Archiv der Kategorie: FASZINATION BIBEL

Die Bibel als Kraftquelle für den eigenen Alltag entdecken.
Die Bibelworte auf sich wirken lassen, sie als Kompass und Motivation für sich selbst nutzen, andere inspirieren, es gleichfalls auszuprobieren.

LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG (8)

Kapitel 5, 13-15
„Sei schnell bereit zum Hören und lass dir Zeit, freundlich zu antworten.
Verstehst du etwas von der Sache, so erkläre deinem Nächsten, wenn nicht, so halte deinen Mund.
Denn Reden bringt Ehre, aber Reden bringt auch Schande; und der Mensch kommt durch seine eigene Zunge zu Fall.“

Bibel

MEINE ERKENNTNIS, MEINE SICHT:
Interessiere dich für denjenigen, der mit dir spricht, deine Anteilnahme an dem Gesagten deines Gegenübers sollte ehrlich sein; 

durchdenke das, was er dir sagt oder dich fragt, bevor du antwortest; 

mitunter ist es besser, wenn du darum bittest, das alles zu durchdenken, weil du dir unsicher bist, ob du die richtige Antwort gibst und einen guten Rat erteilst;  

und manchmal kannst du auch einfach mal schweigen, wenn der andere nur erzählen will und einen geduldigen Zuhörer braucht. 

 

 

LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG (6)

SPRÜCHE, DIE ICH FÜR DEN ALLTAG IN DIESER WOCHE GEFUNDEN HABE

LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG

Bibel

LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG (1)

Bibel

LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG (2)

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LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG (3)

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LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG (4)

Bibel

LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG (5)

 

LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG (4)

Wer das Wort verachtet, muss dafür büßen, wer aber das Gebot fürchtet, dem wird es gelohnt.
SPR 13,13

Bibel

Zur Erklärung:
Das Wort steht als Synonym für den Weisheitslehrer und anstelle von ‚fürchtet‘ würde heutzutage eher ‚folgen‘, ‚befolgen‘ passen. (1)

Meine Erkenntnis, meine Sicht:
– Einen Rat, den man bekommt, annehmen,   durchdenken;
– überlegen, wie man ihn für sich selbst umsetzen kann, unter welchen Voraussetzungen das am besten klappt.

 

(1)Vgl. auch dazu: Stuttgarter Erklärungsbibel mit Apokryphen; Die Heilige Schrift nach der Übersetzung Martin Luthers, mit Einführungen und Erklärungen; Deutsche Bibelgesellschaft; ISBN 978-3-438-01123-7; Neuausgabe mit Apokryphen; © 2005 Deutsche Bibelgesellschaft; Zweite, verbesserte Auflage 2007; 10.2016, S. 782

LEBENSWEISHEITEN AUS DER BIBEL – WIE GEMACHT FÜR DEINEN ALLTAG (3)

„Ein jeder hat zuerst in seiner Sache Recht, kommt aber der andere zu Wort, so findet sich’s.“
Spr 18,17

Bibel

Meine Erkenntnis, meine Sicht:
Die Argumente des anderen anhören, auf sich wirken lassen, durchdenken, abwägen;
die eigenen Argumente dagegenstellen, überdenken;
auf den anderen zugehen, nach Lösungen suchen, gemeinsam – im Wort und in der Tat.

MIT DER BIBEL IN DIE NEUE WOCHE

In der vergangenen Woche ist meine Mutter verstorben.

Es ist schwer in Worte zu fassen, was du in dieser Situation denkst, wie es dir geht.

Die Bibelworte drücken meine Gefühle vielleicht besser aus:

Pred 3, 1,2
„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
DER PREDIGER SALOM (KOHELETT)
Ps 73, 26
„Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“
(DRITTES BUCH; PSALM 73-80)

https://uwemuellererzaehlt.de/mein-freund-der-alltag/

WAS VOM TAG HÄNGEN BLEIBT



Was ist haften geblieben – mental und rational?
Die Bibel wird für mich zu einem immer wichtigeren Ratgeber und Motivator für den Alltag.

Friedrich Nietzsche, du musst nicht alles mögen, doch sein Rat - sich in Demut zu üben, wenn es um das eigene Leben geht, die eigene Biographie – der ist schon wertvoll, für mich jedenfalls.

mittwochs…
FASZINATION BIBEL
„Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.“
2. Mose, 23,20

Es versetzt mich immer wieder in Erstaunen, wieviel Erkenntnisreichtum in der Bibel steckt.

Hätte ich mich niemals entschlossen, die Bibel zu lesen, sie zu begreifen, so würde mein Leben ärmer sein. Das sage ich heute, nach nunmehr 68 Lebensjahren.

Aber es ist nie zu spät, mit etwas anzufangen.
Ich habe mit dem Lesen der Bibel begonnen. Ich übertreibe es nicht, nein.
Aber ich gebe zu, es macht Spaß, das ‚Buch der Bücher‘ zu erforschen.

Klar, es ist auch mühsam. Du musst suchen, lesen, Erklärungen für manche Passagen suchen.
Doch das ist es ja, was die Sache so spannend macht.

Und so sehe ich auch den Spruch 2. Mose, 23,20, nämlich die Tatsache, dass du deinen Weg niemals allein gehen musst, weil ein Schutzengel an deiner Seite ist.

Heute beginnt offiziell die Fastenzeit. Ich habe dazu ein Zitat in der Bibel gefunden, das auf mich passt, denn ich will es in den nächsten Tagen ebenfalls versuchen:

„Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast!
Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg!“
Jesaja 58, 6

Demut ist doch nicht der schlechteste Ratgeber:
Ich lese gern bei Nietzsche nach – man muss nicht alles mögen, was er schreibt, aber dieses Zitat gefällt mir außerordentlich gut, weil es letztlich zu Bescheidenheit und Demut im Leben aufruft:

„Der Mensch mag sich noch so weit mit seiner Erkenntnis ausstrecken, sich selber noch so objektiv vorkommen: zuletzt trägt doch nichts davon als seine eigne Biografie.“

(513, S. 331 (Friedrich Nietzsche, Gesammelte Werke, © 2012 Anaconda Verlag GmbH, Köln; ISBN 978-3-86647-755-1)

 

DAS BUCH DER SPRICHWÖRTER – FUNDGRUBE FÜR LEBENSWEISHEITEN

Die Bibel lesen ist anstrengend, aber es ist auch ein ganz besonderer Luxus, den man sich gerade im Alltag leisten sollte. Und wer sich in das ‚Buch der Sprichwörter‘ vertieft und sich dafür nur ein wenig interessiert, der wird nicht enttäuscht.

Ich hätte es vor einigen Jahren noch nicht für möglich gehalten, dass ich beim Lesen der Bibel laut auflachen müsste.
Der Grund: Weil die Bibelsprüche exzellent formuliert sind – kurz, bildhaft, locker.

Ein Beispiel:
„Wer eine Sache durch einen törichten Boten ausrichtet, der ist wie einer, der sich selbst die Füße abhackt und Schaden leidet.“ (Spr 26, 6)

Sicher, es ist eine Metapher, geschrieben in althergebrachten Worten.

Aber der Spruch hat schon noch seine Gültigkeit. Wem ist es nicht schon so gegangen, dass er jemanden beauftragt hat, eine Mitteilung zu überbringen, die dieser dann völlig verdreht hat?

Die Stuttgarter Erklärungsbibel bringt es auf den Punkt, wenn sie darüber schreibt, warum es sich lohnt, ‚Das Buch der Sprichwörter‘ ab und an zur Hand zu nehmen, darin zu lesen und Schlüsse für seinen eigenen Alltag daraus zu ziehen.

„Das Buch der Sprüche ist Zeugnis einer Lebensweisheit, deren Kenntnis und Überlieferung Israel mit seinen Nachbarvölkern verbindet und die uns auch aus ägyptischen Weisheitsschriften bekannt ist. Man bezeichnet diese ‚internationale‘ altorientalische Lebenskunde mit dem Begriff Weisheit und nennt die entsprechenden Schriften Weisheitsliteratur.“ (1)

An anderer Stelle heißt es: „Als ein weiser Mensch galt der gemeinsamen altorientalischen Weisheit, wer die Ordnungen des Lebens und der Welt kennt und sein Leben danach einrichtet. Erworben und gepflegt wurde dieses Wissen dadurch, dass man die Vielfalt der Lebenserfahrungen genau beobachtete und sammelte, sie auf gleichartige oder ähnliche hin untersuchte, sie in kurzen, einprägsamen Sätzen gültig aussprach und weitergab.“ (2)

Ich jedenfalls bin davon fasziniert.

(1)
DIE SPRÜCHE SALOMOS (DAS BUCH DER SPRICHWÖRTER)
EINFÜHRUNG, S.769; In: Stuttgarter Erklärungsbibel mit Apokryphen, DIE HEILIGE SCHRIFT NACH DER ÜBERSETZUNG MARTIN LUTHERS, MIT EINFÜHRUNGEN UND ERKLÄRUNGEN; DEUTSCHE BIBELGESELLSCHAFT.
ISBN 978-3-438-01123-7/Neuausgabe mit Apokryphen
© 2005 Deutsche Bibelgesellschaft, Zweite, verbesserte Auflage 2007, 10.2016
(2)
ebenda

WARUM DIE BIBEL LESEN?

FASZINATION BIBEL
Wie ich kürzlich auf die Idee kam, mir die Bibel vorzunehmen und was ich für Erwartungen daran knüpfe.

MITTE JULI 2020

Es war in der vergangenen Woche. Ich stand kurz vor sechs Uhr an einer Kreuzung in Mitte und wollte in Richtung Fitness-Studio einbiegen.

Die Ampel stand lange auf Rot und so hatte ich Muße, dem Radiokommentar eines Pfarrers zuzuhören. Er sprach davon, dass du selbst in Zeiten deiner größten Not, deiner Hilflosigkeit dankbar sein sollst für das Leben.

‚Hat der noch alle Latten am Zaun?‘, dachte ich bei mir.
Und in dem Moment sagte er auch schon: „Ich weiß, Sie denken jetzt bestimmt, dass ich fernab von jeder Realität bin. Nein, das bin ich nicht.“

Dann fuhr er damit fort, dass es besser sei, sich seinen Schmerzen zu stellen, sich zu fragen, wie man wieder aus einer schwierigen Situation wieder herauskäme.

Das fand ich dann wieder nicht so schlecht. Zum Schluss berief er sich darauf, dass er diese Worte und Botschaften der Bibel entnommen hatte.

„Die Bibel ist das Wort Gottes an uns.“
Ich war so neugierig geworden, dass ich in den Pausen zwischen den Trainingseinheiten im Fitness-Studio bereits mit meinem iPhone googelte, ob es eine passable aktuelle Übersetzung der Bibel geben würde, die ich auch verstehen konnte.

So richtig bin ich nicht fündig geworden und habe erst einmal mit den Übungen weitergemacht.

Doch die Worte des Pfarrers gingen mir nicht mehr aus dem Kopf.
Hatte ich nicht vor vier Jahren schon einmal damit begonnen, mich für die Heilige Schrift zu interessieren?

Ich fand damals die Worte so gewaltig, die ich gleich am Anfang der Bibel gelesen hatte, war fasziniert von den Formulierungen und den Ausdrucksweisen der kurzen Sätze.

Wer sich ein wenig für Deutsch interessiert, den lässt das natürlich nicht kalt.

Aber dann bin ich wieder von abgekommen. Warum?
Weil ich bei mir im Arbeitszimmer nur eine Ausgabe hatte, die in alter deutscher Schrift abgefasst war.

Zurück vom Training, machte ich mich im Internet auf die Suche. Ich wollte herauskriegen, wer mir helfen kann, die Bibel zu verstehen.

Ich stieß auf das Buch von Pater Anselm Grün: „Die Bibel verstehen: Hinführung zum Buch der Bücher“ – (E-Book, ISBN – 978-3-451-33627-0; Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2010).

Das war es!
„Für die frommen Juden und für die frühen Christen waren die Worte der Bibel immer leitende und wegweisende Worte“, schreibt Anselm Grün in seiner ‚Einladung‘. (Vgl. ebenda)

Er geht auch darauf ein, dass sich heute viele Christen schwer damit tun, die Bibel zu lesen. (Vgl. ebenda)

Oh, diese Worte sind Balsam für mich. Ich als jemand, der kaum etwas mit der Kirche und dem Christentum zu tun hatte, für den war es ja noch schwerer.

Ich hatte das Kapital studiert, vier Jahre lang. Und im Gegensatz zu vielen Leuten, die darüber nur reden, hatte ich es auch verstanden, kannte die hervorragende ökonomische Analyse der damaligen Verhältnisse und wusste auch um die Schwäche in der daraus folgenden Prognosen für die Zukunft.

Das Gute daran ist, dass ich es über viele Jahre und Jahrzehnte gewohnt war, mich mit schwierigen theoretischen Texten zu befassen.

„Wir brauchen die richtige Brille, um die Worte der Bibel so zu lesen, dass sie heilsam ist und wegweisend für uns sind, dass es Worte des Lebens und Worte zum Leben werden.“ (Vgl. ebenda)

Dieser Satz von Anselm Grün hat mich endgültig überzeugt. Ich werde mich mit den Worten aus der Bibel auseinandersetzen, sie versuchen zu verstehen.

Und vor allem: Ich werde herausfinden, worin die Heilsamkeit dieser Ideen besteht.

Darauf freue ich mich in den nächsten Wochen und Monaten.

Wer Lust hat, der kann hier mitlesen, was ich so rausbekomme, welche Schlussfolgerungen ich für mich, für meinen Alltag daraus ziehe.

Ich habe mir zum Geburtstag in der nächsten Woche einen dicken Wälzer gewünscht – die Stuttgarter Erklärungsbibel. Sie ist nicht ganz billig, aber sie ist wohl das umfassendste Werk, dass dich in die biblische Geschichte einführt.

Ich freu‘ mich drauf‘ und darf nicht darüber vergessen, dass ich ja zwischendurch noch ein bisschen arbeiten muss. Naja, irgendwie kriegen wir das schon hin.