltag-2017-2021/

FIRMENPORTRÄTS

 

 

MANCHES ÄNDERT SICH EBEN DOCH NICHT

ANNA

ANNA-2022.01.18

Dieser Beitrag stammt aus dem vergangenen Jahr, aus Januar 2021.
Hätte ich ihn auch zu Beginn dieses Jahres, also 2022, schreiben können?
Schon komisch, man sagt, die Welt verändert sich. Aber Manches bleibt wohl doch gleich, oder es wiederholt sich nur unter anderen Bedingungen.

 

ANNA IST DEMENT

Mehr lesen: https://uwemuellererzaehlt.de/anna-ist-dement/

 

DAS WAREN DIE BEITRÄGE – 2. KALENDERWOCHE

MEIN FREUND, DER ALLTAG

ALLTÄGLICHES-2022.01.15

 

BIBEL IM ALLTAG

SICH BEHERRSCHEN KOSTET KRAFT, LOHNT SICH ABER

VON DER TÄGLICHEN QUAL DES SICH ÜBERWINDENS UND DER FREUDE, ES GESCHAFFT ZU HABEN

ANNA IST DEMENT

ANNA IST DEMENT – RÜCKBLICKE

ANNA IST DEMENT

FRÜHSTÜCK GIBT’S HIER NICHT

Mehr lesen: https://uwemuellererzaehlt.de/mein-freund-der-alltag/

SICH BEHERRSCHEN KOSTET KRAFT, LOHNT SICH ABER

BIBEL

BIBEL-2022.01.10

„Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.“
(Spr 15.1)

 

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https://uwemuellererzaehlt.de/mein-freund-der-alltag/

MEIN FREUND, DER ALLTAG

 

 

DAS WAREN DIE BEITRÄGE IM DEZEMBER 2021

MEIN FREUND, DER ALLTAG

ALLTÄGLICHES-2022.01.04

 KALENDERWOCHE 48

DAS WAREN DIE BEITRÄGE DER 48. KALENDERWOCHE

KALENDERWOCHE 49

DAS WAREN DIE BEITRÄGE IN DER 49. KALENDERWOCHE

KALENDERWOCHE 50

DAS WAREN DIE BEITRÄGE IN DER 50. KALENDERWOCHE

KALENDERWOCHE 51

DAS WAREN DIE BEITRÄGE IN DER 51. KALENDERWOCHE

KALENDERWOCHE 52

DAS WAREN DIE BEITRÄGE IN DER 52. KALENDERWOCHE

 

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WARUM ÜBER MENSCHEN IN DER PFLEGE SCHREIBEN?

MENSCHEN IM ALLTAG-2022.01.02

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FIRMENPORTÄT-MITTAGSTISCH BERNAU

Ralf König und Michael Tress sprechen in lockerer Runde über ihr Herzensprojekt – den Mittagstisch Bernau.

Der Mittagstisch in Bernau kann sich sehen lassen – er sorgt mit seinen warmen Essen Tag um Tag für seine Kunden, insbesondere für ältere Menschen.

Das Team um Ralf König kocht mit Leidenschaft und so schmeckt es auch – wie ‚bei Muttern‘ eben.

Das Essen kann am Vortag bestellt werden und ein Tag darauf wird es prompt von den

Auslieferungsfahrern, warmgehalten in Assietten und zusätzlichen Styroporbehältern, geliefert.

Das Unternehmen will gern noch einen Fahrer auf 450,00 Euro Basis festanstellen – für die Versorgung ihrer treuen Kunden (mehr auf der Web-Site).

Der ‚Mittagstisch in Bernau‘ ist aber noch mehr:

Er versteht sich als ein Anlaufpunkt in Bernau und Umgebung für Party – & Cateringservice:

Individuelles Speisenangebot, zu guten Konditionen, immer im Rahmen des vom Kunden vorgestellten Budgets;

Feiern, zum Beispiel Familienjubiläen, Jugendweihen oder Hochzeiten planen, vorbereiten und durchführen, dabei individuell ausgerichtet an den Wünschen der Kunden;

– Beratungen – am Telefon oder gern auch persönlich;

Der Veranstaltungsraum im ‚Mittagstisch Bernau‘

– 65 Sitzplätze; in der Nähe des Bernauer Stadtparks;

– der Anspruch des Teams um Ralf König und Michael Tress: die Gäste verwöhnen, und zwar in angenehmer Atmosphäre;

Freiraum für die individuelle Entfaltung seiner Kunden;

Mehr auf der Web-Site: http://www.mittagstisch-bernau.de

Über die Geschäftsinhaber Ralf König und Michael Tress mehr lesen – ihre Gedanken, Sorgen und vor allem ihre Leidenschaft, ihre Kunden zu verwöhnen:

https://uwemuellererzaehlt.de/2021/12/08/menschen-im-alltag-2021-12-08/

 

Mehr lesen:

https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/firmenportraets/ ‎

MITTAGSTISCH BERNAU

Geschäftsinhaber Ralf König und Michael Tress im Interview

EINFÜHRUNG

Als ich mich mit den beiden Geschäftsinhabern Ralf König und Michael Tress an einem Montag im ‚Mittagstisch‘ in Bernau traf, wusste ich nicht so genau, was mich erwartete.

Ich wollte nur eines, nämlich ein Interview mit ihnen dazu führen, was sie vor nunmehr schon sieben Jahren bewogen hatte, in ein für sie völlig neues Geschäft einzusteigen.

Was sich aus den Fragen entwickelte, das war ein spannendes Gespräch darüber, was es bedeutete, einen Essensservice für vorwiegend ältere Menschen aufzubauen, wie Ralf König Tag für Tag ab fünf Uhr morgens in der Küche steht, gemeinsam mit seinen beiden hauptberuflichen Köchen, wie Michael Tress versucht, die Kosten zu beherrschen und wie sie beide und ihr ganzes Team mit jeder Faser ihres Herzens an ihrem ‚Baby‘ hängen, das in Wirklichkeit längst seinen Kinderschuhen entwachsen ist.

Das ist die Geschichte von zwei Machern, von Menschen mit viel trockenem Humor und mit einem erstaunlich realistischen Blick für das, was sie tun.

WIE ALLES BEGANN

Ralf König und Michael Tress sind Quereinsteiger.
„Wir sind in das Geschäft hineingerutscht. Wir hatten keine Not, aus der heraus wir so etwas tun mussten“, sagen sie zu Beginn unseres Gespräches.

Der Vorgänger der Einrichtung fragte sie, ob sie nicht Lust hätten, dessen Firma zu übernehmen.

„Wir haben uns von ihm die Zahlen geben lassen und die Vorteile und die Risiken gegeneinander abgewogen. Schließlich haben wir uns beide entschieden, das Geschäft zu übernehmen“, erklärt Michael Tress weiter.

Ralf König war zu dieser Zeit Filialleiter in einem Discounter.
„Ich hatte einen guten Job, mein Auskommen und musste mich nicht zwangsläufig verändern.

Ich habe ohne Not gekündigt.
Klar, meine Frau war natürlich nicht begeistert, dass ich nach so vielen Jahren meine sichere Existenz aufgab. Sie hatte einfach Angst, dass dies alles schiefging“, sagt er.

Der Mittagstisch begann am 01. Januar 2014 mit dem regulären Geschäft.

Vorher gab es viel zu tun, um gut zu starten.
„Ende 2013 haben wir beide mit dem Geschäft angefangen. Am 04. Dezember wurde der Notarvertrag für die Räumlichkeiten unterzeichnet. Mitte Dezember begann der Umbau und ab 20. Dezember wurde die Küchentechnik eingebaut.

„Am 30. Dezember haben wir das erste Mal ein Probekochen durchgeführt und am 31.12. haben wir das wiederholt“, erinnert sich Ralf König zurück.

„Wir haben einen Bestand von dem Betreiber übernommen, sodass wir den Kunden weiterhin den Service anbieten konnten, den sie vom Vorgänger gewohnt waren.

Der Raum, den wir notgedrungen mit übernehmen mussten, der war für uns anfangs nur Ballast.
So haben wir es jedenfalls empfunden“, erklärt Michael Tress.
Aber die neuen Geschäftsinhaber hatten keine Wahl, schließlich mussten sie irgendwo unterkommen.

Also suchten sie eine Küche und die gab es eben nur mit dem Raum daran.
„Dort wo wir eigentlich das Geschäft betreiben wollten, da ging es nicht mehr, weil das ein Privatgrundstück war. Der ehemalige Betreiber wollte das nicht, und wir hätten es wohl auch aufgrund neuer Vorschriften nicht mehr genehmigt bekommen“, ergänzt Ralf König.

„Wir haben also eine Küche gesucht. Wir fanden weit und breit nichts, außer diese große Einrichtung.
Wir standen vor der Wahl: Entweder wir hätten das, was wir vorfanden genommen oder wir hätten unsere Träume und damit das Vorhaben begraben können“, so Michael Tress.

Und Ralf König ergänzt: „Wir brauchten eigentlich nur die Hälfte der Fläche und bekommen haben wir das doppelte.“
Insgesamt sind die beiden Geschäftsinhaber zufrieden mit dem, was sie in den letzten Jahren erreicht haben.

Trotzdem hatten sie sich einen schnelleren Zuwachs vorgestellt.
„Ich dachte, es ginge alles leichter und schneller, die Umsätze zu steigern.

Zahlen zu kalkulieren sind aber das eine, sie zu erreichen, etwas völlig anderes“, sagt Michael Tress.
Sie hatten nicht bedacht, wieviel Veränderungen, wieviel Leben in dem laufenden Geschäft ist.

VON UNBEDARFTEN QUEREINSTEIGERN ZU KÖNNERN MIT LEIDENSCHAFT

Die beruflichen Wege beider Geschäftsinhaber verliefen unterschiedlich.

Sie sind in Berlin geboren und Anfang bzw. Mitte der achtziger Jahre nach Bernau gekommen und leben seit vielen Jahren in Ladeburg, in der Nähe von Bernau.

Ralf König ist 56 Jahre alt, Michael Tress ist im 63. Lebensjahr.
Beide bringen wertvolle Erfahrungen aus den vergangenen Jahrzehnten mit in das Geschäft ein.

Sie haben auf ihre Weise ihr Geschäft von der Pike auf gelernt – Ralf König im Einzelhandel und Michael Tress in der Versicherungsbranche.

„Ich habe Maschinenbauer gelernt, war aber später 29 Jahre bei der Allianz als selbstständiger Versicherungskaufmann tätig. Vor einem Jahr bin ich in Pension gegangen“, erklärt er.

Ralf König hat als Kaufmann im Einzelhandel für viele Jahre als Filialleiter in einem Discounter gearbeitet.

„Wir sind selbstverständlich auch unterschiedliche Persönlichkeiten und reiben uns oft aneinander. Aber das bringt uns letztlich immer ein Stückchen weiter“, so Ralf König.

Beide haben eine klare Aufteilung ihres jetzigen Geschäftes vorgenommen.

Michael Tress ist für die kaufmännische Aspekte zuständig.
„Ich pass‘ auf, dass genügend Geld da ist und nicht so viel ausgegeben wird“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Er kommt in der Regel gegen Mittag in die Firma und kümmert sich außerdem um die Planung, den Einkauf und die Organisation, den ‚Papierkrieg‘, wie er selber sagt.

Ralf König kocht als ungelernter Koch mit.
„Ich bin sozusagen das ‚Mädchen für alles‘, erklärt er schmunzelnd und meint eigentlich damit, dass er von früh bis spät für den gesamten Ablauf, das operative Geschäft verantwortlich ist.

„Ich organisiere den Küchenbetrieb, bin selber mit in der Küche“, ergänzt er.

Ralf König hat von Anbeginn zwei Drittel des Aufwandes geschultert. Michael Tress arbeitete unmittelbar nach der Gründung zunächst noch in seinem Beruf.

Deshalb ging es nur so, dass er das meiste von der Arbeitsintensität schulterte, während für mich der geringere Anteil, gemessen am Gesamtaufwand blieb. Das ist bis heute so“, so Michael Tress.

Zur Firma gehören zwei Köche, die hauptberuflich dort arbeiten, Hinzukommen noch zwei weitere nebenberuflich beschäftigte Köche, die bereitstehen, wenn sie gebraucht werden.

Des Weiteren: Acht Kraftfahrer. Außerdem zwei Servicekräfte, die vorn mitbedienen.

„An einem normalen Arbeitstag fangen wir gegen fünf Uhr mit dem Kochen an und gegen 07.30 Uhr sind die Essen fertig und abgepackt. Die Behälter, die Assietten, halten das Essen warm, bis es beim Kunden ankommt.

Das Ganze wird noch in einen Styroporbehälter geschoben. Die ersten Rentner bekommen ihr Essen gegen 08.00 Uhr oder eine Viertelstunde später.

Und die letzten bekommen ihr Essen gegen zwölf, halb eins, so dass alle mittags ihre Bestellung auf dem Tisch haben“, sagt Ralf König.

„Natürlich gibt es auch Tage, da muss ich zusätzlich anwesend sein, wenn die Leute ihre Feier planen wollen, die dann in der Regel nachmittags oder abends stattfinden, meistens aber am Wochenende“, sagt er noch.

Man merkt Ralf König, wie er stolz er ist, was sein Team an Fachkenntnissen und Liebe in die tägliche Zubereitung der Mahlzeiten legt:

„Wir machen fast alles selbst, unsere Soßen, die Brühe – aus den Knochen, zum Beispiel, das wird alles verwertet. Unseren Jus für die Soßen ziehen wir auch selbst. Das Fleisch bekommen wir vom Großhändler, aber das meiste ist handgemacht.

Wir verwenden also kaum Chemie. Wir drehen unsere Rouladen selbst. Das Fleisch wird geschnitten, geklopft, anschließend kommt die Masse rein, danach wird alles gedreht und kommt in den Ofen.“

Und weiter: „Es ist zu merken, dass wir vieles selbst machen, dass wir das selbst produzieren, selbst herstellen. Es schmeckt wie bei Muttern auf dem Tisch. Das schätzen die Leute an uns. Wir freuen uns, wenn sich das weiter herumspricht.“

DER VERANSTALTUNGSRAUM – VOM LÄSTIGEN ‚KLOTZ AM BEIN‘ ZUM BEGEHRTEN TREFFPUNKT

Anfangs sahen Ralf König und Michael Tress den Raum als ein notwendiges Übel an, das nun mal da war und mitgenommen und von den Kosten vor allem mitgeschultert werden musste.

Bis sich das ‚Blatt drehte‘, sie den Raum nicht nur notgedrungen als einen Kostenfaktor sahen.

„Da war eine kleine Feier, gedacht als Dankeschön für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und an diejenigen, die uns besonders in der Anfangsphase unterstützt haben. Sie kam phantastisch bei allen Gästen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an.

„Mit der Zeit bekamen wir einen ganz anderen Blick auf den Raum, sahen welches Potenzial ihm innewohnte.

Wir erkannten vor allem, wieviel Freude wir anderen Menschen bereiten konnten, wenn wir unsere Energie und Kreativität hier hineinsteckten“, sagt Michael Tress.

„Es läuft alles auf der Basis der Selbstbedienung, so dass es für unsere Kunden preislich günstiger wird. Was zudem gut ist: Die Feiern laufen sehr intim ab, die Leute sind unter sich, das ist bisher sehr gut angekommen“, ergänzt Ralf König.

Und so sagen die beiden übereinstimmend, was sie besonders antreibt:

„Die Veranstaltungen, die wir machen, die motivieren uns. Wir kommen mit so viel Leuten zusammen, die so unterschiedlich sind. Das macht uns einen riesigen Spaß.

Wir gehen auf die Kunden zu, erfüllen deren Wünsche. Sie kommen gern und gehen in der überwältigenden Mehrheit hier sehr glücklich raus, sind einfach zufrieden“, so Ralf König.

Er macht es auch daran fest, dass viele ihrer Kunden, die eine Feier bei ihnen hatten, ‚Wiederholungstäter‘ sind.

„Für die Veranstaltungen wird keine Werbung gemacht. Eine Veranstaltung wirbt für die nächste.
Wenn das Essen schmeckt, das Ambiente schön ist, dann gefällt es den Leuten auch, und genau das spricht sich herum. Die Leute können ihre Feiern frei nach ihren Vorstellungen gestalten“, so die beiden Geschäftsinhaber.

Der Raum ist mit alten Dingen aus vergangenen Zeiten dekoriert und so fragen interessierte Kunden des Öfteren, woher diese schönen Sachen stammen. Manch einer bringt auch selbst etwas an Gegenständen mit, die dann ebenfalls im Raum ausgestellt werden.

 

DIE KUNDEN HABEN DIE AUSLIEFERUNGSFAHRER INS HERZ GESCHLOSSEN

Das Hauptgeschäft ist der Service des Essenslieferns außer Haus, vor allem an Rentner und an einige wenige Betriebe.

„Über 90 Prozent unserer Kunden sind Rentner, und die bedienen wir auch sehr gern“, sagt Ralf König.

Zur Auswahl stehen täglich drei verschiedene warme Mahlzeiten. Gekocht wird von Montag bis Sonnabend.

Das Geheimrezept, warum die Leute so zufrieden sind, besteht für beide darin, dass sie individuell auf die Leute zugehen, ihre Wünsche und Vorstellungen kennen und diese mit viel Herzblut umsetzen.

„Früher habe ich im Einzelhandel 55 bis 60 Stunden in der Woche gearbeitet. Das ist auch noch so geblieben.

Es gibt trotzdem einen wesentlichen Unterschied: Wenn ich heute zwischen 14.00 und 14.30 aufhöre, dann habe ich nicht nur für mich gearbeitet, sondern ich bin auch zufriedener, weil ich die Wünsche der Kunden erfüllen konnte“, sagt Ralf König.

„Manchmal rufen die Leute schon an, wenn der Fahrer sich nur eine Viertelstunde verspätet“, erklärt Ralf König weiter.

Die Gründe hierfür sind verschieden. Zum einen spricht es für die Qualität der Essenszubereitung, zum anderen aber glauben die Leute mitunter, dass sie vergessen wurden, oder sie es schlichtweg vergessen haben, das Essen zu bestellen.

„Ist zum Beispiel im Winter Eisregen und die Auslieferung verzögert sich dadurch, dann rufen hier zwanzig Leute an, wo denn ihr Fahrer bleibt. Ich sage dann ganz trocken, ob sie schon mal rausgeguckt hätten, was für ein schlechtes Wetter draußen sei und wie schwierig es für die Fahrer wäre, bei Glätte durchzukommen“, erklärt mir Ralf König mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Es kommt aber auch vor, dass die Leute einfach vergessen haben, zum Essen in den ‚Mittagstisch‘ zu kommen.

Straßenverhältnisse, Baustellen, Park- und Halteverbote erschweren oft genug die Auslieferung zusätzlich.

Gerät ein Auslieferungsfahrer zum Beispiel unter Zeitdruck, dann wird es kompliziert, weil sie nicht in der zweiten Reihe auf der Straße stehen dürfen, die Suche nach Haltemöglichkeiten wertvolle Zeit bei der Auslieferung raubt.

In Bernau ist das ganz besonders schwierig, während es außerhalb leichter wird – in Biesenthal, Lanke, Klosterfelde oder in Wandlitz.
Was beiden Geschäftsinhabern wichtig ist, erläutert Michael Tress:

„Die Fahrer sind die wichtigsten Botschafter für uns. Sind sie nett und freundlich, dann ist das eine gute Werbung für uns.

Ohnehin ist der Fahrer oft genug der einzige Höhepunkt für die Leute, die teilweise ganz allein sind. Und die Umstände, unter denen sie leben, sind auch nicht mehr so schön.

So gibt es dann auch viele Danksagungen zu Weihnachten oder zu Ostern, sogar selbstgedichtete Zeilen.“

MANCHES IN DER ZUKUNFT IST NICHT VORHERSEHBAR – EINES SCHON – DIE KUNDEN AUS BERNAU UND UMGEBUNG WOLLEN AUCH WEITERHIN IHREN ‚MITTAGSTISCH‘

Auf meine Frage, ob beide heute noch einmal dieselbe Entscheidung treffen würden, stünden sie wieder vor der Wahl, den Mittagstisch zu betreiben, antwortet Michael Tress:

„Das können wir mit einem klaren ‚Ja‘ beantworten.“
„Auf jeden Fall würden wir das Ganze noch einmal angehen, wieder unsere Kraft, unser Herzblut hier hineingeben“, bestätigt Ralf König.

Dennoch machen den beiden Geschäftsinhabern die Kosten Sorgen, vor allem, was die Zukunft anbetrifft.

„Noch können wir deswegen nachts ruhig schlafen. Aber wenn die Entwicklung so anhält, dann wird es natürlich schwieriger.

„Die Einkaufspreise steigen kontinuierlich an, die Spritpreise auch, die steigenden Strom- und Gaspreise insgesamt machen uns Sorgen“, erläutert Michael Tress.

Ralf König und Michael Tress bleiben trotzdem optimistisch, wollen auf jeden Fall weitermachen.

„Wir wissen, dass wir gebraucht werden. Für uns ist das inzwischen nicht nur ein bloßes Geschäft, sondern auch etwas, was wir mit ganzer Leidenschaft tun, weil viele ältere Menschen auf unser Essen warten und auf den sozialen Kontakt zu den Auslieferungsfahrern, der oft genug der einzige am Tag ist.

Beide wissen inzwischen, dass sie gebraucht werden. Aus dem anfänglichen Geschäft ist eine Herzensangelegenheit geworden – für die Kunden und das Team vom ‚Mittagstisch‘.

ZUM FIRMENPORTRÄT:

https://uwemuellererzaehlt.de/2021/12/08/firmenportraet-08-12-2021/

Mehr lesen: 2021: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2021/

VOM LEBENSSINN IM ALLTAG

MENSCHEN-2021.11.11

Was treibt dich im Alltag an? Warum solltest du dir die Frage nach dem Sinn im Alltagsleben ruhig ab und zu stellen und wie wirkt sich das auf dein Befinden aus?

Manchmal werde ich gefragt, warum ich mir gerade Themen aus dem Alltag ausgesucht habe, um darüber zu schreiben.

„Damit kannst du keinen Blumentopf gewinnen. Du bist doch ein guter Coach. Warum schreibst du nicht über deine Erfahrungen in der Kommunikation und im Training mit Menschen?“, sagen mir Freunde, wenn ich mit ihnen zusammensitze.

Anfangs viel es mir schwer, anderen zu erklären, warum ich zum Beispiel über Menschen im Alltag schreibe, mit ihnen Interviews führe.

Klar, alles hat auch seine geschäftliche Seite. Aber im Grunde genommen ist es etwas anderes.

Ich wollte in meinem letzten Arbeitsdrittel über das schreiben, was mir Spaß macht, was mich persönlich interessiert.

Nichts treibt mich so sehr an, als Banalitäten des Alltags aus ihrem Schattendasein zu holen und sie mehr in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit zu rücken.

Könnte ich auch über das Alltagsleben von großen Schriftstellern schreiben? Ich denke schon.

Und manchmal macht es ja auch Spaß, ihr Leben zu erforschen.
Aber ist es nicht die Familie nebenan, die mehr unsere Aufmerksamkeit verdient?

Oder der Handwerker, mit dem ich gerade ein Interview geführt habe?

Mitunter staune ich selbst, was für ein bescheidenes und zugleich großartiges Leben manche Menschen führen, trotzdem bodenständig bleiben, selber nichts an dem finden, was sie so Tag für Tag leisten.

Wenn du dich in dieses Thema hineinkniest, dich mit der Frage auseinandersetzt, was eigentlich für ein Sinn in deinem Alltagsleben steckst, dann findest du auch Verbündete – sei es in Diskussionen unter Freunden, in der Literatur oder im Internet.

Kürzlich wurde ich auf eine Wissenschaftlerin aufmerksam, die sich seit vielen Jahren mit den Fragen des Lebenssinns auseinandersetzt.
Warum lebe ich so und nicht anders, trägt mich eigentlich das Fundament meiner Anschauung durch mein Leben oder muss ich was daran ändern? (1)

Natürlich: Du stellst dir nicht jeden Tag die Frage nach dem Sinn im Leben.

Wenn du morgens zum Beispiel dein Kind fertigmachen musst, dann hast du andere Sorgen, als die Antwort auf eine philosophische Frage zu geben.

Und trotzdem: Es ist nicht unerheblich für unser konkretes Leben, für unsere körperliche und seelische Gesundheit, welche Bedeutung wir einem klaren Lebenssinn beimessen.

Eine Langzeitstudie der University of California in San Diego hat belegt, dass Menschen, die einen inneren Lebenssinn für wichtig halten, geistig und körperlich gesünder leben als diejenigen, die darauf keine Zeit verschwenden wollen.

Ein klar empfundener Lebenssinn führt besonders bei älteren Menschen offensichtlich dazu, dass dadurch entzündungshemmende und stressdämpfende Effekte auftreten.
Ich spüre es selbst.

Wenn ich mich zurücknehme, Sport treibe, einfach mal ruhig im Sessel sitze und über das nachdenke, was ich eigentlich tue und wieviel Sinn das für mich ergibt, dann werden meine Gedanken und Einstellungen letztlich positiver.

Klar, jeder von uns hat Umbrüche in seinem Leben bewältigen müssen. Diejenigen, die im Osten aufgewachsen sind, die wissen ganz besonders ein Lied davon zu singen.

Es geschafft zu haben, das Leben neu ausgerichtet zu haben, ohne sich zu verbiegen, das ist schon ein Wert für sich genommen.

Das Thema ‚Sinn im Alltagsleben‘ wird mich noch lange begleiten und ich werde auch hier weiter dazu in meinen Beiträgen schreiben.

(1)
Tatjana Schnell
„Psychologie des Lebenssinns“
2. Auflage 2020
e-ISBN 978-3-662-61120-3
© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2016, 2020
(Vorwort zur 1. Auflage (Tatjana Schnell, Berlin im August 2015)
(2)
Vgl.
https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/psychologie/klarer-lebenssinn-laesst-menschen-aelter-werden-13374379
abgerufen am: 09.11.2021, 10.06 Uhr

 

 



Mehr lesen:
2021: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2021/

2020:https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2020/

2019: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2019/

2017: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2017/

 

DER NOVEMBER BRINGT DIE ERINNERUNG AN SCHWERE ZEITEN WIEDER HOCH

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.11.02

Vor zwei Jahren habe ich darüber geschrieben, mit wie viel Aufopferung sich die Pflegekräfte in Dresden um meine Eltern gekümmert haben.
Das Verhältnis zu meiner Mutter und meinem Vater war schwierig.
Und trotzdem: Es bleiben die Eltern und du bist froh, wenn du in schwierigen Zeiten solche Menschen an deiner Seite hast. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ‚Pflegeheim am Schloss' in Dresden - sie bleiben für mich die stillen Helden.

 

Sonntagmorgen. Wir wollen heute nach Dresden fahren und Mama besuchen. Wir sind gespannt, wie sie reagiert. Ich habe gestern mit der Pflegedienstleiterin gesprochen.

Die Schwester sagte mir, dass sie sich zurzeit gut fühlt. Sie erkennt die Schwestern, wenn sie zur Tür hereinkommen, und freut sich sogar.

Manchmal fragt sie nach Vati.
Sie hat dann vergessen, dass er im Sommer gestorben ist. Ich bin froh, dass sie es wieder vergisst. Das klingt hart, doch ich finde es gut so, in dieser Hinsicht jedenfalls.

Seit Vati tot ist, rede ich wieder mehr über ihn, stelle seine guten Seiten in den Vordergrund meiner Erzählungen.

„Du redest jetzt oft über deinen Vater“, sagt Klara dann.
„Ja, ich bin irgendwie befreit, auch wenn sich das schrecklich anhören mag, aber ich fühle mich nicht mehr so eingeengt“, habe ich ihr geantwortet.

„Naja, du hast viel von ihm“, sagt dann Klara. Ich will das nicht hören, aber leugnen kann ich es wohl auch nicht. Irgendwie freue ich mich auf die Fahrt nach Dresden, ins Pflegeheim.

Ich habe stets ein schlechtes Gewissen, weil wir das so wenig tun. Und dann bin ich froh, dass im Heim so ein tolles Team agiert.

„Sie glauben gar nicht, wie ich mich freue, Ihre Stimme zu hören“, habe ich gestern zur Schwester am Telefon gesagt.

Sie ist eine Seele von Mensch, weiß als Pflegedienstleitung, was sie tut, und sie ist unglaublich bescheiden. Ich habe schon so viel über Menschen in der Pflege geschrieben, Worte über Pflegekräfte aneinandergereiht, die ich gar nicht kannte, in Imagetexten eben.

Aber die Menschen, die in der ‚Pflege am Schloss‘ arbeiten, die habe ich beobachten können, und zwar auch dann, wenn sie es nicht bemerkten.

Mit wieviel Liebe haben sie sich in den letzten Wochen um meinen Vater gekümmert!

Da kannst du als Angehöriger noch so viel danke sagen, es ist immer zu wenig, es reicht nie, gemessen an dem, was sie tun für die Heimbewohner, und zwar Tag um Tag.

Wir hingegen kommen, sind für ein paar Momente im Heim, und sind froh, wenn wir wieder abfahren können. Das klingt hart, aber es wäre unehrlich, etwas Anderes zu sagen.

Als Mama im Sommer neunzig Jahre alt wurde, da haben wir mit ihr gefeiert. Das Team aus dem Heim hatte alles liebevoll vorbereitet.

Wir haben ein paar Stunden mit Mama zusammengesessen. Doch dann wollten wir nach Berlin zurück.

„Dann bleibt Ihre Mutter hier bei mir“, sagte mir eine Schwester. Sie wollte nicht, dass Mama an so einem Tag auch nur eine Stunde allein war.

Ich war dankbar und hatte ein unendlich schlechtes Gewissen.
Wenn wir heute, am Samstag, auf eine Schwester treffen, werden wir uns bedanken für die Fürsorge und Betreuung, für ihre Geduld, die sie für Mama aufbringen.

Unser schlechtes Gewissen bleibt.
Stille Helden sind das, die im Team der ‚Pflege am Schloss‘ arbeiten. Unsere Wertschätzung und Hochachtung jedenfalls haben sie.



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2019: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2019/

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SCHREIBEN ÜBER MENSCHEN IM ALLTAG – WAS KANN ES SCHÖNERES GEBEN?

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.10.27

VON DEN GANZ GROSSEN LERNEN, ÜBER ALLTÄGLICHES MEISTERHAFT ZU SCHREIBEN
Diesen Text habe ich im Sommer dieses Jahres geschrieben, zum 90. Geburtstag der kanadischen Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro.
Wenn du lernen willst, wie du großartig über Alltägliches schreibst, über Menschen im Alltag, dann musst du die Kurzgeschichten dieser phantastischen Autorin lesen.

Ich habe seit einigen Jahren ein Ritual entwickelt, mit dem ich den Tag beginne, nachdem ich vom Fitness-Studio zurück bin.
Ich nehme das Buch von Alice Munro „Ferne Verabredungen“ zur Hand.

Dann klebe ich ein weißes Blatt Papier auf einen Pappdeckel, den ich aus einem Ordner auf A4 -Größe zurechtgeschnitten habe.

Ich schlage das Buch auf, suche mir eine Textstelle und schreibe ein paar Sätze daraus ab. Anschließend formuliere ich sie um.
Es ist eine Methode, meine handwerklichen Fertigkeiten im Schreiben zu trainieren.

Und erst dann, wenn ich einen Satz umformulieren will, merke ich wirklich, wie meisterhaft er von Alice Munro formuliert und von Heide Zerning, der Übersetzerin, ins Deutsche gebracht wurde.

Ich verzichte in diesen Momenten ganz bewusst darauf, die Tastatur zur Hand zu nehmen, in den Computer zu starren.
Diese ‚blanke‘, vielleicht auch antiquierte Arbeitsweise, zählt zu dem Besten, was ich so am Tag anstelle.

Bereits im Klappentext steht über Alice Munro, was für mich mit zu einem Leitsatz für diesen Blog geworden ist: „Alice Munro erzählt zugewandt und genau vom Allerschwersten, von dem, was zwischen Menschen passiert, was in ihnen vorgeht.“ (1)

Und diese ‚Meisterin des Alltäglichen‘ ist gerade 90 Jahre alt geworden. Ich habe das in der Berliner Zeitung in der Feuilletonseite entdeckt. (2)

Was mich an dieser Schriftstellerin fasziniert ist, wie unaufgeregt sie über Menschen im Alltag, über das Alltägliche schreibt.

Dass sie inzwischen eine kanadische Literaturnobelpreisträgerin ist, das nötigt mir natürlich Respekt ab.

Was in mir jedoch eine wirkliche Begeisterung hervorruft ist die Tatsache, dass sie mit scheinbarer Leichtigkeit über eher langweilige Dinge des Alltags schreibt.

„Sie (Alice Munro) zeigt, dass ein Schreiben über Windeln, den Besuch in einem Pflegeheim oder Einkäufe von Zahnpasta und Handcremen von bestechender Prägnanz und Aussagekraft sein kann.

Besonders ihre späteren Texte bringen die Schilderungen des Unspektakulären, man könnte auch sagen, den genauen Blick auf Menschen als Menschen zur Perfektion.“ (3)

Alice Munro war dabei immer Mutter von vier Töchtern, Hausfrau.
„Sie kochte und putzte, sagte sie in einem Interview mit der Literaturzeitschrift Paris Review, seitdem sie ein Teenager war und ihre Mutter an Parkinson erkrankte: ‚die Uni war also die einzige Zeit in meinem Leben, in der ich keine Hausarbeit verrichten musste.“ (4)

Als ich das gestern beim Frühstück las, da dachte ich bei mir:
‚Worüber jammerst du eigentlich?

Du musst so viel tun – Firmenporträts schreiben, freitags zuhause Staubsaugen, ins Fitness-Studio fahren, du kommst eigentlich zu gar nichts, schon gar nicht dazu, kurze Alltagsgeschichten für den Blog zu schreiben.‘

Da kann ich nur verstummen, angesichts des großartigen Schaffens dieser Schriftstellerin, und dass in vielen Jahren am Küchentisch, weil sie kein Arbeitszimmer hatte.

Manchmal, wenn ich meine Enkelin besuche und mit ihr in Berlin auf einen Spielplatz gehe, dann sehe ich Mütter, die auf dem Boden sitzen und reden, Kartoffelsalat ausgepackt haben und jeden, der von außen dazukommt aus einer Mischung von Ablehnung und Neugier betrachten.

Ich nenne sie seit vielen Jahren die ‚Monicas‘.
‚Die Monicas sind wieder da‘, sage ich dann zu Krümel, die sich aber nicht dafür interessiert, sondern für die Rutsche, auf der die Kinder der ‚Monicas‘ heruntersausen.

Inspiriert zu dieser durchaus liebevoll gemeinten Bezeichnung wurde ich durch die Geschichte ‚Jakarta‘:
„Kath und Sonje haben einen eigenen Platz am Strand, hinter großen Baumstämmen.

Den haben sie sich ausgesucht, weil er ihnen Schutz bietet, nicht nur vor dem gelegentlich stark auffrischenden Wind – sie haben Kaths Baby dabei -, sondern auch vor den Blicken einer Gruppe von Frauen, die jeden Tag den Strand bevölkern. Sie nennen diese Frauen die Monicas.

Die Monicas haben zwei oder drei oder vier Kinder pro Nase.
Angeführt werden sie von der richtigen Monica, die über den Strand gelaufen kam und sich vorstellte, sobald sie Kath und Sonje und das Baby entdeckt hatte.

Sie lud sie ein, sich dem Rudel anzuschließen.
Sie folgten ihr und schleppten die Babytasche mit.
Was blieb ihnen anderes übrig?

Aber seitdem verschanzen sie sich hinter den Baumstämmen.

Das Feldlager der Monicas besteht aus Sonnenschirmen, Badelaken, Windeltaschen, Picknickkörben, aufblasbaren Flößen und Walfischen, Spielsachen, Sonnenschutzmitteln, Kleidungsstücken, Sonnenhüten, Thermoflaschen mit Kaffee, Plastikbechern und -tellern und Kühlboxen, die hausgemachte Eislutscher aus Fruchtsaft enthalten.“ (5)

Ich habe in meinem Leben viel studiert, Diplomarbeiten geschrieben, Diplomarbeiten bewertet, Studenten unterrichtet. Das war eine schöne Zeit.

Der beste Teil kommt tatsächlich zum Schluss, nämlich von einer ‚Meisterin des Alltäglichen‘ zu lernen, die kleinen Dinge im Leben zu sehen, sie nicht geringzuschätzen, Menschen nicht in ihren großen Gesten zu bewundern, sondern darin, wie sie den Alltag meistern, wie sie sich zueinander verhalten.

Das Schwierige besteht darin, nicht nur das Banale zu beschreiben, sondern die Beschreibung auch noch banal aussehen zu lassen. Darin bewundere ich die große Schriftstellerin Alice Munro.

(1)
Manuela Reichart, Nachwort für Alice Munro, Ferne Verabredungen, Die schönsten Erzählungen;
aus dem Englischen von Heidi Zerning;
© 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, 60596 Frankfurt am Main
(2)
Berliner Zeitung, Nr. 156, Freitag, 09.Juli 2021, S. 13; Feuilleton
„Meisterin des Alltäglichen“
(3)
Sabine Rohlf, ebenda
(4)
Ebenda
(5)
Alice Munro „Ferne Verabredungen“, Jarkarta, Fischer Verlag GmbH, 2016, S.9


Mehr lesen:
2021: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2021/

2020:https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2020/

2019: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2019/

2017: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2017/


INTERVIEW MIT BARBARA WENDERS

MENSCHEN IM ALLTAG-2021.10.06

Dieses Interview habe ich vor fünf Jahren geführt. 
Wer sich dafür interessiert, welche beruflichen Hürden Menschen in der Pflege nehmen müssen und was faszinierend ist an dieser Tätigkeit ist - der sollte hier reinschauen.

Barbara Wenders war zum Zeitpunkt des Gespräches Mitinhaberin und Pflegedienstleiterin des ambulanten Pflegedienstes EPIS in Duisburg.

Frau Wenders, mit einem zeitlichen Abstand von über zwei Jahrzehnten: Was ist Ihnen am Anfang leichtgefallen und wo hatten Sie Schwierigkeiten, hineinzuwachsen?

Am schwierigsten war es, die betriebswirtschaftlichen Abläufe zu beherrschen – mit den Steuern und Abrechnungen klarzukommen.
Überhaupt war die ganze Verwaltungssache etwas, wo ich noch recht unerfahren war.

Ich habe mich da autodidaktisch hineinbegeben müssen.
Das alles bekam für mich später einen strukturierteren Hintergrund, nämlich als ich eine Ausbildung zur Pflegedienstleitung für ambulante Dienste absolvierte.

Da waren diese fachlichen Inhalte im Lehrprogramm mitenthalten.
Erschwerend kam damals hinzu, dass wir mit dem ersten Steuerberater erhebliche Probleme hatten.

Er kannte die Materie nicht. Wir haben dann zu einer anderen Steuerberatung gewechselt. Danach lief es gut und wir bekamen den kaufmännischen Part in den Griff.

Wie verlief Ihr beruflicher Werdegang vor der Gründung des Pflegedienstes?
Ich habe mit 16 Jahren die Schule verlassen, nach dem Abschluss der zehnten Klasse.
Danach war ich in einem katholischen Krankenhaus in Berlin – Friedrichshagen.

Dort begann ich ein praktisches Jahr. Das musste sein, da ich sonst keine Ausbildung an einer staatlichen Schule für Krankenschwestern hätte absolvieren können.

Nach drei Jahren habe ich die Schule abgeschlossen.
Kurz danach wurde ich schwanger. Ich ging nach Neustrelitz und habe dort in dem städtischen Krankenhaus gearbeitet.
1982 wurde meine erste Tochter geboren.

Wiederum später bin ich in ein städtisches Krankenhaus nach Berlin – Mitte gegangen.

Ich hatte inzwischen zwei Kinder und konnte nicht mehr im Schichtsystem als Krankenschwester arbeiten und bin in die Verwaltung eines Betriebsgesundheitswesens gewechselt.

Zur gleichen Zeit begann ich eine Fortbildung zum Ökonomen des Gesundheits- und Sozialwesens.

Wie ging es weiter?
Im Oktober 1989 bin ich aus der damaligen DDR in die Bundesrepublik geflohen – über die grüne Grenze.

Wir sind in Duisburg gelandet. Dort lebte eine Freundin von mir.
Zunächst begann ich in einer Sozialstation zu arbeiten.
Dort war ich anderthalb Jahre.

Die Arbeit hat mich einiges gelehrt.
Aber die Bedingungen waren schlecht.

Können Sie das erklären?
Ja. Wir haben faktisch im Akkord gearbeitet – 25 Patienten, die auf einer Tour zu versorgen waren. Deshalb gab es auch eine hohe Fluktuation.

Es war immer jemand krankgemeldet. Der Stress war einfach zu groß. Und jeder hat nur gewartet, bis ein anderer Kollege wieder da war und, um sich anschließend selbst krank zu melden.

Für mich waren das keine Zustände – weder für die Patienten noch für uns als Mitarbeiter. Schließlich habe ich gekündigt.

Und dann?
Ich ging zurück ins Krankenhaus und habe knapp zwei Jahre Nachtschichten gemacht.

Das war sehr hart für mich. Ich kam schwer damit klar. Deshalb wechselte ich wieder in einen ambulanten Pflegedienst. Dort lernte ich übrigens meinen zweiten Mann kennen.

Was war das ausschlaggebende Motiv, selbst einen Pflegedienst zu eröffnen?
Na ja, mein Mann und ich haben uns überlegt: Das alles können wir auch selbst organisieren. Also haben wir den Schritt im Oktober 1996 gewagt.

Wir begannen damit Patienten zu betreuen, die künstlich ernährt werden mussten. Das waren zum Beispiel Menschen mit einer HIV- Infektion, oder Krebspatienten.

Mit der Entwicklung unseres Pflegedienstes kamen andere Bereiche hinzu. Wir haben nach und nach alle wichtigen Leistungsbereiche in der Pflege angeboten, waren sozusagen mit der Zeit ganzheitlich im Portfolio aufgestellt.

Was hat sich geändert gegenüber 1996, wenn Sie heute die Pflege und Betreuung ansehen?
Wenn ich noch an die Sozialstation denke, wo ich vor über zwanzig Jahren begonnen habe – und jetzt unsere Art zu pflegen und zu betreuen sehe, dann weiß ich – da liegen einfach Welten dazwischen.

Wir haben einen Familienbetrieb aufgebaut. Das macht schon stolz. Unsere beiden Töchter arbeiten hier.

Und wir haben eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation bei uns. Ich denke, das liegt daran, dass sich in den vergangenen Jahren ein sehr gutes Team zusammengefunden hat.

Mitarbeiter, die wie wir engagiert sind. Wir haben zum Beispiel eine Pflegedienstleiterin, Frau Thyssen – Fett: Sie ist echt eine Perle.
Wir haben schon manchmal scherzhaft gesagt: Wenn sie aufhört, dann machen wir unsere Einrichtung zu.

Oder: Es gibt eine Mitarbeiterin, die bereits 19 Jahre mit uns zusammenarbeitet.
Andere sind ebenfalls bereits über 10 Jahre oder sehr lange bei uns. Das bekommen Sie doch nur hin, wenn das Klima stimmt, die Leute sich einfach wohlfühlen.

Die Firma ist heute der älteren Tochter überschrieben – Maria Spellier. Sie hat inzwischen zusätzlich eine Ausbildung zur Qualitätsmanagerin gemacht.

Die jüngere Tochter Stefanie ist Altenpflegerin und macht gegenwärtig eine Ausbildung zur Praxisanleiterin.

Wie war die Zusammenarbeit mit Ihrem Mann?
Die Zusammenarbeit war sehr gut. Er war der Praktiker. Ihn hat nie die Verwaltung interessiert, sondern nur die Pflege und Betreuung.
Ich musste mich also darum allein kümmern.

Und es war nicht leicht am Anfang alles unter einen Hut zu bekommen – die Pflege, die Verwaltung, die Mitarbeiterführung und die Erziehung der Kinder.

Aber mein Mann war ein Fachexperte, ging einfach in seinem Beruf auf und hat mir auf seine Weise viel Kraft gespendet und den Rücken gestärkt. Heute ist er in Rente.

Was ist aus Ihrer Sicht der Grund, dass es in anderen Einrichtungen und Pflegediensten nicht so klappt, der Ruf mitunter eher schlecht ist?
Wissen Sie, es gibt immer schwarze Schafe. Oft kann der einzelne Mitarbeiter dafür ja gar nichts.

Wenn zum Beispiel zu einem Kunden stets andere Mitarbeiter kommen. Oder: Die Zeiten sind stets unterschiedlich, zu denen die Pflegebedürftigen besucht werden.

Dann bekommen die Pflegebedürftigen natürlich einen schlechten Eindruck von dem Pflegedienst, der dafür zuständig ist.

Was sagen Sie dazu, die Ausbildung jetzt generalistisch zu organisieren?
Es gibt Aspekte, die dafür sprechen und Argumente dagegen.

Welche?
Dafür spricht sicherlich, die Ausbildung in Gesundheit und Pflege weiter zu vereinheitlichen, sie stärker in der Gesellschaft aufzuwerten, junge Leute für den Beruf zu gewinnen.

Und dagegen?
Weiter diskutieren sollte man: Was ist zum Beispiel, wenn ein kleiner ambulanter Pflegedienst einem Auszubildenden die Pflege und Betreuung im Alltag nahebringen will, der jedoch zum Praktikum ins Krankenhaus geht?

Wie ausgewogen wird das zum Beispiel organisiert? Müssen wir eventuell eine junge Fachkraft später nachqualifizieren, weil die praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Pflege nicht ausreichen?

Das ist ja auch eine wirtschaftliche Frage.
Ich denke, hier brauchen wir noch mehr Klarheit.

Was macht für Sie individuelle Pflege und Betreuung aus?
Wichtig ist für uns die Bezugspflege – jeder Kunde soll wissen, wer für ihn zuständig ist. Das schafft Vertrauen.

Individuell pflegen und betreuen heißt für uns, die wirklichen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen zu respektieren, also das, was er an Hilfebedarf benötigt. Es sind ja nun auch zusätzliche Beratungsbesuche bei Veränderungen der Pflegesituation möglich. Das war früher nicht so.

Es gibt mit der Einführung der neuen Begutachtungsrichtlinien ab nächstes Jahr ganz andere Möglichkeiten, die Situation der einzelnen Pflege- und Hilfsbedürftigen spezifisch zu erfassen.

Allein die Eingangsfragen, die hier gestellt werden, führen zielgenauer dorthin, wo die wirklichen Probleme der einzelnen Menschen liegen – zum Beispiel: Was ist das Hauptproblem der Pflegesituation? Was würden Sie sofort ändern, wenn Sie es könnten? Welche Informationen könnten helfen?

Das sind nur einige wenige Beispiele. Wir werden das alles sehr genau in den nächsten Wochen und Monaten mitverfolgen und in unserem Bereich umsetzen – für die weitere Verbesserung der Pflegequalität für unsere Kunden.

Frau Wenders, ich danke Ihnen für das Gespräch.



Mehr lesen:
2021: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2021/

2020:https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2020/

2019: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2019/

2017: https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/menschen-im-alltag-2017/

 

VERA TOMASCHEWSKI-VERSICHERUNGSFACHFRAU (BWV) IN BAD FREIENWALDE

FIRMENPORTRÄT-2021.07.14

Vera Tomaschewski bringt über zweieinhalb Jahrzehnte Erfahrung im Versicherungsbereich mit.

Sie berät ihre Kunden von einer soliden fachlichen Basis als Versicherungsfachfrau (BVW) aus.

Den Ausschlag aber dafür, warum man sich für eine Beratung bei ihr entscheiden sollte, ist ihr authentisches Denken und Handeln.

INTRO ZUM INTERVIEW MIT VERA TOMASCHEWSKI: 

Vera Tomaschewski ist Versicherungsfachfrau (BWV). Der Sitz ihrer Hauptvertretung – AXA-Versicherung AG - ist Bad Freienwalde, dort, wo sie auch mit ihrer Familie Zuhause ist.
Ich habe sie am 22.06.2021 interviewt.

Es hat ausgesprochen Spaß gemacht, mit Vera Tomaschewski zu reden, und nicht nur das, sondern auch ihr zuzuhören, was sie zu sagen hat.
Sie hat viel zu erzählen – von ihrem Beruf, den sie liebt, von ihrem Werdegang, der nicht ohne Rückschläge und Konflikte verlief.

Vera Tomaschewski machte auf mich am Telefon einen sympathischen und in sich ruhenden Eindruck.
Doch sie hat durchaus Humor, kann selber gut zuhören, darauf achten, was den anderen bewegt.

Du spürst, dass du dich öffnen kannst, ihr einfach sagen solltest, was dich im Leben umtreibt.

Und wenn du eine Frage zu Versicherungen hast, dann ist sie in der Beratung die erste Wahl.
Weil sie so viel Fachkompetenz mitbringt? Sicher.
Entscheidend aber ist, dass sie authentisch ist, nicht drumherum redet, die Dinge einfach lässt, so dass du folgen kannst.

Meine Lebenserfahrung hat mich mal wieder in einem zentralen Punkt bestätigt:
Vertraue dem, dem es ernst ist mit dem ethischen Handeln, der es zu seinem wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kriterium erhebt.

27 Jahre übt Vera Tomaschewski nun schon ihren Beruf aus.
Sie kam vom Lehrerstudium, wurde über Umwege Erzieherin und fand schließlich ihre Bestimmung, nämlich Versicherungskauffrau zu sein.

Natürlich, vor über zwei Jahrzehnten hätte sie es wohl nicht für möglich gehalten, dass sie mal sagen würde, dass gerade dieser Beruf ihre eigentliche Berufung ist.

Sie hat es geschafft, weil sie mit Leidenschaft, mit viel Herz, und einem Rucksack an Fachwissen diesen steilen Berg hinaufgeklettert ist.

Zum Interview mit Vera Tomaschewski: https://uwemuellererzaehlt.de/2021/07/14/menschen-im-alltag-2021-07-14/
Kontakt:
Vera Tomaschewski
Versicherungsfachfrau (BWV)
Hauptvertretung der AXA Versicherung AG
Frankfurter Str. 40
16259 Bad Freienwalde
Telefon: 03344-31233
Mobil: 0171-87 038 05
E-Mail: vera.tomaschewski@axa.de
Web-Site:  www.axa.de/Vera_Tomaschewski

Öffnungszeiten
Montag:
09:00 - 12:00 Uhr
Dienstag:
14:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch:
09:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag:
14:00 - 17:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

MOBILE – PC-HILFE – SANDRO SCHULZ- INHABER

FIRMENPORTRÄT-2021.06.10

EINFÜHRUNG
Sandro Schulz macht am Telefon auf mich den Eindruck eines humorvollen und offenen Gesprächspartners.

Was an ihm aber besonders beeindruckt, das ist seine Fachkompetenz, rund um den Computer.
Sie kommt nicht von ungefähr. 

Nein, er hat den Beruf des Elektrikers von der Pike auf gelernt und sich später zum Fachinformatiker weiterentwickelt. 

Es macht Spaß, Sandro Schulz zuzuhören. Seine Begeisterung für alles, was mit der Computertechnik zu tun hat, die steckt an. 
Seine Fähigkeit, sich schnell in komplizierte technische Vorgänge hineinzudenken, sind eines seiner herausragenden Eigenschaften. 

Für seine Kunden jedoch sticht eine weitere Gabe besonders hervor: komplexe Fragen der Bedienung und Nutzung eines Computers und anderer technischer Geräte mit einfachen, verständlichen Worten zu erklären. 

Sandro Schulz hilft seinen Kunden schnell, ist flexibel, wenn sie Unterstützung benötigen.
Würde ich ihn anrufen, wenn ich am Computer oder mit dem iPad Schwierigkeiten hätte? Ich denke schon.

Warum man zu dieser Erkenntnis gelangt, das zeigt am besten sein Weg – vom Elektriker hin zum gefragten Fachinformatiker.
DER BERUFLICHE WERDEGANG VON SANDRO SCHULZ

Sandro Schulz besuchte in Bernau die Zehnklassige Polytechnische Oberschule und begann 1988 eine Ausbildung zum Elektriker.
Er lernte im VEB Fahrzeugausrüstung (Faga) Berlin, Werkteil Bernau.

„Das war ein großes Werk, in dem Zugtechnik hergestellt wurde. Dort wurden vor allem Schaltschränke gebaut, die der Steuerung der Waggons dienten – im Bereich Lüftung, Heizung, Klima“, erinnert sich Sandro Schulz zurück.

Die theoretischen Ausbildungsthemen wurden in Klosterfelde vermittelt.

Man merkt ihm an, dass er noch heute stolz darauf ist, was er für eine solide Ausbildung als Werkzeugmacher und als Elektriker erhalten hat.

„Wir mussten lernen zu bohren, zu schleifen und zu fräsen. Außerdem erwarben wir die Fähigkeiten, mit Kabelleitungen, Relais und Steuerungen umzugehen- im Grunde genommen alles, was mit Elektrotechnik zu tun hatte, wo Strom durchfloss.“

Sandro Schulz beendete seine Ausbildung 1990, in der Wendezeit.
„Ich habe noch zu DDR-Zeiten den Führerschein für LKW gemacht, für 260 DDR-Mark“, sagt er im Gespräch.
Er hat noch vier Jahre weiter im Betrieb gearbeitet und wurde 1994 entlassen.

Anschließend hat er in einer weiteren Firma gearbeitet, in Berlin im Wohnungsbau.
„Wir haben Wohnungen saniert, also elektrotechnisch alles ausgewechselt.

Für ihn war das eine spannende und zugleich ungewöhnliche Zeit.
„Ich erinnere mich, wie ich in einer der Wohnungen neue Kabel verlegte.

Ich krabbelte auf dem Fußboden herum, während neben mir ein kleines Kind vor dem Fernseher saß. Das war für mich schon ungewöhnlich und erforderte von mir sehr viel Aufmerksamkeit und Konzentration.“

Sandro Schulz lernte das Fach der Elektrotechnik immer besser kennen, vertiefte in verschiedenen Bereichen seine Kenntnisse, praktisch und theoretisch – in der Bahntechnik, in der Heizungstechnik und im Wohnungsbau.

Es war die Zeit, in der er herausfand, dass ihm die Arbeit als Elektriker viel Spaß machte, es für ihn ein schöner Beruf war.
Doch all das bewahrte ihn nicht davor, dass er erneut seine Arbeit verlor.

„Es war die Zeit, in der sich die Elektrofirmen im Preisdumping gegenseitig überboten und dadurch kaputtgingen.“

Er nahm die erneute Arbeitslosigkeit für sich zum Anlass, gründlicher darüber nachzudenken, welchen Weg er künftig einschlagen sollte.

DAS TRAUMZIEL FACHINFORMATIKER

Sandro Schulz machte zunächst noch einen Weiterbildungskurs mit – einen Anpassungskurs.

„Die Standards der Ausbildung im Osten wurden hier an die Bedingungen im Westen angepasst, sodass ich sozusagen danach ein ‚Westelektriker‘ war.

Aber das alles reichte ihm nicht.
„Ich wollte eine größere Beständigkeit in mein Berufsleben bringen.

Das Arbeitsamt bot mir an, mich zum Fachinformatiker ausbilden zu lassen. Ich war begeistert davon, denn ich konnte auf diese Weise nicht nur eine komplette Ausbildung neu machen, sondern das Amt übernahm ja hierfür auch die gesamten Kosten.“

Die Ausbildung zum Fachinformatiker war jedoch alles andere als ein Spaziergang.

„Es gab zunächst einen dreimonatigen Eignungstest und daran schloss sich eine Aufnahmeprüfung an. Rund die Hälfte der Bewerber bestand diese Prozedur nicht.“

Insgesamt zweieinhalb Jahre dauerte die Ausbildung zum Fachinformatiker.

Sie fand in Albertshof statt, einem anliegenden Dorf von Bernau.
Er bestand die Ausbildung zum Fachinformatiker mit guten Ergebnissen.

„Mir wurde von den Prüfern bescheinigt, dass ich den Kunden sehr gut erklären konnte, warum etwas nicht funktionierte oder wie sie zum Beispiel einen Computer bedienen müssten.“

Er sagt weiter: „Wir mussten uns alle einen Praktikumsplatz suchen und so habe ich mich beim Kabelfernsehen Bernau beworben.

Ich kannte Herrn Winkler von der Firma ‚Wikom‘ persönlich, der sich zu der Zeit schon sehr für die Internettechnik interessierte.

Er bot damals schon E-Mails und Web-Sites an.“
Sandro Schulz stieg genau dort ein – er programmierte die Web-Site für einen online-shop.

Die Idee dazu beruhte auf der von eBay.
Ihm gefiel diese Art der Tätigkeit und er blieb deshalb nach der Ausbildung zunächst in der Firma.

„Ich hatte mich zwar bei einigen Firmen in Berlin beworben, doch die Zeiten waren schlecht, es wurden ja kaum Leute eingestellt. Also arbeitete ich bei ‚Wikom‘ weiter, diesmal allerdings gegen Bezahlung.“

Sandro Schulz arbeitete im Auftrag des Firmenchefs im Außendienst weiter.

„Die Firma hatte ja über 8000 Kunden. Wenn ein Problem auftrat, dann bin ich dort hingefahren und habe ihnen geholfen, diese Probleme zu lösen.

DER SCHRITT IN DIE SELBSTSTÄNDIGKEIT

Jeder, der sich dazu entschließt, sich selbstständig zu machen, der weiß, mit wie viel Mut, Engagement und auch Ängsten das verbunden ist.

Und dennoch: Sandro Schulz war mutig und wagte diesen Schritt im April 2004.

„Seitdem bin ich selbstständiger Fachinformatiker, hauptsächlich für den Umkreis Barnim, Berlin.
Der weiteste Kunde sitzt in München, der nächste ist ein Gartentor weiter.“

Im Verlaufe der Firmengründung hat Sandro Schulz noch an einem Existenzgründerlehrgang teilgenommen.

Da wurde ihm auch klar, dass in seinem Firmennamen das Wort ‚Mobile‘ vorkommen musste.

‚Mobile‘ deute darauf hin, dass die Firma zum Kunden nach Hause kommt.

„Die Kunden rufen an, dann kann ich mitunter aus der Ferne zu helfen. Oder ich fahre zu ihnen nach Hause, bzw. der Kunde kommt zu mir.

Das kann sich der Kunde im Prinzip aussuchen, ob ich zu ihm komme, ob ich aus der Ferne helfe, oder aber ob er zu mir nach Hause kommt.“

Sandro Schulz erklärt weiter, wie er die Kundenbetreuung managt:
„Ich habe zum Beispiel eine Lehrerin, die aus Königs-Wusterhausen kommt.

Sie nimmt die Entfernung von rund 20 km auf sich und kommt zu mir, um sich beraten und helfen zu lassen. Eine weitere Kundin von mir sitzt in München.

Da war ich noch nie.
Ich habe ihr trotzdem schon sehr oft helfen können.“

WAS SANDRO SCHULZ IN DER ARBEIT FÜR SEINE KUNDEN WICHTIG IST

„Mein Hauptaugenmerk lege ich darauf, Menschen am Computer zu helfen. Und meine Frage, die ich stelle, lautet: ‚Was haben Sie für einen Wunsch? Ich habe viele Stammkunden.

Sie schreiben auf ihren Zettelchen die ganzen Fragen und Wünsche rauf. Und wenn die merken, dass der Zettel voll ist, dann rufen sie mich an. Dann gehe ich das mit ihnen alles durch.“

Und weiter sagt er: „Bis vor zehn Jahren war es die Virensuche, die meine Kundinnen und Kunden umtrieb. Jetzt wollen sie vor allem wissen, wie ein Computer funktioniert, wie sie die Technik für sich optimal im Alltag nutzen können.“

Hier kommt eine Stärke von ihm besonders zum Tragen: die Fähigkeit, technische Vorgänge, möglichst strukturiert, verpackt in einfachen und nachvollziehbaren Formulierungen zu erklären.

„Manchmal bin ich auch so was wie ein Seelsorger.

Nämlich dann, wenn Kunden in Panik geraten sind, weil sie etwas im Fernsehen über Computer und deren Handhabung mitbekommen haben, was aber in der Realität meiner Kundinnen und Kunden dann doch noch spezifischer zu betrachten ist.“

„Die Prüfer haben mir während meiner Ausbildung erklärt, dass ich der beste war, der etwas erklären konnte. In diesem mündlichen Bereich war ich sehr gut.“

Sandro Schulz kann unendlich viele Beispiele anführen, wie vielfältig seine Beratungstätigkeit ist.

Mal hat ein Kunde nicht erkannt, dass er lediglich die Batterien in der Maus zu seinem Computer wechseln muss, damit wieder alles läuft oder er musste den Senderdurchlauf für einen neugekauften Fernsehapparat bei einem Kunden durchführen.

COMPUTER – VON SANDRO SCHULZ PRODUZIERT – KOMPLETT

„Viele Kunden kaufen bei mir einen Computer. Gar nicht wegen des Computers, sondern wegen der Betreuung danach. Sie haben ja in mir immer den gleichen Ansprechpartner.“

Das Besondere daran ist, dass Sandro Schulz seine Computer selbst baut.

„Ich kaufe nie Computer. Die werden bei mir per Hand zusammengebaut. Komplett.

Ich möchte der Einzige in Barnim sein, der noch von der Pike auf die Computer herstellt. Wie ein Bäcker, der keine Zusätze in sein Mehl hineinmacht.

Ich baue im Jahr zwischen zehn und fünfzehn Computern. In Barnim stehen bereits über dreihundert Computer von mir rum.“

„Ich habe mir den Beruf des Informatikers wirklich ausgesucht, weil ich als Elektriker schon mit Steuerungen zu tun hatte und ebenfalls schon sehr viel mit Computern.

Aber ich habe gemerkt: ohne die Ausbildung habe ich mir die eigenen Computer mehr kaputtgespielt. Da habe ich so viel herumgefummelt, bis nachher gar nichts mehr ging.

Nachdem ich aber die Fachkompetenz hatte, da ging nicht nur mehr etwas kaputt, sondern ich konnte es auch noch reparieren.“
Jetzt besaß er auch die Kompetenz zu verstehen, wie ein Computer funktioniert.

Er merkte schnell, dass es das war, was er eigentlich in seinem Leben tun wollte.

Sandro Schulz hatte ja auch noch die Wahl, als Programmierer zu arbeiten.

Doch das wollte er nicht, stundenlang vor einem Rechner sitzen. Ihm lag die Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden mehr.

SANDRO SCHULZ MAG DAS KOMPLIZIERTE, DIE HERAUSFORDERUNG

„Ich liebe meinen Beruf, weil ich jeden Tag ein neues Problem lösen muss. Ich mag es nicht, wenn sich ein Problem wiederholt. Ich finde meinen Beruf toll, weil jede Kundin, jeder Kunde ein anderes Problem hat.“

Sandro Schulz fand es großartig, dass er in seinem Beruf immer wieder gefordert wurde.
„In meinem Elektrikerberuf habe ich irgendwann gemerkt: Ich weiß alles, ich kann alles.

Aber es ging nicht weiter. In der Informatik merke ich, dass ich immer wieder etwas dazulernen kann.“

Warum er das Schwierige, das Komplizierte mag, begründet er so:

„Ich bin so ein Mensch, der es lieber ein wenig kompliziert mag. Wenn Freunde zu mir nach Hause kommen, dann sagen die: Man, mach‘ doch da mal einen Lichtschalter hin. Nein, Lichtschalter find‘ ich langweilig.

Ich mag es, wenn die Technik kompliziert ist. Andere wollen genau das Gegenteil. Ich suche die Herausforderung.

Wenn jemand zu mir kommt und ich muss tüfteln, das gefällt mir. Immer die gleiche Arbeit, das mag ich nicht.

Deswegen habe ich gemerkt, dass ich als Fachinformatiker mich mehr um die Veränderungen und den damit verbundenen Herausforderungen kümmern kann.

Die Kunden sagen oft: ‚Wie können Sie das denn alles begreifen?‘
Ich sehe in der Woche vielleicht 100 Computer und der Kunde sieht einen Computer in fünf Jahren. Ich mag die Veränderung und das Komplizierte.“

DER MARKENKERN VON MOBILE-PC-HILFE

Auf die Frage, was Sandro Schulz und seine Firma vom Markenkern her kennzeichnet, sagt er: „Ich bin der Computermensch, der den Menschen hilft. Ich bin jemand, der schnell da ist.

Mein Steckenpferd ist es, den Kunden möglichst zügig zu helfen. Zum Beispiel hatte ich heute eine Kundin, die hatte einen Laptop mit Totalschaden. Sie hat aber kein Geld für einen neuen Laptop.

Da habe ich erst einmal ein gebrauchtes Gerät hingestellt. Ich gebe also der Frau, die kein Geld für einen neuen Computer besitzt, die Möglichkeit, drei Monate mit meinem Laptop zu überbrücken. Sie kann ihn anschließend – wenn sie es möchte, sogar für wenig Geld übernehmen.“

Sandro Schulz führt weiter aus:
„Die Leute wollen in der heutigen Zeit, dass Ihnen schnell geholfen wird.

Ich versuche dem Kunden immer ein positives Ergebnis zu geben. Er soll merken, dass dabei etwas Positives herausgekommen ist, ein positives Ergebnis.

Ich kann das vielleicht nicht sofort mit dem gleichen Gerät erzeugen, dieses positive Ergebnis. Manchmal muss ich das Problem auch umschiffen, weil ich selbst die Nadel im Heuhaufen suchen muss.

Aber die Grundeinstellung bleibt: ein positives Ergebnis beim Kunden erzeugen! Schnell und positiv.“

TESLA – EINE WEITERE LEIDENSCHAFT VON SANDRO SCHULZ

„Warum beraten Sie Kunden beim Tesla-Kauf?“, habe ich Sandro Schulz zum Schluss gefragt: Ich bin ein Öko-Mensch. Ich liebe nicht Tesla, sondern das elektrische Fahren.

Ich liebe es, dass ich Strom für mein Auto selber herstellen kann. Für Benzin muss ich immer echtes Geld an der Tanksäule abgeben.“
Sandro Schulz gerät ins Schwärmen: „Tesla bietet eine Reihe von Vorteilen.

Zum Beispiel muss der Kunde nicht wie bei anderen E-Auto einmal im Jahr zur Kontrolle in die Werkstatt. Die einzige Firma, die gesagt hat, dass das E-Auto wartungsfrei ist, das war die Firma Tesla.

Es muss einfach sein. Ich möchte einfach, dass das Auto funktioniert. Hinzukommen zahlreiche Vergünstigungen durch den Staat – die Bundesregierung schenkt mir 6000 Euro; das E-Auto hat keine KFZ-Steuer, keine jährlichen Durchsichten, vier Jahre Garantie.

Die Werkstatt kommt bei einem Problem am Tesla zu mir nach Hause. Tesla macht Updates in 25 Minuten für das gesamte Auto. Der Bordcomputer ist redundant aufgebaut – doppelt verbaut.“

Die Begeisterung von Sandro Schulz für das Neue, das Unentdeckte, die Herausforderung – das steckt an.

 

LEISTUNGEN
MOBILE – PC-HILFE
Seit 2004
Markenkern von Inhaber Sandro Schulz:


Alles, was sich um den Computer dreht – sämtliche Problemstellungen und Fragen – sie werden von Sandro Schulz schnell, flexibel und in guter Kommunikation mit dem Kunden besprochen und gelöst bzw. beantwortet.

Des Weiteren: Optimale Serviceleistungen auf der Grundlage eines großen praktischen Erfahrungsschatzes im Computerbereich, geknüpft an exzellente Fachkenntnisse.

„Ich besitze sehr gute theoretische und praktische Kenntnisse als ausgebildeter Fachinformatiker und Elektriker.“ (Sandro Schulz)

Spezifische Fachkenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen
– des Datenschutzes, der Programmierung, der Konfiguration, der Bildbearbeitung, der Telekommunikation, Montage und Installation (zitiert nach Angaben der Homepage)

Der Nutzen für die Kundinnen und Kunden auf den Punkt gebracht:

– Sandro Schulz erscheint zeitnah nach einem Anruf der Kunden vor Ort;

– die Kosten minimieren sich dadurch erheblich;

– die Reparaturen werden auf der Grundlage fundierten Wissens und praktischer Kenntnisse bei Reparaturen, Updates und Installationen ausgeführt;

– nur ein kompetenter Ansprechpartner im gesamten Prozess der Dienstleistung;

– Datenschutz und die Privatsphäre werden gewährleistet.
Mehr und detaillierter lesen: http://www.mobilepchilfeschulz.de

 

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BESTATTUNGSHAUS JÖRG DÜRING

JÖRG DÜRING – EIN MENSCH MIT VIEL EMPATHIE
Jörg Düring macht es dir leicht, mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Er ist der Inhaber eines Bestattungshauses. Hand aufs Herz: Wer denkt da nicht an viel Leid, Trauer, Ängste und auch an seinen eigenen Tod?
Das schafft emotionale Distanz, auf den ersten Blick jedenfalls.

Wenn du aber mit ihm sprichst, so merkst du, dass du dich mit einem Vorurteil umgeben hast, die dem Menschen Jörg Düring und seinem Unternehmen nicht gerecht werden. Im Gegenteil!

Lernst du Jörg Düring näher kennen, dann möchtest du noch mehr von ihm wissen, ja du erfährst, was für ein guter Gesprächspartner er ist.

Und genau diesen Menschen würde ich an meiner Seite haben wollen, wenn ich auf Hilfe angewiesen wäre, in schwierigen Situationen, da wo du möglichst eine solide Vertrauensbasis brauchst.
Das ist die Geschichte von Jörg Düring.

AUDIO: https://uwemuellererzaehlt.de/2021/06/12/audio-2021-06-12/

DAS MOTIV, EIN BESTATTUNGSUNTERNEHMEN ZU GRÜNDEN
„Die Idee ist aus einer schrecklichen Situation heraus entstanden, in die unsere Familie gestürzt wurde.

Ich war gerade einmal elf Jahre alt, als mein Bruder mit einem Motorrad tödlich verunglückte.

Und in diesem für uns alle unfassbaren und furchtbaren Moment mussten wir uns dennoch um einen würdigen Abschied kümmern – für den geliebten Sohn, Enkel und Bruder“, erinnert sich Jörg Düring, als wäre es erst gestern gewesen.

Doch genau diese Erwartung, dem Verstorbenen das zu geben, was möglich war, nämlich eine würdige Bestattung – sie wurde nicht erfüllt.

„Mir hat damals nicht gefallen, dass der Bestatter diese Anteilnahme nicht wirklich verinnerlicht hatte, sie nur vorgab, und das auch noch schlecht. Das hat sich mir im Gedächtnis und im Herzen tief eingegraben.“

„Kurz um, ich fühlte bereits damals, dass der Umgang mit dem Verstorbenen und den Hinterbliebenen gleichermaßen ein sehr oberflächlicher, ja gleichgültiger war.“
Jörg Düring macht am Telefon eine Pause, bevor er weiterspricht:

„Natürlich hatte ich zu der Zeit nicht daran gedacht, Bestatter zu werden. Aber der Keim eines Motives, in diese Richtung zu gehen, der war bereits in mir zu dem Zeitpunkt eingepflanzt worden, nämlich: den Verstorbenen auf ihrem letzten Weg die Ehrerbietung zu erweisen, die ihnen zukam.

Und: Den Trauernden ehrlich beiseitezustehen, ihnen zu helfen, das Nötige in dieser für alle nicht leichten Situation zu tun.“

JÖRG DÜRING GEHT SEINEN WEG
Jörg Düring hat die Erinnerung an den Tod seines Bruders, an den Verlust weiterer Familienangehöriger geprägt.

„Mir kam es trotzdem nicht in den Sinn, Bestatter zu werden. Das war ein langer Erkenntnisweg, gepflastert mit Erfolgen und Niederlagen“, sagt er in diesem Zusammenhang.

Er besuchte 1972 die Zehnklassige Polytechnische Oberschule in Bernau. Im Anschluss absolvierte er eine Berufsausbildung zum Werkzeugmaschinenbauer mit Abitur.

Er hatte danach eine gute Anstellung in dem Betrieb, in dem er auch gelernt hatte – im Werkzeugmaschinenkombinat ‚7. Oktober‘ in Berlin.

Aber dann kam die Wende und Jörg Düring erging es wie vielen Menschen aus dem Osten, er wurde arbeitslos.

„Das war einerseits natürlich bitter, doch ich war jung und wollte mein Schicksal in die eigenen Hände nehmen“, erinnerte sich Jörg Düring zurück.

Voller Elan und Ideen machte er sich als Getränkehändler selbstständig.

Schnell musste er erfahren, wie sich der Markt drehen konnte.
„Nachdem ich in der Branche meine Erfahrungen gemacht habe, wurde ich angestellter Geschäftsführer in einem Vertrieb für einen großen Autohändler.

Der damalige Eigentümer, zugereist aus den alten Bundesländern, ließ den Betrieb faktisch ausbluten“, sagte Jörg Düring, ohne dass man ihm anmerkte, wie bitter diese Erfahrung für ihn gewesen sein musste.

1994 wurde er arbeitslos.
„Ich hatte zum Glück bereits einige Erfahrungen im Verkauf von PKW sammeln können und so entschloss ich mich, als Verkäufer im Opel-Haus in Bernau zu arbeiten, nachdem ich dort angenommen wurde.

Für mich war das im Grunde der Beginn eines sehr erfolgreichen und auch befriedigenden Abschnitts in meiner beruflichen Entwicklung, denn ich habe mich in dem Team wohlgefühlt.“
Jörg Düring war dort insgesamt 14 Jahre tätig, von 1994 bis 2008.

ERSTE BERÜHRUNGSPUNKTE MIT DER BESTATTUNGSBRANCHE
„Ich lernte als Autoverkäufer einen Kunden kennen, der als Trauerredner in einem Bestattungshaus festangestellt war.

Dieser Kunden erzählte mir häufig, wie unzufrieden er mit seinem Arbeitgeber sei.

Ich war so ein bisschen der ‚Blitzableiter‘ für seinen Unmut, den er gegenüber seinem Arbeitgeber angesammelt hatte.“

Jörg Düring empfahl seinem Kunden deshalb, sein Schicksal doch in die eigenen Hände zu nehmen und selbst ein Bestattungsunternehmen zu gründen.

Darauf bekam er von ihm allerdings keine Antwort.
Erst später kam der Kunde erneut auf ihn zu.

„Herr Düring, Sie sollten ein Bestattungsunternehmen aufbauen“, sagte der zu ihm.

Jörg Düring war von dem Vorschlag anfangs gar nicht begeistert, ja er sträubte sich zunächst sehr gegen dieses Ansinnen.

„Wir hatten gerade ein Haus gebaut. Hinzukam, dass wir nicht über den notwendigen Kapitalstock verfügten, um ein solides Unternehmen aufzubauen.

Schließlich hat sich Jörg Düring doch mit dem Trauerredner getroffen, der allerdings zu dem Zeitpunkt schon sehr krank war, ohne dass Jörg Düring etwas davon wusste.

DU MUSST MIT BEIDEN BEINEN VOM STEG AUS INS BOOT STEIGEN, WENN DU DEINE TRÄUME VERWIRKLICHEN WILLST
„Den entscheidenden Anstoß dafür, dass ich es letztlich riskierte, in die Selbstständigkeit zu gehen, ein Unternehmen faktisch aus dem Nichts heraus aufzubauen, der kam von meiner Frau.

Sie machte mir Mut, stärkte mich darin einen Weg zu wählen, in dem ich selbst über mein berufliches Schicksal entscheiden konnte. Und so wagte ich eben den Schritt und nahm die nötigen Kredite dafür auf.“

Jörg Düring erinnert sich aber auch, dass es nicht nur Ängste gab.
„Nein, es kamen natürlich die Ideen und Motive wieder zum Vorschein, mit denen ich mich schon lange beschäftigt hatte.

Ich konnte nun eigene Vorstellungen verwirklichen, und ich konnte als Bestatter meinen selbstbestimmten Weg gehen.“

Jörg Düring wollte seinen Kunden gegenüber bescheiden auftreten, empathisch sein, sie einfach durch eine schwierige Zeit begleiten.

„Du kannst in der Bestattungsbranche wenig Werbung machen. Wenn die Leute zufrieden sind, dann freust du dich natürlich über ein ehrlich gemeintes Dankeschön.

Aber es ‚schweigt sich wohl eher herum, wenn du einen guten ‚Job‘ gemacht hast.“

Jörg Dürings Ehefrau steht selbst mit beiden Beinen im Leben, ist Kinderkrankenschwester und seine wichtigste Stütze, wenn es um die Lösung von Problemen gibt.

„Du kannst nicht erfolgreich sein, wenn du nicht jemanden hast, auf den du bauen kannst, und zwar zu jeder Zeit.

Insofern ist meine Frau hier ein ganz wichtiger Faktor, auch wenn sie selbst nicht unmittelbar mit im Unternehmen arbeitet.“

Sie war es auch, die ihm riet, nach einer Zeit des Hin- und Herpendelns zwischen Autohaus und dem neu aufgebauten Bestattungsunternehmen sich voll auf die neue Tätigkeit zu konzentrieren.

„Mach‘ es richtig oder gar nicht“, sagte sie ihm, nachdem er im Juli 2001 das Unternehmen gegründet hatte und dann ab 2008 voll einstieg.

DAS TEAM UM JÖRG DÜRING – GARANT FÜR SEINEN ERFOLG UND SEINE BODENHAFTUNG
Man merkt Jörg Düring an, dass er stolz auf sein kleines Team ist, das ihm täglich zur Seite steht.

Seine Mitarbeiterin Nancy Marzi habe ich am Telefon selbst erlebt.
Sie ist freundlich, nicht überschwänglich, aber sie entwickelt ein gutes Gespür für das Anliegen des Anrufers.

Da hat Jörg Düring Glück gehabt, denn sie ist als haupt-beschäftigte Bürokraft das Entree für das Unternehmen.

„Wir werden noch von zwei sehr engagierten älteren Herren unterstützt und verfügen ebenso über eine Mitarbeiterin, die mit viel Liebe rund herum um die Floristik da ist, im ‚Blumenkeller‘.

Es werden nicht nur Gestecke für die Trauernden gefertigt, sondern auch für fröhlichere Anlässe.

Auf meine Frage, was ihn als Bestattungsunternehmer ausmacht, antwortete Jörg Düring:

„Ich bin von hier, aus Bernau. Und ich bin für die Bernauer da und für die aus der Umgebung von Bernau. Kurzum: Ich bin regional ansprechbar.

Ich will eine zuverlässige und ehrliche Arbeit abliefern. Daran soll man mich messen.

Und: Ich liebe es, wenn die Bernauer mich grüßen und ich grüße gern auch die, die ich kenne. Das macht mein Leben aus und es ist mir wichtig, dass die Leute sich auf mich verlassen können.“

Das Unternehmen feiert am 01. Juli 2021 sein zwanzigjähriges Bestehen.

LEISTUNGEN:


- Zum Beispiel Individuelle kompetente Beratung (auch Hausbesuche)
- Erd,- Feuer-, See- und Waldbestattungen
- Erledigung aller Formalitäten

Jörg Düring ist Mitglied der Bestatter-Innung Berlin-Brandenburg.

Seit zehn Jahren kümmert sich die Floristikwerkstatt „Blumenkeller“ um Blumenschmuck und Gebinde. Übrigens nicht nur für Trauerfälle, sondern auch für andere Anlässe.

„Wir bestatten auf allen Friedhöfen in und um Bernau, Wandlitz, Biesenthal, Panketal und Umgebung.“ (Jörg Düring)

Des Weiteren: Es gibt eine Zusammenarbeit mit der Seebestattung Rügen/Sassnitz und Partnerschaften mit Friedwald und Ruheforst.

Mehr: https://www.bestattungshaus-bernau.de/

KONTAKT:
BESTATTUNGSHAUS DÜRING
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TAG & NACHT
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Klementstr. 5
16321 Bernau

GRÜNBÄR-NATURKOSTLADEN AUS BERNAU

„Ökologisch-nachhaltig-regional“, so fasst die Inhaberin Saskia Nöring in knappen Worten ihre Philosophie für ihren Naturkostenladen zusammen.

„Bio für Bernau“ – das bringt es zudem auf den Punkt, woran Saskia Nöring mit wachsendem Erfolg arbeitet, seit sie den Laden am 06. Januar 2020 übernommen hat.

Lernt man die Inhaberin näher kennen, so wird klar, dass sie eigentlich schon ihr ganzes jungen Leben darauf hingearbeitet hat, was die Kunden heute in Bernau in der Berliner Straße 52 vorfinden: einen mit viel Leidenschaft, fachlichem Know-how und Herzblut ausgestatteten Naturkostladen.

„Mein Traum war es schon immer, einen eigenen Naturkostladen zu haben, und zwar von Kindesbeinen an“, sagt sie mir während eines knappen Telefoninterviews.

Saskia Nöring träumte nicht nur. Nein, sie ließ auch Taten folgen.

Sie studierte von 2016 bis 2019 in Eberswalde an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in der Fachrichtung „Ökolandbau und Vermarktung“ (Bachelor).

„Ich hatte mich mit diesem Studium für eine Richtung entschieden, die mir das Fachwissen und die Kenntnisse an die Hand geben sollten, wirksam etwas im Kampf gegen den Klimawandel zu tun“, sagte sie mir im Gespräch.

Aber nicht nur das. Sie wollte die Vermarktung von Lebensmitteln nach Kräften mitunterstützen, die unter ökologischen Bedingungen produziert wurden.

DAS ANGEBOT
Das Grundsortiment des Naturkostladens beinhaltet Obst, Gemüse, eine reichhaltige und abwechslungsreiche Käsetheke, Feinkost und vegane Produkte.

Die frischen Fleischwaren liefern Kooperationspartner, wie der Jahnsfelder Landhof oder das Gut Kerkow (Uckermark).

Die Bio-Gärtnerei in Lobetal (Hoffnungstaler Werkstätten) versorgt den Naturkostladen in Bernau mit saisonalem Gemüse. Aus Lobetal werden ebenfalls Milchprodukte, zum Beispiel Joghurt, saure Sahne oder Quark geliefert.

„Wir sind zudem sehr stolz darauf, unseren Kundinnen und Kunden eine vielfältige Auswahl an handwerklich gefertigten Bio-Broten von unseren regionalen Lieferbäckereien anbieten zu können – hergestellt aus verschiedenen Getreidesorten, oft mit traditionellem Natursauerteig. Da ist für jeden etwas dabei“, so Saskia Nöring.

MEHR ERFAHREN: http://www.gruenbaer-naturkost.com

DIE UNTERNEHMERIN
Saskia Nöring ist eine junge Ladeninhaberin.

„Wir sind knapp anderthalb Jahre mit unserem kleinen Team dabei, den Ansprüchen unserer Kundinnen und Kunden an ökologisch hochwertige Lebensmittel zu entsprechen.“

Wenn Saskia Nöring das sagt, so wirkt es nicht übertrieben oder gekünstelt.

Sie ist bescheiden und spricht ganz offensichtlich nicht so gern über sich selbst.

Man spürt dennoch ihr Herz, verbunden mit der nötigen Leidenschaft, das für ihren Naturkostladen schlägt.

Sie ist eine Brandenburgerin, die nicht nur über den Klimawandel und seine Folgen reden will, sondern ihre Kundinnen und Kunden tagtäglich mit gesunden und unter ökologisch Gesichtspunkten produzierten Lebensmitteln versorgen möchte.

Die Kundinnen und Kunden im Laden, oft schon mehrheitlich Stammkunden, kommen gern hierher – in die Berliner Straße 52, in unmittelbarer Nähe des Eingangs zum Stadtpark.

Es geht ruhig und nicht hektisch zu, man kann auch mal an der Kasse ein persönliches Wort wechseln oder einfach nur einkaufen, in einer sehr entspannten Atmosphäre.

Bernau ist reicher geworden, was das Einkaufen von gesunden Lebensmitteln anbetrifft, und: was die Lebensqualität aus ganzheitlicher Sicht angeht.

KONTAKT:
GRÜNBÄR NATURKOST
SASKIA NÖRING
Berliner Str. 52
16 321 Bernau
Telefon: 03338 – 45 9 648
E-Mail: gruenbaer-naturkost@web.de
Homepage: www.gruenbaer-naturkost.com
ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag – Freitag: 09.00-18.00
Samstag: 09.00-14.00

IHR KÜCHENPARTNER – DIETLINDE HOKE

 

Das Küchenstudio wurde am 01.10.2003 in Wriezen unter dem Namen „Ihr Küchenpartner" eröffnet. Inhaberin ist Dietlinde Hoke.
Das Studio befindet sich direkt am Kreisverkehr von Wriezen.

WAS FINDEN SIE IN DEM KLEINEN UND DENNOCH FEINEN STUDIO AUF 50 qm?
– Verschiedene Küchenmodelle,
– Vorschläge zur Einrichtung sowie Ausstattung Ihrer Küche,
– viele Ideen für schönes Wohnen und gutes Kochen.

WAS IST DIETLINDE HOKE WICHTIG?
Kundenservice, der das Wort verdient:
Dietlinde Hoke plant Ihre Küche, und zwar nach Ihren persönlichen Wünschen, Ihren individuellen Vorstellungen, mit viel persönlichem Engagement.

Ein Tischler, mit dem die Inhaberin sehr eng zusammenarbeitet, nimmt die Anpassungen vor – maßgeschneidert.
Dietlinde Hoke vereinbart die Termine mit Ihnen so, dass sie mit Ihrem persönlichen Kalender kompatibel sind.

In den über anderthalb Jahrzehnten hat sie vor allem Kunden im Oderbruch geholfen, deren eigene Küchenträume Wirklichkeit werden zu lassen, in einem fairen Preis-Leistungsverhältnis, mit hochwertigen Materialien, die auch noch umweltverträglich sind.

Dietlinde Hoke kümmert sich um Sie – so lange, bis Sie als Kunde und Kundin zufrieden sind.

WAS SIND IHRE SCHWERPUNKTE IM KUNDENSERVICE?
– Küchen und Einbauküchen, die zu Ihnen passen;
– Küchen umbauen, Küchenumzug;
– Einbaugeräte und Arbeitsplatten austauschen,
– vor Ort das Aufmaß vornehmen, individuell planen, auch zu bei Ihnen zu Hause;
– Lieferung und Montage;
– das Küchenprogramm umfasst verschiedene Markenhersteller und

Modelle – Landhausküchen ebenso wie Fronten in Hochglanz und in Matt.
– die wesentlichen Lieferanten für das Küchenstudio sind Nobilia und Sachsenküchen; im Programm sind zudem auch weitere hochwertige Marken, zum Beispiel AEG, Siemens, Bosch, Oranier, Küppersbusch;
– die Inhaberin stellt Ihnen gern die Details vor – Produkt, Qualität, Materialien und deren Verarbeitung sowie Funktionsweise;
– zuverlässiger Kundendienst;
– Pflege- und Reinigungsmittel und weiteres Zubehör anbieten und liefern;
– Garantieleistungen,

Das Küchenstudio „Ihr Küchenpartner“ gehört zur Gemeinschaft ‚Gute Küchen‘.

WAS IST IHR VORTEIL DABEI?
• hohe Qualität, Preise, die sich am Markt nicht verstecken müssen.
Mehr lesen: www.kuechen-wriezen.de

Die Inhaberin besser kennenlernen: https://uwemuellererzaehlt.de/2020/11/12/menschen-im-alltag-13/

Kontakt:
Ihr Küchenpartner
Wilhelmstraße 57
16269 Wriezen
Telefon: 033 456- 70 902
Telefax: 033 456 – 72 11 45
E-Mail: ihrkuechenpartner@mail.de
Web-Site: www.kuechen-wriezen.de

http://www.kuechen-wriezen.de

Öffnungszeiten:
Di-Fr 10.00-18.00
Montag und Samstag sowie weitere Termine gerne nach Vereinbarung
0333456 – 70 90 2 oder 0160 – 91111 552

FREIBURGER PFLEGESERVICE – KREATIV UND ENGAGIERT

MENSCHEN IM ALLTAG-2020.11.09

Patrick Bolanz ist der Inhaber des Freiburger Pflegeservice und ein kreativer Kopf, wenn es darum geht, die Qualität der individuellen Pflege in seinem Wirkungsbereich zu halten und weiterauszubauen.

Er sieht sich dabei als Teamplayer und Dienstleister für seine Mitarbeitenden, denn sie sind es, die den ausschlaggebenden Beitrag dafür leisten, dass der Freiburger Pflegeservice so gut angesehen ist – bei den Hilfs- und Pflegebedürftigen und deren Angehörigen.

Deshalb fällt es mir leicht, diesen Pflegedienst immer wieder mal in den Fokus der verdienten Aufmerksamkeit zu rücken.

DAS TEAM DES FREIBURGER PFLEGESERVICE

Patrick Bolanz hatte eine Vision, als er sein eigenes Unternehmen gründete. Er wollte für seine Klienten eine persönliche Pflege und Betreuung, die nicht auf kurzfristige Zeitabstände angelegt ist, sondern die sich kontinuierlich fortsetzt.

An diesem Gedanken hat er bis heute festgehalten, ihn weiterentwickelt und damit eine Qualität in einen Prozess gebracht, die sich sehen lassen kann – bei seinen Klienten, den Angehörigen und auch seinen Mitarbeitenden.

„Wir wollen Menschen vor allem darin unterstützen, sich selbst besser zu helfen, die eigene Selbstständigkeit zuhause möglichst lange zu bewahren“, sagt Patrick Bolanz auf den Kern der individuellen Pflege und Betreuung angesprochen.

Diese konsequente Ausrichtung hat dem Team großen Zuspruch gebracht, der sich auch in der gestiegenen Nachfrage nach Pflege und Betreuung manifestiert.

„Das ist aktuell unsere größte Herausforderung, die wir zu bewältigen haben“, sagt Patrick Bolanz.

„Wir brauchen hier die Ideen und das Engagement des gesamten Teams. Aber genau das ist es auch, was uns alle fordert, zusammenschweißt, motiviert, kurz um – uns einen riesigen Spaß bereitet.“

GEHALT – WERTMÄSSIGES ÄQUIVALENT FÜR SELBSTBEWUSSTES UND VERANTWORTUNGSVOLLES HANDELN

Bei den Gehaltszahlungen orientiert sich der Pflegedienst an den Arbeitsrichtlinien (AVR) der beiden großen privaten Arbeitgeber – Diakonie und Caritas-Verband.

„Wir sind mit unseren Gehaltszahlungen vergleichsweise im oberen Drittel dieser AVR angesiedelt. Mit einem angemessenen Gehalt drücken wir unsere Wertschätzung für die geleistete Arbeit unserer Mitarbeitenden aus“, sagt Patrick Bolanz.

„Wir haben vor kurzem gerade einen zusätzlichen Bonus, steuerfrei, in Höhe von 1500, 00 Euro an jedes Teammitglied ausgezahlt, um die besonderen Leistungen und Anstrengungen in der Zeit der Corona-Pandemie zu würdigen“, ergänzt er an der Stelle.

SPASS AN DER ARBEIT – FÜR PATRICK BOLANZ KEIN LIPPENBEKENNTNIS

Das Klima im Unternehmen ist gut. Wichtige Arbeitsabläufe und Prozesse sind digitalisiert.

An dieser Strategie wird weitergearbeitet. Ein wichtiger Punkt, um Abläufe nicht nur effizienter zu gestalten, sondern auch, um Wege und Anstrengungen für die Mitarbeitenden zu reduzieren.

„Mir kommt es besonders darauf an, dass wir mit echtem Spaß unsere Arbeit verrichten. Immerhin ist es ein Großteil unserer Lebenszeit, die wir mit dieser Tätigkeit verbringen“, so P. Bolanz.

DER INHABER DES FREIBURGER PFLEGESERVICE

Pflege war für Patrick Bolanz nicht von Anbeginn seiner Entwicklung der Traumberuf, den er anstrebte.

Er absolvierte zunächst eine kaufmännische Ausbildung und hat später in einem großen Konzern im Einkauf gearbeitet.
Seine Vorstellung von Selbstverwirklichung im Leben brachte ihn jedoch darauf, noch einmal eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger zu beginnen.

„Ich wollte mehr mit Menschen zu tun haben, mit denen ich nicht nur kommunizieren, sondern ihnen auch in lebenswichtigen Bereichen nachhaltig helfen konnte“, erinnert er sich zurück.

Der Entschluss, sein eigenes Pflegeunternehmen zu gründen, reifte in ihm, nachdem er im Anschluss an seine Ausbildung viele Erfahrungen in der Pflege und Betreuung gesammelt hatte.

„Rückblickend erkenne ich wie in einem Brennglas: Alle meine bisherigen beruflichen Stationen hatten ihren Sinn – gelernter und examinierter Altenpfleger, gepaart mit Ausflügen in das Eventmanagement, Handelsvertreter in einem internationalen Unternehmen für die Bereiche Organisation, Marketing und Verkaufsstrategien.

Das alles gibt mir die Kraft und ein gerütteltes Maß an Erfahrungen, um den Anforderungen an einen Pflegedienstinhaber in der heutigen Zeit gerecht zu werden“, so P. Bolanz heute.

Mehr lesen:
https://uwemuellererzaehlt.de/2017/12/19/interview-mit-patrick-bolanz/

DIE LEISTUNGSSPANNE DES FREIBURGER PFLEGESERVICE

Der Freiburger Pflegeservice ist in der Gartenstadt Haslach, einem Stadtteil von Freiburg, zuhause.

Von dort aus betreut das Team um Patrick Bolanz seine Klienten im gesamten Stadtgebiet, viele darunter, die in Haslach leben.
Das Team versorgt ca. 120 Klienten.

Von den über 25 Mitarbeitende sind 13 examinierte Fachkräfte in der Pflege tätig.

12 Mitarbeitende arbeiten in der Betreuung, in der Hauswirtschaft und helfen mit, die Pflege nach Kräften zu verbessern.

Zwei Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind für die Verwaltung, für Personal und Managementaufgaben zuständig.

Die Leistungen reichen von der Grund- und medizinischen Behandlungspflege, der Verhinderungspflege, Betreuungsleistungen bis hin zur Rund-um-Betreuung (‚Pflegeservice 24 h- zu Hause bleiben‘) und der außerklinischen Intensivpflege.

Der Inhaber, Patrick Bolanz, ist examinierter Altenpfleger und besitzt die Qualifikation zur Pflegedienstleitung. Er fühlt sich auch privat mit seiner Familie in der Gartenstadt wohl.

Kontakt:
Freiburger Pflegeservice
Inhaber: Patrick Bolanz
(examinierter Altenpfleger – staatlich geprüfte Pflegefachkraft)
Fichtestraße 31
79 115 Freiburg – Haslach
Telefon: 0761-4799633
Telefax: 0761-4799634
E-Mail: info@freiburger-pflegeservice.de
www.freiburger-pflegeservice.de

 

Mehr lesen:

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/02/menschen-im-alltag-2017-2021/

https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/firmenportraets/

SANDRA NABER IM INTERVIEW

 

Sandra Naber ist die Inhaberin des Häuslichen Pflegedienstes „Schwester Andrea Berkner“ in Templin.

Frau Naber, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang vor der Gründung des Pflegedienstes?

Ich bin von 1991 bis 1994 in der Ausbildung zur Krankenschwester gewesen. Anschließend habe ich im Krankenhaus gearbeitet – allerdings befristet.

1996 bin ich dann in einen ambulanten Pflegedienst gewechselt und habe dort zweieinhalb Jahre gearbeitet. Danach schied ich dort aus.

Am 01. Januar 1999 wurde das Unternehmen „Schwester Andrea Berkner“ gegründet. Im Jahr 2000 verstarb leider Frau Berkner.

Ihr Ehemann hat zunächst das Unternehmen weitergeführt.
Nachdem ich 2001 eine Ausbildung zur Pflegedienstleiterin absolviert hatte, war ich dort als PDL tätig.

2007 wollte der Ehemann von Frau Berkner den Pflegedienst nicht mehr weiterführen. Das hätte aber bedeutet, dass es für die Kunden keine Versorgung mehr gegeben hätte und die Mitarbeiter wären arbeitslos geworden. Also entschloss ich mich, den Pflegedienst zu kaufen.

Den Namen „Schwester Andrea Berkner“ habe ich so belassen – er war ja inzwischen sehr bekannt in und um Templin.

Was war für Sie die Initialzündung, in die Pflege zu gehen?
Das ausschlaggebende Motiv war: Ich wollte den Kunden und den Mitarbeitern eine Perspektive geben.

Was ist Ihnen am Anfang leicht gefallen und wo hatten Sie Schwierigkeiten?
Leicht ist mir der weitere Umgang mit den Kunden gefallen. Daran war ich ja gewöhnt. Schwer war es für mich, die kaufmännischen, steuerlichen Fragen in den Griff zu bekommen und überhaupt den gesamten Dokumentationsaufwand zu bewältigen.

Was macht Ihrer Meinung nach Ihr Team stark?
Wir haben eine familiäre Atmosphäre bei uns. Wir treffen uns auch privat – reden miteinander, feiern zusammen. Dann lässt es sich besser miteinander umgehen.

Und wir diskutieren auch offen unsere Probleme. Ich glaube, das ist es, was uns stark macht.

Wo sehen Sie Gründe für den mitunter noch schlechten Ruf von Pflegediensten?
Pflege ist nichts anderes als eine Dienstleistung. Und da muss man sich anstrengen.

Da kann man kaum reich werden. Ich denke, das unterschätzen manche, die sich in diesen Bereich begeben und damit Geld verdienen wollen.

Des Weiteren: Die Preise werden manchen Angehörigen oder Pflegebedürftigen anfangs für bestimmte Handlungen als zu hoch angesehen.

Hier hilft das Gespräch mit den Kunden und eine wirklich gute Pflege und Betreuung. Nur so kann man die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen für sich gewinnen.

Was hat sich für Sie geändert seit der Gründung Ihres Pflegedienstes?
Ich denke, die Herausforderungen sind größer geworden – quantitativ und qualitativ.

Es ist schon schwierig, stets unter Zeitdruck zu arbeiten und trotzdem den persönlichen Bezug zum Kunden nicht zu verlieren.

Früher war das aus meiner Sicht ein wenig entspannter. Und trotzdem setzen wir alles daran, individuell zu pflegen und zu betreuen.

Was macht für Sie individuelle Pflege aus?
Wir sind ein kleines Team und haben ein relativ stetiges Personal. Die Fluktuation ist bei uns gering. Wir erreichen die Qualität durch kontinuierliches und beharrliches Arbeiten.

Der Patient hat es dadurch auch leichter, sich fallenzulassen. Denn: Er weiß, wer kommt und hat zur Pflegekraft Vertrauen aufgebaut.

Was sagen Sie zum Vorhaben der generalistischen Pflegeausbildung in der Zukunft?
Grundsätzlich finde ich es gut, wenn die Ausbildung auf breitere Füße gestellt wird. Wir haben ja selbst Auszubildende bei uns in der Firma. Es fehlt manchmal das medizinische Grundwissen bei den Pflegekräften.

Es gibt ja zum Beispiel auch jüngere Leute mit Akutkrankheitsbildern – da ist es gut, wenn hier mehr Inhalte in die Ausbildung einfließen. Ich fahre nicht zuletzt auch deshalb heute immer noch mit raus zu den Patienten, um selbst genau zu wissen, wie es den einzelnen Menschen geht.

Was ist für Sie persönlich Glück?
Ich bin dann glücklich, wenn alle gesund sind – in der Familie und im Unternehmen. Fühlen sich die Mitarbeiter wohl, dann fühle auch ich mich wohl und bin glücklich.

Frau Naber, vielen Dank für das Gespräch.

 

PATRICK BOLANZ – KURZPORTRÄT

Patrick Bolanz hat ungewöhnliche Ideen, ist kreativ im besten Sinne des Wortes.

Dabei ist er als Inhaber des Freiburger Pflegeservice durchaus jemand, der sich seiner Verantwortung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für seine Kunden bewusst ist.

„Wir müssen neue Wege gehen, wenn wir den sehr hohen Ansprüchen in der Pflege und Betreuung gerecht werden wollen“, sagt er. Das heißt für ihn, sein Team mit in das Boot zu holen, das Verantwortung heißt.

Das gibt ihm die Möglichkeit, die Stärken der einzelnen Teammitglieder besser herauszuarbeiten, zur Geltung zu bringen und zugleich dem Einzelnen eine wirkliche Projektionsfläche für die eigene Entfaltung zu geben.

„Das bringt unsere Qualität in der Pflege voran und wir spüren das an den Reaktionen der Kunden. Sie sagen, dass ihren Wünschen und Bedürfnissen in hohem Maße in der Arbeit entsprochen wird, Tag für Tag.“

Patrick Bolanz hat sich dafür viel einfallen lassen. Er hat ein Gehaltsmodell entwickelt, das schon von einem hohen Niveau ausgeht und die zusätzliche Übernahme von Verantwortung auch noch zusätzlich entlohnt.

MENSCHEN IN DER PFLEGE

Dabei ist es ihm nicht in die Wiege gelegt worden, was er heute scheinbar spielend meistert. Ursprünglich wollte er gar nicht in die Pflege.

Nein. Er besuchte zunächst nach seinem Schulabschluss eine weiterführende Wirtschaftsschule und war dann in einem großen Konzern im Einkauf tätig.

Patrick Bolanz wollte noch andere Herausforderungen bestehen. Eben solche, in denen er selbst frei agieren kann, Verantwortung übernimmt und denjenigen, mit denen er zusammenarbeitet gleichfalls eigenständiges Handeln überträgt.

Das führte ihn schließlich dazu, in die Pflege zu gehen, und letztlich den eigenen Pflegedienst zu gründen. Nicht alles ist glatt gelaufen. Im Gegenteil. „Wir mussten so manche zusätzliche Runde drehen, um ans Ziel zu gelangen“, sagt er heute.

Doch schließlich ist ihm das gelungen, woran er viele Jahre gearbeitet hat – ein Team zusammenzuschweißen, das Freude verspürt an der Arbeit im Pflegeservice. Und das nicht irgendwie und irgendwann mal.

Nein, Tag für Tag in der praktischen Arbeit.

„Der Gradmesser dafür, wie glücklich wir sind, wie erfolgreich wir handeln, das sind die Aussagen der Mitarbeiter. Und es sind die oft kleinen Gesten der Pflege- und Hilfsbedürftigen, die danke sagen – mit einem Lächeln oder einen zufriedenen Ausdruck im Gesicht für die Hilfe, die sie erfahren“, sagt Patrick Bolanz.

Seine Mitarbeiter sagen über ihn, er sei lustig, habe die wichtigen Aufgaben im Blick und kann loslassen, anderen die „Zügel übergeben“ für das, was sie dann auch verantworten sollen.

Sein Porträt kann hier nur etwas anreißen, was man im Gespräch selbst erfahren will – als möglicher Mitarbeiter oder Mitarbeiterin oder eben als Kunde. Mehr über ihn erfährt der Leser, wenn er sich die neugestaltete Web-Site anschaut.

Da spürt man seine positive Versessenheit, aber auch den Schalk, der ihn im täglichen Tun nicht verlässt. Die Liebe zum Detail zeigt sich in der Auswahl der historischen Bilder, die etwas aussagen darüber, warum Pflege kein Randthema ist, sondern hineingehört in das Leben.

Zum Interview: http://uwemuellererzaehlt.de/2017/12/19/interview-mit-patrick-bolanz/

Kontakt:
Freiburger Pflegeservice
Inhaber: Patrick Bolanz (examinierter Altenpfleger – staatlich geprüfte Pflegefachkraft)
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79 115 Freiburg – Haslach
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Telefax: 0761-4799634
E-Mail: info@freiburger-pflegeservice.de
www.freiburger-pflegeservice.de

Mehr lesen:

https://uwemuellererzaehlt.de/2022/01/02/menschen-im-alltag-2017-2021/

https://uwemuellererzaehlt.de/ueber-menschen-erzaehlen/firmenportraets/

INTERVIEW MIT PATRICK BOLANZ

MENSCHEN IM ALLTAG-2017.12.19

Patrick Bolanz ist der Inhaber des Freiburger Pflegeservice.

Herr Bolanz, wie verlief Ihr beruflicher Werdegang vor der Gründung des Pflegedienstes?

Ursprünglich wollte ich gar nicht in die Pflege. Nach meinem Schulabschluss habe ich an einer weiterführenden Wirtschaftsschule eine kaufmännische Ausbildung absolviert – unter anderen in Rechnungswesen und Buchführung.

Das war 1989.
Danach war ich im Konzern Beiersdorf AG und habe im Einkauf gearbeitet. Das entsprach aber nicht so ganz meinen Vorstellungen. Es war einfach nicht mein Ding.

Was war denn Ihr Ding?

Das musste sich erst noch herausstellen. Über Empfehlungen von Freunden begann ich dann, in einem Pflegeheim zu arbeiten.
Das war schon eher mein Ding, um mal bei der Wortwahl zu bleiben.

Warum?

Hier ging es um Menschen, denen ich helfen konnte. Das machte mir Spaß. Also fing ich dort noch einmal eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger an, die ich Mitte der 90 – er Jahre abschloss.

Sind Sie danach im Pflegeheim geblieben?

Nein. Ich bin ziemlich direkt nach meiner Ausbildung in einen ambulanten Pflegedienst gewechselt. Das lag mir noch mehr.
Ich blieb in dem Pflegedienst ca. zwei Jahre und habe mir sehr viel praktisches Wissen aneignen können.

Übrigens: Vor allem in der Zeit der Ausbildung habe ich mich stark kulturell betätigt.

MENSCHEN IN DER PFLEGE

Was genau haben Sie gemacht?

Ich habe Techno – Veranstaltungen organisiert. Das war die Zeit, als die Love-Parade in Berlin sehr angesagt war.

Gemeinsam mit einem Partner konnten wir richtig große Live-Veranstaltungen auf die Beine stellen.

Organisation und Management dieser Konzertveranstaltungen waren schon eine Herausforderung. Das hat mir wiederum genutzt, wenn ich daran denke, wie wichtig zum Beispiel das Marketing ist, unabhängig davon, in welcher Branche man arbeitet.

Wenn ich heute zurückdenke, so sind es besonders drei Kernkompetenzen, in denen ich starke Fähigkeiten entwickeln konnte.

Welche sind das?

Im Marketing, Verkauf und in der Pflege.
Wo haben Sie das Verkaufen gelernt?

Ich habe für ein großes Unternehmen international gearbeitet und Kunden im Bereich der Werbung und des Marketings beraten. Das war sehr hart. Und es war sehr lehrreich.

Allerdings es eben auch sehr anstrengend. Ich war auf der ganzen Welt unterwegs, immer vor Ort – also dort, wo auch der Kunde war.
Es kam die Zeit, da wollte ich einfach wieder Zuhause sein, mich dort beruflich etablieren.

Wie kamen Sie darauf, Ihren eigenen Pflegedienst zu gründen?

Nun, ich hatte in der Zwischenzeit viele Erfahrungen sammeln können.

Unternehmerisch denken und handeln, das Marketing im Blick haben und das Wichtigste – den Menschen wirklich in den Mittelpunkt des Geschehens stellen.

Das wollte ich – mit meiner Konzeption von Pflege und Betreuung und meinem Team, das mit mir mitzieht.
Das war 2005 so weit. In dem Jahr habe ich meinen eigenen Pflegedienst gegründet.

Was ist Ihnen am Anfang leichtgefallen und wo hatten Sie Schwierigkeiten?

Ich formuliere es mal so: Die anstehenden Herausforderungen insgesamt bewältigen, die wirklich eigene Philosophie erarbeiten und umsetzen. Das hat schon gedauert.

Was macht Ihr Team aus?

Wir sind ein kleines Team. Uns treibt die persönliche kontinuierliche Betreuung um. Der Pflegebedürftige soll wirklich zu dem einzelnen Mitarbeiter einen persönlichen Bezug, bei dem Vertrautheit entsteht und schließlich daraus Vertrauen erwächst.

Wo sehen Sie Gründe für den mitunter noch schlechten Ruf von Pflegediensten?

Ich glaube, der Hauptgrund ist, dass die Betreuungskräfte zu oft wechseln. Besonders in den großen Einrichtungen. So kann nur schwer individuelle Pflege realisiert werden.

Das macht die Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und auch die Mitarbeiter unzufrieden.

Was macht für Sie individuelle Pflege aus?

Den Menschen dorthin stellen, wo er tatsächlich hingehört – in den Fokus unseres Denkens und Handelns.

Die persönlichen Ansprüche des zu Pflegenden können so bestmöglich mit den Notwendigkeiten in der Pflege verknüpft werden. Wir haben eine Patientin, die wir bereits das elfte Jahr betreuen.

Wir machen dort alles – Pflege, den Einkauf, Behördengänge und vieles mehr. Kurzum: Wir kümmern uns individuell und persönlich.

Was hat sich für Sie geändert seit der Gründung Ihres Pflegedienstes?

Die größte Veränderung besteht wohl darin, dass wir mehr Anfragen haben, als wir tatsächlich zu leisten in der Lage sind.
Hier geht es darum, den Blick für die Qualität ganz besonders zu schärfen.

Was sagen Sie zum Vorhaben der generalistischen Pflegeausbildung in der Zukunft?

Ich habe mich mit dem Modell noch nicht tiefgründig beschäftigen können. Es steht jedoch eines fest: Wir brauchen sehr flexible Arbeitskräfte.

Insofern ist eine breite Ausbildung gut.
Andererseits stellen wir in der Praxis fest, dass manchmal eine Pflegefachkraft mit dem fachlichen Background einer ausgebildeten Krankenschwester überfordert ist von den Anforderungen in der täglichen Altenpflege. Hier gilt es also, den Fokus auf der Altenpflege zu belassen.

Was macht für Sie persönlich Glück aus?

Glück ist für mich, wenn ich morgens ins Büro gehe und sehe, was sich entwickelt hat.

Glück ist für mich auch zu sehen, wie eigenständig und eigenverantwortlich mein Team agiert – aufgrund der flachen Hierarchien und einer offenen und herzlichen Atmosphäre untereinander.

Das macht mich nicht nur glücklich, sondern auch stolz.

Herr Bolanz, vielen Dank für das Gespräch.

 

Mehr lesen:

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FREIBURGER PFLEGESERVICE STELLT SICH VOR

Der Freiburger Pflegeservice betreut seine Klienten im häuslichen Umfeld – zuverlässig, vertrauensvoll, fachlich kompetent.

Inhaber des Pflegedienstes ist Patrick Bolanz. Er ist examinierter Altenpfleger und hat die Pflegedienstleitung inne.

Das Wirkungsfeld ist das Stadtgebiet von Freiburg – Haslach, Weingarten, St. Georgen und Stühlinger.

Seit Juli 2015 hat der Pflegedienst selbst seinen Sitz in der Gartenstadt, Stadtteil Haslach – in den ehemaligen EDEKA-Geschäftsräumen.

Ein kleines Team, hochmotiviert, versorgt ca. 50 Patienten. Die Leistungen erstrecken sich über die gesamte Bandbreite dessen, was ganzheitliche Pflege und Betreuung ausmacht. Grundpflege, medizinische Behandlungspflege, Verhinderungspflege, Betreuungsleistungen.

Zudem: Das Dienstleistungsunternehmen stellt eine 24 Stunden Versorgung durch osteuropäische Haushaltskräfte sicher. Patienten können auch rund um die Uhr in der außerklinischen Intensivpflege betreut werden.

Der Freiburger Pflegeservice bietet eine Reihe weiterer Dienstleistungen an und berät seine Kunden von Anbeginn umfassend.

„Freiburger Pflegeservice – Pflege mit Herz“ – diesen Leitspruch hat der Pflegdienst gewählt. „Das ist mehr als ein Slogan“, sagt sein Inhaber Patrick Bolanz.

„Wir wollen danach arbeiten, handeln, leben.“ Was versteht das Pflegeteam darunter? Ein fester Stamm von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt sich um seine Kunden.

Das geschieht pünktlich, zuverlässig und es ist auf die unmittelbaren Bedürfnisse und Wünsche der einzelnen Pflege- und Hilfsbedürftigen ausgerichtet. „Wenn es harmonisch zugehen soll in der Beziehung von Pflegekräften und Patienten, dann muss es auch im Pflegeteam selbst harmonisch zugehen.

Das eine strahlt hier direkt auf das andere aus“, ist Patrick Bolanz überzeugt. Individuelle Pflege beginnt für das Team bei der eingehenden Beratung darüber, was an Leistungen und Service möglich ist in einer ganz konkreten Situation.

Was die Web-Site so interessant macht: Es sind eine Reihe von Beispielen aufgeführt, was man tun kann, um ein drängendes Problem zu lösen.

In einem Beispiel geht es um eine Frau, die in ihrem Garten gestürzt ist und wie für sie ein Badesitzlift organisiert werden konnte, um ihren Duschtag am Samstag beizubehalten.

In die Gespräche und die Beratung werden alle an der Pflege Beteiligten einbezogen – Angehörige, Ärzte, Gesundheitseinrichtungen.

Das Gespräch, in dem der konkrete Bedarf ermittelt wird und in einen Pflegeplan mündet, ist kostenneutral für den Kunden und seine Angehörigen. Im August des vergangenen Jahres erhielt der Pflegedienst nach der Prüfung durch den Medizinischen Dienst die Note „Sehr gut.“

„Das ist die Note für die konsequente Umsetzung unseres hohen Anspruchs an Qualität und Leistungen in der Pflege…“, schreibt Patrick Bolanz auf der Web-Site.

Worin sich der Freiburger Pflegeservice unterscheidet bei der Vorstellung auf seiner Web-Site: Die Homepage strahlt das aus, womit andere mit leeren Worthülsen oftmals nur tönen: Liebe zum Detail, Herzblut in der Sicht- und Denkweise. Und: Kreativität in der Auswahl der Fotos.

Der historische Bezug bringt persönliche Nähe, lässt den Leser schmunzeln und zieht ihn hinein in das Thema der Pflege, lässt ihn quasi selbst entdecken, was für ihn wichtig ist und was ihn interessiert.

Einzelne Inhalte sind gut strukturiert, und methodisch-didaktisch gut aufbereitet. Die angeführten Beispiele regen gerade dazu an, zu denken: „Jawohl, das sind nicht nur Pflegeexperten. Nein, sie haben es auch verstanden, was man in konkreten Situationen braucht.“

Das sind manchmal Kleinigkeiten. Wie in dem einen Beispiel, in dem es darum geht, dass eine Kundin zu einem Grab gehen und dort persönlich ihre Blumen niederlegen kann.

„Freiburger Pflegeservice stellt sich vor“, so lautet die Überschrift dieses Textes.
Und es kann an dieser Stelle auch nur darum gehen, auf das aufmerksam zu machen, was diesen Pflegedienst so attraktiv macht, warum man ihn kennen sollte, wenn man sich mit dem Thema Pflege und Betreuung im Raum Freiburg befasst und praktikable Antworten braucht.

Die Struktur gibt vor, wie der interessierte Leser auf der Homepage navigieren kann: Leitbild, Team, Stellenangebote, Leistungen, Pflegeversicherung, 24 Stunden Betreuung.

Was gut ist: Der Leser kann sich vertiefend mit einzelnen Inhalten befassen und gelangt danach schnell wieder zum „roten Faden“ zurück, um nicht die Übersicht zu verlieren.

Kontakt:
Freiburger Pflegeservice
Inhaber: Patrick Bolanz
Fichtestrasse 31
79115 Freiburg
Telefon: 0761-4799633
Telefax: 0761-4799634
E-Mail: info@freiburger-pflegeservice.de
www.pflegeservice24h.de

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FIRMENPORTRÄTS

 

WARUM ÜBER BETREUUNG VON MENSCHEN SCHREIBEN, DIE IN IHRER ALLTAGSKOMPETENZ EINGESCHRÄNKT SIND?

MENSCHEN IM ALLTAG-2017.02.28

Die Anzahl der Menschen, die an Demenz erkranken, von eingeschränkter Alltagskompetenz betroffen sind, wächst weiter rasant

Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung insgesamt nimmt zu. Er wächst schneller, als das wir es nur auf die gestiegene Lebenserwartung zurückführen können.

Der rasante Geburtenrückgang in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ist der zweite und nicht weniger wichtige Grund für diese Entwicklung.

Beide Entwicklungen stellen die Gesellschaft und vor allem die Pflegenden vor enorme neue Herausforderungen.

Der bislang kontinuierlich gewachsene Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung und die damit verbundene Zunahme der Älteren und Hochbetagten geht einher mit der ebenfalls größer werdenden Zahl derjenigen unter ihnen, die an Demenz erkranken.

Erkrankungsrisiko plus steigende Lebenserwartung – zwei Faktoren für mögliche Demenz oder eingeschränkte Alltagskompetenz

Menschen mit einer höheren Lebenserwartung sind ohnehin bereits stärker der Gefahr ausgesetzt, die sogenannte Alltagskompetenz einzubüßen – ein weiterer, nicht unerheblicher Faktor, der noch zum allgemeinen Erkrankungsrisiko noch hinzukommt.

Berechnungen, empirische Studien gehen von rund drei Millionen Menschen aus, die in 2050 in einer bestimmten Form davon betroffen sein werden.

(Vgl. dazu: http://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2016/sechster-pflegebericht.html – abgerufen – Donnerstag, 12. Januar 2017, 10.33 Uhr; Download PDF, S. 20-22)

Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Tagespflege und Senioren-Wohngemeinschaften gewinnen in diesem Zusammenhang an Bedeutung.

MENSCHEN IN DER PFLEGE

INTERVIEW UTE GRÜNER

2017.02.17

Ute Grüner ist die Inhaberin des Pflegedienstes Grüner. Im September 2016 ist aus dem Pflegedienst Grüner die Sozialstation Grüner GmbH geworden. Ute und Jens Grüner sind die Geschäftsführer.

Frau Grüner, wie verlief ihr beruflicher Werdegang vor der Gründung Ihres Pflegedienstes?
Von 1982 bis 1985 habe ich eine Fachschule zum Hygieneinspektor absolviert.

Das entspricht in etwa dem heutigen Berufsbild des Gesundheitsüberwachers. Danach war ich als Hauswirtschafterin bei der Volkssolidarität beschäftigt.

Anschließend ging es in ein Pflegeheim. Dort habe ich auch meine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin absolviert.

Daran schloss sich eine Qualifizierung zur Pflegedienstleitung an. 2001 bin ich dann in die Selbstständigkeit gewechselt.

Was war die Initialzündung dafür, als Unternehmerin in die Pflege zu gehen?
Das Motiv war: Ich wollte einen eigenen ambulanten Pflegedienst gründen.

Warum?
Weil ich im Pflegeheim gesehen habe, wie die Bewohnerinnen und Bewohner zum Teil an der Tür ihr Leben abgegeben haben. Trotz alledem haben wir als Mitarbeiter alles getan, damit sich die Bewohner wohlfühlten.

Ich hätte gar nicht zufrieden nach Hause gehen können, wenn ich nicht alles in meiner Kraft Stehende unternommen hätte, um die Heimbewohner gut zu pflegen und zu betreuen.

Also war das schon ein wichtiger Antrieb für Sie, mit einem eigenen Pflegedienst noch mehr für die Pflege- und Hilfsbedürftigen zu tun?

Ja, uns ging es darum, pflegebedürftigen Menschen in unserer Umgebung möglichst lange zu ermöglichen, im eigenen häuslichen Umfeld zu verbleiben.

Sie sollten ihr eigenes Leben selbstbestimmt führen, solange jedenfalls, wie das geht. Das war für mich schon ein wichtiger Antrieb.
Später haben wir dann noch die Tagespflege gegründet, weil es uns wichtig war, dass Menschen am Tag die Möglichkeit hatten, betreut zu werden.

Was sind das für Gäste, die zu Ihnen in die Tagespflege kommen?
Zum einen sind das Menschen, die einfach eine neue und interessante Sicht auf den Tag bekommen wollen – durch Begegnungen mit anderen Gästen und indem sie an den Aktivitäten teilhaben können.

Das sind aber auch Gäste, die unter Demenz leiden – abends sind ja in dem Fall die Angehörigen wieder da und können sich kümmern.

Sie alle zusammen fühlen sich bei uns am Tag sehr wohl
Haben Sie das alles allein geschafft? Anfangs ja. Später, genauer 2006, ist mein Mann, Jens, mit in die Firma eingestiegen.

Als was?
Als Mitinhaber natürlich und verantwortlich für die Technik, die Verwaltung den Fuhrpark. Heute leitet er die ambulant betreute Wohngruppe.

Was ist Ihnen am Anfang leichtgefallen und wo hatten Sie Schwierigkeiten, hineinzuwachsen?
Die Akquise von Patienten ist mir leichtgefallen. Ich kannte viele im Dorf und man kannte mich. Ich hatte auch von Anfang an ein gutes Verhältnis zu den Ärzten.

In kürzester Zeit haben wir ca. 30 Patienten betreut. Schwer ist mir die gesamte Büroarbeit gefallen. Ich bin heute noch lieber beim Patienten, als die Dokumentation zu erstellen.

Aber: Das ist ja wichtig. Und so habe ich mich in vieles einarbeiten müssen – das ganze Vertragswesen, die kaufmännischen Angelegenheiten, die Planung und Organisation der Pflege und Betreuung.

Haben Sie heute noch Kontakt mit Patienten?
Auf jeden Fall, wo denken Sie hin? Ich kenne alle Patienten persönlich, spreche mit ihnen, wenn es Wünsche oder Probleme gibt.
Außerdem bei Dienstübergaben oder beim Erstaufnahmegespräch – da bin ich immer dabei.

Was macht Ihrer Meinung nach ein starkes Team aus?
Ein starkes Team? Im Notfall ist jeder für den anderen da – das macht meiner Meinung nach ein wirklich starkes Team aus.

Und zwar ohne große Worte. Das wissen auch die Patienten und vertrauen uns nicht zuletzt deshalb.

Welche Rolle spielt für Sie die Kommunikation mit den Pflegebedürftigen?
Die Kommunikation spielt für uns eine extrem wichtige Rolle.
Man kann bei jeder Maßnahme, zum Beispiel bei der Körperpflege, Kommunikation und Aktivität miteinander verbinden.

Also: erklären, was man gerade macht, was wichtig ist bei einer mobilisierenden Tätigkeit. Und außerdem: Auf dem Dorf wird immer gesprochen.

Wir sprechen viel über Ereignisse und Menschen, die für uns interessant und wichtig sind.

Das mögen die Pflegebedürftigen sehr gern. Sie nehmen ja dadurch weiter am Leben außerhalb der häuslichen Umgebung teil.

Ich denke: Mitunter ist ein Gespräch bei einer Tasse Kaffee wichtiger als die Pflegemaßnahme selbst.

Oder anders ausgedrückt: Ich habe mich nie von der Minutenpflege drücken lassen. Das geht immer auf die Qualität. Natürlich muss ich ebenfalls auf die Zeit schauen.

Aber im Fokus sind für mich die Menschen, die wir pflegen und betreuen. Und da muss man eben auch mal eine Minute hinten dranhängen.

Meine Mitarbeiter wissen ebenfalls, dass ich so denke.
Ich will gern in diesem Zusammenhang an unseren Leitspruch erinnern.

Nämlich?
Helfen ist unsere Berufung!

Frau Grüner zum Abschluss: Was ist für Sie persönlich Glück?

Glück ist für mich ein Zustand der inneren Zufriedenheit, zum Beispiel, wenn der Tag gut war.

Zu meinem Glück gehört meine Familie: Mein Mann, ohne den ich das hier gar nicht schaffen würde; meine Tochter Annett – sie ist 25 Jahre alt und studiert Journalismus.

Frau Grüner, vielen Dank für das Gespräch.

Sozialstation Grüner GmbH Pflegedienst
Lobensteiner Str. 9, 07924 Ziegenrück

MENSCHEN IN DER PFLEGE